Archiv der Kategorie 'Bildung'

Iran: 3-tägiger landesweiter Streik der Lehrkräfte


Seit gestern, Sonntag, den 03. März 2019, streiken die Lehrkräfte im Iran landesweit für drei Tage. In der Islamischen Republik Iran ist Freitag Ruhetag, nicht der Sonntag! Die Lehrkräfte kommen weiterhin in die Schule, bleiben aber im Lehrerzimmer und erklären den Schülern lediglich, warum sie streiken. Auf diese Weise sind auch die Familien der Schüler im ganzen Land informiert, was die Gründe und Forderungen der Lehrkräfte sind.


1. Freilassung aller Lehrerinnen und Lehrer, die wegen ihrer beruflichen Forderungen in Haft sind und Einstellung sämtlicher Verfahren in diesem Zusammenhang.
2. Beseitigung sämtlicher rechtlicher Hindernisse für die Bildung einer Berufsvertretung der Lehrkräfte im ganzen Land – also einer Art Lehrergewerkschaft.
3. Bereitstellung ausreichender Mittel im staatlichen Budget für das nächste Haushaltsjahr (beginnt im Iran im Frühling). Das betrifft die Finanzierung der Schulen wie auch die ausreichende Bezahlung der Lehrkräfte und die Auszahlung der ausstehenden Löhne und Zusatzzahlungen.
4. Gleichstellung der Renten von Lehrkräften mit denen anderer staatlicher Bediensteter im Ruhestand, um sicherzustellen, dass die Renten über der Armutsgrenze liegen.
5. Aufhebung der jetzigen Krankenversicherung und Ersatz durch eine besser funktionierende, die sowohl diejenigen im aktiven Lehrdienst wie die Lehrkräfte im Ruhestand umfasst.
6. Der Schulbesuch soll gemäß Artikel 30 der Iranischen Verfassung kostenlos bleiben. Die Politik, die Eltern für schulische Dienstleistungen finanziell zu belasten, muss beendet zu werden.
Die Forderungen der Lehrkräfte werden auch von Schülern unterstützt.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/78774/
vom 03.03.2019, 16:30
tahassone mo°alleman dar dahha shahr iran

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Demonstration von pensionierten Lehrerinnen und Lehrern vor dem Arbeitsministerium

Am heutgen Dienstag kam es zu einer Demonstration von pensionierten Lehrerinnen und Lehrern sowie anderen Rentnerinnen und Rentnern vor dem Arbeitsministerium in Teheran. Die Menschen kritisierten die Schwierigkeiten, angesichts der hohen Inflation die Lebenshaltungskosten zu bestreiten.

Darüber hinaus wandten sie sich gegen die jüngsten Folterungen von Sepide Qalyan und Esmail Bakschi, sowie gegen die als Einschüchterung gedachte Ausstrahlung von „Dokumentationen“ ihrer unter Folter erpressten, angeblichen Geständnisse im Staatsfernsehen.

Kommentar:

Noch in den 1980er Jahren, also den ersten Jahren nach der Islamischen Revolution im Iran, haben Angehörige von Inhaftierten es nicht gewagt, außerhalb des engsten Familienkreises über eine Festnahme zu sprechen. Zu groß war die Angst vor Repressalien und Ausforschungen von Geheimdiensten. Das änderte sich in den folgenden Jahrzehnten langsam. In den 90er Jahren sprach man immerhin in der Famile über die Festnahmen, jedoch ohne nähere Angaben über die Umstände. Im Ausland wurde nicht berichtet, selbst wenn es Hinweise gab. Viel später erst wurden Informationen an Medien, auch im Ausland, weitergegeben, die die Angehörigen neutral zu den Festgenommenen befragten. Erst vor wenigen Jahren wurde es üblich, über Folterungen von Angehörigen zu berichten und dies sogar in der Öffentlichkeit. Mit Esmail Bakschi und Sepideh Qalyan sehen wir mutige AktivistInen, die sogar noch einen Schritt weiter gehen: sie kommen aus dem Gefängnis, wo sie gefoltert wurden und gehen sogleich an die Presse und berichten im Internet. Sie haben offene Briefe geschrieben, in denen sie fordern, dass ihre Folterer festgenommen, vor Gericht gebracht und bestraft werden. Auch die streikenden Arbeiter in Haft-Tapeh haben Signalwirkung gehabt. Ihre inhaftierten Aktivisten sind bekannt und ihre Freilassung wird auch von anderen Bewegungen gefordert, die sich mit ihnen solidarisieren.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran – Teheran: Klare Worte an der Uni von Teheran


