Weltfrauentag im Iran


In verschiedenen iranischen Städten wie Raschd, Sanandadsch und Teheran fanden zum Anlass des Weltfrauentags (8. März) Veranstaltungen statt, zum Teil schon am Vortag. Möglicherweise wurde der Vortag gewählt, weil der 8. März dieses Jahr auf einen Freitag fiel – im Iran entspricht das unserem Sonntag.
Eine interessante Aktion fand in der U-Bahn von Teheran statt. Dort stieg eine Gruppe von Frauen in die U-Bahn ein, einzelne sprachen über die Bedeutung des 8. März für die Rechte der Frau, einige Begleiterinnen klatschten dann Beifall, worauf auch andere Frauen in der U-Bahn Beifall klatschten, dann wurden an die anwesenden Frauen Blumen verteilt. Solche Aktionen sind im Iran riskant, sie können mit der Verhaftung enden.
Eher im traditionellen Rahmen bewegte sich eine Vortragsveranstaltung am 7. März in Teheran, an denen Vertreterinnen der Arbeiterbewegung, der Rentner, der Lehrer, der Schriftsteller, Dichter und anderer Künstler sowie Aktivistinnen für die Kinderrechte teilnahmen.
Folgende Frauen referierten über die angegebenen Themen:
Akram Nassiriyan – Frauen und soziale Medien
Nahid Schaqaqi – Die Wurzeln der Gewalt gegen Frauen
Negar Mas‘udi – Ehrenmorde
Asrin Darkale – Frauen als Hauptkraft der Proteste
Parwin Nachostin – Die Schwierigkeiten von Müttern, Ausweispapier für ihre Kinder zu erhalten (Anmerkung: Das betrifft oft iranische Frauen mit afghanischen Ehemännern)
Mariyam Mohammadi – 40 Jahre Frauenbewegung
Mahbube Farahsadi – Frauen in der Lehrer- und Rentnerbewegung
Der Vortragsabend wurde der inhaftierten Aktivistin Sepide Qalyan gewidmet, die wegen der Unterstützung der Arbeiterproteste von Haft-Tape im Gefängnis ist.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=91990
vom 16. Esfand 1397 (7. März 2019)
taqdime maraseme 8 mars emsal dar tehran be sepide qalyan

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