Archiv für Februar 2017

Iran: Filmregisseur im Kreuzfeuer der Politik


Entgegennahme des Oscars für den Film „Der Verkäufer“ von Asghar Farhadi durch die Bevollmächtigte Anusche Ansari und Firus Naderi

Der iranische Regisseur Asghar Farhadi ist kein Unbekannter im Filmgeschäft. Für den Film „Nader und Simin – eine Trennung“ erhielt er 2012 den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film. Damals hetzte die staatliche Zeitung Keyhan (Teheran) unter der Leitung von Hossein Schariatmadari gegen ihn, beschuldigte ihn, den Iran verwestlichen zu wollen und fuhr weitere Geschütze gegen ihn auf, in einem Land, wo solche Vorwürfe allemal reichen, um einen Menschen ins Gefängnis zu bringen. Hinter Schariatmadari steht Ajatollah Chamene’i, der Religiöse Führer des Landes.
Dieses Jahr kandidierte Asghar Farhadi mit dem Film „Der Verkäufer“ erneut bei der Oscar-Preisverleihung. Weder dieser noch der vorausgegangene Film durfte im Iran gezeigt werden, Asghar Farhadi akzeptierte nicht, den Film durch die Zensur laufen zu lassen.
Dieses Jahr gesellte sich zu den bösartigen Attacken der iranischen Fundamentalisten ein weiter Fundi, diesmal von der anderen Seite des Ozeans. Herr Trump persönlich hat die schon von Reagen erfundene „Achse des Bösen“ wieder ausgegraben und befunden, dass Bürger bestimmter, vor allem muslimischer Staaten, die USA nicht besuchen dürfen, man wolle ja keine Terroristen ins Land holen. Gegen diese Diskriminierung protestierten auch iranische Intellektuelle, die Trumps Dekret als puren Rassismus bezeichneten. Tarane Ali-Dusti, die Schauspielerin, die im Film „Der Verkäufer“ die Hauptrolle spielt, sowie Asghar Farhadi erklärten, sie wollten keine Privilegien und würden deshalb genauso wie alle anderen Iraner, die nicht mehr in die USA reisen dürfen, der Preisverleihung fernbleiben. Asghar Farhadi ernannte außerdem Anusche Ansari, eine bekannte Iranerin, die als erste Frau eine kommerzielle Reise in den Weltraum für 20 Millionen unternommen hat und deshalb unter Iranern sehr bekannt ist, sowie Firus Naderi, einen iranischen Wissenschaftler, der bei der NASA arbeitet, als Vertreter mit seiner Vollmacht. Für den Fall der Fälle. Dieser Fall trat ein: Der Film „Der Verkäufer“ wurde tatsächlich mit dem Oscar ausgezeichnet. Anusche Ansari verlas bei der Entgegennahme des Preises die Protestnote von Asghar Farhadi gegen die Willkür Trumps.


„Der Verkäufer“ auf dem Trafalgar Square in London – Protest gegen Trumps Apartheid

Der Oberbürgermeister von London setzte dem Protest noch die Krone auf: Er ließ den Film „Der Verkäufer“ gestern, am Tag der Preisverleihung in den USA, in London auf dem Trafalgar Square auf einer Großfilmleinwand zeigen. Tausende Menschen in London besuchten die Vorstellung, auch viele junge Menschen.
Der Protest ist angekommen. Man wird sehen, wie die Politik darauf reagiert.

http://news.gooya.com/2017/02/post-1187.php
vom 27. 02. 2017
forushande barandeye oskar shod

http://www.radiofarda.com/a/f35_farhadi_movie_london/28334096.html
vom 9. Esfand 1395 (27.02.2017)
hazaran nafar be tamashaye forushande-ye farhadi dar meydane trafalgar-e landan raftand

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/68106/
vom 27.02.2017
farhadi ba forushande dowomin oskar-e iran-ra be armaghan award

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Iran: Mahan Air – Soldaten und Waffen für Syrien und Jemen


