Archiv der Kategorie 'Bildung'

Iran: Ein Film, der dem Minister nicht gefällt


Szene aus dem Film „Ich bin nicht wütend“

Resa Darmischian hat einen Film unter dem Titel „Assabani nistam“ (Ich bin nicht wütend) gedreht, der vom Aufbegehren der Studenten im Jahr 2009 handelt. Es geht um einen kurdischen Studenten, der wegen seiner politischen Aktivitäten vom staatlichen Spitzeldienst „Sternchen“ bekommt, keineswegs eine Belohnung, denn wer zuviel davon hat, wird aus dem Studium geworfen.
So ergeht es auch dem Kurden. Die Geschichte geht weiter, er verliebt sich in eine junge Frau und so weiter. Der Film wurde mit staatlicher Erlaubnis gedreht, und damit er gezeigt werden darf, musste der Regisseur mehrmals diverse Szenen retouschieren. Sogar ein Parlamentsausschuss beschäftigte sich mit dem Film und kam zum Schluss, dass man ihn jetzt zeigen kann.
Nicht so der Minister für Kultur und religiöse Aufklärung (ein gar nicht so harmloses Ministerium – ein Protest gegen dessen Auftritt auf der Mustermesse in Basel hat dem Verfasser einmal einige Stunden Arrest auf der Polizeiwache eingebracht).
Dieser Minister also findet, man sollte den Film nicht zeigen – das war’s dann.

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Zwang zum Beten

Der im Bildungsministerium zuständige Leiter für den Koran und die Scharia, Mohammad Rezah Mossayeb Zadeh, hat am letzten Donnerstag, 4.9.2014, die Regel erlassen, dass im gesamten Iran in allen Bildungseinrichtungen ein halbe Stunde gemeinschaftliches Beten zur täglichen Pflichtübung wird.

Die Regel gilt für egal ob in der Grundschule oder im Gymnasium, und unabhängig von der Jahrgangsstufe. Die Beteveranstaltungen erfodern die Teilnahme eines jeden Schülers und einer jeden Schülerin – keine kann sich entziehen. Kontrolliert werden soll das ganze von den Religionsschulen.

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Iran: Nourusabad – im Süden von Teheran


Nourusabad ist ein Viertel im Süden von Teheran.
Was in Europa als „Nord-Süd-Konflikt“ tituliert wird, spiegelt sich im Unterschied zwischen Nord-Teheran und Süd-Teheran wieder. Im Norden wohnen die Reichen, die Mächtigen, im Süden diejenigen, die keine Arbeit haben, oder eine Woche pro Monat. Hier wohnen die Menschen, in deren Stadtteil es keinen Metzger gibt, weil sich niemand Fleisch leisten kann, in denen man selbst beim Bäcker und beim Lebensmittelhändler in der Kreide steht, weil man kein Geld hat, zu zahlen. Oder erst, wenn man mal wieder Arbeit gefunden hat. Nicht einmal gesundes Wasser gibt es hier, dafür stinkendes Abwasser vor der Haustür. Viele Kinder werden nicht in die Schule geschickt, weil sich die Eltern nicht das Geld für die Schulkleidung leisten können. Frauen sitzen vor den Häusern in der glühenden Hitze und häkeln. Hier ist die Armut und ihr Geruch zu greifen. Um das zu ändern, haben die Iraner eine Revolution gemacht, und was ist der Lohn?

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Iran: Studenten gegen Zensur und Überwachung

2400 Studentinnen und Studenten der Allame-Tabatabai-Hochschule haben einen Brief an den Rektor der Hochschule mit Kopie an den Kultusminister des Irans gesand.
In ihrem Brief protestieren sie gegen die Vorzensur von Studentenzeitungen, was gegen einen Beschluss des Hohen Rats der Kulturrevolution verstoße. Dieser Hohe Rot wurde nach der Revolution von 1979 gebildet und ist für die Lehrpläne zuständig.
Die Studenten fordern außerdem mehr Lehrkräfte an der Hochschule, eine Beendigung der Diskriminierung von studierenden Frauen, und sie fordern die Abschaffung der Überwachungskameras, die im Hochschulbereich installiert wurden.

