Archiv der Kategorie 'Arbeitskampf'

Iran: Gewerkschafter nach 2 Monaten Hungerstreik auf freiem Fuß


Dscha’far Asimsade, ein iranischer Gewerkschaftsführer, wurde nach einem zweimonatigen Hungerstreik auf freien Fuß gesetzt. Sein Verfahren soll von der Justiz überprüft werden. Er ist in Form eines verlängerbaren Hafturlaubs freigelassen worden. Für seine Freilassung hatten noch am Vortag eine Reihe von Intellektuellen vor dem Amt des iranischen Staatspräsidenten demonstriert. Auch amnesty international hatte sich für seine Freilassung eingesetzt.

Aufgrund des Hungerstreiks befand sich Dscha’far Asimsade mittlerweile in einer so kritischen Lage, dass sein Rechtsanwalt Mohammad-Ali Dschadari-Forughi, in einem Brief an den für das Ewin-Gefängnis zuständigen Haftrichter darauf hinwies, dass Gefahr bestehe, dass seine „Lebenszeichen erlöschen“.

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/07/214311.php
vom 11. Tir 1395 (1. Juli 2016)
ja°far °azim-zade pas az do mahe e°tesabe ghad_a azad shod

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=74445
vom 12. Tir 1395 (2. Juli 2016)
hich qodrati nemitawanad be kargaran beguyand nan naxahand

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Iran: Gewerkschaftsführer im 60. Tag des Hungerstreiks


Dscha’far Asim-Sade, Leiter der Freien Arbeitergewerkschaft des Irans, im Gefängnis

Dscha’far Asim-Sade, Leiter der Freien Arbeitergewerkschaft des Irans (Ettehadiye-ye Azad-e Kargaran-e Iran), war am 10. Esfand 1393 (Anfang 2015) von der 15. Kammer des Revolutionstribunals in Teheran vom berüchtigten Richter Salawati zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er ist seit sechzig Tagen im Hungerstreik, um gegen das unfaire Gerichtsurteil zu protestieren. Derzeit wird er mit Infusion ernährt, heute ist er ohnmächtig geworden. Sein Gesundheitszustand ist besorgniserregend. Der Generalstaatsanwalt von Teheran, Abbas Dscha°fari Doulat-Abad hat am Samstag gegenüber der Ehefrau des Gefangenen erklärt, er werde nichts für den Gefangenen tun, auch wenn er sterbe.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=74362
vom 7. Tir 1395 (27. Juni 2016)
shast ruze e°tesabe ghad_a: emruz, doshanbeye hafte tir, ja°far °azim-zade bihush shode

https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%AC%D8%B9%D9%81%D8%B1_%D8%B9%D8%B8%DB%8C%D9%85_%D8%B2%D8%A7%D8%AF%D9%87

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Iran: 200 Arbeiter vor der Sicherheitsbehörde von Mobareke

Mehr als 200 Arbeiter der Polyacryl-Werke von Isfahan haben sich am Sonntag vor der Sicherheitsbehörde (Farmandari) des Kreises Mobareke versammelt, um gegen die ausstehenden Löhne und Prämien für dieses Jahr und einen Teil des letzten Jahrs zu protestieren und um die Behörde um Unterstützung bei ihren Forderungen zu bitten. Von den ausstehenden Lohnzahlungen sind sowohl Arbeiter mit 1-Jahr-Arbeitsverträgen und Leiharbeiter betroffen, also ein Personenkreis, der sich besonders schlecht wehren kann. Umso beachtlicher, dass sich die Betroffenen trotzdem an die Öffentlichkeit wagten, denn eine Entlassung ist unter den herrschenden Bedingungen im Iran kein Problem.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=111344
vom 6. Tir 1395 (26. Juni 2016)
kargarane poli akril moqabele farmandariye mobareke tajammo° kardand

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Iran: Arbeiterprotest vor Adenis-Fabrik in Maschhad