7. Dezember 2018, an der Uni von Teheran

Am Freitag, den 7. Dezember, war im Iran der 16. Adhar, das ist ein wichtiger Gedenktag der Studenten an allen Universitäten im Iran.
Dieses Jahr hatten die Studenten der Uni von Teheran den Religiösen Führer Ajatollah Chamene‘i gebeten, zu ihrer Veranstaltung zu kommen. Er sagte ab.
Ein Studentenvertreter sprach vor den versammelten Studentinnen und Studenten. Was er in aller Klarheit und unter dem Beifall der Anwesenden aussprach, ist hörenswert:
„Dieses Jahr ist das Jahr (13)97 (=2018). Es ist das vierzigste Jahr der Revolution (von 1978/9). Wenn ihr diesen vierzig Jahren nicht in der Lage wart, an dieser Uni, die die Grundlage für die Revolution geschaffen hat, Freiheit zu schaffen, bringt ihr das auch in den nächsten vierzig Jahren nicht zustande. Es geht nicht an, dass die Verantwortlichen der Uni jeden Tag kommen und sagen, ihr müsst dies tun, ihr müsst das tun, und das dürft ihr nicht tun.
Isma‘il Bachschi ist ein Arbeiter (inhaftierter Vertreter der Arbeiter von Haft-Tape). Er hat seinen Lohn eingefordert, jetzt ist er im Gefängnis. Der Leiter der Lehrergewerkschaft von Maschhad wurde mit Gewalt in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Warum? Weil er gesagt hat, dass die Bezahlung der Lehrer zu wenig ist, mit 1,2 Millionen Tuman… Wovon soll ein Lehrer in Teheran damit überleben? Der Führer der Islamischen Republik Iran (=Ajatollah Chamene‘i) ist seit 30 Jahren der Führer dieses Staates. Warum antwortet er auf die Anfragen der Universitäten nicht? Warum kommt er nicht an die Uni? Warum redet er nicht mit den Studenten? Wir sind keine Unruhestifter, wir stehen hinter dieser Regierung und hinter diesem Volk. Nur Diktatoren haben kein Ohr für das, was ihre Gegner sagen.“
(Auf dem Film bis 1:30, dann geht der Sprecher von der Tribüne)

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=171476
vom 17. Adhar 1397 (8. Dezember 2018)
film / agar dar ihn 40 sal natawanestid azadiye daneshgah-ra tazmin konid, 40 sale digar ham nemishawad

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Fortsetzung des Lehrerstreiks im Iran

Letzten Monat haben wir über den Lehrerstreik im Iran berichtet. Der Streik richtete sich gegen die mit der hohen Inflation verbundene Abnahme der Kaufkraft eines Lehrergehalts, gegen die Abnahme der Qualität des Unterrichts und gegen die Verhaftung von Lehrkräften, die sich gewerkschaftlich für die Rechte der Lehrenden eingesetzt haben. Dieser Streik wurde – nach einer Unterbrechung – heute wieder aufgenommen.

Streiks fanden heute in folgenden Städten statt:

Teheran, Maschhad, Tabris, Isfahan, Schiras, Kermanschah, Sanandadsch, Hamedan, Mariwan, Sarw-Abad, Chorram-Abad, Bahane, Saghes, Isfahan, Schiras, Babol, Karadsch, Al-Bors, Dscholfa, Ardabil, Yazd, Buscher, Kazerun, Ghazvin, Sari, und weitere.

Es folgen einige Bilder von den Streiks aus verschiedenen Städten.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Entführter Lehrer Haschem Chastar freigelassen


Haschem Chastar zusammen mit seiner Frau nach seiner Freilassung

Wir hatten berichtet, dass die sogenannten Sicherheitsorgane den gewerkschaftlich aktiven, im Ruhestand befindlichen Lehrer Haschem Chastar entführt hatten und die Angehörigen über seinen Aufenthaltsort im Ungewissen gelassen hatten. Später stellte sich heraus, dass er zwangsweise in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurde. Proteste von Lehrergewerkschaften und anderen Gruppen hatten jetzt Erfolg. Sie führten zur Freilassung von Haschem Chastar. Dieser bedankt sich in einer Grußbotschaft an die Unterstützer und hofft, dass auch anderen Gefangenen diese Unterstützung zuteil wird.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=89822
vom 19. Aban 1397 (10. November 2018)
payame hasheme xastar be mardome iran pas az azadi

