Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Iran: Terroranschlag??

F. M. Sokhan (wohl ein Pseudonym) hatte schon vergangene Woche (am 7. Juni 2017) einen Artikel veröffentlicht, in dem er gute Gründe anführte, die es nahelegen, den Angriff auf das Grabmal von Imam Chomeini und auf das iranische Parlament nicht als IS-Attacke einzustufen.
Er wurde für seine Zweifel heftig kritisiert und hat jetzt in einer ironischen Antwort auf seine Kritiker deutlich gemacht, wie unglaubwürdig das ganze Szenario dieser Angriffe ist. Er bezieht sich dabei auf die im iranischen Fernsehen veröffentlichten Szenen vom Beginn des Angriffs auf das Grabmal von Imam Chomeini.

Ein Film, der es in sich hat
Man sieht im Film zwei Männer, die in aller Ruhe zum Eingangstor des Gebäudekomplexes gehen, nicht nach rechts und links schauen, offensichtlich auch keine Angst vor der Kamera haben, die im Eingangsbereich montiert ist und die ganze Szene filmt, und dann zwei Maschinenpistolen aus der Tasche holen. Sie gehen am Fenster des Wachpostens im Eingang vorbei, wo der eine ein paar Schüsse abgibt, der andere ignoriert den Posten völlig, und betreten das Gelände. Ein Mann kommt ihnen entgegen. Die Schüsse muss er gehört haben. Was tut er? Er wirft sich nicht zu Boden, die Hände hält er nur so halb in die Höhe und dann geht er an den beiden „Terroristen“ vorbei. Sieht aus wie „Schichtwechsel“, meint F. M. Sokhan, nach dem Motto – die Bomben sind vorbereitet, jetzt seid ihr dran. Wer für die musikalische Untermalung verantwortlich ist, ist uns unbekannt.
https://youtu.be/TqNwaBDr5Y8

Verhaftungswelle im Iran
Bei der deutschen Wikipedia hat es dieser ominöse Anschlag schon auf die Liste von Terroranschlägen geschafft, die dem IS zugeordnet werden. Wir haben schon im vorigen Artikel darauf hingewiesen, dass sowohl die Iranische Regierung wie der IS ein Interesse daran haben, dass sie als Täter firmieren. Über den Wahrheitsgehalt besagt das nichts. Faktum ist, dass dafür im Iran eine Verhaftungswelle in den grenznahen Gebieten begonnen hat, z.B. gegen Araber, Balutschen und Kurden, unter dem Vorwurf, sie würden mit dem IS zusammenarbeiten. In dem Kontext muss keiner der Herrschenden im Iran Kritik aus dem Westen fürchten. Man ist ja gemeinsam gegen den IS…

Parallelen zur Vergangenheit
F. M. Sokhan hatte in seinem vorigen Artikel schon auf Parallelen aus der Vergangenheit hingewiesen. So fand am 20. Juni 1994 ein Anschlag auf den Imam-Resa-Schrein in Maschhad statt, der den Volksmudschahedin in die Schuhe geschoben wurde. Später wurden zwei Frauen als Täter präsentiert, die alles Mögliche „gestanden“, sogar von im Kühlschrank eingefrorenen Leichenteilen erzählten sie. Und was kam später raus? Die beiden Frauen hatten damit gar nichts zu tun. Während der Ermittlungen zu den politischen Serienmorden im Iran, als der stellvertretende Geheimdienstminister Said Emami angeklagt wurde, stellte sich heraus, dass der Anschlag vom Geheimdienst organisiert worden war. Said Emami kam im Gefängnis ums Leben (eine als Selbstmord präsentierte Arsenvergiftung!) und das Verfahren verlief sich im Sande. Man könnte das als eine alte Geschichte abtun, aber man darf nicht vergessen, dass die Machthaber von heute die Machthaber von damals sind.

http://news.gooya.com/2017/06/post-4534.php
vom 12. Juni 2017
yek senariyoye sad dar sad teroristi!
von F.M. Sokhan

http://news.gooya.com/2017/06/post-4412.php
vom 7. Juni 2017
enfejar ham enfejarhaye qadim
von F. M. Sokhan

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Terroranschl%C3%A4gen
Liste von Terroranschlägen

https://en.wikipedia.org/wiki/1994_Imam_Reza_shrine_bomb_explosion

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Iran: Die Wüste

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Iran: Ardebil (Nord- Iran)