Die Adenis-Fabrik stellte Haushaltsgeräte her und hatte 300 Angestellte. Dann setzte sie die ganze Belegschaft auf die Straße. Und anschließend stellte sie 50 wieder ein, allerdings mit miserablen Zeitverträgen.
Die ausgebeuteten Arbeitnehmer protestierten jetzt vor den Fabriktoren mit Plakaten. Hier Fotos vom Protest. Um die Arbeiter nicht zu gefährden, wurden die Gesichter unkenntlich gemacht.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=110979
vom 31. Chordad 1395 (20. Juni 2016)
tajammo°e kargarane adenis moqabele darbe worudiye karxane – °aks

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Proteste gegen harte Strafen für protestierende Arbeiter

17 Arbeiter wurden vor Kurzem zu Gefängnisstrafen zwischen 37 Monaten und 5 Jahren verurteilt, zu 20 bis 50 Peitschenschlägen und zu einer Geldstrafe von 500.000 Tuman. Viele Organisationen kritisierten das inzwischen, darunter auch 52 islamische Studentenvereine.

Gegen die Auspeitschung und die weiteren harten Strafen für die 17 Arbeiter des Goldbergwerks Aq-Dare (Nordwestiran) protestieren inzwischen Menschenrechtsorganisationen im Ausland, die iranische Lehrergewerkschaft, Die Gewerkschaft der Fabrikarbeiter, der iranische Schriftstellerverein. Sie haben ihre Proteste auf Ihren Webseiten im Internet verbreitet.

Darüberhinaus haben 52 Islamische Studentenvereine eine gemeinsame Protest-Erklärung herausgegeben. Sie verteilen diese Erklärung in hohehr Auflage in gedruckter Form an ihren Universitäten.

In der Erklärungen kritisieren die 52 Studentenvereine zunächst, dass weder in den Medien der Prizipialisten noch in den Medien der Reformisten über die Verurteilung und Bestrafung berichtet wurde. Sie halten die Bestrafung für nicht rechten und für sehr sehr hart.

Die Islamischen Studentenvereine sind der Ansicht, dass es im Iran in diesen Zeiten für Arbeitslose oder Entlassene praktisch keine Möglichkeit gibt, ihre Stimme zu erheben und ihren Unmut kundzutun. Nicht viel anders geht es auch denjenigen, die noch einen Arbeitsplatz haben.

Während einfache Leute wie diese 17 Arbeiter für geringste Vergehen hart bestraft werden, liefen laut dieser Erklärung korrupte Führungspersonen aus der Verwaltung in Freiheit herum und bräuchten eine Strafverfolgung nicht zu fürchten, selbst wenn sie vor Gericht geladen würden.

Während Seda und Sima, der staatliche Fernseh- und Radiosender ausführlich über jede Kleinigkeit im Ausland berichte, würde er nicht über solch gewichtigen Vorkommnisse im Iran selbst berichten.

Die Erklärung endet neben verschiedenen Forderungen mit einer Verurteilung der Bestrafung dieser 17 Arbeiter und der Forderung nach einer Ermittlung gegen alle an diesem Urteil beteiligten Personen samt ihrer Bestrafung nach den Regel der islamischen Verfassung. Sie hoffen, dass auch das iranische Parlament noch öffentlich gegen diese Bestrafung der 17 Arbeiter Stellung bezieht.

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Schiraz (Iran): Streik für ausstehenden Lohn

Die Belegschaft des Telekommunikationsunternehmens ITI in der Stadt Schiras streikt seit heute, den 31. Mai 2016, für ausstehende Löhne.

In der Vergangenheit waren die Angestellten immer wieder vertröstet worden, wenn es um die Auszahlung der ihnen zustehenden Löhnen ging. Der Arbeitgeber vertröstete sie auf ein oder 2 Monate später, dann sollten die Löhne überwiesen werden. Was nicht geschah. Insgesamt schuldet der Arbeitgeber seinen Angestellten 30 Mrd. Toman (ca. 7,5 Mio. Euro).

