Iran: Neues aus der Erdbebenregion

Wie berichtet, haben die iranischen Behörden die Hauptverbindungswege in die Erdbebenregion (Westiran/Kurdistan) unter strikter Kontrolle. Sie fangen Hilfslieferungen ab, die die iranische Bevölkerung aus anderen Städten organisiert haben und verteilen die Güter – wenn überhaupt – unter eigener Flagge an die Opfer. Eine Kontrolle darüber, was wie ankommt, ist so nicht möglich. Die iranischen Hilfsgruppen kamen deshalb auf die Idee, die gebirgigen Seitenwege zu benutzen. Auch dort werden sie jetzt von den iranischen „Sicherheits“organen abgefangen und zum Teil festgenommen.
So ist nur noch ein Weg verblieben, Hilfe an die Opfer zu leisten. Die Angehörigen der Opfer verlassen die Region selbst und heben aus anderen Städten Geld vom Konto ab, mit dem sie notwendige Dinge kaufen können, oder die Verwandten von Erdbebenopfern reisen zu ihren Angehörigen und bringen diesen Hilfe. Dagegen können die Behörden schlecht einschreiten. Die auf diesem Weg aufrecht erhaltenen Kontakte dienen auch der Kanalisierung von Hilfe an andere Betroffene.

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