Archiv für Dezember 2016

Brombeer-Ernte im Iran


Brombeeren wachsen im Iran vor allem in den Wäldern der Region Gilan am Schwarzen Meer. Dort werden sie gepflückt (wilde Brombeeren, keine angepflanzten) und später auf dem Markt verkauft. Eine dornige Angelegenheit.

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Iran: Verteidigung des Lächelns

Der aus der kurdischen Stadt Sanandadsch (Iran) stammende Fotograf Aris Ghaderi hat dieses Jahr den ersten Preis von UNICEF-Deutschland für folgendes Foto erhalten:


Das Foto zeigt ein Balutschi-Mädchen, dessen Eltern bei Torbate Heydariye südlich von Maschhad bei der Safran-Ernte helfen. Um etwas für den Unterhalt der Familie beizutragen, sucht das Kind auf der Müllhalde nach brauchbaren Gegenständen.
Wie UNICEF schreibt, hat die Jury vor allem das „Trotzdem“ beeindruckt. Trotz aller Armut lächelt das Kind.
Weitere Fotos von Aris Ghaderi unter folgendem Link: http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=121858

Quellen:
https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2016/unicef-foto-des-jahres-2016/132018
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=121858
vom 2. Dey 1395 (22. Dezember 2016
°akkase irani barandeye jayezeye °akse sale yunisefe alman

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Türkei: Demonstrationen vor iranischen Vertretungen


Vergangenen Freitag fanden vor den iranischen Vertretungen in Ankara und Istanbul Kundgebungen von türkischen und syrischen Demonstranten gegen die Einmischung des Landes in Syrien statt. Hier ein paar Fotos, die von iran-emrooz veröffentlicht wurden. Die Polizei erlaubte den Demonstranten nicht, bis zur Botschaft oder zum Konsulat vorzudringen. Es gibt aber auch keine Berichte über brutale Polizeiangriffe auf die Demonstranten. Zusammen mit der AKP-Medienkampagne gegen den Iran und Russland ist daher davon auszugehen, dass diese Kundgebungen mit Unterstützung der türkischen Regierung erfolgen. Man sieht ja, wie die Polizei vorgeht, wenn Kurden oder Menschenrechtler in der Türkei auf die Straße gehen.


Iran –
yalan – Lüge, nifak – Heuchelei (im religiösen Sinn), katliam – Massaker

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/66647/
vom 16.12.2016
e°teraz be naqshe hokumate iran dar koshtare mardome suriye

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Türkei: Die Verwandlung


Sultan Mehmet II der Eroberer (Fatih)

Ein junger, schlanker, gepflegt aussehender Mann (22 Jahre) in schwarzem Anzug und Krawatte, mit abgeschlossener Ausbildung als Polizist und seit zweieinhalb Jahren bei einer Spezialeinheit der Polizei in der Hauptstadt angestellt, das wäre sicher der Traumschwiegersohn nicht nur vieler türkischer, sondern auch eines beachtlichen Teils der deutschen Familien. Er betritt eine Gemäldegalerie, auf der ein ehrwürdiger, kultivierter Herr, der sogar des Koreanischen mächtig ist, gerade eine Fotoausstellung mit passenden Worten eröffnet. Der Herr ist nicht irgendwer, und die Anwesenden gehen davon aus, dass der junge Mann entsandt wurde, die Sicherheit des distingierten Herren zu gewährleisten. Er steht dezent im Hintergrund.

Und auf einmal zieht er die Waffe, gibt Schüsse ab, spricht in einer Fremdsprache, die er nur in Floskeln beherrscht, und wechselt dann wieder in seine Muttersprache. Den älteren Herrn erschießt er gnadenlos mit Schüssen in den Rücken. Lebten wir im Mittelalter, wäre die Erklärung einfach: Der Teufel ist in den Mann gefahren. Aber wir schreiben das Jahr 2016.


