Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Iran:Die Proteste der Frauen

Quelle: Iran Journal
Ihre Mütter waren Kinder oder Jugendliche, als die Islamische Republik Iran und mit ihr die islamischen Kleidungsvorschriften eingeführt wurden. Die Töchter wurden in das digitale Zeitalter geboren und kennen so neben ihrer eigenen Lebenswirklichkeit auch die weite Welt von Kindesbeinen an. Auch wenn die üblichen Interessenkonflikte zwischen Jugendlichen und Erwachsenen sie und ihre Mütter trennen: Beide Generationen wollen Gleichstellung und Freiheit. Jüngstes Opfer der Unterdrückung von Frauen im Iran ist ein weiblicher Fußballfan. mehr »

Von Nasrin Bassiri

Die Töchter möchten in Freiheit leben, koste es, was es wolle. Sie verlassen das Land, um zu studieren, flüchten mit oder ohne Erlaubnis ihrer Eltern in eine Partnerschaft ohne Trauschein oder nutzen andere Schlupflöcher, die ihnen noch offen stehen. Partys in Gärten außerhalb der Städte, Kurztrips nach Antalya oder Tiflis, Touristenbusse zu den Sehenswürdigkeiten des Landes, in denen die Vorhänge zugezogen und feuchtfröhlich gefeiert wird. Sie legen ihre Kopftücher ab, lassen sich die Haare scheren und malen oder kleben sich Bärte an, um in Sportstadien zu gelangen. Sie treiben Kampfsport und spielen Fußball. Gemeinsam mit Jungs fahren sie Skateboard und laufen Parcours, tanzen auf den Teheraner Straßen und singen in der Öffentlichkeit, obwohl Frauen das untersagt ist.

Nicht selten geraten sie dabei ins Netz der Ordnungskräfte und werden verhaftet. Ob es den Greisen an der Macht aber gelingen wird, sie mit eiserner Hand und hohen Haftstrafen zu bezwingen, ist ungewiss. Gewiss ist aber, dass sie die Unterstützung vieler Männer und ihrer Familien genießen.

Der namhafte iranische Filmregisseure Jafar Panahi, selbst Vater, kennt das Problem aus nächster Nähe. Sein Film „Offside“ über das Frauenverbot in Fußballstadien brachte ihm bei der Berlinale 2006 den Großen Preis der Jury ein.

Nach Protesten von Frauen und Drohungen der FIFA, keine internationalen Spiele mehr im Iran stattfinden zu lassen, lenkten die Machthaber ein. Bei der Fußball-WM 2018 wurde Frauen der Zutritt zum Azadi-Stadion gewährt. Später durften dann nur noch ausgewählte Frauen die Spiele ansehen: Ausländerinnen und Iranerinnen mit Doppelpass oder ausgesuchte Pressevertreterinnen. Die FIFA ist enttäuscht und kündigte laut DPA Mitte August an, die Beteiligung des Iran an der WM 2022 stünde „wieder auf der Kippe“, da die Aufhebung des Stadionverbots für Frauen nicht umgesetzt werde. Ebenfalls laut DPA reagierte der iranische Generalstaatsanwalt Mohammed Dschafar Montaseri mit den Worten, es sei „nicht die Angelegenheit der FIFA, ob unter den Fußballfans in den Stadien auch Frauen sind oder nicht“.
Viele junge Frauen verschaffen sich Zugang zu den Stadien, indem sie sich als Mann verkleiden

Viele junge Frauen verschaffen sich Zugang zu den Stadien, indem sie sich als Mann verkleiden

Für das seit Beginn der Islamischen Republik vor mehr als 40 Jahren bestehende Zutrittsverbot gibt es keine rechtliche Grundlage. Es wird lediglich behauptet, Frauen begingen eine Sünde, wenn sie halbnackte Spieler auf dem Rasen sähen, zudem benutzten Zuschauer unanständige Schimpfwörter, die nicht für Frauenohren bestimmt seien. Die gegen das Stadionverbot protestierenden Frauen meinen dagegen, man solle dann doch verbieten, dass die Männer unanständige Dinge sagten, statt den Frauen zu verbieten, ins Stadion zu gehen.

