Iranische Gewerkschaftsproteste gegen Zwang, Trackingsysteme zu installieren

Fischer aus Chabahar und Kenarak, Südiran, protestieren gegen die Zwangsinstallation von teueren VMS (Vessel Monitoring Systems) auf ihren Schiffen.

Mit einem VMS können Schiffe ähnlich wie mit GPS-Signale von Satelliten geortet werden und Positionsinformation an die Behörden gesandt werden. Die Fischer müssen diese Geräte selbst bezahlen. Ein Gerät kostet ca. 3000 Euro und ein Fischer muss ca. sechs Monate für so einen Betrag arbeiten. Hinzu kommt, dass die Geräte oft kaputt gehen und ersetzt werden müssen.


Die Fischer sagen, dass ihnen das Gerät keinen Nutzen für den Fischfang bringt. Im Gegenteil: auch Pirten könnten Ihre Position feststellen und sie überfallen und ausrauben. Wenn die iranischen Fischer gezwungen würden dieses Gerät zu installieren, wird es bald keine mehr geben.


Ein Vertreter der Fischereigewerkschaft sagte, dass sie erwarten, dass sich die Fischereibehörden mit Fragen der Versicherung und des Handels beschäftigen statt ihnen Trackingsystem aufzuzwingen.

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