Iranischer Internetaktivist im Gefängnis getötet

Alireza Shirmohammadali, ein iranischer Internetaktivist, der seit einem Jahr im Gefängnis war, wurde von zwei kriminellen Mitgefangenen getötet.


Alireza Shirmohammadali

Alireza Shirmohammadali wurde festgenommen, weil er im Internet die iranische Regierung kritisiert hatte. Nach acht Monaten Haft im Fashapujeh-Gefängnis (Fashafuje) hat er er aus Protest gegen seine Verhaftung einen Hungerstreik begonnen. Danach wurde er in ein anderes Gefängnis für Kriminelle verlegt.

In diesem Gefängnis wurde er nun von zwei kriminellen Mitgefangenen ermordet. Es heisst, sie hätten sich durch den Mord Haftverkürzungen erkauft.

Kommentar

Im Iran gibt es drei Situationen, bei denen politische Gefangene in ein Gefängnis für Kriminelle verlegt werden. Es gibt einmal den Fall, dass Menschen gefoltert werden, aber unter der Folter keine Aussage machen. Im zweiten Fall kommt es vor, dass politische Gefangene auch aus dem Gefängnis heraus weiterhin kritisch gegenüber der Regierung sprechen und das über Anwälte oder Angehörige an die Öffentlichkeit gelangt. Im dritten Fall trifft es die Gefolterten, die sich einem öffentlichen Geständnis im Fernsehen verweigern. Sie alle können in Gefängnisse speziell für Kriminelle verlegt werden, wo sie von anderen Häftlingen massiv unterdückt werden.

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