Das blaue Mädchen

Die iranischen Medien nennen sie „Das blaue Mädchen: Am Montag, den 2. September 2019, schüttete die 29-jährige Sahar Khodayari sich vor dem Teheraner Revolutionsgericht einen Kanister Benzin über den Kopf und zündete sich an. Passanten versuchten, das Feuer zu löschen, doch als die Rettungskräfte eintrafen, atmete die junge Frau kaum noch. Sie wurde mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert, wo Sahar Khodayari am 10. September verstarb. Reporterinnen von Rooykarde Emrooz schreiben, die junge Frau sei zu sechs Monaten Haft verurteilt worden.
Sahar Kohdayari, bekannt als „Das blaue Mädchen“

Sahar Kohdayari, bekannt als „Das blaue Mädchen“

Laut ihrer Familie hatte Sahar im März 2019 mit einem langen Mantel und einer blauen Perücke bekleidet das Haus verlassen, um nach Teheran zu fahren und das Spiel ihrer Lieblingsfußballmannschaft Esteghlal gegen die Mannschaft Al-Ain aus den Arabischen Emiraten anzusehen, berichtet Shahrvand Online. Dort wurde ihr der Zutritt verweigert, nachdem sie als Frau erkannt worden war. Die Sittenpolizei nahm Sahar wegen mangelhafter islamischer Bekleidung und Widerstand fest. Wegen Verstoßes gegen das Keuschheitsgebot, sittenwidrigen Benehmens und Beleidigung der Ordnungskräfte wurde Anklage erhoben. Nachdem ihre Familie eine Kaution von 50 Millionen Tuman gezahlt hatte, kam sie bis zur Verhandlung zunächst wieder frei.

Als einzige seiner zwei Söhne und sechs Töchter habe sich Sahar für Fußball interessiert, berichtete ihr Vater gegenüber Sanaat News: „Sie war in Fußball vernarrt.“ Seine anderen Kinder hätten ihre Köpfe lieber in Bücher gesteckt. Auch Sahar hatte zwei Hochschulabschlüsse: in Fremdsprachen und in Informationstechnologie. Sie sei ein schlichtes Mädchen, das sich vor fünf Jahren plötzlich für Fußball zu interessieren begann und stundenlang vor dem Fernsehen Spiele angeschaut und für den Verein Esteghlal gebetet habe. „Ich hatte keine Einwände, solange sie die Spiele am Fernsehen verfolgte“, so Sahars Vater. Der Kriegsveteran arbeitete für „Bonyad e Janbazan“, eine Stiftung für Menschen mit Kriegsverletzungen und Behinderungen, und für „Jahad e Sazandegi“, eine ideologisch angehauchte Wiederaufbauorganisation. Mittlerweile ist er pensioniert. Im Gespräch mit Sanaat News sagte er, Sahar sei „seelisch angegriffen“ gewesen und habe bis vor kurzem Psychopharmaka eingenommen. Die Medikamente wurden abgesetzt, weil der Arzt meinte, sie könne durch die Nebenwirkungen erblinden. Er habe aber davor gewarnt, dass Sahar sich nun selbst gefährden könne. Sie hatte bereits zuvor einmal versucht, sich das Leben zu nehmen.

Es ist unklar, ob das Interview mit dem offensichtlich religiösen und systemkonformen Familienvater der Wahrheit entspricht oder wie inszenierte Fernsehinterviews mit Gefangenen durch Drohungen und Druck entstanden ist.

Solidaritätswelle in den sozialen Netzwerken

Masoud Shojaee, der Kapitän der iranischen Fußballnationalmannschaft, verglich auf Instagram das Stadionverbot für Frauen mit dem Schleierverbot in der Zeit von Schah Reza Pahlevi, das von den Ordnungskräften mit Gewalt durchgesetzt wurde: „Unsere Nachkommen werden dafür kein Verständnis haben“, so Shojaee. Auch der Kapitän der Mannschaft Esteghlal, Veria Ghafouri, kritisierte das Stadionverbot und nannte es altertümlich. Der Fußballspieler Milad Meydawoodi bedauerte, das Leben eines Mädchens sei ein hoher Preis für den unschuldigen Traum, ins Stadion zu gehen. Und die Schauspielerin Pooria Sorkhpour schrieb: „So lange ich lebe, werde ich keinen Fuß in das Stadion setzen, für das Du brennen musstest, um hineinzugelangen.“

http://iranjournal.org/gesellschaft/iran-frauen-proteste
vom 11.09.2019
Iran Journal

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Iran:Wut nach Tod des „blauen Mädchens


Sahar Khodayari

Quelle.Iran Journal
Sahar Khodayari, ein weiblicher iranischer Fußballfan, ist am Montag eine Woche nach ihrer Selbstverbrennung in einem Teheraner Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen.