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Gewerkschafter erst „verschwunden“, dann zwangspsychiatrisiert

Am 30. Oktober erschien eine Erklärung des Koordinationsrats der Lehrergewerkschaften des Irans, in der gegen das Verschwindenlassen des pensionierten Lehrers und Gewerkschaftsaktivisten Haschem Chastar protestiert wurde. Wie der Koordinationsrat weiter schreibt, stellte sich dann heraus, dass er zwangsweise in die Psychiatrie eingewiesen wurde, was auf ein Zusammenspiel der sogenannten Sicherheitskräfte und der Justiz hindeutet.
Heute, den 5. November, haben sich eine Reihe von Lehrern und Angehörigen des Zwangspsychiatrisierten vor dem Ebne-Sina-Krankenhaus (Avicenna-Krankenhaus) von Maschhad versammelt. Es handelt sich dabei um eine psychiatrische Klinik. Haschem Chastar wird dort in einer Abteilung festgehalten, in der er keinen Besuch empfangen darf.
Angesichts des Protests wurde das Krankenhaus von sogenannten Sicherheitskräften umzingelt, mindestens acht Personen, darunter auch die Ehefrau und ein Sohn von Haschem Chastar wurden festgenommen und mit einem Polizeiauto weggebracht.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=169119
vom 14. Aban 1397 (5. November 2018)
tajammo° moqabele bimarestane ebne sinaye mashhad dar e°teraz be bazdasht wa bastari kardane hashem xastar dar bande bimarestane mamnu° ol-molaqat + film

http://www.rahekargar.net/browsf.php?cId=1033&Id=1208&pgn=
vom 8. Aban 1398 (30. Oktober 2018)
bayaniyeye shouraye hamahangiye tashkilhaye senfiye farhangiyane iran dar e°teraz be robudane mohandes hashem xastar

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Teheran (Iran): Studentenproteste

Die Studierenden der Amir-Kabir-Universität in Teheran haben heute gegen die Preise des Studentenessens und die schlechte Qualität des Mensa-Essens protestiert, indem sie ihr Essen der Reihe nach auf den Boden legten und anschließend auf einer Strecke von rund 2 km eine Protestkundgebung abhielten.

https://rahekargar1358.wordpress.com/2018/10/22/mary-10563/
von 22.10.2018
daneshjuyane daneshgahe amirkabir dar e°teraz be keyfiyate bade ghad_a wa kaheshe xadamate daneshjuyi tahasson kardand

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Studenten unterstützen Lehrerstreik


Am Montag haben sich Studenten verschiedener iranischer Hochschulen mit den Forderungen der streikenden Lehrer für solidarisch erklärt, so an der Alame-Tabatabai-Hochschule und an der Fakultäten für Sozialwissenschaften der Uni von Teheran

https://rahekargar1358.wordpress.com/2018/10/15/tahasson-7/
vom 15. Oktober 2018
daneshjuyan dar defa° az motalebate mo°alleman wared °arse shodand / °aks

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Lehrerstreik im Iran


Am gestrigen Sonntag haben Lehrerinnen und Lehrer In den Städten Teheran, Maschhad, Tabris, Isfahan, Schiras, Kermanschah, Ilam, Yassudsch, Sanandadsch, Samirom, Hamedan, Amol, Sarin-Schahr, Gon-Abad, Eslam-Abad, Torbate Heydariye, Mariwan, Sarw-Abad, Chorram-Abad und Garme einen Sitzstreik eröffnet. Der Streik richtet sich gegen die mit der hohen Inflation verbundene Abnahme der Kaufkraft eines Lehrergehalts, gegen die Abnahme der Qualität des Unterrichts und gegen die Verhaftung von Lehrkräften, die sich gewerkschaftlich für die Rechte der Lehrenden eingesetzt haben. Andere Aktivisten wurden zur Strafe in weit abgelegene Gebiete versetzt. Die Streikenden fordern in zweisprachigen Gebieten Unterricht in der Zweitsprache, gemäß Artikel 15 der iranischen Verfassung.

