Iran: Friedhof zum Todestag eines Dichters gesperrt


Totengedenken vor versperrtem Friedhof

Man sollte meinen, dass in einem religiösen Staat wie der Islamischen Republik Iran das Totengedenken eine auch vom Staat akzeptierte Tradition ist. Dem ist nicht so: Ahmad Schamlou, einer der berühmtesten iranischen Dichter der Neuzeit, der am 24. Juli 2000 in Karadsch verstarb, wurde auf dem Friedhofsgelände des Heiligengrabs von Imam Taher in der Provinz Albors begraben. Ein Platz auf so einem Friedhof wird nur den Reichen und Berühmten zuteil. Dieses Jahr fanden die Behörden, dass sie die jährliche Gedenkfeier zu seinem Todestag nicht mehr tolerieren wollen und sperrten den Zugang zum Friedhof ab. Die Menge blieb darauf vor verschlossenen Toren stehen, was wiederum viele Passanten anlockte und die Menge wachsen ließ. So hatte die Maßnahme der Behörden, die es nicht gern sehen, wenn viele Menschen zusammenkommen, genau die gegenteilige Wirkung. Als dann aber die Polizei eingriff, löste sich die Menschenmenge auf.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=113086
aks/maraseme salmarge shamlu poshte darhaye baste
vom 3. Mordad 1395 (24.07.2016)

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