Teheran: 15.000 drogensüchtige Obdachlose

Der iranische Innenminister, der zugleich auch Generalsekretär des Stabs zur Bekämpfung der Drogensucht ist, hat kürzlich erklärt, dass allein in Teheran 15.000 Drogensüchtige auf der Straße leben, also obdachlos sind. Er wies in einer veröffentlichten Erklärung des Innenministeriums auch darauf hin, dass es in Teherans früher einmal Plätze zur Unterbringung und Behandlung von 400 Drogensüchtigen gab, jetzt sei die Zahl der Plätze auf 60.000 erhöht worden. Aus den Äußerungen gewinnt man den Eindruck, dass die 60.000 sich auf das gesamte Land bezieht. Denn in der Meldung heißt es weiter, dass derzeit 3000 Plätze in Behandlungszentren (marakez-e negahdari) (gemeint ist vermutlich: in Teheran) belegt seien, für weitere 3000 sei noch Platz, insgesamt würden die Plätze in Teheran auf 10.000 erhöht. Genaue Zeitangaben macht auch der Innenminister nicht.
Wie oberflächlich der Innenminister an die Sache herangeht, sieht man daran, dass er keine Angaben über die Arten der konsumierten Drogen noch über die Zahl der Abhängigen macht. Man vergleiche die dürftige Meldung mit folgendem Bericht auf EU-Ebene:
http://www.suchtmonitoring.ch/docs/library/europaische_beobachtungsstelle_fur_drogen_und_drogensucht_ebdd_9k1giovteohz.pdf

Quelle:
http://www.pyknet.net/1394/07shahrivar/23/page/motad.php

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