Kampf gegen das Wasser im Iran

Eindrücke vom Kampf der Iraner gegen das Hochwasser in der Provinz Chusestan


Aktuelles Hochwasser des Flusses Karkheh, Provinz Chusestan, Iran

Nordöstlich der iranischen Stadt Ahwaz befinden sich zwei weitere Städte, die vom aktuellen Hochwasser in der Region Chusestan bedroht waren: Hamidiye und Susangerd. In ihrer unmittelbaren Nähe verläuft ein Fluss namens Karkheh, dessen Wasser kurz davor war, über die Ufer zu treten. Die beiden Städte, mehrere nahe gelegene Dörfer, Bauernhöfe und Felder wären überschwemmt worden.

Da die Menschen Erfahrung haben mit der mangelnden staatlichen Nothilfe durch Militär, Pasdaran oder Bassidschi, nahmen sie von sich aus den Kampf gegen die Fluten auf und organisierten sich selbst. Jeder und jede, dem oder der es möglich war, jung und alt, von nah und fern meldete sich freiwillig und ließ sich einteilen in die notwendigen Rettungsarbeiten. Tausende Menschen aus beiden Städten beteiligten sich so an der Überwachung der Wasserstände, am Schaufeln von Erde, am Transport von Sandsäcken und vielem mehr. Ohne auf Säcke von staatlicher Seite zu warten, brachten sie mit, was sie selbst an Säcken hatten. Sie arbeiteten Tag und Nacht, rund um die Uhr.

Da gibt es die Geschichte vom Friseur, der seine Scheren einpackte und seinen Friseursalon abschloss, um in den folgenden Tagen Sandsäcke auf seinem Rücken zu schleppen und hin und wieder auch einem anderen Helfer die Haare zu schneiden oder die Geschichte von dem jungen Mann, der Cafehausbesitzer in Teheran ist und hunderte Kilometer gefahren ist, um hier in Chusestan zu helfen, die Wassermassen zu bekämpfen.

Der Kampf sollte erfolgreich sein, bislang haben die Dämme gehalten und die Städte wurden nicht überschwemmt.

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