Iran: Kindesraub durch den Staat

Der Bruder von Rahele Rahemi-Pur, Hossein Rahemi-Pur, war 1362 (1983) zusammen mit seiner schwangeren Frau inhaftiert worden. Seine Frau entband im Gefängnis. Als die Angehörigen Nachforschungen über den Verbleib des Kindes anstellten, hieß es, es sei gestorben. Auch Hossein Rahemi-Pur starb im Gefängnis. Die Mutter des Kindes wurde später aus der Haft entlassen. Die intensiven Nachforschungen der Angehörigen nach dem Ort der Bestattung der beiden Toten blieben ohne Erfolg, ihnen wurde nur gedroht, wenn sie so weiter machten, verschwänden sie selbst im Gefängnis. Jetzt ist Rahele Rahemi-Pur, eine iranische Menschenrechtsaktivisten, selbst im Gefängnis. Sie hat nun von der iranischen Justiz verlangt, aufzuklären, wo ihr Bruder und dessen Kind geblieben sind. Dafür hat sie jetzt eine Vorladung von der Kammer des Revolutionstribunals in Teheran erhalten, und zwar von dessen berüchtigten Vorsitzenden Salawati. Ein schlechtes Omen. Als diese Nachricht bekannt wurde, traten fünf Institutionen der Vereinten Nationen, die sich für die Menschenrechte einsetzen, an die iranische Regierung und forderten sie auf, von Repressalien gegen die Menschenrechtlerin abzusehen.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=120434
vom 5. Adhar 1395 (25. November 2016)
panj nehade sazmane melal: karzar aleyhe rahele rahemi-pur-ra motewaqqef konid

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