Archiv für Juni 2016

Solidaritätsaktion für Dscha‘far Asim Sade


„Das Leben von Dscha’far Asim-Sade ist in Gefahr“, „Dscha’far Asim-Sade muss freigelassen werden“, „Peitschenhiebe und Strafen für Arbeiter, die für ihre Rechte kämpfen, sind unmenschlich und werden von uns nicht akzeptiert .“

Dscha’far Asim-Sade, Leiter der Freien Arbeitergewerkschaft des Irans, ist heute den 62. Tag im Hungerstreik.

Eine Gruppe von UnterstützerInnen hat sich heute vor dem Amtssitz von Staatspräsident Rouhani versammelt und für die Freilassung von Dscha’far Asim-Sade demonstriert. In der Gruppe waren VertreterInnen der Lehrergewerkschaft, Arbeitergewerkschaft, StudentInnen und weitere Personen, aus Organisationen, die sich für Menschrechte und Demokratie einsetzen.

Polizei und Männer in Zivil, d.h. vom Geheimdienst waren vor Ort, haben beobachtet und fotografiert. Sie wollten die Demonstration auflösen. Die Demonstranten ließen sich aber nicht so leicht vertreiben. Ohne ein Gespräch mit einer verantwortlichen Person würden sie nicht nach Hause gehen.

Schließlich erreichten sie ihr Ziel und ein Mitglied der Arbeitergewerkschaft, ein Mitglied der Lehrergewerkschaft und die Schwester von Dscha’far Asim-Sade durften im Büro des Staatspräsidenten ihr Anliegen vortragen. Sie baten angesichts seines schlechten Gesundheitszustands für die Freilassung von Dscha’far und sei es auch nur für kurze Zeit. Ihre Forderungen wurden an Rouhani weitergeleitet.

Im Anschluss sind alle zusammen zum Sina-Krankenhaus gegangen um Dscha’far Asim-Sade zu besuchen.

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Zwei große Probleme im Iran

Im Iran gibt es zwei große Probleme, die mit diesem Foto symbolisiert werden: Schmuggel und Armut.

Man sieht hier zwei Lastenträger – sogenannte Kulbaran, die große Kühlschränke der Fa. Haier über die Grenze tragen. Die Menschen sind aufgrund ihrer Armut gezwungen, ihr Leben zu riskieren. Die Grenzpolizei hat das Recht auf diese Menschen zu schießen, was jedes Jahr viele Tote fordert.

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Amir Ghotbi – Henker der iranischen Medien

Auf diesem Foto ist ein wichtiger Mann der iranischen Staatsanwaltschaft abgebildet. Es handelt sich um Amir Ghotbi, den Leiter der Abteilung für Kultur und Medien, einem guten Freund des Generalstaatsanwalts von Teheran, Abbas Dscha°fari Doulat-Abad.

Amir Ghotbis Abteilung ist zuständig für das Überwachen der in Zeitungen verbreiteten Inhalte. Aufgrund guter Kontakte zum iranischen Geheimdienst fällt ihm dies besonders leicht. Auf sein Konto gehen zahlreiche Verbote von iranischen Zeitungen wie Aseman, Shargh, Etemad, usw. Darüber hinaus hat er immer wieder Künstler jeglicher Kunstrichtung, sei es MalerInnen, KarikaturistInnen, MusikerInnen verfolgt. Zuletzt hat er sein Aufgabengebiet auch auf Sportler und Sportlerinnen ausgedehnt. Aufgrund seiner Aktivitäten können viele Kulturschaffende ihren Beruf nicht mehr ausüben oder sind vor Gericht gekommen.

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Narges Mohammadi tritt in den Hungerstreik

Am Montag, den 27.6.2016 ist die Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi, die gegenwärtig im Ewin-Gefägnis in Teheran inhaftiert ist, in den Hungerstreik getreten.


Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi mit ihren Kindern

In einem offenen Brief hat sie die Gründe dafür erklärt. Sie fordert seit langer Zeit die Erlaubnis der Gefängnisverwaltung und der Justizbehörden, mit ihren Kindern in Kontakt treten zu können, und sei es nur per Telefon. Dieses Recht wird ihr verwehrt.