Der Streik hat während des Tages begonnen und soll in der Nacht fortgesetzt werden – daher die im Hintegrund sichtbaren Zelte. Die Beschäftigten haben sich vor dem Bürogebäude versammelt und zeigen ihre Transparente.

Nicht nur die Angestellten sondern auch ehemalige Angestellte sind vor Ort. Einerseits warten entlassene Angestellte auf ihre Abfindungen. Außerdem haben Rentner zu wenig oder gar keine Betriebsrente mehr erhalten.

Auf diesem Transparent beschweren sich die Angestellten über eine Anzeige in der Zeitung, wo das Unternehmen zum Verkauf angeboten wurde. Sie fragen, warum bei der Anzeige nicht erwähnt wurde, dass das Unternehmen ausstehende Löhne nicht bezahlt hat.

Das Unternehmen stand vor einem halben Jahr schon einmal zum Verkauf. Das hatte aber nicht geklappt, weil schon damals die Belegschaft gestreikt hatte.

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Arbeitnehmerrechte im Islam: Auspeitschung


Der Staat steht hinter den Ausbeutern: Auspeitschung von Bergarbeitern

Im Dezember 2014 hatte die Firma Puya Zarkan, der Hauptkontraktunternehmer zur Ausbeutung des Goldbergwerks Aq-Dare in West-Aserbaidschan (Iran), 350 Arbeitnehmer entlassen, die nur Zeitverträge besaßen. Ein Arbeitnehmer beging darauf Selbstmord. Seine entlassenen Kollegen versammelten sich damals (6. Dey 1393 = 26. Dezember 2014) vor dem Bergwerk, worauf es zu einem Handgemenge zwischen den Arbeitern und den Wächtern des Bergwerks kam. Darauf verklagte der Arbeitgeber die entlassenen Arbeiter wegen Unruhestiftung. Erst jetzt erging ein Gerichtsurteil. 17 Arbeiter wurden zu Gefängnisstrafen zwischen 37 Monaten und 5 Jahren verurteilt, zu 20 bis 50 Peitschenschlägen und zu einer Geldstrafe von 500.000 Tuman. Die Haftstrafe müssen sie noch verbüßen, das Geld wurde ihnen gleich abgeknöpft und ausgepeitscht wurden sie auch schon, nämlich gestern.
Steht so zwar nicht im Koran, aber entscheidend ist nicht, was dort steht, sondern wer ihn auslegt…
Gegen das Urteil und die Vollstreckung haben 460 Intellektuelle im Iran protestiert: Ihr Motto – Auspeitschung ist nicht die Antwort auf Forderungen der Arbeitnehmer!

Quellen:
http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=73903
vom 9. Chordad 1395 (29. Mai 2016)

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Iran: 1. Mai – Tag der Arbeit


1.-Mai-Demo in Teheran


Nach 27 Jahren ist dies das erste Mal, dass die iranischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer den Tag der Arbeit in der Öffentlichkeit begehen können, ohne dass ihr Auftritt verboten oder gewaltsam aufgelöst wird. Ein paar Teilnehmer wurden trotzdem festgenommen.

Die iranischen Mollas haben ihre Herrschaft gern mit anti-imperialistischen Parolen geschmückt, aber mit den Rechten der Arbeiter – und Arbeiterinnen – steht es nicht besser als in der kapitalistischen Welt, um es höflich auszudrücken.


1. Mai = 11. Ordibehescht nach dem iranischen Kalender


Zeitarbeit ist die moderne Sklaverei! – (Wohl wahr!)