Khodayari hatte am 12. März versucht, als Mann verkleidet das Stadionverbot für Frauen zu umgehen, um das Fußballspiel ihrer Lieblingsmannschaft Esteghlal in der asiatischen Champions League gegen Al-Ain aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Teheran zu sehen. Die 29-Jährige fiel der Security jedoch auf und wurde am Eingang des Azadi-Stadions festgenommen. Sie musste zwei Tage in Untersuchungshaft verbringen und kam dann zunächst gegen eine Kaution von 50 Millionen Tuman, umgerechnet 5.000 Euro, frei.

Die Justiz leitete gegen Khodayari ein Verfahren wegen Beleidigung der öffentlichen Ordnung und Widerstand gegen die Polizei ein. Am 2. September erfuhr sie nach ihrer ersten Anhörung, dass ihr bis zu sechs Monate Haftstrafe drohten. Nach dem Verlassen des Revolutionsgerichts in Teheran übergoss sich die junge Frau mit Benzin und zündete sich an.

Khodayari wird in den sozialen Netzwerken nach der Farbe ihrer Lieblingsmannschaft Esteghlal als „blaues Mädchen“ bezeichnet. Unter dem Hashtag „Blaues Mädchen“ prangern nun Tausende Iraner*innen das Zutrittsverbot für Frauen in Sportstadien als „mittelalterliche und menschenrechtsfeindliche“ Maßnahme an und fordern deren Aufhebung. Die Abgeordnete Parvaneh Salahshouri schrieb auf Twitter: „Wo Männer die Grundrechte von Frauen missachten und Frauen diese Unterdrückung offenbar unterstützen, sind alle an der Selbstverbrennung von Sahar mitschuldig.“

Auch prominente Sportler äußern ihre Trauer um Khodayari. Der ehemalige Fußballspieler Ali Daei postete auf Instagram ein blau gefärbtes Foto, auf dem ein Mädchen zu sehen ist, das einen Ball in der Hand hält und mitten in einem Stadion in Flammen steht.
Quelle.Iran Journal

http://iranjournal.org/news/iran-wut-tod-blaues-maedchen
vom 10.09.2019
Es fällt auf, dass die Webseite Iran Journal den persischen Begriff „doxtar“ mit Mädchen übersetzt, obwohl es sich laut eigenen Angaben des Artikels um eine 29-jährige Frau handelt. Dahinter steht noch immer die sexistische Verwendung des Begriffs „doxtar“ für Jungfrau, die in Deutschland nicht mehr üblich ist.

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Iran:Sepideh Gholiyan in Lebensgefahr


Sepideh Gholiyan
Die inhaftierte Studentin und Arbeiteraktivistin Sepideh Gholiyan, die sich seit mehr als sechs Tagen im Hungerstreik befindet, soll nicht mehr laufen können. Die „Kampagne zur Unterstützung der Inhaftierten aus Haft Tapeh“ berichtete am Sonntag, Gholiyan sei sehr geschwächt und könne sich nur mit einem Rollstuhl fortbewegen. Ihre Gesundheit sei „lebensgefährlich bedroht“. Gholiyan befindet sich im Frauengefängnis Gharchak 35 Kilometer südöstlich der iranischen Hauptstadt Teheran.

Am 22. Juli trat Gholiyan aus Protest gegen Beleidigungen ihrer Familie durch das Gefängnispersonal und aus Solidarität mit zwei weiteren hungerstreikenden Mitgefangen aus Haft Tapeh in einen Hungerstreik.

Die Inhaftierte war am 20. Januar in ihrem Elternhaus in der südwestiranischen Stadt Ahwaz zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten festgenommen worden. Im Anfang Januar hatte Gholiyan die Aussagen ihres Mitgefangenen Ismael Bakhshi bestätigt, der über massive psychische und körperliche Folter durch Beamte des Informationsministeriums im Gefängnis berichtet hatte. „Während unserer Haft habe ich gesehen, wie er bei einem Verhör gefoltert und schwer beleidigt wurde“, schrieb Gholiyan damals auf Twitter. Auch sie sei mit einem Kabel ausgepeitscht worden. Schlimmer als die körperliche Misshandlung seien aber die psychischen und sexuellen Beleidigungen im Gefängnis.