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10 Millionen Sunniten im Iran

Obwohl die Sunniten im Iran eine beachtliche religiöse Minderheit darstellen, geizt der Staat mit amtlichen Angaben. Der einzige, der wohl Zugang zu solchen Daten hatte und sich traute, sie zu veröffentlichen, war Doktor Mehdi Chas°ali (Khaz°ali). Die Sunniten im Iran sind bevorzugt in Balutschistan, Chusistan, Kurdistan und einem Teil von Torkaman-Sahra (wo Turkmenen leben) anzutreffen und somit unter folgenden Volksgruppen häufig: Balutschen, Arabern, Kurden und Turkmenen. Natürlich leben auch in den Großstädten Sunniten. Sunniten finden sich auch unter Aseris, Persern und anderen Volksgruppen, dort aber deutlich in der Minderheit.

http://www.pyknet.net/1395/08mordad/07/page/soni.php
vom 7. Mordad 1395 (28. Juli 2016)

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Iran: Roter Urumije-See

Fotos des NASA-Forschungssatelliten Aqua ebenso wie des EU-Satelliten LandSat vom April und Juli 2016 zeigen einen Farbumschlag des Urumije-Sees im Nordwest-Iran von grün nach rot. Zu solchen Erscheinungen kommt es anscheinend, wenn der Salzgehalt dieses riesigen Salzsees steigt. Angesichts der vermehrten Wasserentnahme für die Landwirtschaft schrumpft der Urumije-See schon seit über einem Jahrzehnt kontinuierlich.
Laut Mohammad Tourian von der Universität Stuttgart kann die rote Farbe von der Alge Dunaliella salina verursacht werden. Die Alge erscheint bei normalem Salzgehalt grün, bei hoher Salzkonzentration und starker Lichteinstrahlung wird sie rot, weil sie in ihre Zellen Carotinoide zum Schutz einbaut.
Eine andere mögliche Erklärung ist die Anwesenheit von Lebewesen aus der Familie der Halobacteriaceae, die zum Reich der Archaea gehören. Diese Archäen produzieren rotes Bacteriorhodopsin zur Photosynthese.

Solche Farbumschläge sind übrigens auch hier in der Umgebung zu beobachten.
So hat sich der Seealpsee im Alpstein (Appenzell) seit 2009 mehrfach rot verfärbt. Dort haben Wissenschaftler der ETH Zürich «Tovellia sanguinea» als Ursache bestimmen. Die Alge, ein einzelliger Organismus, ist eine von über 2000 sogenannten Dinoflagellaten-Arten. Tovellia sanguinea produziert bei ausreichenden Vorräten an Stickstoff und Phosphat ebenfalls eine rote Algenblüte.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=113336
vom 7. Mordad 1395 (28. Juli 2016)
toud.ih. nasa dar bareye taghyire range daryacheye urumiye + °aks
https://de.wikipedia.org/wiki/Aqua_(Satellit)

http://earthobservatory.nasa.gov/IOTD/view.php?id=88395&eocn=home&eoci=iotd_title&utm_content=bufferd24e9&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer

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Orlando, Juni 2016


Orlando, Juni 2016

Ich starre wie gebannt auf den Bildschirm.

Was für eine schreckliche Nachricht.

Schüsse auf einen Nachtclub,

einen Treffpunkt von Homosexuellen

in Orlando.

49 Tote, 50 Verletzte.

Trauer überkommt mich.

Ich halte es daheim nicht mehr aus

und begebe mich zum Ort des Massakers.

Die ganze Zeit frage ich mich:

Warum ausgerechnet

auf Homosexuelle?

Sie eint nichts als Liebe.

Wer ist der Mörder?

Die Medien sagen:

Ein Moslem.

Ich sage:

Ein Geisteskranker,

ein Terrorist,

dem man das Hirn gewaschen hat.

Als ich den Tatort erreiche,

ist alles voll von Menschen.

Viele halten einen Blumenstrauß in den Händen.

Ein paar Schritte

vor dem Ort des Mordens

sitzt in einer Ecke des Gehwegs

ein junger Mann, mit einem Hemd

in Regenbogenfarben,

an eine alte Eiche gelehnt.

