Archiv der Kategorie 'Atomenergie /-bombe'

Ayatollah Chamene‘i: Die Koalition gegen IS ist eine große Lüge

Nach dem vorläufigen Ende der Atomgespräche mit dem Iran hielt Ayatollah Chamene‘i vor seinen Anhängern eine Rede, die das Scheitern begrüßt.


Ayatollah Chamene‘i spricht am 25.11.2014 zu den vorerst gescheiterten Atomverhandlungen

Zusammengefasst sagte er, dass „die USA und die Kolonialmächte Europas“ versucht hätten, die Islamische Republik Iran in die Knie zu zwingen – dies sei ihnen aber nicht gelungen. Und es würde ihnen auch in Zukunft nicht gelingen.

Das Westjordanland müsse ausreichend bewaffnet werden. Man habe immer gesagt, dass man das Westjordanland verteidigen und mit Waffen unterstützen werde – und dies würde auch zukünftig unbedingt so gemacht. Man wolle sich von religiösen Auseinandersetzungen fernhalten. Aber man habe in der Vergangenheit die Hisbollah, die Hamas, den Islamischen Dschihad und sunnitische Gruppierungen in Palästina mit allen Möglichkeiten unterstützt und auch dies würde fortgesetzt.

Bevor Israel vernichtet werden könne, hätten sie und Palästina die Pflicht, mit starkem Willen bewaffneten Widerstand gegen Israel zu leisten.

Die Koalition gegen den IS sei eine große Lüge. Die „scheinbaren islamischen Gruppierungen“ wie den IS würden allesamt durch die USA, Israel und die europäischen Länder verwaltet und organisiert.

Ohne Kommentar.

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Atomverhandlungen mit dem Iran: Zugabe!

Heute ging die nächste Runde der Atomverhandlungen mit dem Iran zu Ende. In Wien konnte man sich darauf einigen, sich im Juli 2015 zur nächsten Runde zu treffen. Die iranische Seite konnte sich mit ihrer Forderung, die Sanktionen vollkommen aufzuheben und dem Iran die Uran-Anreicherungskapazitäten zu belassen, nicht durchsetzen. Die westlichen Verhandlungspartner wollten zumindest einen Teil der Sanktionen beibehalten, um ein Druckmittel zu haben, dass der Iran sich der Kontrolle der Internationalen Atomenergiebehörde unterwirft.

Zufriedene Gesichter bei den Radikalen
Da ab kommenden Januar der US-Senat und das Repräsentantenhaus von einer republikanischen Mehrheit beherrscht wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer einvernehmlichen Lösung zwischen den USA und dem Iran. Umgekehrt wird auch Ajatollah Chamene‘i, der religiöse Führer des Irans, mit der jetzigen „Lösung“ zufrieden sein. Zum einen schwächt sie innenpolitisch die Stellung von Präsident Rouhani. Denn solange die Sanktionen anhalten, wird sich die Wirtschaftslage nicht bessern, und das geht vordergründig zu Lasten der Regierung von Rouhani. Zum andern bleibt den Islamisten der gute alte Feind, der Große Teufel jenseits des Ozeans erhalten, was für die Erhaltung der Loyalität unter den eigenen Anhängern (Bassidschi-Milizen und Revolutionswächtern) von Vorteil ist. Wir hatten darüber berichtet.
Verlierer werden die normalen Iranerinnen und Iraner sein – sie werden mit immer weniger überleben müssen. Und für das angereicherte Uran, das die Ajatollahs so unbedingt behalten wollen, können sie sich weder Brot noch Wasser kaufen. Von leeren Versprechen wird man nicht satt.

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AKW-Abkommen zwischen Iran und Russland

Iran und Russland haben am heutigen Dienstag, den 11.11.2014, ein Abkommen über den Bau von zwei Atomkraftwerken im Iran unterzeichnet.

Für Russland unterzeichnete Sergei Kiriyenko, Chef des Rosatom Konzerns, auf iranischer Seite Ali-Akbar Salehi, Leiter der Atomenergie-Organisation des Irans.

