Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Öffentliches Auspeitschen im Iran

In den letzten Tagen kam es zu einer öffentlichen Auspeitschung eines jungen Mannes in Torbate Jam, einer Stadt in Ostiran, nahe der afghanischen Grenze. Das einzige Vergehen, dessen der Mann sich schuldig gemacht hatte, war das Trinken von Alkohol.

Es existiert ein Video der brutalen Veranstaltung, das wir hier bewusst nicht zeigen wollen.

Stellen Sie sich einen großen Platz im Stadtzentrum vor, direkt vor einem Gebäude der iranischen Nationalbank. Er ist nach der öffentlichen Ankündigung an den Tagen zuvor bis zum Rand gefüllt mit Schaulustigen, Beamten, Polizisten etc. Alle drängen sich um den Mann, der am Oberkörper entkleidet und an einen Pfahl gebunden ist. Als es losgeht, reagiert die Menge, der Lärmpegel steigt, man drängelt sich vor, viele zücken das Handy, um zu filmen.

Gepeischt wird mit zahlreichen Hieben, abwechselnd auf den Rücken oder die Waden. Vereinzelte Rufe erschallen „Es reicht!“, „Genug!“, aber die Strafe wird ausgeführt, bis der Mann zusammensinkt.

Kommentar:

Ein islamischer Richter hat einen gewissen Spielraum bei der Verhängung der Strafe. So kann er es im Urteil z.B. offen lassen, welche Körperstelle ausgepeitscht werden soll, was dem Auspeitscher die Möglichkeit gibt, die Hiebe etwas zu verteilen. Auch lassen sich mit Geld ein Teil der Peitschenhiebe „kaufen“, wenn das Opfer über genügend finanzielle Mittel verfügt. Nicht immer muss der Auspeitscher sein Opfer richtig treffen – auch Hiebe, die daneben oder auf den Boden gehen, zählen. Schmerzhaft ist es allemal und unmenschlich sowieso.

Es gibt im Iran auch noch richtige Verbrechen, die allerdings nicht geahndet werden. Sie sind schädlich für die gesamte Gesellschaft. Dazu zählen Drogenhandel, Korruption, Mafiastrukturen u.v.m. Mit großer Regelmäßigkeit werden sie begangen von hochrangigen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Repräsentanten des Systems – eine Strafe muss keiner von ihnen fürchten.

Rohani gab heute davon eine Kostprobe im iranischen Parlament. Bei jeder Gelegenheit hatte er bislang versprochen, alle Probleme im Land offen anzusprechen. Im Parlament kritisiert er ein paar Missstände im Iran, nicht jedoch ohne vorher darauf hinzuweisen, dass er am Vortag seine „Kritik“-Punkte in einem direkten Gespräch mit dem Religiösen Führer Chamenei abgestimmt hatte. Er zog es somit offenbar vor, kein Tacheles zu sprechen und die Herrschenden im Iran nicht allzuscharf zu kritisieren.

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Iran: 20 Jahre Gefängnis für das Abnehmen des Kopftuchs


Wie gestern bekannt wurde, hat die iranische Justiz Schaparak Schadscharsade zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie in der Öffentlichkeit ihr Kopftuch abgenommen hat, um gegen die Zwangsbekleidung zu protestieren. Sie gehört zu den „Frauen der Revolutionsstraße“, die diese Protestform gewählt hatte.
Heute hat sie in einem Gespräch, das auf youtube veröffentlicht wurde, darauf hingewiesen, dass sie zwei Jahre dieser Strafe in Haft verbüßen muss, die weiteren 18 Jahre hängen dann wie ein Damokles-Schwert über ihre Zukunft. Hinzu kommt, dass der Staatsanwalt gegen das Urteil Widerspruch eingelegt hat. Er findet die zwei Jahre Haft, die sie auf alle Fälle hinter Gittern muss, zu wenig. Schaparak Schadscharsade hat einen 9-jährigen Sohn und ist verheiratet.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=159454
vom 17. Tir 1397 (8. Juli 2018)
shaparak shajarzade az doxtarane xiyabane enqelab be do sale habse ta°ziri wa 18 sale ta°liqi mahkum shod

https://news.gooya.com/2018/07/post-16547.php
vom 9. Juli 218
hokme shaparak shajarzade az zabane xodash, e°teraz be hejabe ejbari: 20 sal
https://youtu.be/0PrKQn9vbCY

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Iran: Protest gegen Wasserrationierung in Borasdschan (Region Buschehr)


Wie die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtet, sind am gestrigen Sonntag in Borasdschan (Region Buschehr) mehrere Hundert Menschen auf die Straße gegangen, um dagegen zu protestieren, dass das Wasser abgestellt und rationiert wurde. Die Demonstration dauerte vier Stunden. In der Region gab es in letzter Zeit schon mehrfach Proteste gegen den Wassermangel, der anscheinend mit dadurch verursacht wurde, dass Trinkwasser in den benachbarten Irak verkauft wurde, statt damit die iranische Bevölkerung zu versorgen.

https://www.radiofarda.com/a/iran_bushehr_borazjan_protest_water_shortage/29352382.html
vom 18. Tir 1397 (9. Juli 2018)
dowomin tajammo° dar borazjan; sadha tan be qat°i wa jire-bandiye ab e°teraz kardand

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Iran: Karikatur

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Iran: Zusammenstoß zwischen iranischen Sicherheitskräften und Demonstranten

Am Mittwochabend (16.5.2018)hatte ein Zusammenstoß zwischen iranischen Sicherheitskräften und Demonstranten in Kazerun mehrere Opfer hinterlassen.

