Iran: Staatspräsident Hassan Rouhani zu den Wahlen

Kürzlich erklärte der iranische Staatspräsident Hassan Rouhani, dass viele Leute ihn angeschrieben und angesprochen hätten, die mit der massiven Streichung von Reformkandidaten durch den Wächterrat unzufrieden sind. Er äußert sich zu diesem Thema äußerst diplomatisch und meint einerseits, er sei bereit, für das einzustehen, was er sage, aber man müsse auch weiterdenken. Und so wählt er das Beispiel vom Einkauf:
Stellen Sie sich vor, Sie gehen in ein Geschäft, um Kleidung für Ihr Kind zu kaufen. Es kann sein, dass Sie in dem Laden nicht das finden, was Ihnen vorschwebt. Aber bevor Sie gar nichts einkaufen und das Kind sich nachher erkältet, werden Sie trotzdem eine Wahl treffen und ein Kleidungsstück erwerben, das nicht Ihrem Ideal entspricht. So sei das auch bei den Wahlen. Wer nicht teilnehme und wähle, verliere auf alle Fälle, wer hingehe und seine Stimme abgebe, gewinne wenigstens ein kleines bißchen. Lieber ein kleiner Gewinn als ein sicherer Verlust. Das war sein Fazit angesichts der bevorstehenden Wahlen.
Man merkt, dass er sich sehr zurückhält und auf Zeit spielt. Aber diejenigen, die heute arbeitslos sind und kein Einkommen haben, können nicht auf Zeit spielen, sie würden verhungern.

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