Ihre Kinder leben mit ihrem Mann zusammen im französischen Exil. Das Telefon ist die einzige Möglichkeit, mit ihren Kinder in Kontakt zu treten. Sie schreibt, dass das keine große Forderung sei, dass es nicht gegen das Gesetz oder irgendwelche Sicherheitsbestimmungen verstoße, mit ihren Kindern zu telefonieren. Es sei das gute Recht einer Mutter.

Narges Mohammadi hat vor ihrer jüngsten Festnahme im Mai 2015 als Vizepräsidentin für das Zentrum zur Verteidigung der Menschenrechte gearbeitet. Das ist das Institut der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi.

Weitere Artikel zu Narges Mohammadi in diesem Blog

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Iran: Gewerkschaftsführer im 60. Tag des Hungerstreiks


Dscha’far Asim-Sade, Leiter der Freien Arbeitergewerkschaft des Irans, im Gefängnis

Dscha’far Asim-Sade, Leiter der Freien Arbeitergewerkschaft des Irans (Ettehadiye-ye Azad-e Kargaran-e Iran), war am 10. Esfand 1393 (Anfang 2015) von der 15. Kammer des Revolutionstribunals in Teheran vom berüchtigten Richter Salawati zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er ist seit sechzig Tagen im Hungerstreik, um gegen das unfaire Gerichtsurteil zu protestieren. Derzeit wird er mit Infusion ernährt, heute ist er ohnmächtig geworden. Sein Gesundheitszustand ist besorgniserregend. Der Generalstaatsanwalt von Teheran, Abbas Dscha°fari Doulat-Abad hat am Samstag gegenüber der Ehefrau des Gefangenen erklärt, er werde nichts für den Gefangenen tun, auch wenn er sterbe.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=74362
vom 7. Tir 1395 (27. Juni 2016)
shast ruze e°tesabe ghad_a: emruz, doshanbeye hafte tir, ja°far °azim-zade bihush shode

https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%AC%D8%B9%D9%81%D8%B1_%D8%B9%D8%B8%DB%8C%D9%85_%D8%B2%D8%A7%D8%AF%D9%87

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Iran: Ex-Innenminister: Wir sind kein Vorbild


Hodschat ol-Eslam Ali-Akbar Nateq Nuri

Ali-Akbar Nateq Nuri, ehemaliger Innenminister des Irans von 1981-1985, ehemaliger Parlamentspräsident, gescheiterter Präsidentschaftskandidat gegen Chatami bei den Wahlen von 1997, heute Mitglied des Rats zur Wahrung der Interessen des Systems und Leiter des Sonderermittlungsbüros des Religiösen Führers der Islamischen Republik Iran ist wahrlich niemand, den man als Reformpolitiker bezeichnen könnte. Umso schwerer wiegen seine jüngsten Äußerungen, die am Sonntagabend von der Nachrichtenagentur ISNA verbreitet wurden. Er hatte sie anlässlich des 21. Tags des Fastenmonats Ramadan am Grab von Ajatollah Chomeini gemacht, dem Begründer der Islamischen Republik. Er sagte: „In den 37 vergangenen Jahren ging es bei uns in vielen Dingen bergab. Angesichts dieser Tatsache können wir nicht behaupten, dass wir ein Modell für andere sind.“
Das klingt anders, als die Worte des Oberbefehlshabers der Pasdaran oder des Religiösen Führers Ajatollah Chamene’i. Ajatollah Chamene’i hatte vor fünf Jahren sogar ein Institut mit dem Namen „Markaze Olguye Eslamiye Iraniye Pishrafte“ ins Leben gerufen, was soviel heißt wie: Zentrum des fortgeschrittenen iranischen islamischen Modells. Das Zentrum hat inzwischen vier Konferenzen zu diesem Thema abgehalten, Geld ist ja da.
Als Leiter des Sonderermittlungsbüros des Religiösen Führers hat Nateq Nuri zudem Kontakt mit allen möglichen Menschen, die an der korrupten Justiz scheitern und sich an seine Behörde als letzte Rettung wenden. Er scheint dabei soviel Einblicke in den real existierenden Islamischen Staat gewonnen zu haben, dass er – allen islamistischen Idealen zum Trotz – zumindest verstanden hat, dass dieses System zum Vorzeigen wenig hergibt.
So sagt er auch: „Heutzutage erleben wir auch, dass ständig die eine Gruppe schlecht über die andere Gruppe redet, und die andere Gruppe schlecht über die eine. Unter solchen Umständen sagen die normalen Menschen: Die sind doch alle korrupt.“

http://www.radiofarda.com/content/f8-nategh/27822729.html
vom 7. Tir 1395 (27. Juni 2016)
Nateq Nuri: Dar besyari az masa’el seyre qahqara’i dashte‘im