Die beiden Atomkraftwerke sollen am Standort der Atomanlage Bushehr errichtet werden, deren erster Block letztes Jahr fertiggestellt worden ist und im Jahr 2015 seinen kommerziellen Betrieb aufnehmen soll. Wie bei Bushehr bereits jetzt soll auch bei den neuen Kraftwerksblöcken der Atombrennstoff von Russland geliefert werden und die verbrauchten Brennstäbe später wieder von Russland zurückgenommen werden. Trotzdem sollen laut dem Abkommen auch Möglichkeiten, nukleare Brennelemente im Iran selbst zu produzieren, erörtert werden. Für die Bauzeit werden 6 bis 7 Jahre veranschlagt. Eventuell sollen danach noch weitere 8 AKW-Blöcke gebaut werden.

Dieses Abkommen kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die 5+1 Länder (England, China, Frankreich, Russland, die USA und Deutschland) mit dem Iran über dessen umstrittenes Atomprogramm verhandeln. Die gesetzte Frist für dieses Abkommen läuft am 24.11.2014 aus.

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Iran – wie geht’s weiter?

Dem US-Präsidenten Obama war es gelungen, die Embargos und Sanktionen gegen den Iran weltweit zu verankern. Die Entwicklung im Iran hat einen Verlauf genommen, der an den wirtschaftlichen Niedergang des Iraks von 1991-2003 erinnert. Dort hatte das Embargo der Zivilgesellschaft das Genick gebrochen, es hatte die Macht auf den Staatsapparat konzentriert.

Atomverhandlungen
Vor einem Jahr, am 24. November 2013, hatte sich die Islamische Republik Iran mit den sechs Großmächten auf einen Verhandlungsprozess geeinigt, der zumindest eine weitere Verschärfung des Embargos abwendete. Die Hoffnung war groß, dadurch den Iran vor einem weiteren Abgleiten ins Chaos zu retten. Aber werden diese Verhandlungen zum Ziel führen? Und wenn ja, wird das das Los der Bevölkerung verbessern? Auf diese Frage suchen wir eine Antwort.

Was denken die IranerInnen zum Atomprogramm?
Viele glaubten, dass das Problem mit der Atomkraft an den Haaren herbeigezogen sei. Sie sahen die Atomenergie als Symbol des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt des Landes. Die Iraner sehen, dass ihre pakistanischen Nachbarn auf die eigene Atombombe durchaus stolz sind, trotz der zahlreichen Nachteile, die das ihnen gebracht hat. Und es gibt durchaus iranische Intellektuelle, die der Auffassung sind, dass die Beweise, die die Internationale Atomenergie nach Beginn der Verhandlungen vorgelegt hat, nicht ausreichen, um eine militärische Verwendung des angereicherten Urans zu beweisen. Das ist die eine Seite. Die große Mehrheit der Bevölkerung befindet sich heute aber in einer so miserablen Lage, dass sie keinen Nutzen für sich darin sehen. Das Kraftwerk in Buschehr ist schon so lange im Bau, und was hat es uns bis jetzt gebracht außer Abhängigkeit von Russland? fragen sie. Vor allem sehen sie, dass ihnen das Programm nur Probleme mit dem Rest der Welt beschert, und nichts wünschen sie sich sehnlicher als dass die Wirtschaft wieder in Gang kommt, damit sie Geld verdienen können. Wir haben Gas, wir haben Öl, was brauchen wir Atomenergie? denken sich viele. Das heißt nicht, dass sie es vor den Augen des Staates auch offen sagen, denn schnell wird man als Vaterlandsverräter gebrandmarkt. Das Atomprogramm ist der Stolz der Nation, wer wagt, daran zu zweifeln? Aus diesem Grund sind die Ergebnisse von Umfragen zu diesem Thema skeptisch zu betrachten, die Iraner haben gelernt, die Folgen ihrer Worte zu bedenken.