Die Frauen fordern vom Staat, dass er endlich die Schulden bei der Sozialversicherung begleicht.
Denn dank der üppigen Korruption wurden deren Kassen gelehrt. Ahmadineschad hatte seinerzeit Sa‘id Mortasawi als Direktor der staatlichen Sozialversicherung eingesetzt. Mortasawi hatte eine kanadische Journalistin zu Tode gefoltert, war einer der Verantwortlichen für die Folterungen im Kahrisak-Gefängnis, war Mitglied der iranischen Delegation bei der UN-Menschenrechtskommission in Genf und wurde mit dieser fürsorglichen Geste auf ein einträgliches Pöstchen gesetzt, um ihn aus der Schussslinie der internationalen und einheimischen Kritik zu entfernen.

Bildquellen:

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=107677

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=107676

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Iran: Saure Gurken und Gewerkschaft


Macht aus dem Staat
Gurkensalat!

Resa Schahabi war Mitglied im Vorstand der Busfahrergewerkschaft des Irans. Die Gewerkschaft setzte sich für die Rechte und Löhne der Busfahrer ein, hielt sich aber ansonsten von der Politik fern. Das nützte nichts. Resa Schahabi wurde vom Revolutionstribunal unter dem Vorsitz des berüchtigten Richters Abulqassem Salawati wegen „propagandistischer Tätigkeit gegen das System“ zu 1 Jahr Gefängnis und wegen „Verletzung der Sicherheit des Landes“ zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt.

Nach Verbüßen der Gefängnisstrafe wurde er jetzt aus der Haft entlassen, seine Arbeit hat er auch verloren. Um die Familie über Wasser zu halten, hatte seine Frau in ihrer Wohnung einen kleinen Handel mit eingelegtem saurem Gemüse („Torschi“) aufgemacht. Jetzt unterstützt er sie in dieser Arbeit.

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Iran: Staat übt Niederschlagung von Arbeiterunruhen


Wie die iranische Webseite Peykiran berichtet, fanden am vergangenen Freitag (5. Februar 2016) im Iran Manöver „zur Niederschlagung von Arbeiterunruhen“ statt. Klare Worte. Die Wirtschaftspolitik ist am Ende, also bleibt nur noch der Griff zu den Waffen. Und solange die Pasdaran im Iran an der Macht sind, wird auch keine Regierung so etwas wie Wirtschaftspolitik betreiben können.
Hier ein paar Fotos von dem Manöver:

So lachend wird es im Ernstfall nicht zugehen.

Quelle:
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=102550

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Iran: Streik der Studenten aus dem Bereich Erdölindustrie

Die Hochschule für Erdölindustrie, die in Teheran, Ahwas und Abadan vertreten ist, verzeichnet derzeit einen Streik der Studierenden dieses Zweigs. Der Streik ist eine Reaktion auf die Entscheidung des Erdölministeriums, die Arbeitsverträge mit den Studenten, die für dieses Ministerium arbeiten sollten, zu kündigen. Die Studenten bestehen auf der Einhaltung der Verträge, in denen die Studenten zum Studienantritt eine Anstellung im Ministerium zugesichert bekommen hatten.
http://www.akhbar-rooz.com/news.jsp?essayId=71425

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Iran: Essensboykott der Erdölarbeiter

Am Samstag, den 5. Dezember 2015, hatten 6000 Arbeiter der iranischen Erdölindustrie eine spezielle Art von Hungerstreik eröffnet. Sie verweigerten die Annahme des Essens in der staatlichen Kantine. Zur Arbeit gingen sie zwar noch, aber die Botschaft an den Staat war klar: Wenn der Staat ihre Forderungen ignoriert, können sie auch anders. Hintergrund ist, dass der Staat die Arbeitsverträge der fest angestellten Arbeiter heimlich umwandeln und die Arbeiter an Privatfirmen übertragen wollte. Wieso er das heimlich versuchte, wo es für die Arbeiter ohnehin rasch sichtbar geworden wäre, ist rätselhaft. Der Boykott dauerte fünf Tage, dann stellten die Arbeiter ihn vorläufig ein. Sie drohten mit einer Wiederaufnahme des Boykotts, falls der Staat nicht auf ihre Forderungen eingehe.

