Archiv der Kategorie 'Arbeitskampf'

Protestversammlung von U-Bahn-Beschäftigten in Teheran

Eine Reihe von Mitarbeitern der Teheraner U-Bahn versammelte sich heute Morgen, Dienstag, 21. Mai 2019, vor einem Gebäudeblock des Teheraner U-Bahn-Versorgungsunternehmens, um gegen die Einstellung und Beendigung ihrer offiziellen Verträge zu protestieren. Laut Ensaf-News kamen rund 200 U-Bahn-Mitarbeiter zusammen.


Protest von U-Bahn-Beschäftigten in Teheran

Einer der Demonstranten sagte dem Ensaf News-Korrespondenten: „Sie machen uns alle unglücklich, wir hatten einen offiziellen Vertrag, aber jetzt behandeln sie uns schlecht und geben uns nur noch kurze Verträge und halbieren unser Gehalt.“

Geheimdienstleute der U-Bahn erlaubten Journalisten nicht, sich dem Protest anzuschließen.

Ungefähr zwanzig Polizisten mit Motorrädern trafen nach wenigen Minuten ein und verschwanden später wieder.

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Iran: 1. Mai – Tag der Handschellen


Warten vor dem Ewin-Gefängnis /Teheran
Der Internationale Tag der Arbeit wird im Iran auf zwei ganz verschiedene Arten begangen. Die Arbeitnehmer und Gewerkschaften bereiten Aktionen vor, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen, die Regierung und diejenigen, die jenseits der gewählten Gremien regieren, nutzen den Anlass, um die nächste Runde von Verhaftungen vorzunehmen. Vier Tage später, am gestrigen Sonntag, sieht man das Ergebnis. Das sind Angehörige und Freunde der Inhaftierten, die auf diese Weise gegen die Verhaftung protestieren. Noch ist es keine Massenbewegung, und das dürfte die Machthaber zufrieden stellen.

Vor dem Ewin-Gefängnis
https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=181983
vom 15. Ordibehesht 1398 (5. Mai 2019)
°aks / tajammo°e xanewadeha wa dustane bazdashtihaye ruze jahaniye kargar dar moqabele zendane ewin

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Iran: Demonstrationen zum Nationalen Tag des Lehrers

Zum heutigen 2. Mai, dem Nationalen Tag des Lehrers, kam es in vielen iranischen Städten zu Versammlungen von Lehrerinnen und Lehrern vor den Gebäuden der Bildunsgeinrichtungen.


Demonstration von LehrerInnen am 2.5.2019 in Teheran

Demonstriert wurde in Teheran, Yazd, Hamedan, Kehrmanschah, Isfahan, Karadsch und verschiedenen Städten in iranisch-Kurdistan, Mazenderan (eine Provinz im Nordiran), Maschhad, usw.

Die erste Forderung war die Freilassung der inhaftierten Lehrerinnen und Lehrer. Des weiteren forderten sie Lohnerhöhungen, Erhöhung der Renten und bessere Krankenversicherungen. In ihren Rednen wandten sie sich gegen die zunehmende Privatisierung und den Rückgang des Anteils der staatlichen Schulen.

In Teheran wurde die Demonstration von Sicherheitskräften angegriffen und 3 Lehrer wurden festgenommen.

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1. Mai-Demonstration vor dem iranischen Parlament

Am gestrigen 1. Mai versammelten sich auch in Teheran GewerkschafterInnen und demonstrierten für ihre Rechte. Der Ort der Kundgebung war der Baharestan-Platz, direkt vor dem iranischen Parlamentsgebäude.


1. Mai Demonstration in Teheran

An der Versammlung beteiligten sich mehr als 20 Organisationen, hauptsächlich Studentinnen und Studenten, Mitglieder der Busfahrergewerkschaft und Pensionäre aus allen Berufszweigen. Ihre Parolen waren: „Arbeiter-Studenten-Lehrer: Einigkeit! Einigkeit!“, „Brot, Arbeit und Freiheit sind unser Recht!“, „Korrupte sind frei, Arbeiter sind im Gefängnis!“ und „Preissteigerung und Inflation – Verderben fürs Volk!“.