der Mann im schwarzen Anzug

Lebenslauf
Wie kommt es zu einer so lautlosen Verwandlung? Immerhin hat der junge Mann moralische Argumente vorgebracht, wieso er den 62-jährigen Herrn, den Botschafter Russlands in Ankara, ermordet hat, nämlich das Leiden der Menschen in Aleppo, das derzeit mit vereinten Kräften der russischen, iranischen und syrischen Regierungstruppen zurückerobert wird. Einen unbewaffneten Menschen hinterrücks zu erschießen, der zudem noch den besonderen Schutz des Staates genießt, für den man arbeitet, gilt weltweit nicht eben als Heldentat. Noch viel weniger, wenn man dabei einen Gast erschießt. Mit traditioneller türkischer Kultur hat das nichts zu tun. Was ist geschehen? Mert Altintas, ist 1994 in Söke (Provinz Aydın) auf die Welt gekommen, einer Region, die traditionell zu den schrumpfenden Hochburgen der „sozialdemokratischen“ CHP gehört. In Söke (Aydin) erzielte die CHP bei den letzten Parlamentswahlen vom 1.11.2015 41,5% der Stimmen, mit Abstand folgten mit 26,5% AKP, 18,8% MHP und 11,2% HDP. Auffällig ist das etwas über Landesdurchschnitt liegende Ergebnis für die nationalistische MHP, die Gegend kann man aber gewiss nicht als Hochburg der Islamisten bezeichnen. Mert Altintas hat in seiner Heimatstadt einen Abschluss am Cumhuriyet Anadolu Lisesi gemacht und sich damit zu einem Studium an der Polizeihochschule qualifiziert. Die vom OB von Ankara eilfertig verbreitete Behauptung, die FETÖ von Abdullah Gülen stecke hinter dem Anschlag, kann mit diesen Angaben jedenfalls nicht verfestigt werden. So wurde behauptet, dass Mert Altintas sich für die Prüfung an der Körfez Dershane vorbereitet habe, die der FETÖ zugerechnet wird. Die Mutter des Attentäters verneinte dies. Auch weitere Vorwürfe sind bislang recht windig. So soll ein Onkel von Mert Direktor einer Schule in Kuschadasi gewesen sein, die nach dem Putsch vom Juli 2016 geschlossen wurde. Der Onkel wurde festgenommen und dann unter Aufsicht freigelassen. Dieser Onkel soll Mert ermutigt haben, zur Polizei zu gehen. In der Wohnung des Attentäters soll zudem Literatur über Al-Kaida und die Gülen-Bewegung gefunden worden sein, was bei einem Mitarbeiter der Polizeiorgane eigentlich nicht erstaunen sollte. Man sollte seine Feinde kennen.

Wie man sieht, fehlt es an handfesten Belegen, die sind beim heutigen Stand der Justiz in der Türkei auch nicht erforderlich. Aber dass eine gewaltige Veränderung im Sicherheitsapparat des Staates stattgefunden hat, schildert der türkische Journalist Fatih Yaşlı sehr anschaulich in einem heute in Birgün veröffentlichten Artikel.


Das Schwert, mit dem Sultan Mehmet II Konstantinopel erobert hat

Der Eroberer-Marsch (Fetih Marşı)
Nur 24 Stunden vor der Ermordung des russischen Botschafters berichtete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı, dass die frisch ausgebildeten Beamten der Polizei-Sondereinsatztruppe Özel Harekat, die auch den Attentäter erschoss, zu ihrem Dienstantritt zuerst den Fetih Marşı gesungen und dann mit der Hand auf dem Koran den Amtseid abgelegt hätten.
Der Eroberer-Marsch wurde, hieran erinnert sich der Journalist noch, in den 1990er Jahren auf sämtlichen Parteiveranstaltungen der Refah Partisi und ihrer Nachfolgeparteien gesungen. Darin kommt der Refrain „Du bist im Alter, in dem Fatih Istanbul erobert hat“ vor. Fatih heißt Eroberer und ist ein Beiname von Sultan Mehmed II, der 1453 Istanbul (Konstantinopel) im Alter von 21(!) eroberte und damit dem Byzantinischen Reich ein Ende setzte. Ja, genau in dem Alter war Mevlüt Mert Altintas, der Mörder des russischen Botschafters, so dass der Journalist für seinen Artikel die Überschrift gewählt hat: „Du bist in dem Alter, in dem Mevlüt den russischen Botschafter ermordet hat.“ Auch die in Deutschland unrühmlich bekannte Bewegung Milli Görüş zählte den Eroberer-Marsch zu ihrem Arsenal. Jetzt also ist dieses Lied zum amtlichen Marsch der Polizei-Sondereinheiten geworden! Vor 20 Jahren, als Mevlüt Mert auf die Welt kam, waren diese Sondereinheiten fast zu 100% in der Hand der faschistischen MHP, die allerdings ganz andere Liedtraditionen hatte.