Aus Quellen der iranischen Opposition wurden Fotos veröffentlicht, die den Innenraum eines Flugzeugs der Firma Mahan Air zeigen. Mahan Air wurde schon im vergangenen Jahr von der US-Regierung beschuldigt, im Auftrag der iranischen Revolutionswächter (Pasdaran) tätig zu sein. Auf dem Foto sieht man, dass Sitze und Fußboden des Flugzeugs mit Plastikfolie abgedeckt sind. Dies dient dazu, keine Spuren im Flugzeug zu hinterlassen, wenn verletzte iranische Revolutionswächter aus Syrien in den Iran zurück geflogen werden. Mahan Air soll auch Waffenflüge nach Jemen unternommen haben.

http://news.gooya.com/2017/02/post-1139.php
vom 26.02.2017
amadnews: mosaferane havapeyma’iye mahan pusheshi baraye enteqale niru wa salah

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Iran: Wenn die Justiz Stahl herstellt


Am 23. Februar begann schon die dritte Streikwoche von 4000 Arbeitern des Stahlwerks von Ahwas (San’ate Fulade Ahwas). Die Arbeiter fordern die Zahlung von 5 ausstehenden Monatslöhnen, des Neujahrsgeldes sowie die Bezahlung der Versicherungsbeiträge durch den Arbeitgeber. Die hat er nämlich nicht entrichtet, so dass den Arbeitern Schwierigkeiten entstehen, wenn sie zum Arzt müssen.
Das Stahlwerk in Ahwas gehörte der Goruhe Melliye Fulade Ahwas, die von der Unternehmergruppe Amir Mansur-Arya geschaffen wurde. Nach der Veruntreuung von 3000 Milliarden Tuman und der Beschlagnahmung der Firmen, die dem Hauptangeklagten in diesem Prozess gehörten, wurde die Stahlfirma unter die Kontrolle der Justiz gestellt. Das Ergebnis: Die Arbeiter erhalten nicht einmal ihren Lohn, und die Gesetze über die Sozialversicherung werden mit Füßen getreten. An die Justiz können sich die Arbeiter auch nicht wenden, denn die hat ja jetzt das Unternehmen unter Kontrolle. Und Sadeq Laridschani, das Oberhaupt der Justiz, ist mit seinen 36 Konten bei der Nationalbank mit einer Gesamteinlage von 250 Millionen Euro gewiss nicht der Mann, der über Korruptionsverdacht erhaben ist.
So bleibt den Arbeitern nur noch die Möglichkeit zu streiken.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=78487
vom 5. Esfand 1395 (23. Februar 2017)
e°tesabe 4 hezar kargar – san°ate fulade ahwaz wared sewomin hafte shod

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Iran: Tod nach Haft im Geheimdienstkerker


Mahdis Mirqawami aus Kermanschah

Am 5. Bahman 1395 (2. Januarhälfte 2017) wurde die 26-jährige Ingenieurin Mahdis Mirqawami aus Kermanschah vom Geheimdienst verhaftet und in das Haftzentrum des Geheimdienstes in Kermanschah gebracht. Am 7. Bahman wurde sie entlassen, am 8. Bahman beging sie Selbstmord. Der Geheimdienst setzt die Familie unter Druck, nichts über den Tod bekannt zu geben. Vor vier Jahren, am 15. Dey 1391 (Jahreswechsel 2012/3), beging Shalir Farhadi, 23 Jahre alt, ebenfalls Selbstmord, nachdem sie vier Monate vom Geheimdienst in Kermanschah in Haft gehalten worden war und dann freigelassen wurde.
Die Selbstmorde deuten auf Vergewaltigung in Haft hin. Die Täter sind offensichtlich so mächtig, dass sie die Familien wirksam einschüchtern können. Dass es schon vor vier Jahren einen vergleichbaren Fall gab, zeigt, dass die Täter – falls es sich um die gleichen Personen handelt – schon zu Zeiten von Präsident Ahmadineschad in Haft waren. Vermutlich sind sie weit oben gedeckt (vielleicht durch den Umkreis des Religiösen Führers Ajatollah Chamene‘i), sonst könnte man sicher sein, dass die Angehörigen schon einen Weg gefunden hätten, die Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Quelle:
http://news.gooya.com/2017/02/post-1062.php
vom 24.02.2017
xodkoshiye mahdis mirqavami pas az azadi az bazdashtgahe ettela°at dar kermanshah

