Iran: Ayatollah Chamene’i verurteilt „britische und amerikanische“ Einmischung in den Wahlkampf

Wie berichtet, hat Ajatollah Rafsandschani kürzlich die Entscheidung des iranischen Wächterrats in Frage gestellt, den Hauptteil der Reformkandidaten von den Wahlen auszuschließen. Rafsandschani hatte damals gefragt, wer denn dem Wächterrat die Kompetenz gegeben habe, darüber zu entscheiden. Jetzt nimmt der Religiöse Führer des Irans, Ayatollah Chamene’i diesen Punkt wieder auf und fragt, was es denn zu bedeuten habe, wenn man die Entscheidung des Wächterrats in Frage stelle. Das heiße doch, dass man die Legitimität der Wahlen in Zweifel ziehe und letztendlich auch die des gewählten Parlaments. Und wenn man den Gedanken zu Ende verfolge, seien dann auch die Gesetze dieses illegal gebildeten Parlaments ungültig. Der Iran werde somit in ein vierjähriges Vakuum gestürzt. Wer so rede, sei sich nicht bewusst, dass er den Feinden im Ausland in die Hände spiele, er wolle da keinen des Verrats bezichtigen.

Wenn man weiß, was der Feind will, sollte man genau das Gegenteil tun
Dann fährt Ajatollah Chamene’i fort: „Das britische Radio (gemeint ist der persische Dienst des BBC) ist derzeit dabei, der Bevölkerung von Teheran Handlungsanweisungen zu erteilen, sie solle dem und dem ihre Stimme geben, und dem anderen dafür nicht. Was soll das heißen? Die Engländer vermissen ihre Möglichkeiten, sich in die iranischen Angelegenheiten einzumischen. Es gab Zeiten, in denen der Schah von Persien dann, wenn er eine wichtige Entscheidung treffen wollte, den englischen Botschafter herbeirief und ihn fragte, ob er das tun solle oder nicht. Einst mischten sich die Engländer auf diese Art in die Angelegenheiten des Landes ein. Später dann die Amerikaner, und dann beide zusammen. Heute sind ihre Hände abgehackt. Heute sind solche Einmischungen nicht mehr möglich, dank der Revolution, dank der Wachsamkeit des Volkes. Und das vermissen sie nun. So versuchen sie, über das Radio der Bevölkerung Anweisungen zu erteilen, wen sie wählen sollen und wen nicht. Was ich damit sagen will, ist, dass das Volk mit Weitsicht und Verstand in die Wahlen gehen soll, denn es soll wissen, was der Feind will. Wenn man weiß, was der Feind will, sollte man genau das Gegenteil tun.“
(Gemeint ist, wenn BBC und Voice of America die Liste empfehlen, auf der Rafsandschani steht, soll man genau nicht die Liste wählen).

http://farsi.khamenei.ir/speech-content?id=32331

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