Das Problem ist der politische Islam
Die Zeiten haben sich gewandelt, schreibt Fatih Yaşlı. Inzwischen ist es zu einer Synthese des Islamismus mit dem Nationalismus gekommen, und keiner stellt mehr die Frage, wieso jetzt dieser Marsch zum Polizeimarsch wurde und in welchem Artikel der Verfassung oder in welchem Gesetz der Eid auf den Koran vorgesehen ist.
Der Autor weist auch auf das doppelzüngige Spiel der Regierungspartei hin. So hat die von der AKP gelenkte Presse in den Tagen vor dem Attentat eifrig auf Russland und den Iran als Verantwortliche für den Rauswurf von der Türkei gesponsorter Islamistengruppen in Aleppo gezeigt und die Stimmung angeheizt. Auf den folgenden Demos vor den Botschaften des Irans und Russlands in der Türkei wurden Plakate mit der Aufschrift „Mörder-Russland“ gezeigt, eine Gruppe kündigte an, demnächst mit der Fahne des Kalifats aufzukreuzen und zum Dschihad aufzurufen. Gleichzeitig handelt aber die türkische Regierung genau mit Russland, Iran und Syrien den Abzug dieser Einheiten aus Aleppo aus, ist also selbst Mitspieler. Das ist der Hintergrund, vor dem jetzt ein Polizist einer Spezialeinheit dem russischen Botschafter zuruft: „Wir haben nicht wie Sie Zivilisten in Syrien getötet“, „Vergesst Aleppo nicht“, „Vergesst Syrien nicht“. Und der arabische Vers, den Mevlüt Mert zitierte, ist besonders unter den an-Nusra-Anhängern verbreitet, die bislang von der Türkei in Syrien mit Waffen unterstützt wurden und ein Ableger von Al-Kaida sind.
Zu Recht bemerkt Fatih Yaşlı, dass es letztlich egal sei, ob der Täter von der Gülen-Bewegung, von an-Nusra oder einer anderen islamistischen Bewegung inspiriert gewesen sei. Das eigentliche Problem sei der politische Islam, der darauf abziele, die Türkei in einen religiösen Staat umzuwandeln.

http://www.birgun.net/haber-detay/mevlut-un-rus-elcisini-katlettigi-yastasin-140170.html
Mevlüt’ün Rus elçisini katlettiği yaştasın!
Fatih Yaşlı Fatih Yaşlı 20.12.2016 08:52
http://secim.haberler.com/2015/soke-secim-sonuclari/
http://www.hurriyet.com.tr/suikastcinin-annesi-duyunca-soka-girmis-40312554?_sgm_source=40312554&_sgm_campaign=scn_a0046116293a0000&_sgm_action=click
Suikastçının annesi duyunca şoka girmiş
AA 20 Aralık 2016 – 16:46Son Güncelleme : 20 Aralık 2016 – 18:09

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Charta der Bürgerrechte – nichts als schöne Worte im Iran

Ende letzter Woche veröffentlichte der iranische Staatspräsident Rouhani in reformistischen Zeitungen eine Charta der Bürgerrechte, die sich wie eine fortschrittliche Erklärung der Menschenrechte liest.

Die Charta findet schöne Worte für das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Pressefreiheit, das Verbot der Folter, die Minderheitenrechte und religiöse Freiheiten, etc.

Das Problem ist nur, dass im Iran unter Rouhani wie auch schon unter dem früheren reformistischen Präsidenten Chatami nicht viel von diesen Grundrechten zu bemerken ist. Prompt hagelt es Kritik.

Eine der treffendsten Kritiken, wie wir finden, ist diese Karrikatur von Mana Neyestani, in der Rouhani die Gesetzestafeln auf einem Berg von Toten und Unterdrückten präsentiert.

Quelle: http://www.radiofarda.com/a/28187124.html

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Bauern protestieren bei Vortrag der Vizepräsidentin der Regierung Rouhani

Auf einer öffentlichen Veranstaltung von Masoumeh Ebtekar, Vizepräsidentin der Regierung Rouhani und Chefin der Umweltschutzorganisation des Irans, protestieren Bauern lautstark und verlangen Redezeit.


https://www.youtube.com/watch?v=X4MNzHYURm8

In dem oben verlinkten Video sieht man Szenen des mitgeschnittenen Vortrags von Masoumeh Ebtekar in Isfahan, in der sie mehrfach von protestierenden Bauern unterbrochen wird. Nachdem einer seine Stimme erhoben hat, melden sich auch noch andere Bauern zu Wort. Sie widersprechen den von Masoumeh Ebtekar vorgetragenen Statistiken und verlangen wenigstens 5 Minuten sprechen zu können, um ihre Fehler richtig zu stellen. Frau Masoumeh Ebtekar will sich darauf jedoch nicht einlassen und beharrt auf ihrem Rederecht. Verschiedene Organsiatoren versuchen die Bauern zu beruhigen, was aber eher die gegenteilige Wirkung erzielt.