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Ahmad Montaseri ist im Gefängnis

Wir haben berichtet, dass Ahmad Montaseri im November 2016 zu 21 Jahren Haft verurteilt worden ist – 6 davon soll er absitzen. Aber das Urteil war noch nicht rechtskräftig, da er fristgerecht in Berufung gegangen ist. Er kam also mit Hilfe einer Bürgeschaft vorerst auf freien Fuß.

Nun wurde doch festgenommen. Die Festnahme geschah, als er aufgrund eines amtlichen Bescheids bei Gericht vorstellig geworden ist.

Ahmad Montaseri war dafür angeklagt worden, dass er ein Tonband veröffentlicht hat, in dem sein Vater, Ajatollah Montaseri, das Gefängnismassaker von 1988, das auf Anweisung von Ajatollah Chomeini verübt wurde, vor der zuständigen „Säuberungskommission“ scharf kritisiert hatte.

Vgl. Iran: 21 Jahre für ein Tonband: Reaktion von Ahmad Montaseri und Iran: 21 Jahre Gefängnis für die Wahrheit.

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Amnesty International Jahresbericht zum Iran

Am gestrigen Dienstag, den 21.2.2017, hat Amnesty International seinen Jahresbericht für den Zeitraum 1.1.2016 – 31.12.2016 vorgestellt, darunter auch den Länderbericht zum Iran.

In der Zusammenfassung heisst es:

  • Die Rechte auf Meinungs-, Vereinigungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit waren 2016 weiterhin stark eingeschränkt.
  • Personen, die friedlich Kritik äußerten, wurden festgenommen und nach grob unfairen Verfahren von Revolutionsgerichten zu Gefängnisstrafen verurteilt.
  • Folter und andere Misshandlungen von Gefangenen waren weiterhin an der Tagesordnung und blieben straflos.
  • Die Behörden verhängten und vollstreckten nach wie vor grausame Körperstrafen wie Auspeitschungen und Zwangsamputationen.
  • Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten wurden diskriminiert und strafrechtlich verfolgt.
  • Frauen und Mädchen erlitten Gewalt und Diskriminierung in vielfacher Weise.
  • Die Behörden verhängten zahlreiche Todesurteile und richteten Hunderte von Menschen hin, einige von ihnen in der Öffentlichkeit.
  • Unter den Hingerichteten waren mindestens zwei Personen, die zur Tatzeit noch minderjährig waren.

Eine verheerende Bilanz.

Quelle: https://www.amnesty.de/jahresbericht/2017/iran

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Iran: Sandstürme und Wasserknappheit

Madschid Mohammadi befasst sich in einem Artikel, der auf der Webseite von Radio Farda veröffentlicht wurde, mit den Hintergründen der Proteste gegen die Verschlechterung der Umwelt- und Lebensbedingungen im Iran.

Sandstürme – kommen aus dem Ausland

In den letzten Tagen waren besonders die Sandstürme in der Region Ahwas ein Thema, die teilweise zum Zusammenbruch der Stromversorgung und zur Schließung zahlreicher Schulen führten. Die Regierung ließ Demonstrationen verbieten, weil das „vom Feind ausgenutzt“ werden könne. Sie erklärte sich für nicht verantwortlich, der Staub komme aus Nordafrika, dafür könne sie nichts. Und der Klimawandel ist auch eine willkommene Erklärung für die Trockenheit, da muss man sich nicht selbst verantwortlich fühlen.

