Wahlkampf im Iran: Freitagsimam von Teheran beklagt sich

Seyyed Ahmad Chatami ist der Freitagsimam in Teheran. Dieses Amt verdankt er direkt dem Religiösen Führer. Außerdem sitzt er als Vertreter der Stadt Kerman im Expertenrat. Kürzlich ist er in Kerman aufgetreten, wo er gegen die Konkurrenz (= Reformisten) vom Leder zog: „Sie haben sich gemeinsam mit den Engländern verschanzt. Sie haben von London aus eine Kampagne organisiert. Wenn sie sagen, gebt Dschannati, Jasdi, Chatami (er meint sich selbst) und Alamolhadi keine Stimme, was für ein Unterschied besteht dann zwischen ihnen und den Engländern?“

Der englische Botschafter hechelt, um ein Treffen mit mir zu arrangieren, aber ich schlag ihm nur eins in die Fresse
„Die Engländer haben Recht, gegen mich in Stellung zu gehen. Denn ich habe ihnen die Macht genommen. Der englische Botschafter hechelt, um ein Treffen mit mir zu arrangieren, aber ich schlag ihm nur eins in die Fresse. Und jetzt will das englische Radio, dass man nicht für die Liste stimmen soll, auf der mein Name steht.“
„Nun, stellen wir uns vor, dass sie damit Erfolg haben und Chatami nicht mehr im Expertenrat sitzt. Vergesst eins nicht: Chatami (also er selbst) hat die Tribüne des Freitagsgebets (in Teheran) und Redemöglichkeit im ganzen Land.“
„Eine Zeitung in in Kerman hat eine Karikatur gegen mich veröffentlicht. Und auf „Telegram“ (vgl. Viber, Whatsapp etc.) wird ständig gegen mich gehetzt. (…) Ich sage der Wahlkampfbehörde, dass sie gegen die Saboteure gesetzliche Schritte ergreifen soll, da eine Wochenzeitung Karikaturen zeichnet, die nach Verrat riechen. Aber denen passiert nichts.“

http://www.pyknet.net/1394/01esfand/03/page/kerman.php

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