Er spielt auf der Gitarre

und singt

„Wenn du traurig bist, werde ich deine Tränen trocknen“

When you need love, my heart I will share
When you are sad, I will dry your tears
When you are scared, I will comfort our fears

Ali Schirasi, 19. Juni 2016, die Idee stammt von Doktor Mas’ud Noqre-Kar

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Nouruz – Iranisches Fest zum Frühlingsanfang

Auch dieses Jahr steht das Nouruz -Fest wieder vor der Tür. Wie immer beginnt es in der letzten Nacht vom Dienstag auf Mittwoch vor dem 20. März mit dem Tschahar Schambe Suri – dem Feuerfest.

Das Tschahar Schambe Suri ist, wie auf diesen Fotos zu sehen ist, äußerst populär bei jung und alt.

Die Straßen sind voller tanzender Menschen.

Das Tschahar Schambe Suri, das iranische Feuerfest, ist eine alte, mehrtausendjährige Tradition, die auf Zarathustra zurückgeht – eine Zeit in der das Feuer eine besondere, herausgehobene Bedeutung hatte. Das islamische Regime hat seit Beginn an versucht, diese Tradition als unislamisch zu unterdrücken, was ihnen nicht gelungen ist.

Noch immer kommen im Iran an diesem besonderen Abend viele Menschen auf die Strassen und feier das fröhliche Fest.

Zur Tradition gehört das Errichten von sieben Feuerstellen im Freien, über die mutige Leute springen und dabei laut ausrufen: „Zardiye man az to sorchiye to az man“ (Wörtlich: „Nimm meine gelbe Farbe, gib mir deine rote Farbe“, Anm.: die gelbe Farbe steht für eine kranke Gesichtsfarbe).

Es werden heutzutage neben den traditionellen Feuerstellen auch Sylvester-Böller und anderes Feuerwerk wie Wunderkerzen etc. gezündet, von deren Verkauf übrigens auch Pasdaran profitieren.

Auch an diesem bunten Heissluftballon aus Papier kann man sehen, dass die Tradition lebendig ist und sich weiterentwickelt.

Der Frühlungsanfang wird in den nächsten Tagen etwa fünf Tage lang mit dem Nouruz-Fest gefeiert. Viele Einrichtungen haben in dieser Zeit geschlossen und viele Menschen haben Urlaub.

In diesen Tagen werden in jeder Ecke des Irans hübsche Kleinigkeiten als Geschenke angeboten.

Wichtig ist es, einen gründlichen Hausputz vorzunehmen.

Das Einkaufen, das Vorbereiten für die Nouruz-Feierlichkeiten ist ein wichtiger Bestandteil.

Goldfische werden jetzt ebenfalls überall angeboten – sie kommen auf die traditionelle Tafel „Sofre Haft Sin“.

Insbesondere die Kinder werden sich über die Süßigkeiten freuen.

Persische Plätzchen haben einen unverkennbar orientalischen Geschmack.

Dies ist ein Beispiel für einen schön dekorierten Laden in einem persischen Basar.

Die Natur im Iran ist jetzt schon weit fortgeschritten: die Bäume schlagen aus und überall sieht man prächtige Blüten.

Ein gute Zeit auch um frische Blumen und grüne Pflanzen für den Sofre Haft Sin zu kaufen.

Der traditionelle Tisch (Sofre Haft Sin) zu den Nouruz-Feierlichkeiten zeigt sieben Elemente, die alle im Persischen mit dem Buchstaben „S“ beginnen: Sprossen symbolisieren dabei Munterkeit, Pudding aus Weizen symbolisiert Wohltat und Segen, Knoblauch symbolisiert Schutz, Mehlbeeren die Saat des Lebens, Essig steht für Fröhlichkeit, Gewürzsumach symbolisiert den Geschmack des Lebens und Äpfel die Gesundheit.

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Flucht in die Turkei

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Karnaval in Rascht (nicht in Rio) – Neues aus dem Iran


Am 2. Januar 2016 beging die Stadt Rascht, die am Südufer des Kaspischen Meeres liegt und mehr als eine halbe Million Einwohner hat, den Feiertag der Stadt. Zu diesem Anlass organisierte die Stadtverwaltung von Rascht auch eine öffentliche Theateraufführung und Tänze, auf denen auch Mädchen auftraten.