Hintergrund des Ärgers der Bauern sind die niedrigen Lebensmittelpreise, die ihnen kein Auskommen mehr ermöglichen.

Quelle: http://news.gooya.com/didaniha/archives/2016/12/221568.php

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Russland in Syrien: 2 Jahre Straflager für Blogger


Regionalgericht Tyumen (Russische Föderation)

Während die Außen- und Verteidigungsminister des Irans, Russlands und der Türkei heute in Moskau über den Krieg in Syrien und die Lage in Aleppo verhandelten, fand heute vor dem Regionalgericht in Tyumen ein Prozess hinter geschlossenen Türen gegen den bekannten Blogger Aleksey Kungurov statt.
http://kungurov.livejournal.com/
Er hatte den Eintritt Russlands in den Syrienkrieg im November 2015 auf seinem Blog kritisiert, namentlich sein Artikel «Кого на самом деле бомбят путинские соколы» (Wen bombardieren die Putinschen Falken wirklich?) wurde viel gelesen. Am 3. März 2016 wurde er festgenommen, seine Wohnung durchsucht und sein Computer beschlagnahmt. Mit Hilfe eines „Experten“ des Nationalen Sicherheitsdienst wurde ein Gutachten erstellt, auf dessen Grundlage gegen ihn Anklage wegen „Rechtfertigung von Terrorismus“ erhoben wurde. Seit Juni 2016 ist Aleksey Kungurov in Untersuchungshaft. Heute fällte das Gericht in Tyumen das Urteil: Zwei Jahre Straflager für den Blogger.
So, wie Erdogan den Journalisten Can Dündar einsperren ließ, als dieser über Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes MIT an Islamisten in Syrien berichtete, so nimmt sich Putin heute seinen Kritiker Kungurov vor.

https://www.novayagazeta.ru/news/2016/12/20/127608-tyumenskiy-bloger-poluchil-dva-goda-kolonii-za-post-o-sirii
Тюменский блогер получил два года колонии-поселения за пост о Сирии
Политика
15:39 20 декабря 2016
Евгений Ширяев
корреспондент

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Moskau: Iranisch-Türkisch-Russisches Treffen zu Syrien

Beim heutigen Treffen der Außen- und Verteidigungsminister Russlands, der Türkei und des Irans zum Thema Syrien und zur Lage in Aleppo war das Misstrauen des iranischen Leibwächters gegenüber seinem türkischen Kollegen unübersehbar. Nicht ohne Grund: Der Einsatz islamistisch motivierter Selbstmordattentäter gehört auch zu den Formen der Außenpolitik der iranischen Ajatollahs. Stiftungen im Iran setzten sogar für einen erfolgreichen Mord an Schriftsteller Salman Rushdie eine Prämie aus. Sie kennen daher die Mentalität, in der der Mörder des russischen Botschafters wohl aufgewachsen ist und sind entsprechend auf der Hut. Es ist eben etwas anderes, ob man im Nachbarland Irak einen Bürgerkrieg anzettelt oder selber mit Attentaten rechnen muss. Aus diesem Grund blieben heute auch die diplomatischen Vertretungen des Irans in der Türkei, also die Botschaft in Ankara und die Konsulate in Istanbul, Trabzon und Erzurum, geschlossen.

http://www.birgun.net/haber-detay/rusya-daki-toplantida-iranli-polis-turk-polisinden-gozunu-ayirmadi-140265.html
Rusya‘daki toplantıda İranlı polis Türk polisinden gözünü ayırmadı
20.12.2016 17:55 GÜNCEL

http://www.diken.com.tr/rus-buyukelciye-suikastin-ardindan-iran-ve-abd-turkiyedeki-temsilciliklerini-kapatti/
Rus büyükelçiye suikastın ardından İran ve ABD Türkiye’deki temsilciliklerini kapattı

20/12/2016 08:49

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Türkei: Wie verhört man einen Toten?