Was steht für die Regierung auf dem Spiel?
Die iranischen Machthaber (Ajatollah Chamene‘i und Co.) haben die Atomenergie stehts als nationale Sache ausgegeben, um so die Bevölkerung hinter sich zu scharen. Viel Feind, viel Ehr, das heißt doch, dass man auf dem Weg im Kampf gegen den Imperialismus weiter geht.
Was im Iran nicht präsent ist, ist das Umfeld der internationalen Empfindlichkeit in Sachen Atombombe. So könnten auch die BRD oder Japan nicht einfach hingehen und die Atombombe bauen. Das ist es, was die militärischen und religiösen Führer des Irans nicht wahrhaben wollen. Sie haben zwar die Folgen der Embargos zu spüren bekommen – mitunter aber auch ein Geschäft daraus gemacht, aber ob es ihnen dämmert, dass ein Beharren in der Atompolitik das Ende ihres Systems bedeuten kann? Denn hier haben sie es nicht mehr nur mit der eigenen Bevölkerung zu tun, die sie erfolgreich seit 1979 unterdrücken, sondern mit wichtigen Vertretern der weltweiten Wirtschaft. Zwar dürfte auch Ajatollah Chamene‘i eingesehen haben, dass er in der Atomfrage nachgeben muss, aber es geht immer noch um das Ausmaß und das Ziel. Man will schließlich zeigen, dass man dem Druck nicht nachgegeben hat. Von der „heldenhaften Flexibilität“ (narmesche qahramane) ist da die Rede. Und so zögert man einen Vertragsabschluss weiter hinaus.

Am Ende des Zögerns wartet das Grab
Diese Politik des Verzögerns führt aber dazu, dass auch innerhalb des inzwischen vergangenen Jahres die Wirtschaftskrise im Iran vorangeschritten ist, die Arbeitslosigkeit und die Zahl der Konkurse weiter gestiegen sind, und inzwischen über 40 Millionen IranerInnen – mehr als die Hälfte der Bevölkerung – nach amtlichen Angaben unter der Armutsgrenze leben. Warum zögert der Ajatollah weiter? Er hat gute Gründe. Ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen führt zum Vertrag zwischen Partnern, und zu den Partnern gehört in diesem Fall auch die USA. Die USA – der Große Teufel. Ein wesentlichen Teil seiner Stabilität bezieht das Regime der Mollas aus seinem festen Feindbild. Das Millionenheer der Bassidschis, der paramilitärischen Milizen, die dazu dienen, die Mehrheit der Bevölkerung mit Gewalt zu kontrollieren, ist mit diesem Feindbild aufgewachsen und darauf eingeschworen. Solange es diesen Feind gibt, solange kann das iranische Regime als wahrer Vertreter der nationalen Interessen auftreten. „Amerika“, also die USA, das war das Land, das das Schahregime gestützt hat, das Land, dessen Botschaft die Helden der Revolution in den Anfangsjahren besetzt haben, die Großmacht, gegen deren Arroganz das Land kämpfte.
Jetzt einen Vertrag unterzeichnen? Den Frieden schließen? Das wäre das ideologische Ende des Regimes. Also spielt Ajatollah Chamene‘i auf Zeitgewinn, und sollte es zu einem Abschluss der Verhandlungen kommen, wird er bemüht sein, jeden Anschein zu vermeiden, dass dies eine Aussöhnung mit Amerika bedeute.
Die Gefahr, plötzlich ohne Feind dazustehen, ist real, und Chamene‘i und seine Verbündeten haben dies erkannt. Mit anderen Worten – was sie jetzt auch tun, es ist falsch. Scheitern die Verhandlungen – geht die Wirtschaft weiter bergab, bis zum nächsten Volksaufstand. Gelingen sie – stürzt das Regime ab. Was tun?

Demokratien – Schilf im Wind
Und noch eins haben die iranischen Ajatollahs nicht bedacht. Sie haben die Macht seit über 30 Jahren, und denken nicht daran, sie abzugeben. Bislang haben sie es noch immer geschafft, Ansätze von Organisationen zu zerstören, so dass sie vor der Bevölkerung kurzfristig keine Angst haben. Aber ihre Gesprächspartner auf der Gegenseite wechseln wie die Richtungen des Windes. Heute ist Schröder da? Morgen Merkel. Heute Bush? Morgen Clinton. Übermorgen Obama. Und dessen letztes Stündchen – im politischen Sinn – hat bei den Novemberwahlen 2014 geschlagen. Lahme Ente nennt man das dort. Dinge, über die sich kein Diktator und kein Ajatollah den Kopf zerbricht, aber er vergisst, dass das seine Gesprächs- und Verhandlungspartner sind. Und so viel man über die Politiker schimpfen kann – in Einzelheiten sind sie keineswegs gleich. Um Einzelheiten geht es aber in Verhandlungen. So wie es aussieht, hat Chamene‘i mit seinem Zögern die günstigste Zeit verpasst, jetzt werden wieder die Scharfmacher in der US-Politik das Sagen haben. Das ist zwar fein, man kann die alten Feindbilder bestätigt fühlen, aber dafür geht’s mit der Wirtschaft eben weiter bergab – siehe oben.

