Iranische Gewerkschafter drohen mit Streik

Seit Sonntag, den 30. Oktober 2016, versammeln sich rund 2000 Gewerkschafter, die Arbeitnehmer der ehemals staatlichen Fernmeldegesellschaft aus dem ganzen Iran vertreten. Auch am dritten Tag ging die Demonstration weiter.


„Identität: Mensch, Beruf: Sklave des Fernmeldeunternehmens, Studium: Elektroingenieur, Lohn: 900.000 Tooman (Anm.: unterhalb der Armutsgrenze)“

Die Arbeitnehmer harren nun den dritten Tag vor dem Gebäude des iranischen Parlaments aus. Sie sind teilweise mit ihren Frauen und Kindern vor Ort. Viele Kinder sind erkältet, weil die Nächte hier empfindlich kalt sind. Schlaf ist ebenfalls kaum möglich.

Eine der Hauptforderung – neben der Auszahlung und Erhöhung der Löhne – ist das Beenden des Systems von Unterauftragsfirmen. Die meisten Arbeitnehmer wurden outgesourcet und sind nicht mehr bei der staatlichen Telekommunikationsfirma sondern bei Unterauftragsfirmen angestellt. Sie sind der Meinung, dass es dafür keine Notwendigkeit gibt. Sie wollen wieder normal beim staatlichen Unternehmen angestellt werden. Die Profite der Unterauftragsfirmen schmälern nämlich ihre Löhne.

Vertreter des Parlaments oder des Telekommunikationsunternehmens lassen sich heute nicht blicken. Die Gewerkschafter haben daher gedroht, diese Protestaktion zu einem landesweiten Streik in dem Telekommunikationsunternehmen auszudehnen.

Vgl.: Iran: 2000 Gewerkschafter vor dem Parlament

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