Das brachte ihr anschließend eine geballte Ladung von Protesten der bornierten Geistlichkeit ein, die kein bißchen anders denken wie die Führer des Islamischen Staats in Syrien und im Irak. Nur sind die Iraner schon ein Stück weiter als die Anhänger des IS. Sie wissen, dass die Geistlichen so korrupt sind wie vorher das Schahregime, und dass ihre Moral nur Fassade ist. Noch haben die Mollas die Waffen, aber die Leute machen, was sie für richtig halten.

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Iran: Eisen statt Kohle


Grubenarbeiter streiken

Wie die Webseite akhbar-rooz berichtet, sind am Samstag, den 2. Januar 2016, die Arbeiter von mehreren Kohlegruben des Landkreises Kuhbanan (Provinz Kerman) gleichzeitig in Streik getreten. Eine gemeinsame Streikaktion der Arbeiter aus verschiedenen Gruben hat es bislang noch nicht gegeben. Die Arbeiter verlangen die Auszahlung der ausstehenden Löhne – es handelt sich um knapp zwei Monatslöhne.
Namentlich erwähnt sind folgende Gruben: Tscheschme Pudane, Pa:bda:na:, Pa:bda:na:ye dschanubi und Haschuni. Die meisten der Gruben sind staatlich, so namentlich Pa:bda:na: und Haschuni.
Von der Grube Pa:bda:na: allein sind 1000 Arbeiter in den Ausstand getreten.
Die Arbeiter der Grube Haschuni haben bekannt gegeben, dass sie sich dem Streik anschließen, falls ihnen der Lohn nicht bis Mittag ausgezahlt wird.
Der staatliche Arbeitgeber begründet die fehlenden Lohnzahlungen damit, dass der Absatz der Kohle stagniere und dass die Eisengießerei in Isfahan, die Kohle aus diesen Gruben abgenommen hat, ausstehende Rechnungen nicht bezahlt habe. Die Eisengießerei ihrerseits habe Probleme mit dem Absatz von Eisen und biete an, die Schulden statt mit Geld mit Eisen zu bezahlen…

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=71185

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Türkeis Generalstab: Pegelstand des Todes


Landkarte der Türkei nach Provinzen

Im Südosten der Türkei wird wieder Krieg geführt. Die Webseite des türkischen Generalstabs www.tsk.tr berichtet auch Tag für Tag darüber, mit Schwerpunkt auf die getöteten „Terroristen“. Wobei diese nicht getötet, sondern in der amtlichen Wortwahl „unschädlich“ (wirkungslos) gemacht werden. Die Webseite gibt immerhin Auskunft darüber, in welchen Provinzen seit Mitte Dezember Krieg geführt wird, wobei in der folgenden Landkarte nur die Provinzen berücksichtigt werden, in denen von „operasyon“ (Militäroperation) die Rede ist, nicht die, wo von „arama tarama ameliyati“ (Such- und Durchkämmungsaktivitäten) gesprochen wird. Für die Betroffenen können auch letztere tödlich ausgehen, wie das jüngst (am 20.12.2015) bekannt gewordene Video von einer Hausdurchsuchung in Istanbul zeigt, bei der Dilek Doğan kaltblütig vor ihrer Mutter erschossen wurde, ohne dass Dilek irgend eine Form des Widerstands gezeigt hätte.


Landkarte der „Operationen“

Es fällt auf, dass der Krieg inzwischen schon einen großen Teil der mehrheitlich kurdischen Provinzen betrifft, allerdings ist die flächenhafte Darstellung der Karte insofern irreführend, als Kämpfe vor allem in einigen Stadtvierteln ausgetragen werden, also punktuell. Die Unterdrückung dagegen dürfte durchaus flächenhaft sein. Es fällt weiter auf, dass zwei Provinzen ohne nennenswerte kurdische Bevölkerung auch Gegenstand von Operationen sind: Osmaniye und Hatay. Beide Provinzen bilden einen Riegel nach Westen, für alle, die aus Syrien kommen, bevor sie die Millionenstadt Adana erreichen können. Vielleicht ist das der Grund für die Militäraktionen.

Die Todeszähler beim Militär ignorieren offenkundig die zivilen Opfer, aber darin unterscheiden sie sich nicht von der NATO und nicht von Russland.