Qom – die geistige Wüste des Landes
Madschid Mohammadi weist aber darauf hin, dass das Umleiten von Flüssen zur Trockenlegung großer Sümpfe und Seen geführt hat, die nun auch im Iran Staublieferanten werden. Die Stadt Qom, die Wasservorräte für etwa 100.000 Einwohner habe, sei aufgrund ihrer Bedeutung als Zentrum der schiitischen Gelehrsamkeit auf 1 Million Einwohner aufgestockt worden, das Wasser müsse man nun aus anderen Gebieten wegnehmen. Dabei wird nicht berücksichtigt, was das dort für Folgen für Klima und Landwirtschaft hat.

250 Liter Wasser für 1 Melone
Auch die Landwirtschaftspolitik des Irans sei nicht vernünftig. Um eine Melone von 1kg Gewicht herzustellen, benötige man 250 Liter Wasser, im Jahr 2011 habe man etwa eine Million Tonnen Melonen exportiert. Das sei nicht vernünftig in einem Land, das an Wassermangel leide. Zum Teil werden hierfür Grundwasservorräte leergepumpt, mit der Folge, dass die Landwirtschaft dann auf dem Trockenen sitzt.
Die Regierung redet sich heraus, dass viele Pumpen illegal betrieben werden. Dabei sind Pumpen nicht unsichtbar, und wer Tausende von Internetzeitungen verfolgen und schließen kann, dürfte bei dem ausufernden Sicherheitsapparat auch keine Schwierigkeiten haben, illegale Pumpen zu konfiszieren. Aber wer weiß, vielleicht werden die ja von Freuden der Schmuggelbrüder, der Pasdaran, betrieben, da ist es besser, nicht so genau hinzusehen.

Dämme bauen – da ist nicht Meister Biber am Werk
Auch der Staudammbau im Iran sei nicht von Vernunft geleitet, sondern vom Gewinnstreben von Unternehmen, die in der Hand der Revolutionswächter seien. Die Bauunternehmen bekommen die Aufträge, die mit den Erdölgeldern finanziert werden, und stellen Dämme auf, wo sie nicht benötigt werden und mehr noch, sogar verhindern, dass stromabwärts noch Wasser zur Verfügung steht. Das ist den Unternehmern egal, Hauptsache, die staatlichen Aufträge werfen genügend Gewinne ab. Und der Staat, der mit diesen Unternehmern gemeinsame Sache macht, fragt auch nicht nach den Umweltfolgen…
Man sieht, so manches ist hausgemacht, aber wo es keine freien Parteien und keine freie Diskussion gibt, wird sich auch nichts bessern.

http://www.radiofarda.com/a/f35_iran_eco_proetsts_mohammadi/28319614.html
vom 2. Esfand 1395 (20.2.2017)
sardargomiye hokumate iran dar barabare e°terazate mohite zist
von Madschid Mohammadi

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Iran: Keine Reisefreiheit für Sunnitenführer


links: Moulawi Abdol-Hamid

Man hört immer wieder, wie nicht-islamische Minderheiten (Christen, Baha’is) im Iran verfolgt werden. Aber nicht besser geht es den Sunniten, die genauso Muslime sind wie die Schiiten. Besonders im Süden, in der Region Sistan und Balutschistan, aber auch im Westen, z.B. in der Region Ahwas, leben starke sunnitische Minderheiten. Moulawi Abdol-Hamid gehört zu den bekanntesten sunnitischen Geistlichen im Iran und ist der sunnitische Freitagsprediger in Sahedan, der Hauptstadt von Sistan und Balutschistan. Wie jetzt bekannt wurde, verhindern „Engstirnige“, wie er selbst sich diplomatisch ausdrückt, dass er im Iran andere Orte bereisen darf als Teheran und Sahedan. Umgekehrt wird anderen sunnitischen Geistlichen verboten, nach Sahedan zu reisen. Auslandsreisen von Moulawi Abdol-Hamid sind auch nicht erwünscht und werden wohl von den selben Institutionen verhindert. Bislang hütet sich Moulawi Abdol-Hamid aber, die Schuldigen beim Namen zu nennen. Von der Sache her ist klar, dass es sich um die sogenannten Sicherheitsorgane handelt.