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Iran – Maschhad: Nach „Telegram-Messenger“-Aktion 2 Jugendliche verhaftet

Vergangenen Donnerstag war es in Maschhad zu einer Versammlung in der „Proma“-Passage in Maschhad gekommen, zu der Jugendliche über Telegram-Messenger aufgerufen hatten. Eine Reihe Teilnehmer wurden festgenommen und wieder freigelassen, nachdem sie „Reue“ gezeigt hatten, ein 19-Jähriger und ein 20-Jähriger wurden als „Aufrufer“ in Haft genommen. Sie sollen erklärt haben, sie hätten den Teheranern nur zeigen wollen, dass man in Maschhad so was auch auf die Beine bekomme. In Teheran hatten Jugendliche unlängst in der Kurusch-Passage eine ähnliche Aktion gestartet.
Anmerkung: Soweit die Angaben über Telegram-Messenger bei wikipedia.de richtig sind, ist die Plattform Telegram-Messenger gegen polizeistaatliche Verfolgung anfällig:
„Die versendeten Nachrichten werden unverschlüsselt auf dem Speicher des Gerätes abgelegt und können daher von einem Angreifer mit Zugriff auf das Gerät ohne weiteres ausgelesen werden.“ Wie man sieht, reicht es, eine Reihe von Teilnehmern festzunehmen und deren Handys einzusammeln, dann muss man nur noch die Speicher auslesen…

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=111372
vom 6. Tir 1395 (26. Juni 2016)
dastgiriye da°wat-konandegane mitinge daheye haftadi-haye mashhad

https://de.wikipedia.org/wiki/Telegram_Messenger

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Iran: 200 Arbeiter vor der Sicherheitsbehörde von Mobareke

Mehr als 200 Arbeiter der Polyacryl-Werke von Isfahan haben sich am Sonntag vor der Sicherheitsbehörde (Farmandari) des Kreises Mobareke versammelt, um gegen die ausstehenden Löhne und Prämien für dieses Jahr und einen Teil des letzten Jahrs zu protestieren und um die Behörde um Unterstützung bei ihren Forderungen zu bitten. Von den ausstehenden Lohnzahlungen sind sowohl Arbeiter mit 1-Jahr-Arbeitsverträgen und Leiharbeiter betroffen, also ein Personenkreis, der sich besonders schlecht wehren kann. Umso beachtlicher, dass sich die Betroffenen trotzdem an die Öffentlichkeit wagten, denn eine Entlassung ist unter den herrschenden Bedingungen im Iran kein Problem.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=111344
vom 6. Tir 1395 (26. Juni 2016)
kargarane poli akril moqabele farmandariye mobareke tajammo° kardand

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Iran: Pasdaran gegen Kurden


Gespräche zwischen Türkei und Syrien über die Kurden – Iran im Hintergrund?

Laut Meldungen der iranischen Nachrichtenagentur IRNA kam es vergangenen Freitag und Samstag (24./25. Juni 2016) in der Region Mahabad zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen den iranischen Pasdaran und Kämpfern der Demokratischen Partei Kurdistans im Iran DPK/I. Laut Darstellung der staatlichen IRNA seien die Kurden „zur Durchführung propagandistischer und terroristischer Aktivitäten“ in die Dörfer gegangen und dabei von den Pasdaran enttarnt worden. Darauf sei es zu einem Gefecht zwischen den bewaffneten Kräften gekommen.
Anmerkung: Der Hergang wird von den iranischen Amtsstellen ähnlich dargestellt wie in der Vorwoche in Oschnawije. Demnach sind die Vertreter der DPK/I in die Dörfer gegangen, wurden entdeckt und von den Pasdaran angegriffen. Sollte die amtliche Darstellung in diesem Punkt zutreffen, würde das für ein ausgebautes Spitzelsystem des iranischen Staats sprechen, was nach 37 Jahren an der Macht freilich auch kein großes Kunstwerk wäre. Beachtlich ist vielmehr, dass der Staat die Kurden in den 37 Jahren nicht klein gekriegt hat, obwohl es an Brutalität und Massakern nicht fehlte.
Die bewaffneten Angriffe gingen nach amtlicher Darstellung in beiden Fällen von den Pasdaran aus. Dies könnte ein weiteres Indiz auf ein koordiniertes Vorgehen zwischen den Regierungen der Türkei, Syriens und des Irans gegen die Kurden sein. So berichtet die kurdische Webseite kurdpress am 25.06.2016 von geheimen Treffen zwischen Türkei und Syrien in Algerien, unter der Aufsicht des Irans.

