Teheran: Demo für ein gutes Leben

Am heutigen Dienstag, 18.12.2018, versammelten sich über viertausend DemonstrantInnen zunächst vor dem Parlamentsgebäude in Teheran um dann später zu anderen Regierungseinrichtungen zu ziehen. Sie stammten aus den verschiedensten Berufen und waren zumeist fortgeschrittenen Alters.

Ihr Anliegen war es, auf die schwierigen Lebensbedingungen von Rentnern und Rentnerinnen aufmerksam zu machen. Die kleinen Renten reichen im Iran angesichts der hohen Inflation nicht mehr zum Leben. Selbst laut der iranischen Zentralbank liegt die Armutsgrenze bei unter 3.7 Mio Tuman. Eine typische Rente liegt bei etwa 1,5 Mio. Tuman.

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Daher ist auf einem Plakat auch die Forderung nach einem guten Leben zu lesen.

Außerdem forderten sie kostenlose Schul- und Universitätsbildung für ihre Kinder.

Zentrales Anliegen der DemonstratInnen war die Forderung nach Einigkeit bei den Kämpfen. Im Vordergrund stand die Solidarisierung mit den Kämpfen der streikenden Stahlarbeiter von Ahwaz sowie den Lehrerinnen und Lehrern.

Eine Forderung war auch hier wieder die nach der Freilassung der inhaftierten Stahlarbeiter und Lehrer. Ihre Parole lautete: „Az Ahwaz ta Teheran, zachmatkeschan dar zendan“ (Von Ahwaz bis Teheran sind alle Arbeiter im Gefängnis).

Eine andere Parole, die bei solchen Situationen immer schnell gerufen wird, war auch heute wieder zu hören: „Doschmane ma hamin dschast – durugh migan amrikast“ (Unsere Feinde sind hier – sie lügen mit Amerika)

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