http://www.radiofarda.com/a/f7-limitations-on-molavi-abdolhamid-trips-inside-and-outside-iran/28318685.html
vom 1. Esfand 1395 (19.02.2017)
a°male mahdudiyathaye safar baraye rouhaniye sarshenase ahle sonnate zahedan

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Iran – der wilde Osten: Hirten und Nomaden protestieren

Vor der Sicherheitsbehörde (Farmandari) der Stadt Gatsch-Saran (Provinz Kuhgiluye und Boyer Ahmad) haben sich rund 100 Hirten und Nomaden versammelt, um dagegen zu protestieren, dass ihnen das Vieh geraubt wird und sich die Behörden überhaupt nicht darum kümmern. So sollen die Nomaden allein im letzten Jahr 2000 Stück Vieh durch Viehdiebe verloren haben.
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=125165
vom 2. Esfand 1395 (20.2.2017)
°ashayere gachsaran dar e°teraz be na-amni moqabele farmandariye in shahr tajammo° kardand

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Iran: Revolutionäre – die Feinde der Arbeiter

Die Firma Sadra ist im Iran ein großer Industriebetrieb. Bau und Reparatur von Schiffen, Terminals von Erdölpipelines, und Bau von Anlagen für Erdöl- und Erdgas an der Küste gehört zu ihrem Aufgabenbereich. Kein Wunder, dass der Stützpunkt Chatamu l-Anbiya der Revolutionswächter (Pasdaran) des öfteren als Hauptaktionär der Firma auftaucht, denn auf den lukrativen Erdöl- und Erdgassektor hatten es die Revolutionäre stets abgesehen. Man sollte meinen, diese Firma schwimme im Geld, aber nach Medienberichten (s.u.) ist das Gegenteil der Fall, so dass Pläne aufkamen, zumindest den Schiffbaubereich auszugliedern, um die Verluste klein zu halten.
Durch den ständigen Besitzerwechsel ist für Außenstehende schwer zu überprüfen, wer derzeit tatsächlich die Firma kontrolliert. Faktum ist, dass die Firmenleitung derzeit jedenfalls bei den Arbeitern spart und seit Monaten die Löhne nicht ausbezahlt hat. Deshalb haben rund 2000 Arbeitnehmer von Sadra in Buschehr heute vor der Firma gestreikt, aber die Manager hatten es nicht nötig, auch nur mit den Arbeitern zu sprechen. Sie drohten aber damit, diejenigen zu entlassen, die den Streik organisiert hatten, und ließen heute in der Kantine kein Essen austeilen. Von einem „Dialog zwischen Tarifparteien“ weit entfernt, hier bestimmt noch die nackte Gewalt. Und falls die Pasdaran weiter hinter der Firma stecken, ist der Weg ins Gefängnis nicht weit.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=125182
vom 2. Esfand 1395 (20. Februar 2017)
nadadane ghad_a va tahdid be exraj, e°teraze do hezar kargare sadra-ye bushehr edame darad

https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%B4%D8%B1%DA%A9%D8%AA_%D8%B5%D9%86%D8%B9%D8%AA%DB%8C_%D8%AF%D8%B1%DB%8C%D8%A7%DB%8C%DB%8C_%D8%A7%DB%8C%D8%B1%D8%A7%D9%86
sherkate san°atiye darya’iye iran
vom 20.02.2017

http://www.dw.com/fa-ir/%D9%82%D8%B1%D8%A7%D8%B1%DA%AF%D8%A7%D9%87-%D8%AE%D8%A7%D8%AA%D9%85%D8%A7%D9%84%D8%A7%D9%86%D8%A8%DB%8C%D8%A7-%DB%8C%DA%A9-%D8%B4%D8%B1%DA%A9%D8%AA-%D8%A8%D8%B2%D8%B1%DA%AF-%D8%AF%D8%B1%DB%8C%D8%A7%DB%8C%DB%8C-%D8%B1%D8%A7-%D9%88%D8%A7%DA%AF%D8%B0%D8%A7%D8%B1-%DA%A9%D8%B1%D8%AF/a-17030617
vom 19.08.2013
qarargahe xatam ol-anbiya yek sherkate bozorge darya’i-ra vagod_ar kard