Quelle:

http://naftema.com/news/35896/اعتصاب-غذا-۶%DB%B0%DB%B0%DB%B0-نفر-از-کارکنان-نفت-در-جنوب

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Islamischer Kapitalismus: Blanko-Arbeitsverträge

Rahmatollah Purmussawi, Generalsekretär der Union der Islamischen Arbeiterräte (Kaanun-e Aali-ye Schouraa-haaye Eslaami), hat gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur ISNA erklärt, dass Blanko-Arbeitsverträge am häufigsten Gegenstand von Beschwerden an die Schlichtungsinstanzen in Arbeitsfragen sei. Im Iran hätten 95 Prozent der Arbeit, die eine dauerhafte Tätigkeit ausübten, nur einen zeitlich befristeten Arbeitsvertrag. Außerdem sei es unter Arbeitgebern verbreitet, die Arbeitnehmer Blanko-Verträge unterschreiben zu lassen, um die Arbeiter dadurch von Beschwerden abzuhalten.

https://rahekargar1358.wordpress.com/2015/10/18/mary-6017/
http://www.isna.ir/fa/news/94072616570

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Iran: 9. Streiktag der Stahlarbeiter

Die Arbeiter der Stahl- und Gußeisenfabrik „Karchane-ye Fulad wa Tschodan-e Dorud“ verleihen mit einem Streik ihrer Forderung Nachdruck, dass die ausstehenden 3 Monatslöhne endlich gezahlt werden. Sie protestieren außerdem dagegen, dass ihre Versicherungsbeiträge schon seit 3 Jahren (!) nicht bezahlt worden sind und dass sie auch kein Neujahrsgeld (zum Persischen Neujahrsfest im März) erhalten haben. Dies ist die Entsprechung des in Deutschland üblichen Weihnachtsgelds.

Quelle:
http://www.radiofarda.com/content/f35_strike_dorud_factory_continue/27273567.html

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Iran: Handwerker stirbt in Haft


Schahroch Samani

Gestern, den 13. September 2015, ist der iranische Dekorateur und Hausmaler Schahroch Samani im Gefängnis von Radscha‘i-Schahr bei Karadsch ums Leben gekommen. Angeblich ist er an einem Gehirnschlag gestorben, eine Autopsie, wie sie von seiner Familie gefordert wird, hat noch nicht stattgefunden. Schachroch Samani war ein aktiver Gewerkschafter, der sich für die Gründung unabhängiger Gewerkschaften einsetzte. Er war darauf vom Revolutionstribunal in Tabris wegen „Propaganda gegen das System“ und wegen „Bildung einer Gruppe gegen die Sicherheit des Landes“ zu elf (!) Jahren Gefängnis verurteilt worden. Während seiner Haftzeit, in der er laufend von einem Gefängnis ins andere verlegt wurde, von Tabris nach Jasd, später nach Qesel-Hessar (in Karadsch) und nach Resa‘i-Schahr (Karadsch) und auch in eine Abteilung von Drogensüchtigen verlegt wurde, wurde erneut ein Verfahren gegen ihn eingeleitet. Er bekam weitere sechs Monate Haft wegen „Beleidigung des Führers“ – gemeint ist Ajatollah Chamene‘i. In einem offenen Brief hatte er auch die erlittenen körperlichen und seelischen Folterungen geschildert und unter anderem an den UN-Sonderberichterstatter zum Iran Ahmad Shaheed geschickt.
Wie seine Familie berichtet, hat er in den letzten vier Jahren keinen Hafturlaub erhalten, in den letzten drei Jahren durfte er im Gefängnis auch keinen Besuch ohne Trennscheibe empfangen.
Für seine Freilassung hatte sich auch Amnesty International eingesetzt.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=95867
http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/57240/
http://www.amnesty-regensburg.de/Main/20140418003

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