Teheran – Faschafuje: ein wenig bekanntes Gefängnis


Das Faschafuje-Gefängnis

Nader Faturetschi, ein iranischer Journalist, der schon öfter mit dem Gefängnis Bekanntschaft schließen musste, wurde kürzlich für seine journalistische Arbeit in das Teheraner Faschafuje-Gefängnis eingewiesen, wo er für einen Tag in Haft war.
Er kam am 28. Mordad 1397 in das Gefängnis, wurde einen Tag später wieder entlassen und veröffentlichte seine Erfahrungen auf Facebook am 30. Mordad.
Wie er schreibt, werden die eingelieferten Gefangenen erst einmal für 4 Tage in Quarantäne gehalten. Die Bedingungen dort sind katastrophal. Nicht nur das Essen, sondern erst recht das Klo. Er erklärt, dabei handle es sich um ein Loch im Boden, auf einer mit Holzlatten von der Zelle abgetrennten Fläche von 60 auf 60 cm2, ohne Wasserschlauch, ohne Waschbecken und Licht. Es diene 26-32 Gefangenen zur Verrichtung der Notdurft, die auf einer Fläche von 9 Quadratmetern eingesperrt sind. Das sind die Verhältnisse in einer Zelle der Quarantäne-Abteilung.
Wie Nader Faturetschi schreibt, sind 200 Derwische in diesem Gefängnis inhaftiert, auch zwei Menschenrechtsanwälte wurden kürzlich dort eingeliefert.

Das Faschafuje-Gefängnis liegt im Süden von Teheran, wie man auf Google-Maps erkennen kann:

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/76481/
vom 22.08.2018, 8:45
fashafuye, zendani zedde ensani wa zedde bashari, dar radife jahannam

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