Gholiyan und anderen ArbeiteraktivistInnen wird vorgeworfen, „fremdgesteuert“ durch „kommunistische Organisationen im Ausland“ Proteste der ArbeiterInnen der Zuckerrohrfabrik Haft Tapeh in der südiranischen Provinz Khuzestan mitgetragen zu haben. Dort war es 2018 zu Streiks gekommen, mit denen die Auszahlung ausstehender Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gefordert worden waren.

http://iranjournal.org/news/iran

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Iran: Die neue britische Regierung und die Straße von Hormus

Die neue britische Regierung hat bekanntgegeben, dass sie Frachtschiffe unter britischer Flagge künftig von der Royal Navy durch die Straße von Hormus eskortieren lassen will. Diese Entscheidung ist eine Reaktion auf die Festsetzung des britischen Tankers durch die iranischen Revolutionswächter in der vergangenen Woche. Die iranische Regirung will so einen iranischen Tanker freipressen, den die britische Marine Anfang Juli vor Gibraltar festgesetzt hatte. Irans Präsident Hassan Rohani hat in dieser Woche einen Austausch der Schiffe angeregt. London lehnt das bisher ab und verweist darauf, dass beide Fälle nicht vergleichbar seien, weil die britische Marine mit der Festsetzung des iranischen Tankers EU-Sanktionen durchsetze.

https://news.gooya.com/

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Iran:Angriffe auf die religiöse Minderheit der Baha’i“

Drei Tage nachdem der Kurznachrichtendienst Twitter „wegen verbaler Angriffe auf die religiöse Minderheit der Baha’i“ die Konten mehrerer iranischer Medien blockiert hat, hetzt die Nachrichtenagentur Fars gegen die Baha’i.

Am Mittwoch veröffentlichte die der iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur einen Artikel mit dem Titel „Baha’i-Firmen, getarnte Spione“, in dem die „heimtückischen Methoden der Baha’i zum Schaden der iranischen Wirtschaft“, angeprangert werden.

Derartige mediale Attacken auf die Baha’i haben bei staatlichen Medien in der Islamischen Republik Tradition. Deshalb hatte Twitter am 21. Juli die Schließung der Konten einiger staatsnahen Medien veranlasst.

Über 300.000 Baha’i leben im Iran. Sie bilden die größte religiöse Minderheit des Landes und werden vom Staat wegen ihres Glaubens verfolgt. Neben dem Studium werden Baha’i seit der islamischen Revolution von 1979 auch von staatlichen Berufen ausgeschlossen.

Zuletzt hat ein Gericht in der südiranischen Stadt Bushehr sieben Angehörige der Glaubensgemeinschaft der Baha’i zu insgesamt 21 Jahren Haft verurteilt. Ihnen wurde „Propaganda gegen den islamischen Staat“ vorgeworfen. Eine Verwandte der Verurteilten sagte in einem Interview, diese hätten sich keineswegs politisch engagiert und seien allein wegen ihres Glaubens bestraft worden.

Quelle: http://iranjournal.org/news

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Iran: Staatliches Vorgehen gegen Straßenkinder

Über 2000 iranische Staatsbürger, die im Iran leben, haben eine Erklärung unterschrieben, in der sie gegen das staatliche Vorgehen gegen Straßenkinder protestieren. Wie sie schreiben, ist der staatliche Kampf gegen die Straßenkinder keineswegs ein großartiges Sozialprojekt. Die eingesammelten Kinder werden dann an Orten festgehalten, deren Bedingungen iranischen Gefängnissen gleichen. Auch schiebt der iranische Staat afghanische Kinder direkt nach Afghanistan ab, ohne sich um die Rechte von Flüchtlingen zu scheren.

https://www.rahekargar.net/press_releases/2019-07-21_1007_kodakyari.pdf
bayaniye-ye shabake yari °aleyhe tarhe jam°-awariye kudakan

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Iran:Nazanin Zaghari in die Psychiatrie verlegt

Die im Iran inhaftierte britisch-iranische Staatsbürgerin Nazanin Zaghari wurde am Montag in die Psychiatrie des Imam-Khomeini-Krankenhauses in Teheran verlegt. Das teilte ihr in London lebender Ehemann Richard Ratcliffe am Mittwoch mit. Dem Vater der Inhaftierten sei am Dienstag trotz stundenlangen Wartens kein Besuch bei seiner Tochter gewährt worden. Die Familie sei nicht informiert, warum und wie lange Zaghari-Ratcliffe in der Psychiatrie bleiben müsse. Außerdem werde sie dort von Sicherheitskräften der Revolutionsgarde streng überwacht.

Mitte Juni war Zaghari-Ratcliffe in einen über zweiwöchigen Hungerstreik getreten. Auch ihr Ehemann hatte aus Solidarität mit ihr einen Hungerstreik angefangen. Er kampierte über zwei Wochen vor der iranischen Botschaft in London und forderte die britische Regierung auf, sich für die Freilassung seiner „zu Unrecht verhafteten“ Ehefrau einzusetzen. Er bekam große öffentliche Aufmerksamkeit.

