Im syrischen Bürgerkrieg gefallene Bassidschi-Studenten

Der Leiter der iranischen Studenten-Bassidschi, Davud Gudars, hat erstmals zugegeben, dass bisher 50 Bassidschi in Syrien gefallen sind.

Bassidschi sind eine paramilitärische Gruppe (Miliz) im Iran, die seit Beginn der Islamischen Revolution organisiert wurden. Es handelt sich bei ihnen meist um ganz normale Leute, die in ihrem Betrieb, in der Schule, auf der Universität oder im Basar organisiert werden und eine wichtige Funktion bei der Stabilisierung des Regimes haben. Sie erhalten eine Waffenausbildung und genießen verschiedene Privilegien.

So erhalten sie ein Vielfaches des Lohns ihrer Kollegen, werden bei der Wohnungssuche bevorzugt, bekommen als erste Lebensmitteel zugeteilt, sollten sie knapp werden, haben erleichterten Zugang zu Bankkrediten, dürfen studieren selbst ohne die Aufnahmeprüfung zu schaffen, oder ihre Noten das eigentlich nicht zulassen und machen sogar ihre Universitätsabschlüsse.

Die Information vom Tod der 50 studentischen Bassidschi wurde von Davud Gudars auf einer Trauerfeier bekannt gegeben, bei der heimkehrende Märtyrer aus Syrien zu Grabe getragen wurden.

Die Zahl von nur 50 Toten ist äußerst fragwürdig. Vor Monaten hatte nämlich der Leiter der Märtyrerstiftung (Boniad Shahid), Mohammad Ali Mahalati, bereits erklärt, dass seit Beginn der iranischen Einmischung in den syrischen Bürgerkrieg etwa 1000 Bassidschi aus dem Iran gestorben sind.

Aber es nehmen nicht nur Bassidschi sondern noch weitere Gruppen am Krieg in Syrien teil:

  • Pasdaran (Revolutionswächter)
  • Reguläre Armee
  • Fatemiyun (Schiitisch-Afghanische Freiwilligenorganisation)
  • Zeinabiyun (Schiitisch-Pakistanische Freiwilligen Organisation)

Von diesen Gruppen sind im Iran noch keine Todeszahlen veröffentlicht worden. Wer sich bereit erklärt, im syrischen Krieg zu kämpfen, bezieht einen guten Lohn. Auch die Märtyrerfamilien erhalten hohe Entschädigungen, sollten ihre Söhne im Krieg ums Leben kommen.

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