Wie stehen die Aussichten?
Mit Ahmadineschad als Präsident hatte Ajatollah Chamene‘i versucht, das Regime auf seine Person zu zentralisieren. Das Gegenteil ist ihm geglückt, die Geistlichkeit war am Ende der 8 Jahre von Ahmadineschad so gespalten, dass der Traumkandidat von Chamene‘i nicht zum Zug kam, sondern Rouhani gewählt wurde. Selbst Ahmadineschad, der Zögling von Ajatollah Chamene‘i und seinem Geistesbruder Ajatollah Mesbah Yasdi, begann gegen Ende der Amtszeit, die nationalistische Karte zu spielen und wollte diesen Trumpf aus den Händen der Ajatollahs entreißen. Ahmadineschad hat sich zwar schließlich gefügt und inzwischen ist es sehr still um ihn geworden, aber die Spaltungen, die er verursacht hat, halten an. Rafsandschani, der in früheren Jahren dafür gesorgt hat, dass Ajatollah Chamene‘i zum Nachfolger von Ajatollah Chomeini gewählt wird, ist jetzt sein größter Konkurrent um die Macht und hat innerhalb der Geistlichkeit, des Basars und auch der bewaffneten Organe seine Anhänger. Es sind diese Gegensätze unter den Großen, die die Bevölkerung nutzen muss.

Der Wind bläst ins Gesicht
Nicht, dass Rafsandschani auf einmal zum Demokrat würde, wenn er da und dort wohlfeile Reden hält, aber der Machtkampf oben schafft Freiräume unten. Ob in den Medien, in den Betriebsgewerkschaften oder beim Thema Umweltschutz. Je unpolitischer, desto leichter. Das ist die Chance, die die Bevölkerung hat. Es ist egal, ob die Menschen beim Thema Wasserversorgung oder Betreuen von obdachlosen Tieren lernen, sich zu organisieren, zu diskutieren, abzustimmen, wichtig ist, dass sie es können, denn aus diesen Fertigkeiten entsteht die Zivilgesellschaft. Diese Zivilgesellschaft ist inzwischen so stark, dass die obersten Geistlichen, die in verbrämter Form zu den jüngsten Säureattentaten aufforderten, sich der Öffentlichkeit gegenüber ganz empört zeigen. Sie sprechen von einer Verleumdungskampagne des Auslands, der Begriff „Aufforderung zum Befolgen der Gebote und Behinderung des Verbotenen“ bedeute etwas ganz anderes usw.
Es geht nicht darum, dass sie mal wieder ihre Hände in Unschuld waschen, sondern dass sie sich nicht mehr trauen, offen dazu zu stehen, was sie sehr wohl mit ihren Worten gefordert haben. Und das zeigt, dass ihnen kalter Wind ins Gesicht weht. Hoffen wir, dass es der Wind der Demokratie ist.

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Syrien: 5 Atomwissenschaftler erschossen

Fünf Atomingenieure, darunter auch ein Iraner, wurden in Syrien erschossen, als sie auf dem Weg zu einer Kernforschungszentrale in der Nähe von Damaskus waren.
Die Zentrale soll nach US-Angaben von Nordkorea entwickelt worden sein. In diesem Neutronenreaktor soll 1 kg angereichertes Uran vorhanden sein. Seit einem Jahr erlaubt die syrische Regierung keine Besuche der Internationalen Atomenergiebehörde mehr in dieser Einrichtung.
Die Urheber für den Mordanschlag sind nicht bekannt.

