Demo vor dem Ewin-Gefängnis (Teheran)

Mohammad Ali Taheri ist der Begründer einer alternativen Form der Medizin, die von der Mystik inspiriert ist (Erfan halqe), mit der er im Iran und im Ausland viele Anhänger gefunden hat. Er wurde 2011 vom Islamischen Revolutionsgericht wegen Blasphemie zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Auch wurde ihm vorgeworfen, sich unberechtigt medizinisch betätigt zuhaben.

Später legten die Ajatollahs noch nach, die seine Theorien aus der Sicht der schiitischen Orthodoxie beurteilten. Das Ergebnis war ein zweites Urteil im August 2015: Todesstrafe wegen „Verderbnis auf Erden“ (fessad fi l-ars).

Mohammad hat vor zwei Monaten im Ewin-Gefängnis in Teheran einen Hungerstreik eröffnet, der von den Gefängnisbehörden ignoriert wird.

Deshalb haben sich am Samstag, den 17. Oktober 2015, rund 300 seiner Anhänger vor dem Ewin-Gefängnis versammelt. Sie verteilten weiße Blumen an Gefängnispersonal, das sich zum Teil erfreut, zum Teil stur zeigte – letztere zerknickten die Blumen.

Die Demonstrierenden wurden auch von Beamten mit Knüppeln attackiert, ließen sich aber nicht provozieren. Besonders hatten die Beamten es auf solche Leute abgesehen, die Plakate mit dem Foto oder Namen des Inhaftierten in der Hand hielten. Die Demonstranten hatten allerdings noch Plakate in Reserve. Zwei Stunden hielten sie es in strömendem Regen vor dem Gefängnis aus.

Quellen:
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=97328
https://en.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Ali_Taheri
https://fa.wikipedia.org/wiki/%D9%85%D8%AD%D9%85%D8%AF%D8%B9%D9%84%DB%8C_%D8%B7%D8%A7%D9%87%D8%B1%DB%8C

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