Südiran: Wasserproteste und ein Toter in Kamaraj

Kamaraj, ein Dorf westlich von Kazerun, Südiran, war diese Woche Schauplatz von heftigen Auseinandersetzung rund um die knappe Wasserversorgung.

Seit einigen Jahren nimmt der Wasserspiegel des in der Nähe von Kamaraj gelegenen Flusses stetig ab. Grund ist die zunehmende Trockenheit der Region, verstärkt durch Bewässerungsmassnahmen der Landwirte. Es ist in der Gegend nämlich üblich, seine für den täglichen Bedarf und für die Bewässerung der Landwirtschaftsflächen erforderlichen Wassermengen direkt dem Fluss zu entnehmen. Dafür kommen zahlreiche kleine Pumpen zum Einsatz.

Die Bezirksregierung hat diese Wasserentnahme verboten, das Verbot bislang aber nicht effektiv durchgesetzt. Den Dorfbewohner wurde keine Alternative aufgezeigt. Die Pumpen blieben somit weiter in Betrieb und der Wasserspiegel sank weiter.

Diese Woche hat sich die Bezirksregierung aus Kazerun zusammen mit der örtlichen Polizei vorbereitet und die illegalen Pumpen eingesammelt. Daraufin kam es zu starken auch gewaltförmigen Protesten in Kamaraj. Es flogen Steine und brennende Barrikaden wurden errichtet. Die Polizei reagierte mit Schusswaffen. Heute starb ein Bauer durch Schüsse. Ca. 20 Demonstranten wurden verletzt. Auch die Polizei beklagte ca. 12 Verletzte in ihren Reihen.

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