Zaghari-Ratcliffe ist Projektleiterin bei der Journalistenstiftung von Thompson Reuters. Im April 2016 wurde sie nach einem Familienbesuch im Iran am Teheraner Flughafen festgenommen. Laut der iranischen Justiz soll Zaghari-Ratcliffe in Verbindung mit iranischen Unternehmen und Organisationen gestanden haben, die mit dem Ausland zusammenarbeiten und einen „sanften Sturz“ im Iran planen. Sie wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Zaghari-Ratcliffe war mit ihrer damals 22 Monate alten Tochter im Iran. Die Tochter, die am 11. Juni fünf Jahre alt wurde, durfte den Iran nach der Verhaftung ihrer Mutter nicht verlassen und lebt seither bei ihren Großeltern mütterlicherseits.

Quelle: http://iranjournal.org/news

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Iran:Iran wird Uran höher anreichern


Gaszentrifugen zur Anreicherung von Uran (wikipedia)

„Ab heute halten wir uns nicht mehr an die 3,67 Prozent und unsere Urananreicherung wird je nach Bedarf erhöht“, sagte der Teheraner Regierungssprecher Ali Rabei am Sonntag. Das bedeutet, der Iran wird Uran höher anreichern, als für die Erzeugung von Atomstrom notwendig wäre. In einer früheren Ankündigung hatte es geheißen, man werde auf 20 Prozent anreichern.

Irans Präsident Hassan Ruhani hatte zuvor angekündigt, dass sein Land ab Sonntag wieder „unbegrenzt“ Uran anreichern will. Damit würde er die zweite Phase des iranischen Teilausstiegs aus dem Atomabkommen einleiten. Zuvor hatte der Iran schon die Menge von 300 Kilogramm an niedrig angereichertem Uran überschritten, die das Land laut Abkommen behalten darf.

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Iran:Amnesty International-Alle drei müssen umgehend und bedingungslos freigelassen werden.

Amir Amirgholi, Sanaz Alahyari und Amirhossein Mohammadifar werden seit Januar 2019 willkürlich und ohne Zugang zu einem Rechtsbeistand in Haft gehalten. Die drei Journalist_innen hatten über Arbeitskämpfe in der südiranischen Provinz Khuzestan berichtet. Jetzt läuft ein Strafverfahren gegen sie, weil sie die nationale Sicherheit gefährdet haben sollen. Amir Amirgholi und Sanaz Alahyari wird die medizinische Versorgung verweigert. Alle drei müssen umgehend und bedingungslos freigelassen werden.

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Iran: Verfolgung jenseits der Gesetze


Sanaz Allah-Yari

Sanaz Allah-Yari und ihr Ehemann Amir-Hossein Mohammadi-Far, Mitglieder der Redaktion der elektronischen Zeitschrift Gam, wurden am 19. Bahman 1397 (Ende Januar 2019) verhaftet und nach 4 Monaten Haft im Trakt 209 des Ewin-Gefängnisses in eine andere Abteilung des selben Gefängnisses verlegt. Da die Vernehmungen von Sanaz und Amir-Hossein nach 25 Tagen abgeschlossen waren, ist ihr weiteres Festhalten in Untersuchungshaft nach iranischem Gesetz illegal. Der Vater von Sanaz war den staatlichen Rechtsbrechern auf den Fersen und versuchte, dieser Sache auf den Grund zu gehen. Dazu nahm er lange Anfahrtswege in Kauf (er wohnt 300 km von Teheran entfernt). Das wurde ihm am 16. Juni zum Verhängnis. Ein weißer Lieferwagen gab Vollgas und fuhr im Rückwärtsgang mit voller Geschwindigkeit auf ihn los, so dass er zu Boden gestoßen und ein Stück mitgeschleift wurde. Augenzeugen kamen ihm zu Hilfe und riefen die Polizei und die Ambulanz. Der weiße Lieferwagen gehörte dem Ewin-Gefängnis und verschwand auf dem Gefängnisgelände. Im Gegensatz zum sonst Üblichen wurde der Lieferwagen nicht beschlagnahmt. Der Fahrer des Lieferwagens wurde auch nicht festgenommen, wie es sonst üblich ist, sondern musste nur seinen Ausweis abgeben.
Nur dem Eingreifen der Umstehenden war es zu verdanken, dass das Gefängnispersonal keinen Erfolg damit hatte, den Täter entkommen zu lassen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=184847
vom 27. Chordad 1398 (17. Juni 2019)
tasadome mashkuke yek mashine zendane ewin ba pedare sanaz allah-yari

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Iran: Mißhandlung von Grenzgängern