Die türkische Webseite t24 hat heute einen Kommentar des Journalisten Murat Yetkin veröffentlicht, der ursprünglich in Hürriyet erschien.
In diesem Artikel schreibt er, dass die Türkei in diesem Fall nicht so einfach damit davon komme, alles auf die Organisation von Fethullah Gülen abzuwälzen. Denn immerhin habe Erdogan sich bereit erklärt, dass auch die russischen Behörden an den Ermittlungen zur Aufklärung des Mords teilnehmen können. Murat Yetkin wirft dem Innenminister geradezu Sabotage der Ermittlungen vor, dass er zugelassen habe, dass der Attentäter umgebracht wird statt ihn lebendig zu verhaften. Der Vorwurf kommt nicht von ungefähr: Murat Yetkin hat selbst erlebt, wie die Polizei nach der Besetzung der Hürriyet-Redaktion am 15. Juli 2016 mit Tränengasbomben und Schüssen in die Beine die Putschisten verhaftet hat, so dass sie jetzt vor der Justiz Rede und Antwort stehen können. Murat Yetkin stellt die Frage, wieso dies in einem viel kleinerem Gebäude gegenüber einer einzigen Person, die evtl. höchstens noch eine Kartusche mit Ersatzmunition zur Verfügung hatte, nicht versucht wurde.

http://t24.com.tr/haber/hurriyet-yazari-soylu-istifa-duvarini-coktan-asti-suikastcinin-oldurulmesi-sabotaj-olabilir-sorusturulmali,377973
Hürriyet yazarı: Soylu istifa duvarını çoktan aştı; suikastçının öldürülmesi sabotaj olabilir, soruşturulmalı
„Rus büyükelçi suikastının hesabı kimden sorulacak?“
20 Aralık 2016 07:01

http://sosyal.hurriyet.com.tr/yazar/murat-yetkin_575/rus-buyukelci-suikastinin-hesabi-kimden-sorulacak_40311815
Rus büyükelçi suikastının hesabı kimden sorulacak?
19.12.2016 Pazartesi

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Ankara: Russischer Botschafter erschossen

Botschaften sind ein beliebtes Ziel für symbolische Handlungen – so die Besetzung der US-Botschaft in Teheran im November 1979. Diesmal galt der Anschlag dem russischen Botschafter Andrey Karlov in Ankara, als er eine Fotoausstellung eröffnete. Andrey Karlov hat übrigens auch als Russlands Vertreter in Nord- und Südkorea gearbeitet und verstand Koreanisch.
Die russische Zeitung Novaya Gazeta berichtete am 19.12.2016 um 19:15 vom Mordanschlag auf Andrey Karlov, den russischen Botschafter in Ankara. Die Zeitung berichtet weiter unter Berufung auf Habertürk, dass der Attentäter seit 2014 bei einer Spezialeinheit der türkischen Polizei gedient habe, im Rahmen der Entlassungswellen nach dem Putschversuch im Juli 2016 aber entlassen worden sei. Letzteres Detail geistert zwar auch durch andere Medien des ehemaligen Sowjetraums (z.B. in der georgischen Zeitung presa.ge), kann aber anhand der Meldung von habertürk (s.u.) nicht bestätigt werden. Nowaja Gazeta schreibt, der Todesschütze habe Allahu akbar und Sätze wie: „Vergesst Aleppo nicht, vergesst Syrien nicht!“ gerufen. Das Wort Dschihad fehlte natürlich auch nicht. Das persische Internetportal gooya.news ergänzt hierzu, dass der Attentäter einen arabischen Vers zitiert habe, den die Grabenkrieger des Islams in seinen Anfangszeiten auf ihren Lippen gehabt hätten:
„نحن الذین بایعوا محمداً علی الجهادِ ما حیینا ابداً“
Der Täter habe damit seine Gefolgschaft für Mohammad ausgedrückt (falls das sein wahres Motiv war, das wissen höchstens die, die ihn näher kennen…)
Novaya Gazeta erwähnt, dass einmal die Organisation Dschebhat an-Nusra und ansonsten die „FETÖ“ – wie die Glaubensgemeinschaft um den Prediger Fethullah Gülen in der staatlichen türkischen Propaganda genannt wird – als mögliche Täterorganisation hinter dem Attentat bezeichnet wurde. Novaya Gazeta zitiert weiterhin Reuters, wonach Fethullah Gülen den Mordanschlag verurteilt habe. Diese Meldung findet sich in den türkischen Medien nicht. Novaja Gazeta schreibt weiterhin, dass derzeit in der Türkei fast täglich Proteste gegen die russische Politik in Syrien (Krieg um Aleppo) stattfänden.