20 verschiedene Organisationen

Die Sicherheitskräfte attackierten die DemonstrantInnen, worauf sich diese auf den Boden setzten und weiter Parolen riefen: „Versammeln und Streiken ist unser Recht!“ Die Polizei attackierte die DemonstrantInnen weiter und nahm trotz heftiger Gegenwehr mindestens 29 von ihnen fest.


„Versammeln und Streiken ist unser Recht!“

Auch in anderen Städten des Irans wie Sanandatsch, Kermanschah, Karadsch, Maschad, Schiraz, Isfahan, … fanden am 1. Mai ähnliche Versammlungen statt.

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Iran: Verhaftungen im Vorfeld des Tags der Arbeit


Parwin Mohammadi, Wale Zamani, Ali-Resa Thaqfi und Hale Safarzade

Der 1. Mai (im iranischen Kalender: der 11. Ordibehescht) nähert sich. Der Internationale Tag der Arbeit. Bezahlte Arbeit wird im Iran immer mehr zur Mangelware, aber das ändert nichts daran, dass das Regime Angst davor hat, dass die Arbeitenden ihre Rechte einfordern. Die Millionen Arbeitslosen mögen das Regime so wenig interessieren wie in den westlichen Staaten, aber alle diejenigen, die mit den Machthabern verbunden sind, haben ja auch Haus, Familie, Kinder. Sie wollen, dass die Kinder in die Schule gehen, dass Straßen und Häuser zumindest für sie gebaut werden, dass Wasser aus der Leitung fließt, und dass ihre Schutzpatrone genügend Geld haben, damit sie auch etwas abbekommen. Und das heißt: Auch in einem System wie der Islamischen Republik Iran, das mit Arbeiterrechten so wenig anfangen kann wie mit Menschenrechten im Allgemeinen, braucht es Lehrkräfte, Pflegepersonal in Krankenhäusern, Märkte für Nahrungsmittel und Kleider, und natürlich Erdölarbeiter, die den Reichen ihr Einkommen bescheren. Und diese Arbeitskräfte, selbst wenn sie inzwischen die Minderheit der Bevölkerung darstellen sollten, sind notwendig für das Wohlergehen der Machthaber. Das wissen die Machthaber, und das Wissen die Arbeiter. Das ist die Basis, auf der Verhandlungsmacht entsteht. Und das ist der Grund, warum das Regime auch heute noch Angst vor den Arbeitern hat. Deshalb verfolgt es Gewerkschaften, genauer gesagt, die Menschen, die unabhängige Gewerkschaftsbewegungen gründen und auf Trab bringen. So gab es unlängst Festnahmen in Teheran, Kamyaran, Sanandadsch und Urumije. Die Gewerkschaftsaktivisten wurden zum Teil wieder freigelassen, andere, wie Parwin Mohammadi, Wale Zamani, Ali-Resa Thaqfi und Hale Safarzade, sind seit vergangenen Freitag im Gohardascht-Gefängnis von Karadsch in Haft.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=92904
vom 6. Ordibehescht 1398 (26. April 2019)
4 nafar az kargarane bazdasht shode dar tehran, hanuz azad nashodeand

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Iran: Bauarbeiter fordern ausstehende 6 Monatslöhne

Die Bauarbeiter der Leiharbeitsfirma, die für das Staudammprojekt Sadde Bala Chanlu arbeiten, haben sich heute vor der Provinzverwaltung von Qaswin versammelt, um ihre ausstehenden Löhne für die letzten sechs Monate zu verlangen. Vor zweieinhalb Jahren noch hat der Provinzgouverneur Freydun Hamti dieses Projekt als zweitwichtigsten Staudamm der Provinz Qaswin bezeichnet. Er soll 80 Meter hoch werden und die Region mit Trinkwasser versorgen sowie der Bewässerung für landwirtschaftliche Flächen dienen. Damals waren 120 Arbeiter bei diesem Projekt beschäftigt. Wie man sieht, ist für die Machthabenden nicht einmal die Bezahlung der Arbeiter in diesem angeblich so wichtigen Projekt von Bedeutung. Da es sich um ein staatliches Projekt handelt, darf man annehmen, dass die Auftragsvergabe nicht nach den Regeln der freien Marktwirtschaft erfolgte und dass die staatlichen Gelder für dieses Projekt überall ankommen, nur nicht bei den Arbeitern…