Auf folgendem Video erkennt man eine kurze Szene an einem iranischen Grenzposten. Zwei Uniformierte verprügeln und treten einen Grenzgänger, der Waren auf dem Rücken in den Iran bringt. Da Schmuggel im Iran ein Privileg der Revolutionswächter (Pasdaran) ist, wird der kleine Grenzhandel der Habenichtse mit aller Strenge verfolgt. Die Grenzwächter dürfen schlagen und treten und verbrennen die beschlagnahmte Ware, wie das Feuer zeigt.

https://www.peykeiran.com/movie/ZarboShatmeKoolbar.mp4

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=184773
vom 26. Chordad 1398 (16. Juni 2019)
film/zarb o shetame yek kulbar dar marzbani wa atash zadane jense u

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Iran: Ehemaliger Bildungsminister tötet seine zweite, junge Frau

Moahammad-Ali Nadschafi ist ein bekannter Mann im Iran. Früher war er Bildungsminister in der Regierung Rafsandschani, zuletzt war Oberbürgermeister von Teheran. Ihm wird eine sehr enge Beziehung zum Religiösen Führer Chamene‘i nachgesagt. Gestern hat er seine zweite, junge Frau, Mitra Ostad, mit einer Pistole erschossen. Die Polizei gibt an, dass er fünf Schüsse abgefeuert hat. Die Pistole ist sichergestellt.


Mitra Ostad und ihr Mörder, Moahammad-Ali Nadschafi

Nadschafi gibt die Tat zu. Angeblich hat er seine Frau wg. sexueller Kontakte mit einem anderen Mann getötet. Er hat sich selbst gestellt und ist in Polizeigewahrsam.

Zwei iranische Nachrichtenagenturen haben inzwischen berichtet, dass er vor der Tat in der heiligen Stadt Ghom war und einen Rechtsgelehrten besucht hat. Offensichtlich hat er sich vor der Tat Rechtshilfe geholt. Womöglich hat er es schriftlich bekommen.

Ihr Sohn hat in einem Interview erzählt, wie gewalttätig Nadschafi ist. Öfters musste er mit ansehen, wie seine Mutter von Nadschafi misshandelt wurde. Als er einmal dazwischen gegangen ist, hat sein Vater auch ihn geschlagen und ihm sogar die Hand gebrochen.

Kommentar:

Für uns sieht es wie ein geplanter Eifersuchtsmord aus. Die Tatsache, dass Nadschafi nach Ghom reiste und sich von einem Mullah beraten ließ, deutet darauf hin, dass die Tat nicht im Affekt geschah sondern gründlich geplant wurde. Nach der Scharia kann er, aber muss er nicht unbedingt bestraft werden. Eine Hinrichtung wäre theoretisch möglich, ist in seinem Fall aber höchst unwahrscheinlich. Ein Anwalt argumentiert genau so: eine Hinrichtung käme nicht in Frage. Möglich wäre auch eine kurze Gefängnisstrafe oder eine Geldstrafe.

Im Iran unterliegen Männer und Frauen hinsichtlich der Scharia einer sehr unterschiedlichen Rechtsprechung. Frauen müssen in solchen Fällen häufig mit einer Hinrichtung rechnen. Auch würde bei einer Frau die Geldstrafe doppelt so hoch angesetzt wie bei einem Mann. Der Seitensprung einer Frau gilt nach der Scharia für sich schon als Straftat, während ein Mann ganz legal bis zu vier Frauen gleichzeitig haben kann und kurzfristig noch sehr viel mehr. Wenn ein Mann seiner Frau einen Seitensprung durchgehen lässt, wird er ausgelacht und verliert seine Ehre. Er gilt nicht mehr als richtiger Moslem. Er wird von der Scharia geradezu zu so einer Tat gezwungen.

Nach dem religiösen Modell im Iran und der Scharia können die Mächtigen an der Spitze des iranischen Staats machen was sie wollen. Nadschafi gehörten als ehemaliger Bildungsminister und Oberbürgermeister zu den Mächtigsten im Land.

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Iran: Aufbruch ins Sommerquartier


Jetzt ist die Zeit, in der in der Region Fars (Zentrum: Schiras) die noch existierenden Nomadengruppen mit ihrem Vieh vom Winterquartier ins Sommerquartier ziehen, also eine Art Almauftrieb. Dieser Auftrieb ist offiziell am 23. Ordibehescht (13. Mai) beendet. In der Region Fars leben 27.000 Nomadenfamilien, die drei großen Volksgruppen angehören – den Qaschqa‘i, den Chamse und den Loren, daneben gibt es noch acht weitere Familienverbände, die im Sommer in die Berge ziehen.









https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=182383
vom 21. Ordibehescht 1398 (11. Mai 2019)
°aks / kuche bahare °ashayere fars

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Kinderehen im Iran – eine Ausstellung

Frauenrechtsaktivistinnen haben am gestrigen Montag, den 4.3.2019, in einem bekannten Teheraner Park eine Plakatausstellung gegen Kinderehen – d.h. der Verheiratung von Mädchen im Alter von 10, 12, … Jahren mit erwachsenen Männern – gezeigt.