Am Mittwochabend hatte ein Zusammenstoß zwischen iranischen Sicherheitskräften und Demonstranten in Kazerun mehrere Opfer hinterlassen. Bei diesen Zusammenstößen haben Sicherheitskräfte auf Demonstranten geschossen. Laut einigen lokalen Quellen hat EuroNews berichtet, dass zwischen 1 und 3 Menschen gestorben sind und einige während der Unruhen verletzt wurden.

Die Sicherheitskräfte nahmen auch 300 Menschen fest.
Kazerun ist eine Stadt in der Provinz Fars im Iran. Sie liegt auf der Strecke von Schiraz nach Buschehr.

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Iran: Frohes neues Jahr

Iran ist Schmelztiegel einer multikulturellen Gesellschaft mit zahlreichen Ethnien, unterschiedlichen Werten und Traditionen. Jedoch feiern alle Menschen gemeinsam das Neujahrsfest, das mit dem Frühlingsanfang beginnt.

Bei diesem Fest wird gleichzeitig ihre nationale Einheit, Solidarität und Freundschaft mit allen Menschen in der Welt verkündet.

Das iranische Neujahrsfest wurde ursprünglich vor Tausenden von Jahren von Hirten und Bauern gefeiert. Die Botschaft des neuen Jahres wurde durch Feuer übermittelt.

https://www.radiofarda.com/a/29110458.html

Die folgende Karikatur zeigt den traditionellen Neujahrstisch mit den sieben symbolischen Gegenständen (Haft Sin), ergänzt sie aber um zwei interessante Elemente: das von der Frau am Stock hochgehaltene Kopftuch, um gegen die Zwangsverschleierung zu protestieren und das Musikinstrument des Mannes, der auf der Setar spielt. Beides ist im Iran verboten.

سال نو مبارک ( Frohes neues Jahr )

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Iran: Die Zeremonie von Nowruz am 4. Farwardin 1397 (24. März 2018)

Das iranische Neujahrsfest ist eine kulturelle, internationale Feier, die Harmonie und Frieden verkündet.

Dieses Fest wurde vor Tausenden von Jahren vom vielen Völkern der Erde gefeiert, die vor allem im Gebiet zwischen dem Persischen Golf im Süden und Kleinasien und dem Kaspischen Meer im Norden einerseits und dem Himalaja und dem Roten Meer andererseits beheimatet waren.

Heute wird es immer noch von zahlreichen Menschen in Ländern wie dem Iran, Afghanistan, Belutschistan, Tajikistan; Uzbekistan, Georgien, Azerbaijan, Turkmenistan und den Kurden, die auch in der Türkei, Irak und Syrien leben, gefeiert.

Das Nouruzfest ist Widerstand gegen Unterdrückung und Tyrannei

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=151154

Die Zeremonie von mehreren tausend Menschen von Nowruz am 4. Farwardin1397 (24März 2018)in Tangsar-Dorf von Kamyaran (Kurdestan).

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Stadt Afrin :Der türkische Einmarsch und Scharia-Regeln In Afrin


Am 58. Tag des Widerstands der Stadt haben die kurdischen Volksverteidigungseinheiten sie evakuiert, um die komplette Zerstörung und ein Massaker abzuwenden.

95 Prozent der Bevölkerung sind aus Afrin geflohen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat angekündigt, Afrin ethnisch zu »säubern«. Salafistische Banditen und Kriminelle haben die Stadt eingekesselt und rauben sie aus. Wer nicht schnell genug flüchtete, wird als Geisel gehalten. Das türkische Regime plant, in Afrin von ihm finanzierte rassistische Gruppen sowie einen sogenannten Nationalrat zur Verwaltung anzusiedeln. Da es nach den Plünderungen, der Gewalt gegen Flüchtende und der Vertreibung der Bevölkerung international Unruhe gab, will Erdogan nun ein scheindemokratisches Regime aufstellen. Leute, die sich dafür hergeben, gibt es immer, darunter wohl auch Kurden und Frauen.

Die in Afrin lebenden Menschen unterschiedlicher Nationalität und Religion wollten ihre Stadt bis zuletzt nicht verlassen. Sie hatten erfahren, wie es ist, sich als mündige Bürger demokratisch selbst zu verwalten. Ihre Haupteinnahmequelle war ökologischer Olivenanbau und eine gutfunktionierende Verarbeitung. Nun sind viele in einem nahe gelegenen arabischen Ort untergekommen. Bürger von Afrin hatten einst ihrerseits arabische Familien aufgenommen, die vor dem Krieg aus Aleppo geflohen waren.

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Iran: Frauen Dialog (دیالوگ زنان )

Frauen Dialog (دیالوگ زنان )

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Iran: Eines der „Mädchen der Revolutionären Straße“ zu zwei Jahren Haft verurteilt

Ein Bild von Narges Hosseini, die als „zweite Tochter der Revolutionären Straße“ bekannt war.

Narges Hosseini, wegen ihres Protests gegen den Kopftuchzwang, ist zwei Jahren Haft verurteilt worden.

Seit Dezember vergangenen Jahres protestieren immer mehr Frauen gegen den Kopftuchzwang, indem sie auf den Straßen ihre Kopftücher abnehmen und sie als Fahne an einen Stock hängen. Bis jetzt sollen mindestens 25 Frauen festgenommen und inhaftiert worden sein.

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Iran: Töchter der Revolutionsstrasse

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Iran: Internal and External Situation

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Iran: Lange Warteschlangen für den Kauf von Dollar in Ferdowsi und Istanbulstraße (Teheran)

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Iran: Winter (Talesch, Nord-Iran)

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