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Oman – Brücke zwischen Iran und Amerika


Yussuf ibn Alawi ibn Abdullah, Außenminister des Oman

Der Außenminister des Oman, Yussuf ibn Alawi ibn Abdullah, hat heute erklärt, dass seit gestern in Maskat, der Hauptstadt des am Persischen Golf gelegenen Staates Oman, Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA über die Frage der atomaren Abrüstung verlaufen. Schon seit fünf Jahren dient der Sultan von Oman nach seinen Worten als Vermittler zwischen dem Westen und dem Iran. Die derzeitigen Verhandlungen im Bustan-Hotel in Maskat wurden heute fortgesetzt, hinter verschlossenen Türen, wie üblich.

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Iran: Explosion im militärischen Sperrbezirk Partschin

In der Nacht von Sonntag auf Montag (5. auf 6. Oktober 2014) kam es laut Angaben des iranischen Verteidigungsministeriums bei der Sazeman-e Sanaye‘e Defa‘ (Organisation der Verteidigungsindustrie), die militärische Ausrüstung und Sprengstoffe für das Verteidigungsministerium herstellt, zu einem Brand, bei dem zwei Menschen ums Leben gekommen seien.
Laut Saham-News, die Mehdi Karubi nahe steht, kam es im militärischen Sperrbezirk Partschin im Osten Teheran zu einer heftigen Explosion, die die ganze Umgebung erschütterte und die Scheiben der Häuser im Umkreis eindrückte. Ein heller Schein war am Ort der Explosion von weitem zu sehen. Die Wege Richtung Partschin wurden von den Militärs gesperrt, so dass niemand den Vorfall aus der Nähe begutachten konnte.
Die Internationale Atomenergiebehörde hegt den Verdacht, dass in Partschin Zünder für atomare Sprengkörper entwickelt werden. Bis heute wurde der Internationalen Atomenergiebehörde der Zugang zu diesen Einrichtungen verweigert.

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Atom-Macht Iran in den Kartoffelfeldern

Folgende Fotos stammen von der staatlichen iranischen Presseagentur ISNA. Sie zeigen die Kartoffel- und die Knoblauchernte im heutigen Iran. Während auf Manövern die neuesten Raketen präsentiert werden und die vorige Regierung ständig von der Entwicklung der iranischen Atombombe schwärmte, sehen wir hier, dass die Regierung nicht nur ein Heer von Arbeitslosen geschaffen hat, sondern dass sie die Bevölkerung in einer derart verelendeten Lage hinterlassen hat, dass trotz der hohen Arbeitslosenzahl auf den Feldern sogar Kinder arbeiten! Nicht, dass die Erwachsenen nicht arbeiten könnten, ganz im Gegenteil, die Armut ist so groß, dass auch die Kinder arbeiten müssen, damit die Familie überlebt.


Bis hier Bilder aus der Kartoffelernte, hier unten wird Knoblauch geerntet:

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Pressekonferenz des iranischen Außenministers Zarif in Wien

Der iranische Außenminister Mammad Jawad Zarif gab heute, Dienstag, 15.7.2014, ebenfalls eine Pressekonferenz. Nach seinen Aussagen hätte es in den Gesprächen große Fortschritte gegeben. Er fordert eine Verlängerung der Frist, bis zu der die Gespräche abgeschlossen sein müssten und wird das seinem politischen Führer vorschlagen. Er vermutet, dass seine Verhandlungspartner bei den westlichen Großmächten das gleiche bei ihren politischen Führern tun. Angesichts der Verhandlungsfortschritte würde sich das lohnen.

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Atomverhandlungen mit dem Iran

Auf der heutigen (Dienstag, 15.7.2014) Pressekonferenz in Wien bei den 5+1 Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm erklärte der US Außenminister John Kerry, dass es in wichtigen Fragen noch einen deutlichen Riss gäbe. In anderen Schlüsselfragen hätte es Fortschritte gegeben, aber es müsse noch weiter gearbeitet werden. Kerry sagte weiter, dass er den Iraner klar gemacht hätte dass die 19.000 Zentrifugen für ihr Programm zur Urananreicherung zu viel seien und die Zahl deutlich gesenkt werden müsse.