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Iran: Für Frauenrechte ins Parlament


iranische Zivilgesellschaft in Aktion

Am vergangenen Dienstag, den 21. Januar 2014, ist eine Gruppe von Aktivistinnen beim Ausschuss nach Artikel 90 (einer Art Petitionsausschuss) des iranischen Parlaments vorstellig geworden, um eine Petition mit 2000 Unterschriften zu übergeben. Die Forderung lautet auf Abschaffung der Diskriminierung von Frauen im Studienbereich. So sind jetzt an 36 Universitäten des Landes die Frauen aus 77 Studiengängen ausgeschlossen. Die Aktivistinnen sprachen zuerst mit Vertretern des Ausschusses nach Artikel 90, der sie dann an das Sekretariat des Parlaments weiterverwies, damit die Petition den korrekten Amtsweg durchlaufe. Dort gaben sie ihre Petition ab.

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Iran: Mollas statt Ingenieure

Die Regierung des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani war angetreten, die politische Isolation des Landes zu durchbrechen, und die gelähmte Wirtschaft des Irans wieder in Gang zu setzen. Wie weit Worte und Taten auseinander klaffen, zeigen die Daten, die die Zeitung „Scharq“ (Der Osten), die den Reformisten nahe steht, am 15. Dezember 2013 (24. Adhar) veröffentlichte.

1300 Milliarden für die Ausbildung für Geistliche
So gibt es im neuen Haushalt den Posten „Nehad-haye dini va houzavi“ (Religiöse Einrichtungen und islamische Lehranstalten), der 18 religiöse Institutionen betrifft, die direkt dem Staat unterstehen. Diese hatten im fiskalischen Vorjahr ein Budget von 1030 Milliarden Tuman, jetzt sind es 1300 Milliarden Tuman, also ein Zuwachs von 26%. Angesichts der horrenden Inflation im Iran (selbst die staatliche iranische Zentralbank sprich von über 45%) bedeutet dies zwar in Wirklichkeit zwar eine deutliche Einbuße, aber erst, wenn man die Zahlen in Vergleich zu den nicht religiösen Schulen oder Hochschulen setzt, sieht man, wo die Schwerpunkte liegen. Denn es ist klar, dass bei einem infolge der Sanktionen geschrumpften Staatsbudget weniger Gelder zu verteilen sind als früher.
Und hier wird es interessant.

178 Milliarden für die beste Elite-Universität des Landes
So erhalten die fünf wichtigsten staatlichen Universitäten des Irans im neuen Budget 829 Milliarden Tuman, darunter die Scharif-Hochschule in Teheran (Daneshgahe Scharif) gerade einmal 178 Milliarden Tuman. Dabei werden die Abgänger dieser Hochschule überall im Westen, auch in Deutschland, mit Handkuss aufgenommen.

Über 1000 Milliarden für die „Universität“ der Pasdaran
Während hier gespart wird, sieht das Budget für die private „Universität“ Daneshgah-e Payam-e Nur (Hochschule der Botschaft des Lichts) über 1000 Milliarden Tuman vor. Diese Hochschule produziert nichts außer theologischem Altpapier, sie dient dazu, den Bassidschis und Pasdaran einen Doktortitel zu beschaffen, damit sie danach noch mehr Geld vom Staat als Gehalt einziehen können.
An diesem Detail sieht man übrigens auch, wie kurzsichtig auch die Pasdaran denken. Wer Atombomben bauen will, täte besser daran, in die Universitäten und die Physik zu investieren, nicht in die Produktion falscher Doktoren. So hat die Geldgier auch ihr Gutes.

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Iran: Junge Mullahs üben für die Zukunft

Der Fotograf dieser Aufnahmen kommentierte die Serie mit dem Titel „Übung, um auf den Menschen zu reiten“.

Anmerkung: Diese jungen Mullahs haben die erste Stufe der Religionsschule abgeschlossen und sind nach Hause (Turkmensahra, Nordiran) gekommen. Dort lassen sie sich von ihren Verwandten feiern.

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Der Religiöse Führer pfeift Wissenschaftsminister zurück

Der vom iranischen Präsidenten Rouhani ernannte Interims-Wissenschaftsminister, Jafar Tofighi, muss nach kurzer Zeit wieder gehen

Nicht alle Ministerkandidaten, die Rouhani dem Parlament vorgeschlagen hatte, darunter auch sein Wissenschaftsminister, wurden vom Parlament angenommen. Nun machte Rouhani von seinem Recht Gebrauch, für drei Monate einen von ihm allein bestimmten Vertreter im Wissenschaftsministerium, Jafar Tofighi, einzusetzen.

Jafar Tofighi fing umgehend damit an, die Maßnahmen seines Amtsvorgängers unter Ahmadinedschad zurückzunehmen.