Unerfreulich ist, dass die Tagesmeldungen des Generalstabs nicht mehr in einem öffentlichen Archiv zu sehen sind, sondern Tag für Tag von der Webseite verschwinden. Man löscht nicht nur Menschenleben aus, sondern auch die Erinnerung, selbst wenn es nur die staatliche Version ist.

Nachrichten vom 27.12.2015 – bezogen auf den 26.12.2015

Die Zahl der getöteten „Terroristen“ in Şırnak / Cizre steigt um 3 auf 148.

Die Zahl der getöteten „Terroristen“ in Şırnak / Silopi hat sich nicht verändert, beträgt nach der Angabe vom Vortag also 11 (einer ist beim Summieren wohl verloren gegangen). 2 Straßengräben konnten geschlossen werden.

Die Zahl der getöteten „Terroristen“ in Diyarbakır / Sur steigt um 1 Toten (keine Gesamtzahlangabe, nach dem Vorrag müssten es jetzt also 41 sein).

Zusammen also 200 tote „Terroristen“ allein an diesen drei Kriegsschauplätzen.

Militäroperation in Mardin / Dargeçit, dabei wurden 5 „Terroristen“ getötet.

Nachrichten vom 26.12.2015 – bezogen auf den 25.12.2015

Die Zahl der getöteten „Terroristen“ in Şırnak / Cizre steigt auf 145.

Die Zahl der getöteten „Terroristen“ in Şırnak / Silopi steigt um drei weitere Tote auf 11 (einer ist beim Summieren wohl verloren gegangen).

Die Zahl der getöteten „Terroristen“ in Diyarbakır / Sur steigt um 5 Tote auf 40 (2 Tote haben sich da subversiv eingeschlichen, denn am Vortag waren es noch 33).

Zusammen also 196 tote „Terroristen“ allein an diesen drei Kriegsschauplätzen.

Militäroperation in Bingöl.


Nachrichten vom 25.12.2015 – bezogen auf den 24.12.2015

Die Zahl der getöteten „Terroristen“ in Şırnak / Cizre steigt auf 139.

Die Zahl der getöteten „Terroristen“ in Şırnak / Silopi steigt um einen weiteren Toten auf 8 (da diese Zahl schon am 22.12.2015 verzeichnet wurde, beträgt sie nach amtlicher Meldung somit 9).

Die Zahl der getöteten „Terroristen“ in Diyarbakır / Sur steigt auf 33.

Militäroperation in Hatay.

Nachrichten vom 24.12.2015 – bezogen auf den 23.12.2015

Die Zahl der getöteten „Terroristen“ in Şırnak / Cizre steigt auf 122.

Die Zahl der getöteten „Terroristen“ in Diyarbakır / Sur steigt auf 30.

Militäroperation in Tunceli / Merkez, Bali Deresi.

Nachrichten vom 23.12.2015 – bezogen auf den 22.12.2015

Jetzt finden auch in der Provinz Bitlis im Gebiet Sehi Ormanları Militäroperationen statt. Bilanz: 4 getötete „Terroristen, die einer separatistischen Terrororganisation angehören“.

Die Zahl der getöteten „Terroristen“ in Şırnak / Silopi steigt auf 8.

In Van / Başkale finden ebenfalls Militäroperationen statt.

Ebenso in Batman / Kozluk, in Mardin / Mazıdağı.

Nachrichten vom 18.12.2015 – bezogen auf den 17.12.2015:

Militäroperation in Mardin / Kızıltepe

bezogen auf den 17.12.2015:

Militäroperation in Osmaniye / Merkez

Quelle:

http://www.tsk.tr/4_olaylar/4_2_onemli_yurtici_olaylar/onemliyurticiolaylar.html

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Iran – Syrien: Heimkehr im Sarg