Er versuche sich auf eine Einigung bis zum 20. Juli zu konzentrieren. Eventuell gäbe es auch nach dem 20. Juli eine Verlängerung der Gespräche.

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Iran: Raketen statt Pflugscharen

Am Dienstag, den 13. Mai 2014, finden die nächsten Verhandlungen zur atomaren Abrüstung des Irans statt. Rechtzeitig davor, am Sonntag, den 11. Mai 2014, hat der Religiöse Führer des Irans, Ajatollah Chamene‘i, auf einer Raketenausstellung der iranischen Streitkräfte und der Pasdaran, die iranischen Verhandlungsziele ausgegeben.


Ayatollah Chamene‘i: Wir müssen die Frage der Sanktionen von der Frage der atomaren Verhandlungen trennen.


Die Frage ist wie? Der Ajatollah weiß Antwort: Durch Massenproduktion von Raketen.


Die herzustellen ist die Pflicht der Herren mit den komischen Kappen.


So wünscht es der Religiöse Führer des Irans.


Und was bringen da die Raketen?

Habibollah Sayyari
„Damit können wir die amerikanische Flotte im Persischen Golf in 15 Sekunden zerstören“, sagt der Oberbefehlshaber der iranischen Seestreitkräfte.


„Und dabei können wir die Amerikaner der US-Marine im Persischen Golf auch als Geiseln nehmen“, fährt der Oberbefehlshaber fort.
Er verschweigt leider, wie er dieselben noch lebend aus den Trümmern der Flotte hervorzieht, die er in 15 Sekunden zerstört haben will.


Gruppenbild nicht mit Dame, aber dafür mit den neuen Verhandlungsargumenten, rechts über der Schulter von Ajatollah Chamene‘i.


Und sollte noch jemand Zweifel an der Wirksamkeit von Gottes Wort aus dem Munde des Ajatollahs haben – rechts hinten steht sein smarter Götterbote. Nicht Amor, nicht Hermes, aber zweifellos schnell.

Wir können sicher sein, dass diese Verhandlungen ein erfolgreiches Ende nehmen werden. ;-)

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Atomenergie im Iran: Ein unrentables Geschäft


Kernphysiker Ahmad Schirsad

Wie Ahmad Schirsad, ein ehemaliger iranischer Parlamentsabgeordneter und heutiger Physik-Professor, der über Kernteilchen seine Doktorarbeit geschrieben hat, erklärt, ist die Nutzung der Kernenergie im Iran ein Verlustgeschäft. Es gebe weder ausreichende Vorräte im eigenen Land noch ließen sich diese zu günstigen Preisen abbauen. Wie er sagt, verfügt der Iran nach Angaben der Atomenergiebehörde über Vorräte von 1400 Tonnen Uranerzen, daraus lassen sich 140 Tonnen konzentrierte Uranmineralien gewinnen. Die Kosten für die Gewinnung von einem Kilogramm der „yellow cake“, wie man das konzentrierte Gemisch von Uranmineralien nennt, beträgt 260 Dollar im Iran, in manchen Staaten dagegen 20 bis 30 Dollar. Die Kosten für die Gewinnung von Uranerz im Iran sind so hoch, weil die Vorkommen in den Provinzen Jasd und Bandar-Abbas in großen Tiefen liegen. Hinzu kommt, dass die Vorräte an Uran für den Betrieb des Atomkraftwerks in Buschehr vielleicht vier bis sechs Jahre reichen, dann muss der Brennstoff ohnehin im Ausland eingekauft werden.