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=178167
vom 20. Esfand 1397 (11. März 2019)
kargarane sherkate peymankari sadde bala xanlu moqabele ostandariye qazwin tajammo° kardand

http://boinemrooz.ir/boin-news/boinzahra-news/3323/
vom 26. Chordad 1395 (15. Juni 2016)
sadde bala xanlu az pruzhehaye awwaliyatdar dar safare ra‘ise jomhur be ostane qazwin

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Streik der Bahnarbeiter von Tabriz (Iran)

Seit drei Tagen streiken die Eisenbahner der Stadt Tabriz (Nordwestiran).


Eisenbahner blockieren Schienenverkehr bei Tabriz

Heute, Dienstag, den 5. März 2019, wurde zusätzlich mit der Station Sera-i ein Knotenpunkt des Bahnverkehrs blockiert, so dass kein Zugverkehr Richtung Tabriz möglich war. Die Bahnlinie wurde dafür sabotiert.

Die Eisebahner streiken, weil seit vier Monaten ihre Löhne ausstehen. Zusätzlich verlangen sie die im Iran übliche Auszahlung ihrer Sonderzahlung zum Jahresende an Nouruz (in etwa dem deutschen Weihnachtsgeld entsprechend).

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Iran: 3-tägiger landesweiter Streik der Lehrkräfte


Seit gestern, Sonntag, den 03. März 2019, streiken die Lehrkräfte im Iran landesweit für drei Tage. In der Islamischen Republik Iran ist Freitag Ruhetag, nicht der Sonntag! Die Lehrkräfte kommen weiterhin in die Schule, bleiben aber im Lehrerzimmer und erklären den Schülern lediglich, warum sie streiken. Auf diese Weise sind auch die Familien der Schüler im ganzen Land informiert, was die Gründe und Forderungen der Lehrkräfte sind.


1. Freilassung aller Lehrerinnen und Lehrer, die wegen ihrer beruflichen Forderungen in Haft sind und Einstellung sämtlicher Verfahren in diesem Zusammenhang.
2. Beseitigung sämtlicher rechtlicher Hindernisse für die Bildung einer Berufsvertretung der Lehrkräfte im ganzen Land – also einer Art Lehrergewerkschaft.
3. Bereitstellung ausreichender Mittel im staatlichen Budget für das nächste Haushaltsjahr (beginnt im Iran im Frühling). Das betrifft die Finanzierung der Schulen wie auch die ausreichende Bezahlung der Lehrkräfte und die Auszahlung der ausstehenden Löhne und Zusatzzahlungen.
4. Gleichstellung der Renten von Lehrkräften mit denen anderer staatlicher Bediensteter im Ruhestand, um sicherzustellen, dass die Renten über der Armutsgrenze liegen.
5. Aufhebung der jetzigen Krankenversicherung und Ersatz durch eine besser funktionierende, die sowohl diejenigen im aktiven Lehrdienst wie die Lehrkräfte im Ruhestand umfasst.
6. Der Schulbesuch soll gemäß Artikel 30 der Iranischen Verfassung kostenlos bleiben. Die Politik, die Eltern für schulische Dienstleistungen finanziell zu belasten, muss beendet zu werden.
Die Forderungen der Lehrkräfte werden auch von Schülern unterstützt.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/78774/
vom 03.03.2019, 16:30
tahassone mo°alleman dar dahha shahr iran

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Ahwas: Städtische Arbeiter seit 3 Monaten ohne Lohn


Heute haben sich die Arbeiter mehrerer Bezirke von Ahwas vor dem Gebäude des Stadtrats von Ahwas versammelt. Seit drei Monaten erhalten sie keinen Lohn mehr, auch ihr Krankenversicherungsbeitrag wurde nicht bezahlt, so dass weder sie noch ihre Familie zum Arzt können. Es sind Arbeiter, die ohnehin wenig verdienen und solche Lohnausfälle nicht verkraften können. Hinzu kommt, dass die Stadtverwaltung sie nicht direkt angestellt hat, sondern über einen Arbeitsverleiher. Eigentlich stünde den Arbeitern jetzt auch das Neujahrsgeld zu (im Iran beginnt das Neujahr mit dem Frühlingsanfang), aber ihr Vertrag läuft jetzt aus.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=177180
vom 6. Esfand 1397 (25. Februar 2019)
tajammo°e kargarane shahrdariye ahwaz moqabele shouraye shahr