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/06/214090.php
vom 5. Tir 1395 (25. Juni 2016)
dar-giriye mosallahane beyne sepah wa hezbe demokrat dar kordestan edame darad

http://www.kurdpress.ir/En/NSite/FullStory/News/?Id=13548#Title=%0A%09%09%09%09%09%09%09%09Syria%20and%20Turkey%20have%20been%20in%20talks%20in%20Algeria%0A%09%09%09%09%09%09%09
vom 25.06.2016
Syria and Turkey have been in talks in Algeria

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Geständnis der Hisbollah: Solange der Iran Geld hat…


Hassan Nasrollah

Hassan Nasrollah, der Führer der Hisbollah im Libanon, hat kürzlich angesichts neuer finanzieller Sanktionen der USA gegen seine Organisation erklärt:
„Die neue Runde von US-Sanktionen wird keinen Einfluss auf die Organisation haben, denn die Hisbollah deckt ihre finanziellen Bedürfnisse nicht über die libanesischen Banken, sondern erhält die Mittel direkt aus dem Iran.“
Laut einer Meldung von AFP soll Hassan Nasrollah letzten Freitag gegenüber dem in Beirut ansässigen Sender Al-Manar (Der Leuchtturm) erklärt haben: „Hinsichtlich des Budgets der Hisbollah halten wir nichts geheim. Unsere Einnahmen, unsere Ausgaben, alles was gegessen und getrunken wird, die Raketen und die anderen Fernwaffen, alles erhalten wir aus dem Iran.“

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/06/214089.php
vom Samstag, 5. Tir 1395 (25. Juni 2016)
Hassan Nasrollah: ta zamani ke iran pul darad, ma ham pul darim

https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Manar

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Iran: Park-Ranger frei zum Abschuss

Auch im Iran gibt es eine Reihe von Nationalparks, in denen Pflanzen oder Tiere unter Schutz stehen. Und auch im Iran gilt: Ein Gesetz gilt nichts, wenn man die Einhaltung nicht überwacht. Also gibt es in den Parks Ranger oder Nationalparkwächter.
Hamid-Resa Childar, der Kommandant der Wacheinheit der iranischen Umweltschutzbehörde, erklärte, dass sie 5000 Kräfte zu wenig hätten. Das führt dazu, dass die Angestellten im Monat 18 Schichten zu 24 Stunden (!) schieben müssen statt vereinbarten 10. Und von 256 Überstunden bekommen sie nur 60 bezahlt.
Die Arbeitslosigkeit muss schon verheerend sein, wenn man sich darauf einlässt.
Aber genau aus dem selben Grund nützen auch die Wächter wenig. Denn die Wilderer, die Gegenspieler, leben im selben Land und sind in der gleichen Lage.
Da hilft kein Appell an den Umweltschutz und kein Spruch, dass wir die Erde nur von unseren Kindern geliehen haben. Hier geht es um einen Kampf ums Überleben zwischen den größten Raubtieren, den Menschen. Die Wilderer zögern nicht, auf die Wächter zu schießen, und haben in den letzten zwei Tagen drei Ranger erschossen.
Der Kampf zwischen Wächtern und Wilderern erfolgt mit ungleichen Spießen. Denn es ist schon passiert, dass ein Wächter im Gefecht einen Wilderer erschossen hat. Darauf bekam er es mit dessen Angehörigen zu tun, die nach den Gesetzen der Scharia das Recht haben, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Selbst wenn der Park-Ranger nicht hingerichtet wird, es kann ihm eine lange Gefängnisstrafe blühen, und solche Fälle sind bekannt.
Anmerkung: Auch nach deutschem Recht müsste ein Ranger die Verhältnismäßigkeit der Mittel wahren, was in der Regel bedeutet, dass er keinen Wilderer erschießen dürfte, wenn er nicht in Notwehr handelt.

