Treffen von Angehörigen von Politischen Gefangenen – Protest gegen unrechtmäßige Urteile

Letzten Freitag, den 30. September 2016, trafen sich die Angehörigen von Politischen Gefangenen in Teheran, spendeten sich gegenseitig Trost und bestärkten Ihre Forderungen nach der Freilassung ihrer Verwandten.


„Freiheit für die Politischen Gefangenen“

Die Initiative ging von Mansure Bekish aus. Sie wollte die Angehörigen von mehreren Politischen Gefangenen besuchen und ihnen ihr Beileid ausdrücken. Anlass war die jetzt von einem Revisionsgericht bestätigte Verurteilung von Narges Mohammadi zu 16 Jahren Haft.

Ihre erste Station war die Familie von Simin Ivazzadeh, die zur Zeit noch aufgrund einer Bürgschaft zu Hause weilen kann. Simin ist bereits von dem zweiten Gericht zu 7 Jahren Haft verurteilt worden, nachdem sie vorher 17 Monaten lang Untersuchungshaft, strengen Verhören und auch Folter ausgesetzt gewesen war.

Mansure Bekish hielt hier eine Rede in der sie die Verurteilungen scharf kritisierte. Sie sagte, dass sie alle nie gedacht hätten, dass die Revisionsgerichte die übermäßig harten Urteile der Erstinstanz bestätigen würden. Sie waren vielmehr davon ausgegangen, dass die Angeklagten entweder freigelassen oder nur zu sehr viel kleineren Haftstrafen verurteilt würden.

Abschließend erklärte sie, dass sie die Urteile nicht akzeptierten und dass sie weiter dagegen protestieren würden. Sie würden sich weiter für Menschenrechte einsetzen und alle Menschrechtsinstititionen in der ganzen Welt anschreiben, um Unterstützung für ihre Ziele zu erlangen.

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