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Iran: Arbeiterverfolgung und Protest


Die Mutter von Esmail Bachschi, des Arbeitervertreters der Zuckerfabrik von Haft-Tape, sowie weitere Angehörige und Arbeitskollegen haben sich heute vor dem Justizgebäude von Schusch versammelt, um Aufklärung über die Lage des inhaftierten Esmail Bachschi zu verlangen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=176639
vom 29. Bahman 1397 (18. Februar 2019)
tajammo°e xanewadeye esma°il baxshi, jelouye dadgostariye shush / emruz doshanbe

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Iran: Folter zur Vierzig-Jahresfeier der Revolution


Esmail Bachschi und die Sepide Qalyan

Der Arbeiterführer des Unternehmens Neyschekar von Haft-Tape Esmail Bachschi und die Unterstützerin Sepide Qalyan werden derzeit in Haft gefoltert, um sie zu einem „Geständnis“ zu zwingen, dass ihre Aussagen über erlittene Folterungen, die sie gemacht hatten, als sie nach der ersten Inhaftierung auf freien Fuß kamen, Lügen seien. Die Gefangenen sollen entsprechend vorbereitete Reue-Briefe unterschreiben.

Unterdessen setzt sich Amnesty International für die Freilassung dieser Gefangenen ein

https://www.radiofarda.com/a/emaeilbakhshi-sepidehgolian-hafttapeh-factory/29763843.html
feshare shadid be baxshi wa qalyan baraye e°terafate ejbari wa neweshtane nedamat-name

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Vorsitzender der Freien Arbeitergewerkschaft im Iran festgenomen

Dscha‘far Asim-Sade, Leiter der Freien Arbeitergewerkschaft des Irans (Ettehadiye-ye Azad-e Kargaran-e Iran), ist heute im Iran festgenomen worden.


Dscha‘far Asim-Sade

Das geschah gegen heute Nachmittag gegen fünf Uhr. Es waren vier unbekannte Personen, die ihn mitgenommen haben. Es war nicht klar, für welche Behörde sie arbeiteten. Ebensowenig ist bekannt, in welches Gefängnis er verbracht wurde.

Wir haben hier mehrfach über Asim-Sade berichtet. Im Jahr 2016 war er schon einmal im Gefängnis und hatte damals einen Hungerstreik gegen das unfaire mehrjährige Gerichtsurteil durchgeführt. Zuletzt war er gegen Kaution freigelassen worden.

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Iran: Das Bild der Folterer


So haben die Pasdaran Esmail Bachschi zugerichtet

Die Revolutionswächter (Pasdaran), die für die Verhaftung und Folterung des Arbeiterführers Esmail Bachschi anscheinend verantwortlich sind, haben heute auf der Seite ihrer Nachrichtenagentur Fars selbst die erneute Verhaftung von Esmail Bachschi bekannt gegeben. Hier die Version der Täter: „Esmail Bachschi, eines der Elemente, die mit umstürzlerischen Gruppen in Kontakt stehen, und der verlogenerweise behauptete, gefoltert worden zu sein, wurde vor seinem Anschluss an eine Gruppe, die sich ins Ausland absetzen wollte, verhaftet“.
Und dazu veröffentlichte deren Organ ein Foto von Esmail Bachschi mit angeschwollenem Gesicht, das mehr als deutlich zeigt, dass er das Opfer von Misshandlungen wurde. Auch eine Art Geständnis, wenn auch unfreiwillig.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=174669
vom 1. Bahman 1397 (21. Januar 2019)
esmail baxshi dastgir shod

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Iran: Sepide Qalyan erneut verhaftet