Was berichtet nun Habertürk?
Die Zeitung verweist zum einen auf das bevorstehende Treffen zwischen Vertretern Russlands, des Irans und der Türkei in Moskau zum Thema Syrien. Das Treffen werde nicht abgesagt. Die Zeitung schreibt weiter, dass der Attentäter die Polizeihochschule in Izmir nach zwei Jahren abgeschlossen habe. Und dann im Einzelnen: „Es wurde bekannt, dass in der Zeit, in der Mert Altintas (der jetzige Attentäter) in der Polizeihochschule aufgenommen wurde, das Erziehungsministerium in den Händen von FETÖ-Mitgliedern war, und dass in der Zeit, in der er seine Ausbildung erhielt, wie auch in der Zeit danach das unter- und übergeordnete Personal der Staatssicherheit sowie die Leute in seinem Umfeld unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in der FETÖ aus ihrem Beruf ausgeschlossen wurden. Es wurde vorgebracht, dass Mert Altintas wie eine „schlafende Zelle“ innerhalb der FETÖ zu werten sei.“ (Das ist also die Quelle für seine angebliche Entlassung aus dem Staatsdienst).
Habertürk schreibt auch, dass der Vater des Attentäters, seine Mutter, seine Schwester und seine Gefährtin festgenommen worden seien. Der Vater arbeitet als Geselle auf Baustellen. Die Familie stammt aus Aydın, einer Provinz in der Westtürkei.
http://www.haberturk.com/gundem/haber/1338550-ankarada-silahli-saldiri
Rusya‘nın Ankara Büyükelçisi Andrey Karlov‘a silahlı saldırı
19 Aralık 2016 Pazartesi, 19:14:36 Güncelleme: 20 Aralık 2016 Salı, 00:01:46

Unschädlich gemacht
Interessant ist, wie die türkischen Amtspersonen auftreten, um von der Tötung des Attentäters durch die türkische Polizei zu berichten. Sowohl Ministerpräsident Binali Yıldırım wie das türkische Außenministerium erklärten, dass der Täter „in einen wirkungslosen Zustand versetzt“ worden sei, sprich er starb im Schusswechsel mit der Polizei. Die gleiche Floskel bekam man auch zu hören, als die Armee gegen die Grabenkämpfer in Diyarbakir und Mardin vorging. Denn der Staat ist ja gut und tötet niemanden…

Wie die türkische Internetzeitung diken am 19.12.2016 um 21:01 Uhr berichtet, hat der türkische Innenminister Süleyman Soylu Details über den Lebenslauf des Attentäters bekannt gegeben, der heute den russischen Botschafter in Ankara bei der Eröffnung einer Ausstellung in einer Galerie für zeitgenössische Kunst mit Schüssen in den Rücken erschoss. Es handelt sich um einen 22-Jährigen, der die Polizeihochschule in Izmir absolviert hat und seit zweieinhalb Jahren bei einer Spezialeinheit der Polizei in Ankara (Çevik Şube Müdürlüğü) Dienst tut. Reuters berichtet, er sei an diesem Abend nicht im Dienst gewesen.
Der Journalist Haşim Kılıç, der für Hürriyet arbeitet und bei dem Anschlag anwesend war, erklärte, dass der Botschafter seines Wissens nach nicht mit Leibwächtern herumzureisen pflegte und auch keinen Leibwächter dabei hatte. In der Kunstgalerie sei keine Polizei anwesend gewesen. Je nach Version heißt es, dass der Attentäter sich als Leibwächter des russischen Botschafters bezeichnet habe bzw. seine Polizeidienstkarte vorgewiesen habe, um in die Galerie eingelassen zu werden.
http://www.diken.com.tr/rusya-ankarada-silahli-saldiriya-ugrayan-buyukelci-karlov-hayatini-kaybetti/
Ankara’da silahlı saldırıya uğrayan Rus büyükelçi Karlov hayatını kaybetti
19/12/2016 21:01

