Iran: Hungerstreik der politischen Gefangenen


vor dem Ewin-Gefängnis

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen, dass politische Gefangene im Iran in den Hungerstreik treten. Der Grund liegt darin, dass die iranische Justiz nicht willens ist, die iranischen Gesetze anzuwenden und ihre Einhaltung zu überwachen. Dadurch haben die Gefangenen keine Möglichkeit, ihre Stimme anders zu Gehör zu bringen. Die Rechte, die ihnen verweigert werden, sind vielfältig: Einer Mutter wird nicht erlaubt, mit ihren kleinen Kindern telefonisch Kontakt zu halten. Einem schwerkranken Gefangenen wird die medizinische Behandlung verweigert. Die Regel, dass ein Gefangener nach Verbüßung eines Drittels der Strafe auf Bewährung aus der Haft entlassen werden kann, wird für politische Gefangene nicht angewandt. Die Möglichkeit eines Hafturlaubs wird viel seltener eingeräumt als anderen Gefangenen. Selbst wenn es sich dabei um Rechtsbrüche oder um willkürliche Anwendung von Vorschriften handelt, haben die Gefangenen und ihre Angehörigen keine Möglichkeiten, dagegen legal vorzugehen, weil die Justiz dem Religiösen Führer Ajatollah Chamene’i untersteht, der selbst einer der zentralen Veranlasser von Menschenrechtsverletzungen ist, und weil einige Organe, so die Pasdaran (Revolutionswächter) mit ihrem Geheimdienst und ihren eigenen Abteilungen in den Gefängnissen außerhalb der gerichtlichen Kontrolle stehen. Auch das natürlich, weil sie als Verbündete von Ajatollah Chamene’i seinen Schutz genießen und ihrerseits dafür sorgen, dass er seine Alleinherrschaft fortsetzen kann. Dieses System der Rechtlosigkeit führt dazu, dass die Gefangenen keinen anderen Ausweg haben, als über einen Hungerstreik ihre Forderungen an die Öffentlichkeit zu bringen.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/63052/
Fri, 08.07.2016, 21:55
entexabi doshwar baraye resandane sedaye e°teraz wa dadxahi

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