Sepide Qalyan

Sepide Qalyan, die die Arbeiterproteste in Haft-Tape unterstützte und gemeinsam mit Esmail Bachschi in Haft gehalten und wie dieser gefoltert worden war, hat nach ihrer Freilassung ausgesagt, dass sie selbst gefoltert wurde und auch die Folterung von Esmail Bachschi bezeugen kann. Diese Aussage behagte den Machthabern gar nicht, weil sie die Folterungen stets bestritten hatten.
Am Samstag strahlte das staatliche iranische Fernsehen eine Sendung mit dem Titel „Barnameye suchte“ (Der gescheiterte Plan) aus, in der es ein manipuliertes Geständnis von Sepide Qalyan der Öffentlichkeit vorstellte. Sepide Qalyan erklärte darauf, dass man schon an diesem „Geständnis“ erkennen könne, dass sie gefoltert wurde.
Am Sonntagmorgen um 7 Uhr erschienen darauf 14 Beamte – 12 Männer und 2 Frauen, um Sepide Qalyan zu verhaften. Sie hatten keinen Haftbefehl dabei. Als der Bruder von Sepide Qalyan, Mahdi Qalyan, protestierte, sie hätten kein Recht, seine Schwester ohne Haftbefehl mitzunehmen, wurden ihm die Zähne eingeschlagen und er wurde ebenfalls verhaftet. Seiner Schwester schlugen die Beamten mit einer Pfanne auf den Kopf, wie ihr Vater später berichtete. Bruder und Schwester wurden beide an einen unbekannten Ort verbracht. Ihr Vater Choda-Raham Qalyan wurde ebenfalls bedroht, als er sich auf dem Sitz des Geheimdienstes in Schusch nach dem Verbleib seiner Kinder erkundigten. Der Vater berichtete auch, dass einer der verhaftenden Beamten gesagt hätte, er werde Sepide Qalyan umbringen, und wenn auch sonst alle freigelassen würden. Dies verweist auf einen persönlichen Groll hin, der für die Verhaftete besonders gefährlich werden kann.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=91046
vom 30. Dey 1397 (20. Januar 2019)
sepide qalyan mojaddadan bazdasht shod

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=174598
vom 30. Dey 1397 (20. Januar 2019)
pedare sepide qalyan: 12 mamure mard wa do mamure zan ba xoshunat rixtand xane, dandanhaye pesaramra shekastand man wa hamsaramro kotak zadand goftand doxtaratra ham mikoshim

https://www.radiofarda.com/a/iran_dezful_sepideh_qolian_khodarahm_torture_arrest/29722168.html
vom 1. Bahman 1397 (21. Januar 2019)
pedare sepide qalyan: hokme bazdasht neshan nadadand wa mara zadand

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Iran: Staatliches Überfallkommando verhaftet Arbeitersprecher


Esmail Bachschi

Esmail Bachschi, einer der Sprecher der Gewerkschaft der Arbeiter der Zuckerfabrik von Haft-Tape wurde vom Sonntag auf Montag gegen Mitternacht von einem staatlichen Kommando, das mit 15 Streifenwagen anrückte, verhaftet und an einen unbekannten Ort verbracht. Esmail Bachschi war nach seiner ersten Verhaftung in einem miserablen körperlichen und seelischen Zustand freigelassen worden. Die Behörden leugneten, dass sie ihn gefoltert hatten. Nachdem er selbst eine Erklärung abgegeben hatte, in der er ebenfalls den Vorwurf erhoben hatte, von den Beamten des Geheimdienstes in Haft gefoltert worden zu sein, scheinen die Verantwortlichen nun das Opfer und zugleich den Zeugen ihres Verhaltens wieder aus dem Verkehr ziehen zu wollen.
Die iranische Öffentlichkeit im Lande wird dieses Vorgehen vermutlich als Indiz werten, dass die Behauptungen von Esmail Bachschi stimmen. Die fabrizierten Geständnisse, die das staatliche Fernsehen ausstrahlte, dürften nur bei Leuten verfangen, die ohnehin auf der Seite der Machthaber stehen, die Arbeiter wird das kaum überzeugen.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=91059
vom 30. Dey 1397 (20. Januar 2019)
esma‘il baxshi dobare bazdasht shod

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