Iran – Kurdistan: Bewaffneter Überfall auf Pasdaran

Bei einem bewaffneten Überfall in der Nacht von Freitag auf Samstag sollen mindestens 11 Revolutionswächter (Pasdaran) ums Leben gekommen sein. Die kurdische Organisation Pezhak, die angeblich der PKK nahesteht, soll die Verantwortung für den Überfall auf sich genommen haben. Dies sei die Rache für den Tod von vier Guerrilleros sowie für die Ermordung des Menschenrechtlers Eqbal Moradi im Nordirak.
Die Gegend um Mariwan ist jetzt stark militarisiert.
Anmerkung: Es sieht so aus, als würde die Pezhak eine ähnliche Strategie wie die PKK einschlagen und auf die militärische Karte setzen. Die PKK hatte dies im türkischen Grenzgebiet zu Syrien versucht, als die weltpolitische Situation günstig erschien und der Eindruck aufkam, dass die Kurden als Gegenleistung für den Kampf gegen den Islamischen Staat in Syrien bestimmte Zugeständnisse seitens der USA erhielten. Der Schein trügte. Staatspräsident Erdogan nutzte den Städtekrieg in der Türkei, um sich militärisch in Szene zu setzen und verwüstete ganze Städte. Seinem Wahlerfolg in der Region hat das nicht geschadet.
Es ist denkbar, dass die Pezhak angesichts der Drohungen des US-Präsidenten gegen die iranische Regierung den Moment für günstig hält, jetzt ebenfalls vermehrt auf militärische Aktionen zu setzen. Aber wer als Begründung das Motiv „Rache“ herbei bemüht, verrät wenig strategisches Denken.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=87766
vom 30. Tir 1397 (Samstag, 21. Juli 2018)
chandin pasdar dar yek hamleye nezami dar atrafe mariwan koshte shodand

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