LKW-Fahrer streiken im ganzen Iran


LKW-Fahrer streiken im ganzen Iran

Wie bereits letzte Woche von uns berichtet wurde, streiken die LKW-Fahrer seit dem 22. September 2018 in zahlreichen Städten im ganzen Iran. Ihre Forderungen sind u.a. eine Erhöhung ihrer Rente, einen höheren Erschwerniszuschlag, eine Herabsetzung der Preise für LKW-Reifen und Ersatzteile, eine Erhöhung um 70 Prozent für die Transportpreise, die vom Staat festgelegt werden sowie eine Verringerung der Kosten der Autoversicherung.

Bis heute soll es zu 156 Festnahmen von LKW-Fahrern gekommen sein. Am 10. Tag des Streiks ist noch immer keine Einigung in Sicht. Die Versprechungen, die den LKW-Fahrer bislang gemacht wurden, wurden nicht eingehalten.

Stattdessen hat die Regierung einen Film produziert, der das Ziel hat, den Streik abbrechen zu lassen. Der Film zeigt, wie scheinbar ein Teil der Forderungen, und zwar die Forderung nach günstigen LKW-Reifen, erfüllt wurde. Das wurde mit Aufnahmen von mit neuen LKW-Reifen beladenen Lastwägen „belegt“, die angeblich an verschiedenen Orten an die LKW-Fahrer verteilt werden sollten. Nur die Reifen kamen nie dort an.

Außerdem wurden von der Regierung LKW-Fahrer der Pasdaran organisiert, die die Streikenden mit Steinen bewarfen und LKWs in Flammen setzen, was wiederum zu Schlägereien führte. Auch dies hatte das politische Ziel, den Streik zu diskreditieren und letztlich zu beenden. Doch diese Rechnung ging nicht auf. Die Streikenden setzen ihren Protest fort.

In der Zwischenzeit äußerte sich ein Sprecher der Polizei mit der Behauptung, dass es den LKW-Fahrern gar nicht um ihre Forderungen ginge, sondern dass sie vielmehr von der Opposition organisiert seien. Der der Chef der Judikative, Sadegh Laridschani, erklärte, dass die LKW-Fahrer nur der ganzen iranischen Geselllschaft schaden wollten.

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