Ahwas (Iran): Staat tötet Araber

Ahwas liegt nahe der irakischen Grenze. In der Region lebt eine arabische Minderheit, deren kulturellen Forderungen bislang vom iranischen Staat mit Gewalt und Verhaftungen, sogar mit Hinrichtungen beantwortet wurden. Vergangene Woche soll nun in Ahwas eine Versammlung von rund 100 „Banditen“ stattgefunden haben, wie es in der Polizeimeldung heißt. Die Polizei habe deren Versammlung auflösen wollen und sei dann mit Steinen beworfen worden, es seien angeblich sogar „heiße Waffen“ eingesetzt werden, auf Persisch ein Ausdruck für Schusswaffen. Ob das stimmt, können wir nicht feststellen. Faktum ist, dass die Polizei Verstärkung geholt hat und dann einen Jugendlichen erschossen hat. Als die Angehörigen protestierten, erklärte der Verantwortliche der Sicherheitsbehörden der Region Ahwas, die Versammelten seien von der Organisation „Islamischer Staat“ aufgehetzt worden. Es scheint nun Mode zu werden, allen, die dem Regime kritisch gegenüberstehen, das Etikett „IS“ anzuheften, dann kann man sich sicher sein, dass keine Kritik aus dem Ausland kommt…

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