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Iran: Freilassung von Mehdi Chas’ali


Der iranische Regimekritiker Mehdi Chas’ali, der inhaftiert wurde, nachdem er zum Boykott der Revolutionsfeiern vom 22. Bahman (10./11.Februar) aufgerufen hatte, war darauf in den „trockenen Hungerstreik“ getreten. Sein Zustand hatte sich so verschlechtert, dass er schließlich ins Taleqani-Krankenhaus verlegt wurde. Dort erschien jetzt der Gefängnisdirektor des Ewin-Gefängnis, um ihm den Freilassungsbeschluss des Gerichts bekannt zu geben, wie Mehdis Anwalt Mostafa Tork-Hamedani mitteilte. Zumindest in diesem Punkt war der Hungerstreik erfolgreich. Mehdi Chas’ali muss zur Behandlung noch weiter im Krankenhaus bleiben.

http://ir.voanews.com/a/iran-human-rights-khazali/3728986.html
vom 2. Esfand 1395 (20.2.2017)
eblaghe hokme azadiye mehdi xaz°ali dar bimarestan

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Iran:Junger Mann im Iran erschossen

Am 13.2.2017 wurde in der Stadt Shadegan (Südiran) ein junger Mann erschossen. Die Ordnungskräfte erlaubten kein öffentliches Begräbnis.

Auf dem Foto ist eine große Menschenmenge zu sehen, die wegen dieses Vorfalls und des Verhaltens der Ordnungskräfte auf die Straße gekommen ist.

In der Provinz Khusestan leben viele Iraner arabischer Abstammung.

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Iran:Kritik an verschleierter schwedischer Regierungsdelegation

Am 13. Februar 2017 ging der Besuch einer schwedischen Regierungsdelegation letztes Wochenende im Iran durch die Medien.

Von dem Besuch gibt es folgende Aufnahme:

Zu sehen sind der Premierminister und verschiedene Politikerinnen, darunter die schwedische Handelsministerin, wie sie eingekleidet in einen Tschador an einem Empfang in Teheran teilnehmen.

Die NGO UN-Watch und verschiedene Menschenrechtsorganisationen im In- und Ausland haben die Anpassung dieser Delegierten an die iranischen Vorschriften für eine Zwangsverschleierung im Iran kritisiert.

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Iran: Mehdi Chas‘ali erleidet Herzinfarkt


Mehdi Chas’ali
Der iranische Regimekritiker und politische Gefangene Mehdi Chas’ali hat am siebten Tag seiner Inhaftierung und seines Hunger- und Durststreiks einen Herzinfarkt erlitten. Er berichtet, dass beim Transport ins Krankenhaus von den Beamten versucht wurde, einen Anschlag auf ihn zu verüben. Mehdi Chas’ali ist stark abgemagert, aber noch am Leben.

http://news.gooya.com/2017/02/post-688.php
vom 12.02.2017
mehdi xaz°ali dar haftomin ruze e°tesabe ghad_a’iye xoshk dochare sekteye qalbi shod

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Iran: Revo-Luzzi-Party


Ja, das muss man schon dazu schreiben, wer hätte sonst gedacht, dass das ein Revolutionär ist?