Atomenergie unwirtschaftlich
Aus diesen Gründen ist es laut Ahmad Schirsad wirtschaftlich unsinnig, im Iran auf die Atomenergie zu setzen. Würde man das gleiche Geld für die Entwicklung der Petroindustrie oder die Teppichindustrie investieren, hätte die Bevölkerung wesentlich mehr davon.
Laut Kenntnis von Ahmad Schirsad arbeiten im Nuklearsektor im Iran 30.000 Menschen, mehr als in vielen anderen Staaten. Was die tun, ist nicht klar, zumal es keine iranische Aufsichtsbehörde im Nuklearsektor gibt. Sprich, ein Teil der beträchtlichen Aufwendungen des iranischen Staates für die Atomenergie dürfte im Sumpf der Korruption verschluckt werden…
Als Parlamentsabgeordneter hatte Ahmad Schirsad auch die iranischen Nuklearanlagen besucht, die 30 Meter unter der Erde angelegt worden waren. Auf die Frage, wieso sie die Anlagen so weit unter der Erde gebaut hätten, das sei doch sonst nirgendwo auf der Welt der Fall, gab der Verantwortliche der Anlage keine Antwort. Er meinte nur, sie hätten einen entsprechenden Befehl erhalten.

Nuklear-Technik bedeutet nicht den Bau von Atomkraftwerken
Was die iranischen Forschungsanstrengungen im Bereich der Kernenergie angeht, ist Ahmad Schirsad der Auffassung, dass es damit nicht weit her ist. Dies sei eine Folge des Embargos. Ein Student der Kernphysik hätte heutzutage nicht einmal die Möglichkeit, an einer internationalen Konferenz teilzunehmen oder für Praktika ins Ausland zu gehen. Dadurch hätten die Studenten keine Möglichkeit, ihre Kenntnisse zu erweitern.
Die staatliche Propaganda im Iran, die vom Nutzen der Nukleartechnologie in anderen Wissenszweigen spricht, sei Augenwischerei. So würden für die Bereiche, in denen man Nukleartechnologie einsetze, keine so starken und energiereichen Strahler benötigt wie im Bereich der Energiegewinnung. Für die Nuklear-Forschung benötige man kein angereichertes Uran.

Radioaktive Verseuchung – darüber schweigen die iranischen Medien
Ahmad Schirsad kritisiert auch, dass die Medien im Iran über die Folgen der radiaktiven Verschmutzung der Umwelt schweigen. Wenn die Medien darüber die Wahrheit berichten würden, wäre auch die iranische Bevölkerung gegen die Nutzung der Kernenergie.
Für Ahmad Schirsad ist klar, dass die Fixierung auf die Kernenergie rein politisch-militärisch begründet war, während die Energiegewinnung, die Wirtschaftlichkeit oder der Nutzen für die Bevölkerung überhaupt keine Rolle spielten. Als einer der ersten im Iran, die öffentlich gegen die Nutzung der Kernenergie aufgetreten sind, hat er sich nicht beliebt gemacht. Seiner Karriere scheint sein Einsatz gegen die Kernenergie geschadet zu haben, wobei er sich allerdings nicht über Einzelheiten äußert. Vielleicht, weil seine Gegner noch an der Macht sind.

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Iran: Rüstungsprogramm geht weiter


Werkzeug für Herstellung von Waffen oder Schrott für 1 Million Euro?

In Genf hat die Regierung von Hassan Rouhani mit den Westmächten vereinbart, ihr Atomprogramm unter Aufsicht zu stellen. Im Gegenzug wurden finanzielle Erleichterungen und eine teilweise Suspendierung der Sanktionen versprochen. Das ist die eine Seite der Medaille. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Guardia Civil in Spanien am 1. April 2014 vier Personen in Tarragona, Barcelona und Palma de Mallorca unter dem Vorwurf festgenommen, illegal Maschinen in den Iran exportieren zu wollen, die für militärische wie zivile Nutzung einsetzbar sind.
Drei der Festgenommenen sind spanische Staatsbürger und wieder auf freiem Fuß, die vierte Person ist iranischer Staatsbürger und erst vor zwei Wochen nach Spanien eingereist, genauer, nach Palma de Mallorca. Der iranische Staatsbürger wurde in ein Gefängnis eingewiesen.
Nach den amtlichen Darstellungen, wie sie in der spanischen Tageszeitung El País wiedergegeben werden, hat sich der Vorgang so abgespielt:
Vor einem Jahr verkaufte ein britisches Rüstungsunternehmen Metallform-Maschinen der deutschen Marke Leifeld an ein zweites britisches Unternehmen. Dieses Unternehmen verkaufte die gebrauchten Maschinen an den iranischen Unternehmer, der jetzt in Palma de Mallorca verhaftet wurde zu einem stolzen Preis von 1 Million Euro. Die Maschinen wurden dann heimlich nach Spanien gebracht, was für eine zivile Verwendung ein seltsames Vorgehen ist. Laut El País kann man mit diesen Anlagen sowohl Feuerlöscher als auch Rohre für Nuklearraketen oder für Gaszentrifugen von Uran-Anreicherungsanlagen herstellen. Ob dies beabsichtigt wurde, ist nicht bewiesen.
Die Ermittlungen in diesem Fall standen bis jetzt unter der Aufsicht des Untersuchungsgerichts Nr. 6 von Tarragona (Juzgado de Instrucción número 6 de Tarragona).
Die Tatsache, dass die iranischen Behörden zu diesem Zeitpunkt den Unternehmer nach Spanien schickten, lässt den Verdacht aufkommen, dass bestimmte Kreise (um den Religiösen Führer Ajatollah Chamene‘i) ein Interesse daran haben, dass die Sanktionen aufrecht erhalten werden. Mit solchen Maßnahmen lässt sich das gewiss leicht erreichen.

