Iran – Palästina

Vergangenen Samstag, den 30. Juli 2016, trafen sich der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde und Vorsitzende der PLO Mahmud Abbas und die Vorsitzende der iranischen Volksmudschahedin Mariam Radschawi in Paris. Der Inhalt der Gespräche ist nicht bekannt.
Nach der Revolution im Iran im Jahr 1979 besuchte auch der PLO-Führer Jassir Arafat Ajatollah Chomeini, der über diese Unterstützung sehr erfreut war. Im Laufe der Zeit distanzierte sich die PLO von den Methoden der Islamischen Republik Iran und ihrer Einmischung im Palästina-Konflikt, so dass die PLO-Vertreter von den iranischen Machthabern regelmäßig als Handlanger der USA abgewertet werden. Die iranische Geistlichkeit hat infolge der Kritik auf eine Spaltung der Palästinenserbewegung hingewarbeitet und die Hamas unterstützt.
Dass jetzt PLO und die bewaffneten iranischen Volksmudschahedin miteinander reden, ist beunruhigend, deutet es doch auf mögliche Pläne bewaffneter Zusammenarbeit hin.
In diesem Zusammenhang sei auch daran erinnert, dass die Demokratische Partei Kurdistans (Iran), die in letzter Zeit in bewaffnete Auseinandersetzungen mit den iranischen Pasdaran verwickelt waren, erklärt hat, dass sie von nun an die Rechte des Volkes mit Waffen „verteidigen“ werde. Dies besagt, dass sie sich offensichtlich dem bewaffneten Kampf zuwendet.
Angesichts der verstärkten Zusammenarbeit der US-Militärs mit den nordirakischen Kurden gewinnt man den Eindruck, als würden hier die Fronten für den nächsten Krieg im Nahen Osten gebildet.

Saudiarabien
Nicht nur die USA, auch Saudiarabien hat hier ein Wörtchen mitzureden. Als die iranischen Volksmudschahedin am Samstag, den 9. Juli 2016, in Paris eine Großveranstaltung mit Tausenden von Teilnehmern abhielten, erschien auch Prinz Turki al-Faysal bin Abdulaziz as-Saud, Mitglied der saudischen Königsfamilie und ehemaliger Chef des saudiarabischen Geheimdienstes. Er erklärte vor den versammelten Mudschahedin, dass auch er ein Anhänger des Sturzes des jetzigen Regimes im Iran sei. Saudiarabien und Iran sind im Jemen direkte Kriegsgegner, und in der Frage der Unterstützung von Baschar al-Assad in Syrien, in der Aufstellung von bewaffneten schiitischen Milizen im Irak oder in der Frage des Konflikts zwischen Hamas und PLO in Palästina – überall stoßen die beiden Parteien aufeinander. Werden jetzt die Koalitionen für einen Krieg im Iran geschlossen?

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=113535
vom 10. Mordad 1395 (31. Juli 2016)

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