Ahmadinjedschad hatte in seiner Amtszeit – mit Unterstützung des Religiösen Führers Ali Chamene‘i, – zahlreiche Universitätsrektoren entlassen oder vorzeitig in Ruhestand versetzt und durch radikale Fundamentalisten ersetzt. An den Universitäten machten sich Vertreter der Geheimdienste, der Bassidschi und der Revolutionswächter breit. Mitglieder dieser Organisationen konnten studieren, ohne das Auswahlverfahren zu durchlaufen. Umgekehrt wurden viele Studentinnen und Studenten exmatrikuliert, die sich nicht an die strengen Bekleidungsvorschriften hielten oder sich politisch betätigten.

Tofighi setzte nun einige entlassene Rektoren wieder ein und erklärte, dass die Polizeistaatsatmosphäre an den Universitäten nichts verloren hätte. Früher entlassene StudentInnen sollten wieder zum Studium zugelassen werden.

Bei dem jüngsten Vorschlag Rouhanis für das Wissenschaftsministerium ist Tofighi plötzlich nicht mehr dabei. Der Parlamentsabgeordnete Ali Motahari sagte heute in diesem Zusammenhang, dass der Religiöse Führer sich gegen Tofighi ausgesprochen habe und er deswegen nicht mehr von Rouhani vorgeschlagen worden sei.

Anmerkung: Chamene‘i war offensichtlich mit den Maßnahmen von Tofighi nicht einverstanden und hat keinerlei Interesse, dass sich die Atmosphäre an den iranischen Universitäten ändert.

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Iran: Fundis benutzen Rouhani als Köder

Am Samstag, den 12.10.2013, besuchte der iranische Staatspräsident Hassan Rouhani auf Einladung des Rektors der Universität Teheran diese Hochschule, wo er sich für eine freie Forschung und Lehre aussprach.
Aber die Wirklichkeit sah und sieht anders aus: Denn der Rektor der Universität hatte Hassan Rouhani extra einen kleinen Raum gegeben, den er mit Bassidschi-Studenten und anderen radikalen Kräften auffüllte, und diverse Organe in Zivil umringten den Veranstaltungsraum und ließen die normalen Studenten, die den Vortrag des Präsidenten hören wollten, nicht durch. Mehr noch, sie verhielten sich aggressiv zu den Studenten, filmten sie und drohten ihn gar mit Inhaftierung.
Selbst Studenten, die eine Eintrittskarte für den Vortrag besaßen, wurden nicht eingelassen, ebensowenig der Studentenvertreter, der laut Plan ebenfalls eine Rede halten sollte.
Ein Student meinte, im Wahlkampf habe Hassan Rouhani davon gesprochen, er besitze den Schlüssel zur Lösung der anstehenden Probleme. Es sehe aber so aus, als ob er mit seinem Schlüssel nicht einmal die Universität öffnen könne.
Die Situation erinnert an die Zeit von Präsident Chatami, der sich zwar als Reformer präsentierte, aber de facto nicht in der Lage war, die radikalen Kräfte unter Kontrolle zu bringen, die letztlich im Auftrag des Religiösen Führers tätig sind.

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Mehr als 600 Aktivistinnen der Frauen- und Studentenbewegung haben sich bei Gericht beschwert

Auszüge aus der Erklärung der Aktivistinnen

„Unsere Beschwerde richtet sich gegen die Diskriminierungspolitik im Bildungssystem. Der Anteil der Frauen an den iranischen Universitäten hat sich aufgrund der Geschlechterungleichheit verringert. In den letzten zwei Jahren hat die Diskriminierungspolitik den Frauen und Mädchen im Bildungssystem viele Probleme bereitet. An den Universitäten fußt die Geschlechterdiskriminierung auf zwei Säulen: einmal ist es die geringe Frauenquote bei den Zulassungen zu bestimmten Fächern, zum anderen ist es die geringe Zahl der Fächer, die Studentinnen für ihr Studium überhaupt zugänglich sind. So durften im Jahr 2012 an 36 Universitäten 77 verschiedene Fächer von Frauen nicht belegt werden. Nach Protesten und Demonstrationen von Eltern, Studentinnen wurde die Zahl der 77 nicht studierbaren Fächern in etwa halbiert. Dennoch hat sich unsere Situation in Bildung und Wissenschaft allgemein eher verschlechtert und die Hindernisse haben für Frauen zugenommen. Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, führt das zu negativen Effekten in der iranischen Gesellschaft und auch in unserer Wirtschaft. Frauen, die nicht studieren können, haben schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und können mit den Männern nicht konkurrieren. Frauen werden so über kurz oder lang zu Personen zweiter Klasse in der unserer Gesellschaft. Diese Diskriminierungspolitik steht sogar im Widerspruch zur iranischen Verfassung. Diese ungerechte Bildungspolitik muss sich ändern!“

