Iran: Gefährliche Nachforschungen nach den Hingerichteten von 1988


Abdol-Resa und Qoriye Monfared, zwei Opfer der Hinrichtungswelle von 1988

Wir hatten schon wiederholt vom Gefangenenmassaker von 1988 berichtet, das direkt auf Anweisung von Ajatollah Chomeini zur Hinrichtung Tausender politischer Gefangener im Iran führte. Mariam Akbar Monfared, die wegen ihrer Beteiligung an den Protesten gegen die Wahlfälschung von 2009 (sogenannte Wiederwahl von Präsident Ahmadineschad) zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden war, hat im vergangenen Jahr aus dem Gefängnis von Evin heraus Anzeige wegen des Verschwindens ihres Bruders und ihrer Schwester erstattet, die ebenfalls 1988 hingerichtet worden sein sollen. Sie verlangte, dass ihr im Falle der Hinrichtung zumindest der Ort des Grabs bekannt gegeben werden solle. Die Reaktion der Behörden war eindeutig. Sie wurde ins Gefängnis von Sahedan verlegt, ganz in den Süden des Landes, was Kontakte nach außen noch erschwert. Darauf wandte sich Mariam Akbar Monfared an die Arbeitsgruppe für das Verschwindenlassen bei den Vereinten Nationen, die ihr jetzt geantwortet hat. Die UN-Einrichtung teilte ihr mit, dass die beiden Fälle bei der UN als Fälle von Verschwindenlassen eingestuft werden und bleiben, bis die iranischen Behörden den Angehörigen mitteilen, unter welchen Umständen die beiden hingerichtet wurden und wo sie begraben sind.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=82932
vom 11. Aban 1396 (2. November 2017)
sazemane melal do tan az qorbaniyane koshtare 67 ra be °onwane napadidshodeye qahri be rasmiyat shenaxt

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