Iran – Teheran: Kundgebung vor dem „Haus des Arbeiters“


In den Anfangszeiten der iranischen Revolution von 1979 hatte Ajatollah Chomeini die Worte geäußert: „Ich küsse den Arbeitern die Hände.“ Der Staat richtete in Teheran ein „Haus des Arbeiters“ ein. Diese Institution sollte die Beschwerden der Arbeiter sammeln und ans Parlament und die Regierung weiterleiten, damit die Probleme der Arbeiter gelöst würden. Das war der Gründungsgedanke.

Aber von Anfang an wurden die Verantwortlichen für das „Haus des Arbeiters“ von Anhängern der iranischen Hisbollah und Chomeini-Gefolgsleuten bestimmt, heute sind es die Gefolgsleute von Chomeinis Nachfolger Ajatollah Chamene‘i, die den Kreis der Verantwortlichen auswählen. Auch wenn die Verantwortlichen der Institution den Arbeitern nichts nützen, ist es zumindest ein Ort, wo die Arbeiter ihren Protest sichtbar machen können. Und das haben sie dieses Jahr getan, wie man an der großen Zahl von Teilnehmern der Kundgebung sehen kann. Die Parolen waren auch nicht sehr zimperlich: „Marg bar setambar, dorud bar kargar“ – Tod dem Unterdrücker, es lebe der Arbeiter.

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