Verbot in der Türkei für unabhängige Nachrichten und Kommentare
Der Radio- und Fernsehaufsichtsrat (RTÜK) gab laut einer Meldung von Habertürk bekannt, dass das Amt des Ministerpräsidenten bezüglich des Mordanschlags auf den russischen Botschafter eine Medienbeschränkung verhängt habe. Die Beschränkung umfasse alle Bilder, Filme und Kommentare, die nicht von amtlichen Stellen stammen.
Die Internet-Ausgabe der türkischen Zeitung Cumhuriyet berichtet um 22:34, dass nach dem Mordanschlag auf den russischen Botschafter in Ankara der Zugang zu Facebook, Instagram und Twitter erschwert sei und der Internetzugang sich verlangsamt habe.
http://www.cumhuriyet.com.tr/haber/turkiye/647873/Buyukelciye_suikast_sonrasi_internete_erisim_engeli.html#
Cumhuriyet 19.12.2016 22:34
Büyükelçiye suikast sonrası internete erişim engeli

weitere Quellen:
http://news.gooya.com/politics/archives/2016/12/221561.php
vom 29. Adhar 1395 (19.12.2016)
safire rusiye dar ankara be d.arbe golule koshte shod

https://www.novayagazeta.ru/articles/2016/12/19/70950-v-ankare-zastrelili-posla-rossii-v-turtsii
В Анкаре застрелили посла России в Турции Андрея Карлова
Москва назвала случившееся терактом
19:15 19. Dezember 2016

http://www.presa.ge/new/index.php?m=politics&AID=50987
ვინ იყო თავდამსხმელი, ვინც ანკარაში რუსეთის ელჩი მოკლა? (ფოტო 18+)
vin iqo tavdamsxmeli, vinc ank‘arashi rusetis elchi mok‘la?
22:49 19.12.2016

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Proteste von Bauern in Hormozgan, Südiran

Seit Tagen protestieren Bauern aus Hormozgan gegen zu niedrige Preise für Gemüse.

Hormozgan ist eine Provinz ganz im Süden des Irans. Die Straße von Hormuz (pers. Hormoz) hat ihren Namen von dieser Gegend. Hier leben etwa 1,5 Mio. Menschen. Einer der Hauptwirtschaftszweige ist die Landwirtschaft. Es kann aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen ganzjährig Gemüse angebaut werden. Es wird in die benachbarten arabischen Länder und auch bis in den Norden des Irans geliefert.

Die Preise, die die Bauern mit ihren Produkten erzielen, können kaum ihr Überleben sichern. Im Vergleich zu den Einnahmen der Zwischenhändler, die die Ware weiter in andere Städte transportieren und dort mit Gewinn weiterverkaufen, sind ihre Einnahmen gering. Sie machen nur einen Bruchteil des Gesamtpreises auf den späteren Märkten aus. In Teheran z.B. kostet das Kilo Auberginen ca. 5000 Tooman und das Kilo Tomaten ca. 3000 Tooman. Die Zwischenhändler kaufen diese Waren für 200 Tooman bzw. 50 Tooman. Das lohnt sich für die Bauern nicht.

Die Landwirte aus Bidan, Minab, Roodan, … protestieren seit einer Woche vor den Gouverneursgebäuden von Minab und Bandar Abbas, der Provinzhauptstadt. Sie haben erklärt, dass sie für derart niedrige Preise die Ernte nicht mehr einbringen werden, sondern sie auf den Felder kaputt gehen lassen.

Da die Gouverneure sich nicht blicken lassen, haben die Bauern damit begonnen, ihre verderbliche Ware auf die Straßen zu kippen.

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Irans Energieministerium hat ein Problem


Das Energieministerium im Iran ist nicht für die Erdölindustrie zuständig, diese Pfründe werden separat vergeben. Es ist für die Staudämme und zugehörigen Wasserkraftwerke und potentiell auch für Atomkraftwerke zuständig, sofern sie jemals Strom erzeugen werden. Aber das ist nicht das, was dem Ministerium Sorgen bereitet.
Es veröffentlichte jetzt die Regeln, die die „werten Schwestern“ bei der Bekleidung einzuhalten haben. Mit Schwestern sind die weiblichen Angestellten des Ministeriums gemeint.
Die Frauen müssen bei der Arbeit die Haare mit dem Magna’e verhüllen, den Kopf mit dem Tschador bedecken und dazu einen Überwurfmantel (Manto) tragen. Während das Plakat der Behörde recht bunt gestaltet ist, mit Blümchen, ist Frauen solches nicht gestattet. Ihr Manto darf die Farben Grau (t.usi), Braun (qahwe’i), Hellbraun (krem), Schwarz mit bläulichem Schimmer (sorme’i) und natürlich Schwarz (meshki) aufweisen. Das war’s dann auch. Selbst Grün, die Farbe des Propheten, ist nicht vorgesehen. Vermutlich aus Angst vor der Grünen Bewegung, wie sich die Reformisten bezeichnen. Die Länge des Überwurfmantels ist auch festgelegt: Ärmel nicht kürzer als das Handgelenk, unten darf’s nicht kürzer als bis zum Knie sein, lange Strümpfe (über die Fußknöchel) sind nicht nur im Winter angesagt, und künstliche Fingernägel (ka:sht-e na:xon), künstliche Wimpern, Schmuck und dergleichen haben bei der Arbeit auch nichts verloren. Schuhe dürfen kein Geräusch verursachen (damit sind hochhackige Schuhe wohl ausgeschlossen…).
Daneben ist die Tatsache, dass die Stromversorgung an verschiedenen Orten nur stundenweise existiert oder Orte ganz davon ausgeschlossen sind, doch nur eine Lapalie.
Man sieht, die Islamische Republik kümmert sich um die wesentlichen Dinge im Leben.