Quelle:
http://politica.elpais.com/politica/2014/04/07/actualidad/1396859146_451988.html

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Atomverhandlungen erfolgreich: Freudentag im Iran

Am 20. Januar 2014 ist vielen Menschen im Iran ein Stein vom Herzen gefallen. Einer der unmittelbaren Vorwände für einen drohenden Krieg ist entfallen. In Genf haben sich die Vertreter des Irans und der Gruppe 5+1 auf ein Abkommen geeinigt, mit dem auch die iranische Regierung zufrieden ist.
Ali Akbar Salehi, Leiter der iranischen Organisation für Atomenergie, gab bekannt, dass der Iran ab Montag, den 20. Januar 2014, freiwillig die Herstellung von auf 20% angereichertem Uran in Natans und Fordu suspendieren wird.
Der Brutreaktor in Arak wird nicht mit neuem Brennstoff beliefert, die Anlage in Isfahan, in der Kernbrennstäbe und -tabletten hergestellt werden, stellt ihre Tätigkeit ebenfalls ein. Diese Angaben wurden am Montag von internationalen Beobachtern kontrolliert.
Nach Angaben von Ali Akbar Salehi hat der Iran seit Beginn seines Urananreicherungsprogramms 416 kg auf 20 % angereichertes Uran („yellow cake“) hergestellt. In den kommenden sechs Monaten werden 100 kg davon auf geringere Konzentrationen (z.B. 0,9%) abgereichert. Als Gegenleistung hat die 5+1-Verhandlungsgruppe in Genf der iranischen Regierung versprochen, 4,2 Milliarden Dollar der eingefrorenen iranischen Gelder freizugeben.
Behrus Kamalwandi, der Sprecher der iranischen Organisation für Atomenergie, erklärte am Montag, den 20. Januar 2014, im iranischen Fernsehen, dass der Hauptteil der Sanktionen bezüglich des iranischen Erdölsektors und des Embargos der iranischen Erdölexporte suspendiert wird. Die Sanktionen bezüglich petrochemischer Erzeugnisse und ihres Exports werden vollständig suspendiert. Die Sanktionen bezüglich der Herstellung von Autos und Auto-Ersatzteilen und ihres Exports, sowie das Verbot des Handels mit Gold und Edelmetallen werden aufgehoben. Auch die Sanktionen, die die Flugzeugindustrie und die Reparatur und Instandhaltung von Flugzeugen betrafen, werden aufgehoben.

Die Anlagen zur Anreicherung von kernwaffenfähigem Uran im Iran werden verplombt

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Erdbeben in Buschehr (Iran): AKW auf schwankendem Boden

Am vergangenen Donnerstag, den 28. November 2013, ereignete sich in Borasdschan in der Region Buschehr im Süden Irans ein Erdbeben der Stärke 5,7 auf der Richterskala. Beim Erdbeben waren Tote und Verletzte zu beklagen. In der Region hat es dieses Jahr schon mehrere starke Erdbeben gegeben. In Buschehr wird schon seit längerem ein Atomkraftwerk gebaut.

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