Ausstellung zu Kritik von Kinderehen im Iran

Die Ausstellung wurde von zwei der Aktivistinnen in einem Vortrag erläutert, der auch in dem Video zu sehen ist.

Zunächst wird berichtet, dass die Zahl der Kinderehen im Iran in den letzten 7 Jahren zugenommen hat. (In der Zeitung Emtiaz wird am 3.3.2019 die Zahl von über 30.000 betroffenen Mädchen genannt). Die Mädchen, so die Rednerinnen, haben in diesen Situationen häufig seelische Erkrankungen.

Die Rechtslage sieht so aus, dass Ehen im Iran mit 13-jährigen Mädchen legal sind. Aber auch jüngere Mädchen von neun oder zehn Jahren können verheiratet werden, wenn ein Ajatollah gefunden wird, der dafür seine Zustimmung gibt. Obwohl die Mädchen als ehefähig gelten, so sind sie doch nichts rechtsfähig in dem Sinne, dass sie selbst vor Gericht gehen können, um z.B. Straftaten ihren Männer anzuzeigen. Dafür müssten sie 18 Jahre alt sein. Dieser rechtsfreie Raum wird von den Männern ausgenutzt.

Kinderehen sind eng mit der Armut im Iran verbunden. Typischerweise werden die Mädchen von ihren Familien verkauft.

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Iran: Der hässliche Nationalismus

Aufgrund der herrschenden Ideologie, die von einer islamischen Nation, der Ummat ausgeht, haben die führenden Geistlichen der Förderung der verschiedenen Sprachen und Kulturen im Iran nie besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Turkmenen, Kurden, Aseris, Araber oder Balutschen waren in ihren Augen höchstens Unruhestifter, die es zu verhaften und niederzuschlagen gilt, wenn sie sich öffentlich mit ihren Interessen bemerkbar machten. Schnell wurden ihre Proteste als Werkzeug fremder Mächte dargestellt, die nur im Sinne haben, die Islamische Republik zu zerstören. Da schon die Vorgänger der Ajatollahs, der Schah von Persien und seine Militärs, in den Minderheiten nur Störenfriede sahen, die man im Zaum halten muss, hat die gewaltsame Unterdrückung von Minderheiten und ihrer Sprachen im Iran eine lange Tradition. Unterdrückung führt aber häufig dazu, dass die Unterdrückten sich als separate Gruppe wahrnehmen. Mit anderen Worten, sie erzieht diese Minderheiten zu nationalistischem Denken. Das ist die eine Seite.
Die andere Seite ist im Nationalismus der persischsprachigen Bevölkerung zu finden. Wohl die Mehrheit der persischsprachigen Schiiten im Iran dürfte mit der Herrschaft der Ajatollahs heute unzufrieden sein. Deshalb suchen viele ihr Heil in der Abwendung von der Religion und in der Zuwendung zu dem, was vor dem Islam war. Der Islam wird als aufgezwungene Importware durch die Araber betrachtet und somit als etwas Uniranisches. Iranisch ist das, was die Geistlichkeit aus religiösen Gründen am liebsten verboten hätte: Das Neujahrsfest Nourus, die längste Winternacht Schabe Yalda, die letzte Nacht von Dienstag auf Mittwoch im iranischen Kalender, die Tschaharschanbeye suri heißt und ebenfalls mit Feiern begangen wird. Auch die Besinnung auf irgendwelche vorislamischen Herrscher wie Kurusch (Kyros) usw. ist ein Produkt der Abwendung von der Religion.
Mit anderen Worten: Die Islamische Republik Iran treibt sowohl die nominelle Mehrheitsbevölkerung der Persischsprachigen wie auch die Minderheiten, die häufig mehrheitlich Sunniten und nicht Schiiten sind, in nationalistisches Fahrwasser und legt damit die Basis für eine künftige Sprengung des Irans als gemeinsamem Staat.
Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, ein Auge darauf zu haben, wo heute im Iran Nationalismus thematisiert wird. Ein jüngster Fall ist die Äußerung des Vorsitzenden der Reiter-Föderation des Irans namens Mas‘ud Chalili. Er beklagte, dass die (iranischen) Turkmenen den Reitsport „monopolisieren“ und forderte die Bildung einer separaten Gruppe (von Reitern), um das Monopol dieser „Stammessippe von hungerleidenden, aufmüpfigen, drogensüchtigen Pijama-Gekleideten“ (das bezieht sich auf die Hosen der Turkmenen) zu brechen – im Original spricht er von ashireye pizhamepushhaye faqire sarkeshe mo‘tad.


