Iran: Dürre Zukunft

Wie berichtet, gab es im iranischen Aserbaidschan schon Kundgebungen gegen das Austrocknen des Urumije-Sees, das durch staatliche Projekte begünstigt wird. Um den Urumije-See leben 6 Millionen Menschen. Das allmähliche Austrocknen des Salz-Sees führt dazu, dass Salz mit den Stürmen über die Felder verstreut wird und den Boden unfruchtbar macht. Der Feinstaub macht den Menschen zu schaffen. Diese Umständen begünstigen eine Flucht aus der Region in die Großstädte wie Urumije und Tabris.

Im Zentraliran ist Wassermangel und Dürre ebenfalls ein schwerwiegendes Problem. Die Menschen ziehen in Städte wie wie Teheran, Karadsch oder Maschhad. Doch auch dort ist das Wasser nicht grenzenlos. Durch den Zustrom an Menschen werden illegale Brunnen betrieben, die das Grundwasser ausbeuten, bis es versickt. Stellenweise hat der Boden schon begonnen, einzusacken, was die Stabilität der Häuser in der Region beeinträchtigt. Beim nächsten Erdbeben sind sie reif für den Einsturz. Es braucht nicht viel Fantasie, sich auszumalen, dass der Iran in Zukunft ein wichtiges Herkunftsland für Dürreflüchtlinge sein dürfte.

Quelle:
http://shahrvand-newspaper.ir/news:nomobile/main/49734/

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