Am zweiten Tag des Lehrerstreiks wird von der Ausbreitung auf eine Reihe weiterer Städte im ganzen Land berichtet, auch Ahwas gehört dazu. Aus verschiedenen Städten wird berichtet, dass sich auch Schüler dem Streik angeschlossen haben, um die Forderungen der Lehrer zu unterstützen.
Die Lehrer protestieren, dass sie im Vergleich zu anderen staatlichen Angestellten deutlich schlechter besoldet werden und fordern, dass das gesetzliche Recht auf kostenlosen Unterricht auch in der Praxis eingehalten wird. Der Streik ist auf zwei Tage begrenzt. Wenn die Forderungen der Streikenden nicht erfüllt werden, wollen die Lehrer im nächsten Monat (Aban, nach dem persischen Kalender) erneut in den Streik treten.

Im Mai dieses Jahres hatten die Lehrer mit ähnlichen Forderungen gestreikt. Darauf wurden eine Reihe von Aktivisten verhaftet und zu Gefängnisstrafen von bis zu 7 Jahren sowie zur Auspeitschung verurteilt.

https://www.radiofarda.com/a/iran-teachers-sit-in-protest/29542690.html
vom 22. Mehr 1397 (14.10.2018)
aghaze tahassone mo°alleman dar chandin shahre iran

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=167365
vom 22. Mehr 1397 (14.10.2018)

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=89389
vom 23. Mehr 1397 (15.10.2018)
dowomin ruze e°tesabe sarasariye mo°alleman

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Hochschuldozenten kritisieren Staatspräsident

125 iranische Hochschuldozenten haben in einem offenen Brief an den iranischen Staatspräsidenten Hassan Rouhani kritisiert, dass in der Folge der landesweiten Proteste vom Dezember 2017/Januar 2018 zahlreiche Studenten verhaftet und zu langen Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Die Dozenten weisen darauf hin, dass Hassan Rouhani im Wahlkampf versprochen habe, für mehr akademische Freiheit zu sorgen. Die Studierenden, die inhaftiert und verurteilt wurden, seien für ihre Kritik am System bekannt gewesen. Von mehr Freiraum für die Universitäten könne da nicht die Rede sein.

https://www.radiofarda.com/a/iran-students-uninersities-rohani-/29367724.html
vom 25. Tir 1397 (16. Juli 2018)
name be hasan rouhani: 125 ostade daneshgah be bazdasht wa sodure ahkame qaza‘i °aleyhe daneshjuyan e°teraz kardand

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Ewin-Gefängnis (Teheran, Iran): Ex-Sprecher der Lehrergewerkschaft im Hungerstreik

Mahmud Beheschti Langarudi, Gewerkschaftsaktivist und ehemaliger Sprecher der Lehrergewerkschaft für die Region Teheran, ist aufgrund seiner Gewerkschaftstätigkeit im Ewin-Gefängnis inhaftiert. Da die Behörden seine Forderungen ignorieren, befindet er sich seit 14 Tagen im Hungerstreik. Er hat mindestens 6,5 kg Gewicht verloren, außerdem hat er möglicherweise eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die unbehandelt tödlich verlaufen kann. Eine Infusion lehnte Mahmud Beheschti Langarudi ab.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=160012
vom 24. Tir 1397 (15. Juli 2018)
chahardahomin ruze e°tesabe ghaza‘iye mahmud beheshti langarudi, fa°°ale senfiye mo°alleman dar zendan

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Schulen ohne Klo

Laut einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tabnak fehlt vielen Schulen im Iran nicht nur ein Sportplatz, Laboratorien oder eine Schulbücherei, in ärmlichen Gegenden sind viele Schulen nicht einmal mit Toiletten ausgestattet.
Seyyed Mohammad Batha‘i, der aktuelle Kultusminister des Irans, erklärte kürzlich auf einer Sitzung des Obersten Organisationsstabs zum Ausbau und zur Förderung der Leibeserziehung (Setade °aliye tashkilatiye gostaresh wa erteqaye fa°aliyathaye tartibe badani), dass er kürzlich beim Besuch einer Schule festgestellt habe, dass sie über keine Toiletten verfügte. In der Nähe sei aber ein Gebäude mit Toiletten gewesen. „Na, was will man mehr?“ sagte der Minister: „Sollte man diese Möglichkeit nicht den Schülern zur Verfügung stellen?“
Statt also Haushaltsmittel bereit zu stellen, damit die Schulen für Toilette ausgestattet werden, sieht der Minister die praktische Lösung darin, sie in Nachbargebäude zu schicken.
Doktor Kamran, Parlamentsabgeordneter von Isfahan, kritisierte im Gegenzug gegenüber, dass für die Renovierung der Toiletten im siebenstöckigen iranischen Parlament rund 300 Millionen Tuman ausgegeben werden. Der Auftrag wurde ohne Versteigerung vergeben.
Dies zeigt nur, dass das ohnehin recht kleine Budget (die Hauptsummen des Erdölexports wandern verdeckt in die Taschen der Pasdaran und ihres Umfelds) eher der Selbstbedienung der Entscheidungsträger dient als dem Land.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=157362
vom 14. Juni 2018 (24. Chordad 1397)

