Iran: Verfolgung konvertierter Christen

Derzeit ist der christliche Priester Jussef Nadarchani im Ewin-Gefängnis in Teheran in Haft. Er war 2009 wegen Abfalls vom rechten Glauben zum Tode verurteilt worden, weil er vom Islam zum Christentum übergetreten war. Nach Protesten aus dem Ausland wurde das Urteil in eine Gefängnisstrafe umgewandelt und der Vorwurf auf „Propaganda gegen das System“ abgeändert. Damals kam er nach Verbüßung der Haftstrafe zwar frei, wurde aber 1396 (2017/8) erneut verhaftet und zu 10 Jahren Gefängnis sowie 2 Jahren Verbannung nach Sistan und Balutschistan verurteilt.
Seinen beiden Kindern, die 15 und 16 Jahre alt sind, wird jetzt der Schulbesuch verweigert. Auch die Aushändigung der Zeugnisse der 9. Klasse ist bislang nicht erfolgt. Ihr Vater hatte versucht, sie als Christen registrieren zu lassen, was aber verweigert wurde. Die Kinder, die vom Staat weiterhin als Muslime behandelt werden, haben darauf den islamischen Unterricht nicht besucht, was dazu führte, dass die Behörden ihnen jetzt nicht mehr erlauben, weiter den Unterricht zu besuchen. Sie dürften höchsten noch als Gasthörer teilnehmen.
Ihr inhaftierter Vater hat daraufhin im Gefängnis den Hungerstreik eröffnet, um den weiteren Schulbesuch seiner Kinder einzufordern.

https://www.radiofarda.com/a/اعتصاب-غذای-یوسف-ندرخانی-در-اعتراض-به-ممانعت-از-تحصیل-فرزندانش-/30189722
vom 7. Mehr 1398 (29. September 2019)
e°tesabe ghazaye yusef nadarxani dar e°teraz be momane°at az tahsile farzandanash

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