http://www.radiofarda.com/content/f14-3-environmental-guards-killed-in-iran-in-3-days/27820061.html
vom 7. Tir 1395 (27. Juni 2016)
qatle se mohitbane irani dar do ruz be daste shekarchiyane gheyre qanuni

http://www.radiofarda.com/media/photogallery/f3-hunters-killed-environment-protectors/27822624.html
Quelle der Karikatur: tofang-ra zamin begod_ar : Leg das Gewehr nieder

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Orlando, Juni 2016


Orlando, Juni 2016

Ich starre wie gebannt auf den Bildschirm.

Was für eine schreckliche Nachricht.

Schüsse auf einen Nachtclub,

einen Treffpunkt von Homosexuellen

in Orlando.

49 Tote, 50 Verletzte.

Trauer überkommt mich.

Ich halte es daheim nicht mehr aus

und begebe mich zum Ort des Massakers.

Die ganze Zeit frage ich mich:

Warum ausgerechnet

auf Homosexuelle?

Sie eint nichts als Liebe.

Wer ist der Mörder?

Die Medien sagen:

Ein Moslem.

Ich sage:

Ein Geisteskranker,

ein Terrorist,

dem man das Hirn gewaschen hat.

Als ich den Tatort erreiche,

ist alles voll von Menschen.

Viele halten einen Blumenstrauß in den Händen.

Ein paar Schritte

vor dem Ort des Mordens

sitzt in einer Ecke des Gehwegs

ein junger Mann, mit einem Hemd

in Regenbogenfarben,

an eine alte Eiche gelehnt.

Er spielt auf der Gitarre

und singt

„Wenn du traurig bist, werde ich deine Tränen trocknen“

When you need love, my heart I will share
When you are sad, I will dry your tears
When you are scared, I will comfort our fears

Ali Schirasi, 19. Juni 2016, die Idee stammt von Doktor Mas’ud Noqre-Kar

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Iran: Arbeiterprotest vor Adenis-Fabrik in Maschhad


Die Adenis-Fabrik stellte Haushaltsgeräte her und hatte 300 Angestellte. Dann setzte sie die ganze Belegschaft auf die Straße. Und anschließend stellte sie 50 wieder ein, allerdings mit miserablen Zeitverträgen.
Die ausgebeuteten Arbeitnehmer protestierten jetzt vor den Fabriktoren mit Plakaten. Hier Fotos vom Protest. Um die Arbeiter nicht zu gefährden, wurden die Gesichter unkenntlich gemacht.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=110979
vom 31. Chordad 1395 (20. Juni 2016)
tajammo°e kargarane adenis moqabele darbe worudiye karxane – °aks

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Iran: Frauen im Ewin-Gefängnis

Die Internationale Menschenrechtskampagne im Iran, eine iranische Menschenrechtsorganisation, hat einen neuen Bericht über die Haftbedingungen von weiblichen politischen Gefangenen im Teheraner Ewin-Gefängnis veröffentlicht. Ihre Zahl beträgt 25-30, die meisten wurden vor vier Jahren ins Gefängnis von Radscha’i-Schahr (Karadsch) und Qaratschak (Waramin) verlegt.
Die noch im Ewin-Gefängnis festgehaltenen Frauen unterstehen der Aufsicht der Justiz, deren Vorsitzender Sadeq Laridschani ist. Wie die Menschenrechtsorganisation berichtet, werden die Rechte der Gefangenen auch nach Maßgabe der iranischen Gesetze nicht eingehalten.
Frauen wird der Besuch selbst ihrer kleinen Kinder verweigert, telefonische Kontakte unterbunden, die Gesundheitsstation im Gefängnis ist nicht mit Fachpersonal besetzt, die medizinische Betreuung ist miserabel, die Ernährung unzureichend, die Zellen sind klein, ohne Fenster und im Winter kalt, außerdem schmutzig.
Einige Frauen haben Haftstrafen von bis zu 20 Jahren Gefängnis zu verbüßen.
Die politischen Gefangenen umfassen ein weites Spektrum: Journalistin, Frauenrechtlerin, Angehörige der Erfan-Bewegung (mit gnostisch-sufistischem Hintergrund), Angehörige der Baha’i, Anhänger sunnitischer Glaubensgruppen, die im Iran ebenfalls verfolgt werden und andere.

