Iran: Sunnitischer Geistlicher kritisiert Hinrichtungswelle im Iran

Moulawi Abdulhamid, der Freitags-Imam der Sunniten in Sahedan, der Hauptstadt der Region Sistan und Balutschistan, hat am vergangenen Freitag, 5. 8. 2016, in seiner Freitagspredigt die kürzlich bekannt gewordenen Hinrichtungen von 20 Sunniten im Iran kritisiert. Er drückte sich dabei sehr vorsichtig aus. So meinte er, dass die Hinrichtungen angesichts der heiklen Bedingungen in der Region keine große Weitsicht verraten.
Er wies darauf hin, dass unter den sunnitischen Rechtsgelehrten (wohl im Iran) die Meinung herrsche, dass man sehr vorsichtig mit der Todesstrafe umgehen müsse. Er sprach sich auch dafür aus, die Gesetze zu revidieren, um die Zahl der Tatbestände auf ein Minimum zu reduzieren, für die die Todesstrafe verhängt werden könne. Er äußerte die Empfehlung, dass man Personen, die nicht Mörder oder direkte Täter sind, verzeihen solle, das heißt, dass diese nicht zum Tode verurteilt werden sollten.

http://www.radiofarda.com/a/o2-abdolhamid-on-sunni-execution/27902887.html
vom 15. Mordad 1395 (5. August 2016)
Moulawi Abdolhamid az e°damhaye axir dar iran enteqad kard

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email