http://news.gooya.com/didaniha/archives/2016/12/221212.php
vom 22. Adhar 1395 (12. Dezember 2016)
d.avabet.-e pushesh-e xaharan-e gerami dar wezarat-e niru

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Ahwas (Iran): Mit Elektroschock gegen Straßenhändler


„Ordnungs“kräfte im Einsatz

Vergangene Woche, am 6. Dezember, ging eine Gruppe von 12 Vollzugsbeamten der Stadtverwaltung von Ahwas, die mit Elektroschockgeräten bewaffnet waren, gegen Straßenhändler vor. Sie attackierten auch eine 70-jährige Frau, die dabei zu Boden fiel. Die Frau verkaufte vor dem Laden ihres Sohns mit dessen Einwilligung Waren. Infolge des Angriffs muss der Sohn seine Mutter täglich zweimal ins Krankenhaus bringen.

http://www.radiofarda.com/a/f7-avaz-attack-to-paddler/28168741.html
vom 20. Adhar 1395 (10. Dezember 2016)

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Iran: Neuer Oberbefehlshaber der Bassidschi-Milizen


General Gholam-Hossein Gheyb-Parwar

Der Religiöse Führer des Irans, Ajatollah Chamene’i, hat laut Berichten vom vergangenen Donnerstag General Gholam-Hossein Gheyb-Parwar zum neuen Oberbefehlshaber der Bassidschi-Milizen im Iran ernannt. Er war 11 Jahre lang Befehlshaber der Pasdaran-Einheit Fadschr in der Provinz Fars (Hauptstadt Schiras) und ist einer der Hauptverantwortlichen für den Angriff auf den Parlamentsabgeordneten Ali Mottahari, als dieser nach Schiras kam, um dort eine Rede zu halten. Natürlich wurde er dafür nicht vor Gericht gestellt und bestreitet auch seine Rolle bei diesem Angriff.

Quellen:
http://news.gooya.com/politics/archives/2016/12/221053.php
vom 18. Adhar 1395 (8. Dezember 2016)
sabeqe-ye raftar-e siyasi-ye farmande-ye jadid-e basij

https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%BA%D9%84%D8%A7%D9%85%E2%80%8C%D8%AD%D8%B3%DB%8C%D9%86_%D8%BA%DB%8C%D8%A8%E2%80%8C%D9%BE%D8%B1%D9%88%D8%B1
(persischer Wiki-Artikel über Gholam-Hossein Gheyb-Parwar)

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Rassistische Justiz im Iran

In Bidchun, Kreis Oslawije, Provinz Buschehr, einem Zentrum der iranischen Erdölindustrie, leben auch zahlreiche Arbeiter aus dem iranischen Balutschistan. Die Justizbehörde von Bidchun hat jetzt ein Plakat drucken und verteilen lassen, in dem die Bevölkerung davor gewarnt wird, den Balutschen eine Wohnung zu vermieten. In diesem Plakat werden die Balutschen sogar als Mohadscher, als Auswanderer, bezeichnet, eine Bezeichnung, die man sonst für Ausländer benutzt. Als „Begründung“ für dieses Verbot, iranischen Staatsbürgern in ihrem eigenen Land eine Wohnung zu vermieten, gibt die Justizbehörde an, die Balutschen seien in den Drogenhandel verwickelt. So betreibt die Behörde nebenbei noch Rufmord an einer ganzen Volksgruppe. Die Justizbehörde warnt, dass jeder, der trotzdem eine Wohnung an Balutschen vermietet, deshalb selbst vor Gericht gestellt wird.

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/12/221061.php
vom 18. Adhar 1395 (8. Dezember 2016)
baluch-ha be °onvane ajnabi az haqq-e ejare-ye manzel dar bidxun-e °oslaviye mahrum shodand

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