Iran – Türkei: Grenzsicherheit


Warteschlangen am Grenzübergang Basargan-Gürbulak

Am 12. August 2015 wurde auf der Webseite des iranischen Ministeriums für Straßenverkehr (Wesarat-e Rah) eine Erklärung des stellvertretenden Ministers Keschawarsian veröffentlicht, in dem er beklagte, dass die Sicherheit iranischer Fahrzeuge auf türkischem Boden nicht gewährleistet sei. So sei ein LKW, der in Georgien geladen hatte und auf dem Transitweg über die Türkei in den Iran zurückfahren wollte, auf türkischem Boden überfallen worden. Dies sei nicht der einzige Vorfall der letzten Zeit gewesen. Deshalb sei der Grenzübergang Basargan – Gürbulak in Richtung Türkei einseitig geschlossen, die Rückfahrt aus der Türkei in den Iran sei aber weiterhin möglich. Das iranische Außenministerium sprach eine Empfehlung an iranische Staatsbürger aus, lieber auf dem Luftweg in die Türkei zu reisen. Der Generaldirektor der iranischen Transit-Behörde Mohammad Dschawad Atrtschi empfahl andere Routen für LKWs, namentlich über Aserbaidschan nach Russland, über Aserbaidschan nach Georgien und von dort nach Zentraleuropa oder über Armenien nach Georgien und von dort nach Zentraleuropa. Diese Routen haben allerdings nicht den Vorteil der türkischen Route – mit der Türkei herrscht Visumsfreiheit.
Die Überfälle auf iranische Busse und LKWs werden mit der Wiederaufnahme des bewaffneten Kampfes der PKK in Verbindung gebracht, ob dies allerdings zutrifft, ist bislang nicht feststellbar. Es ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, wieso speziell iranische Fahrzeuge Zielscheibe von PKK-Angriffen sein sollten.

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