Der 22. Bahman (11. Februar 1979) ist in der iranischen Geschichte ein wichtiges Datum. Der Tag, an dem das Schahregime stürzte und es zu Straßenkämpfen zwischen der Armee und revolutionären Gruppen kam. Seither sind 38 Jahre vergangen, die Revolutionäre der ersten Stunde sind tot oder haben Fett angesetzt, und für die große Mehrheit der Bevölkerung des Landes, die nach der Revolution geboren ist, ist das nur noch öder Lernstoff und langweilige Pflichtübung. Mit dem Ergebnis, dass immer weniger Menschen an den staatlichen Feiern teilnehmen. Natürlich, die Revolutionswächter und Angehörigen der Bassidschi-Milizen samt Familie kommen noch, immerhin ist das ihr Brotverdienst,


und dann wird noch Essen verteilt, vorher sollte man allerdings auf einer dieser Fahnen rumtrampeln und passende Parolen brüllen, so marg bar amrika oder marg bar esrail (Tod für Amerika, Tod für Israel), vielleicht reicht ja auch ein kräftiges Helau oder Ho Narro, man sollte es mal probieren…


inzwischen gibt es auch das Angebot, sich kostenlos frisieren zu lassen, na ja, da kann man ja mal kommen.


„Astronomische Löhne“ – die könnten auch beim Karneval in Köln mitlaufen. Gemeint sind hier die horrenden Löhne der Großkopfeten, wir sehen, diese Themen sind international…


zu anderen Anlässen ein Fall für die Sittenpolizei – so viel Frauenhaar, aber jetzt ist ja Revo-Luzzi-Party, da darf man.


Es waren jedenfalls viel mehr Menschen zur Beerdigung von Ajatollah Montaseri oder von Ajatollah Rafsandschani auf der Straße als am diesjährigen 22. Bahman, der auf den 10. Februar fiel.


Die Feiern werden immer bunter,


links könnte man meinen, die Schwulen-und-Lesben-Bewegung habe ihren Auftritt


da werden Maskottchen verbrannt wie in Süddeutschland die Fasnachtspuppen,


andere schleppen den Galgen mit rum


wie die Jakobiner in der Konstanzer Fasnacht die Guillotine


der Tschador bekommt einen Maulkorb in iranischen Nationalfarben,


Schminke in rot-weiß-grün darf natürlich auch nicht fehlen, und selbst USA und Israel, früher der Große und der Kleine Teufel, sind inzwischen zu einem harmlosen Tierchen avanciert, wie man an diesem bunt gefärbten Esel sieht.


Man macht sich über sie lustig, aber wer hat Angst vor dem Esel? Wer will sein Leben für einen Kampf gegen den Esel opfern?

Und genau hier liegt der Wunde Punkt der Herrschenden: Der Glaube an die Islamische Revolution ist längst erloschen, nur die Angst vor dem Bösen Feind kann die Leute noch unter ihre Fittiche treiben. Wer über den Feind lacht, braucht keine Waffen mehr und keine Armee. Und das ist das Ende der Herrschaft der Mollas.

http://www.radiofarda.com/a/f3-revolution-carnival/28302885.html
vom 25. Bahman 1395 (13.02.2017)
karnavale 22 bahman 1395: xosh bashi va tamasxore siyasat

http://news.gooya.com/2017/02/post-625.php
vom 11.02.2017
hashiyehaye tasviriye marasem rahpeyma’iye 22 bahman

http://www.tabnak.ir/fa/news/665893/%D8%B1%D8%A7%D9%87%D9%BE%DB%8C%D9%85%D8%A7%DB%8C%DB%8C-%DB%8C%D9%88%D9%85-%D8%A7%D9%84%D9%84%D9%87-%DB%B2%DB%B2-%D8%A8%D9%87%D9%85%D9%86-%D8%AF%D8%B1-%D8%A7%D8%B3%D8%AA%D8%A7%D9%86%E2%80%8C%D9%87%D8%A7-%DB%B2
vom 10.02.2017
rahpeyma‘iye youm-ollah 22 bahman dar ostanha -2

http://news.gooya.com/2017/02/post-701.php
vom 10.02.2017
parchame amrika va esra‘il ruye badane olagh

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