http://www.radiofarda.com/content/f12-new-report-women-section-evin-prison/27808928.html
vom 31. Chordad 1395 (20. Juni 2016)
gozareshe taze az sharayete gheyre ensani dar bande zanane zendane ewin

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Iran: Bewaffneter Konflikt zwischen Pasdaran und Demokratischer Partei Kurdistans/Iran

Der Sprecher des Militärrats der Demokratischen Partei Kurdistans/Iran wie auch der Befehlshaber der Landstreitkräfte der Revolutionswächter haben davon gesprochen, dass es am Mittwoch, den 26. Chordad 1395 (15. Juni 2016) im ländlichen Bereich der Region Oschnawije (südlich von Urumije) zu einer bewaffneten Auseinandersetzung gekommen ist.
Nach einer Meldung des Medienbüros erklärte der Befehlshaber der Landstreitkräfte der Revolutionswächter Mohammad Pakpur: „Zwei terroristische Banden, die einer konterrevolutionären Gruppierung angehörgen, hatten vor, Sabotageakten und terroristische Aktionen durchzuführen, das Grenzgebiet um Oschnawije zu durchqueren und ins Landesinnere zu gelangen. Sie wurden von den mutigen Kämpfern der geheimdienstlich und operativ tätigen Kräfte der Basis „Hamze“ der Landstreitkräfte der Revolutionswächter enttarnt.“
Mohammad Pakpur fuhr fort: „Nach einer mehrstündigen Auseinandersetzung erschossen die Kräfte der Revolutionswächter eine Reihe von bewaffneten Individuen.“
Auch eine informierte Person aus der Demokratischen Partei Kurdistans / Iran hat im Interview mit Radio Farda bestätigt, dass es in der Region Oschnawije zu einem bewaffneten Zusammenstoß kam.
Laut „Kurdistan Media“ hat auch der Sprecher des Militärrats der Demokratischen Partei Kurdistans / Iran bestätigt, dass eine Gruppe vom Peschmerga der Demokratischen Partei Kurdistans / Iran in der Region Oschnawije zwischen den Ortschaften Sargiz und Qara-Saqal politische Aktivitäten unter der Bevölkerung durchführte, als sie von den Streitkräften der Pasdaran angegriffen wurden. Es sei zu einem heftigen Gefecht zwischen den beiden gekommen. Der Sprecher erklärte weiter, bei den Pasdaran habe es eine Reihe von Verlusten gegeben, die Toten und Verletzten dieser Auseinandersetzung seien ins Krankenhaus von Oschnawije verlegt worden. Die Staatsbehörden hätten der Bevölkerung untersagt, das Krankenhaus in dieser Zeit aufzusuchen.“ Offensichtlich soll auf diesem Weg verhindert werden, dass unzensierte Einzelheiten über den Vorfall an die Öffentlichkeit gelangen.“
Auf der Landkarte ist ersichtlich, dass Oschnawije nicht weit vom Länderdreieck Iran-Irak-Türkei liegt. In den letzten Wochen war die türkische Grenzprovinz Hakkari, vor allem die Gebiete Yüksekova und S,emdinli Ziel fast täglicher Bombenangriffe der türkischen Luftwaffe. Es fällt auf, dass jetzt auch die iranische Seite kriegerische Handlungen vornimmt. Die Aussagen der iranischen Pasdaran wie der Kurdenpartei deuten darauf hin, dass die Pasdaran die Demokratische Partei Kurdistans bei ihrer politischen Tätigkeit in den Dörfern überrascht hat und die Gelegenheit nutzen wollte, zuzuschlagen. Dabei haben die Pasdaran wohl die Kräfteverhältnisse falsch eingeschätzt.

http://www.radiofarda.com/content/o2-irgc-kurdistan--attacked/27801025.html
vom 31. Chordad 1395 (20. Juni 2016)
dargiriye niruhaye sepah wa pishmargehaye hezbe demokrate kurdestan dar oshnawiye

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