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Filmfestspiele in Cannes: Ein neuer Film von Dscha°far Panahi

Dscha°far Panahi (Jafar Panahi) ist ein iranischer Filmregisseur, der aus politischen Gründen schon hinter Gittern gesessen hat. Er war dieses Jahr eingeladen, seinen neuesten Film „Se roch“ (Drei Gesichter) in Cannes vorzustellen. Das iranische Regime verlangte von ihm, zuvor öffentlich um Entschuldigung zu bitten. Er erklärte, eine Entschuldigung bedeute, dass er, der ohne Gründe zu Unrecht ins Gefängnis geschickt wurde, nachträglich seinen Verfolgern auch noch Recht gibt. Das werde er nicht tun. Die Folge: Er durfte nicht aus dem Iran ausreisen, sein Stuhl in Cannes blieb leer. Sein Film wurde trotzdem vorgeführt, und das Regime zugleich. Im Films „Drei Gesichter“ geht es um eine junge Frau, die studieren will und von ihren Eltern daran gehindert wird. Sie bittet deshalb um Hilfe.

https://www.radiofarda.com/a/panahi-movie-draw-attentions-in-Cannes-festival/29224031.html
vom 23. Ordibehescht 1397 (13. Mai 2018)
nemayeshe filme tazeye ja°far panahi, iran bare digar dar markaze tawajjohe jashnwareye kan

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Lehrer gehen auf die Straße


Vergangenen Donnerstag haben im ganzen Land die Lehrerinnen und Lehrer dagegen protestiert, dass die Löhne für Lehrkräfte unter der Armutsgrenze liegen, die derzeit bei 5 Millionen Tuman im Monat liegt. Sie fordern eine Anhebung über die Armutsgrenze und eine angemessene Rentenversicherung.

Proteste fanden vor der Budget- und Planungsbehörde in Teheran sowie vor den Filialen des Kultusministeriums in Isfahan, Schiras, Tabris, Kermanschah, Masenderan, Chorram-Abad, Saqqe, Mariwan, Chomeini-Schahr, Sari, Diwan-Dare, Kaserun, Mamassani und anderen Städten statt.

Einige Protestteilnehmer sollen festgenommen worden sein.

Quellen:
http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=86515
vom 20. Ordibehescht 1397 (10. Mai 2018)
tajammo°haye sarasariye farhangiyan – goruhi az mo°allemin bazdasht shodand

https://www.radiofarda.com/a/iran-teachers-protest-at-low-pay-bad-education-policy/29219029.html
vom 20. Ordibehescht 1397 (10. Mai 2018)
‚bazdashte‘ chandin mo°allem dar peye tajammo°e e°teraziy dar tehran wa ostanhaye digar

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Selbstmord mit „Reistabletten“


In Naghade hatten sich drei Schülerinnen der Oberstufe abgesprochen, Selbstmord zu verüben. Eine hat im letzten Moment Abstand genommen, die beiden anderen sind zur Tat geschritten. Von diesen ist die eine gestorben, die andere liegt im Koma.
Als Mittel zum Selbstmord ist im Iran die sogenannte Reis-Tablette häufig geworden. Es handelt sich um ein Mittel gegen Nagetiere, das im Iran speziell zum Schutz von Reis-Depots benutzt wird.
Chemisch handelt es sich um Aluminiumphosphid, das in Kontakt mit Wasser Phosphorwasserstoff bildet, das wichtige Enzyme des Atembereichs blockiert. Der Tod dauert mehrere Stunden und ist sehr schmerzhaft.

https://www.radiofarda.com/a/three-students-committed-suicide-in-naghade/29213033.html
vom 17. Ordibehescht 1397 (7. Mai 2018)
xodkoshiye hamzamane seh danesh amuze doxtar dar naqade
http://www.asriran.com/fa/news/377268/
qorse berenj-ra beshenasim, xatar dar kamin ast

https://en.wikipedia.org/wiki/Aluminium_phosphide

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email