Leichnam des Pasdars Mohsen Faramarsi

Die arabische Nachrichtenagentur aljazeera berichtet auf ihrer arabischen Webseite am 27.12.2015 über den Tod zwei weiterer Iraner bei den Kämpfen in Syrien. Die beiden – Qassim Timuri, ein Kommandant der Revolutionswächter, sowie ein Mitglied der iranischen Bassidschi-Milizen seien bei den Kämpfen um Aleppo ums Leben gekommen. Damit steige die Zahl der in Syrien ums Leben gekommenen iranischen Kämpfer auf 114 Tote, seit die Pasdaran im Juli 2015 die Erhöhung der Zahl ihrer „Berater“ bekannt gegeben hätten. Die Pasdaran hätten in den Kämpfen in Syrien mittlerweile rund 30 hochrangige Offiziere verloren. So starb im Oktober General Hossein Hamedani, der Stellvertreter des Pasdar-Generals Qassem Soleymani, der die Pasdar-Division al-Qods befehligt. aljazeera erwähnt unter Berufung auf Quellen aus der syrischen und iranischen Opposition, dass General Qassem Soleymani kürzlich bei den Kämpfen in Syrien ernsthaft verletzt worden sei. Das iranische Regime habe dies dementiert, Soleymani sei seither aber auch nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden.


Mohsen Faramarsi – so schnell wird man zum Märtyrer (Schahid)

Leibwächter des Freitagspredigers von Teheran unter den Toten

Die persisch-sprachige Webagentur gooya berichtet am Sonntag, den 27.12.2015, von sechs weiteren toten Iranern an der syrischen Front. Auch habe am vergangenen Freitag in Teheran anschließend an die Freitagspredigt das Begräbnis des Pasdar-Soldaten Mohsen Faramarsi stattgefunden. Er sei vergangenen Mittwoch bei den Kämpfen um Aleppo umgekommen. Mohsen Faramarsi war der persönliche Leibwächter von Emami Kaschani, des Freitagspredigers von Teheran.


Wird der Geistliche den Buben auch so erziehen, dass er in den Tod zieht?

Hierzu ist anzumerken, dass die Freitagsprediger in den Städten vom Religiösen Führer, Ajatollah Chamene‘i, persönlich eingesetzt werden und seine Politik vor Ort propagieren und durchsetzen. Die Tatsache, dass der Leibwächter einer solchen Persönlichkeit in Syrien eingesetzt wird, gibt zu denken.


hier treffen wir uns alle wieder

http://www.aljazeera.net/news/arabic/2015/12/27/%D9%85%D9%82%D8%AA%D9%84-%D8%B6%D8%A7%D8%A8%D8%B7%D9%8A%D9%86-%D8%A5%D9%8A%D8%B1%D8%A7%D9%86%D9%8A%D9%8A%D9%86-%D9%81%D9%8A-%D9%85%D8%B9%D8%A7%D8%B1%D9%83-%D8%A8%D8%B3%D9%88%D8%B1%D9%8A%D8%A7

http://news.gooya.com/politics/archives/2015/12/206483.php

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Iranischer Präsident: 84% der Gewalt, des Terrors und Mordens in der islamischen Welt


Iranischer Präsident: 84% der Gewalt, des Terrors und Mordens weltweit findet in der islamischen Welt statt

Laut einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur IRNA hat Hassan Rouhani, der Präsident der Islamischen Republik Iran, am Sonntag, den 27.12.2015, auf der 29. Internationalen Konferenz der Islamischen Einheit erklärt, dass 84% der Gewalt, des Terrors und Mordens weltweit in der islamischen Welt, also Nordafrika, dem Nahen Osten und Westasien stattfindet. Er fragte weiter: „Wie kommt es, dass wir angesichts dieses Tötens und Blutvergießens geschwiegen haben?“ Und er stellte die Frage: „Ist es keine Schande für die Islamische Welt, dass Muslime, dass kleine Kinder, kaltes Wasser, Flüsse, Seen und das Meer queren, um in einem nicht islamischen Staat Zuflucht zu suchen?“
Zu den Wurzeln der Gewalt im Islam meinte er: „Einige Schulen, die unter dem Namen religiöser Schulen gegründet wurden, haben eine Lesart des Islams, des Koran-Textes und des Lebens des Propheten, die voll Gewalt ist.“
Neben der üblichen Aufforderung, den Hauptaggressor in der Region, als den er Israel bezeichnete, nicht zu vergessen, wandte er sich auch an die Teilnehmer der Konferenz mit dem Aufruf: „Ich fordere alle islamischen Staaten der Region und auch außerhalb der Region auf, auch die Staaten, die heute Bomben und Raketen auf ihre Nachbarn abschießen, davon abzulassen und den richtigen Weg einzuschlagen und uns um die Lage der Muslime zu kümmern.“
Er fuhr fort: „Ist es denn akzeptabel, dass wir das Geld für das Erdöl der Muslime an Amerika übergeben und Bomben und Raketen dafür kaufen, um dann das unglückliche Volk damit zu beschießen?“
Er fragte die Teilnehmer: „Für wieviel Geld habt ihr im jetzt vergangenen Jahr Bomben und Raketen in Amerika gekauft? Wenn ihr dieses Geld unter den Armen der muslimischen Welt verteilt hättet, müsste keiner mehr abends hungrig schlafen gehen. Und wenn Splittergruppen wie der Islamische Staat (ISIS) Soldaten anheuern können, dann ist die materielle und kulturelle Armut einer der Faktoren, der dazu beiträgt. Wir müssen die kulturelle und materielle Armut in der islamischen Gesellschaft beseitigen.“