Sardar Azmun

Darauf hat ein bekannter iranischer Fußballer, der turkmenischer Herkunft ist, und Sardar Asmun (Azmun) heißt, protestiert und folgendes auf seiner Instagram-Seite geschrieben: „Unser Volk (= die Turkmenen) lebt friedfertig (wörtlich: mit Liebe) zusammen mit den Afghanen, Persern, Türken und Balutschen. (…) Ihre rassistischen Äußerungen (gemeint ist Mas‘ud Chalili) über die Turkmenen hat uns nicht nur im Herzen getroffen, jetzt ist es uns schon zu viel, wenn wir nur Ihren Namen hören. Wir sind wirklich unzufrieden mit den Medien, wie wir in einem Land leben, wo doch unsere Religion der Islam ist und wo wir behaupten, Muslime zu sein, aber jeden Tag sind wir Zeugen von Beleidigungen und tausender Formen rassistischen Verhaltens, ohne dass ihr (= die Medien) darauf reagiert.“
Auch ein Parlamentsabgeordneter hat seine Kritik über diese rassistischen Äußerungen gegen die Turkmenen geäußert.

Kleiner historischer Rückblick
In der Geschichte der Revolution von 1979 spielen die Turkmenen eine besondere Rolle. Der Schah und seine Offiziere hatten sich in Turkaman-Sahra, der Region im Nordosten des Irans, wo die Turkmenen leben, beträchtliche Ländereien mit Gewalt angeeignet. Im Zuge der Revolution flohen die Generäle und der Schah, so dass sich in Turkaman-Sahra die Intellektuellen und Linken durchsetzen konnten und aus den Ländereien selbstverwaltete Genossenschaften und Kollektive Betriebe aufbauten. Dies war Ajatollah Chomeini ein Dorn im Auge. Er schickte das Militär nach Turkaman-Sahra, aber die Bevölkerung verteidigte die gewonnene Freiheit und dank der Revolution und der Flucht der Generäle hatte sie auch Waffen. Sie versetzten dem Militär der Ajatollahs eine Niederlage. Darauf ließ Chomeini die Anführer verhaften und nach Teheran bringen. Es kam zu gewaltigen Protesten unter den Turkmenen, so dass Chomeini angeblich anordnete, die inhaftierten Führer nach Turkaman-Sahra zurück zu bringen. Unterwegs wurden vier der turkmenischen Führer – Tumaj, Maxtum, Wahedi, Jorjani – entführt und hingerichtet. Die vier Ermordeten wurden unter den Turkmenen zur Legende und es entstand eine Art turkmenische Nationalhymne in Gedenken an die vier, die im Internet zu hören ist. Der zugehörige Text darunter ist eine gekürzte Wiedergabe des zugehörigen persischen Texts auf Deutsch.


https://www.youtube.com/watch?v=rQkh910wThg
chahar adheraxshe xalqe torkaman
Tumaj, Maxtum, Wahedi, Jorjani
18. Bahman 1358 (knapp ein Jahr nach der Revolution) entführt und nach schweren Folterungen am 29. Bahman 1358 hingerichtet. Die Führung der Islamischen Republik hat damals dieses Verbrechen geleugnet, aber der Todesrichter Hodschatoleslam Sadeq Chalchali, der auch bei der Verfolgung der Kurden eine berüchtigte Rolle spielte, hat Ende der 1360-er Jahre (Ende der 1980-er) in einem Interview mit der Teheraner Zeitung Keyhan zugegeben, dass diese vier Führer der turkmenischen Autonomiebewegung von der Islamischen Republik verhaftet und erschossen wurden. Laut Chalchali waren die meisten Verantwortlichen an der Staatsspitze darin eingeweiht.

https://news.gooya.com/2019/03/post-23928.php
vom 3.3.2019
ra‘ise federasyune sawarkariye iran torkamanhara pizhamepushhaye faqir sarkeshe mo°tad xand

https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%B5%D8%A7%D8%AF%D9%82_%D8%AE%D9%84%D8%AE%D8%A7%D9%84%DB%8C
sadeq_xalxali
vom 25. Februar 2019

https://tr.wikipedia.org/wiki/Sad%C4%B1k_Halhali
vom 13.10.2018

https://en.wikipedia.org/wiki/Sadegh_Khalkhali
vom 14. Dezember 2018

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