Quelle:
http://www.radiofarda.com/content/f12-rohani-critical-of-violance-in-islamic-world/27451663.html

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Iran: 16. Asar – Tag der Studenten

Vergangenen Montag (7. Dezember) war im Iran der „Tag des Studenten“, zu dem es natürlich auch ein staatliches Programm gab, wir hatten darüber berichtet.
Aber die Studentenbewegung war auch aktiv und hatte an den verschiedenen Hochschulen Kundgebungen organisiert, z.B. an der Universität von Teheran. Dort nahmen etwa 1000 Studierende teil. Sie wollten sich auf dem Gelände der Uni mit einem zweiten Protestzug vereinigen, was Herrschaften in Zivil und in Uniform zu verhindern suchten. Dagegen protestierten die Studenten laut, die Uni sei keine Kaserne, die Sicherheitskräfte hätten kein Recht, sie hier auf dem Gelände der Uni zu behindern. Sie setzten sich durch. Die Forderungen der Studierenden klingen zum Teil auch westlichen Ohren vertraut. So kritisierten sie die „Vermarktung der Hochschulbildung“. Auch im Iran gibt es immer mehr Privatuniversitäten. Die Kritik der Studierenden richtete sich vor allem dagegen, dass nur die Reichen sich eine Privatuni leisten können, so dass Bildung eine Frage des Geldbeutels wird. Beim Staat verbleiben vor allem noch die Wissenschaftsbereiche, die größere Investitionen erfordern, z.B. Medizin, Physik, Chemie. In Bereichen, wo die Lehrkräfte den Hauptteil der Kosten ausmachen und keine Labore oder Kliniken benötigt werden, z.B. Soziologie, Psychologie, Mathematik, Wirtschaftswissenschaften oder Management fördert der Staat dagegen die Privatisierung, um seine Ausgaben zu verringern. Dort kann nur studieren, wer Geld hat. Ein Zweig allerdings, der auch ohne Labore auskommt und seine Experimente gleich an der ganzen Gesellschaft ausführt, ist aber nach wie vor in den Händen der Machthaber – weder staatlich noch privat – es sind die theologischen Lehrstätten, wo die Mollas und Ajatollahs der Zukunft ausgebildet werden. Sie sind meist in der Hand von religiösen Stiftungen.

Quelle:
http://www.rahekargar.net/browsf.php?cId=1048&Id=374&pgn=

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Demo vor dem Ewin-Gefängnis

Auf der Webseite von Mohammad Nurizad, einem iranischen Journalisten, der auf die Seite der Kritiker des Regimes gewechselt ist, ist ein Video von einer Kundgebung von Angehörigen politischer Gefangener vor dem Ewin-Gefängnis zu sehen. Interessant ist, dass Mohammad Nurizad nicht nur darüber berichtet, sondern die Kundgebung gleichsam moderiert. Mit einigem Fingerspitzengefühl versucht er, auch die Polizeibeamten auf ihre Seite zu ziehen und eine Frontbildung zu verhindern. Zugleich vermittelt der Film aber auch den Eindruck, dass die Demonstrierenden, unter denen sich u.a. Ehefrau von Ajatollah Rafsandschani und die bekannte Rechtsanwältin Nasrin Sotude befinden, zwar demonstrieren können, aber unter den vorbeifahrenden Autofahrern auch nicht mehr Anteilnahme erwecken wie es eine Kleindemo hierzulande tut.
Der you-tube-Film, der 12:43 Minuten dauert, ist auf der Webseite von radiofarda zu sehen:

http://www.radiofarda.com/content/f35_nourizad_evin_protests_social_media/27352875.html

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