Anmerkung: In der zweiten Legislaturperiode von Ahmadinejad wurden die Rektoren an zahlreichen iranischen Universitäten ausgetauscht und durch Anhänger von Chamene‘i und Ahmadinejad ersetzt, mit dem Ziel, die Universitäten zu islamisieren. Proteste von Studentinnen und Studenten für ganz grundlegende Dinge wurden niedergeschlagen und verboten, die Teilnehmer mussten oft die Universitäten verlassen. Die Atmosphäre an den Universitäten hat sich militarisiert. Das Sagen an den Universitäten hatten nicht Wissenschaftler sondern Bassijis und der iranische Geheimdienst. Ihre Mitglieder bekamen Ämter und Pöstchen in wissenschaftlichen Kollegien, sie wurden als Lehrer (!) eingestellt und bekamen einen Studienplatz ohne am Ausleseverfahren teilgenommen zu haben. Seit letzter Woche, als die Universitäten wieder geöffnet haben, kam es dort zu zahlreichen Protestetn und an Hasan Rouhani gerichteten Offenen Briefen gegen die Geschlechterdiskriminierung.

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Iranisches Schulsystem: Ruinen fürs Volk, Paläste für die Mollas


Während Millionen von Schülern aus einfachen Familien im Iran nicht einmal mehr in die Schule gehen können und viele Schulen auf dem Lande eher Ruinen gleichen als öffentlichen Gebäuden, lassen sich die Geistlichen nicht lumpen, wenn es um ihren Nachwuchs geht. In Qom wurde vor kurzem eine neue Schule für die Ausbildung von Geistlichen mit allem Prunk eröffnet. Die Kosten für das Bauwerk wurden wohlweislich nicht veröffentlicht.

So sehen die „gleichen Rechte für alle“ im real existierenden Islam aus.

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3 200 000 iranische Kinder können nicht zur Schule


Iranische Schule in einem Dorf, vermutlich im Nordiran

Gestern, 23.9.2013, war der erste Schultag für viele Schülerinnen und Schüler im Iran. 2011 sind über 10 Mio. Kinder im Iran in die Schule gegangen.

Die iranische Zeitung Schar berichtet allerdings davon, daß heuer 3 200 000 iranischen Kindern der Zugang zu einer Schule, egal ob Grundschule oder Gymnasium, verwehrt ist. Der Grund dafür ist, dass viele Familien die Kosten, die ein Schulbesuch erfordert, nicht aufbringen können. Sie haben nicht genug Geld um die Schulmaterialien, die Schulkleidung oder den Bus zu Schule zu bezahlen. Außerdem müssen immer mehr Kinder zum Lebensunterhalt der Familie beitragen, indem sie vom Unterricht fernbleiben und in der Landwirtschaft helfen oder kleine Jobs im informellen Sektor ausüben. Dies betrifft Jungen mehr als Mädchen.

Der Autor des Artikels sprach angesichts der Zunahme der Zahl der Kinder, die nicht zur Schule gehen, sogar von einem Tumor in der Gesellschaft.

Anmerkung: In den letzten 8 Jahren hatte der Iran über 600 Mrd. Dollar Öleinkommen. Immer wieder verschwinden im Iran Gelder und versickern in dunklen Kanälen. So z.B. auch die 12 Mrd. Dollar, über deren Verbleib die letzte Regierung unter Ahmadinedschad keine Auskunft geben konnte.

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Iran: Städtebau, der zum Himmel stinkt


Kundgebung vor dem Gouverneurssitz von Schiras

Die Einwohner der Neubausiedlungen Saman, Farhangiyan und Scharq-e Miyan-Rud, die im Umkreis von Schiras erbaut wurden, haben jetzt vor dem Sitz des Gouverneurs von Schiras protestiert. Sie haben zwar neue Häuser und eine Straße in die Stadt, aber kein Strom, keinen Gasanschluss, keine Busverbindung, keine Schule, keine Polizeiwache und am schlimmsten von allem – nicht einmal eine Abwasserleitung. Dass das zum Himmel stinkt, kann auch der Liebe Gott bestätigen.
Seit zwei Jahren versprechen die Behörden Abhilfe, aber es tut sich nichts.
Übrigens, dieser Staat, der derartiges Organisationstalent an den Tag legt, baut auch Atomkraftwerke und Bomben…

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Iran: Keine Trauerfeier für die Falschen

Kürzlich kam es im kurdischen Dorf Schinabad (Kreis Piranschahr, Region Urumije) zu einem Brand in der Schule, in dessen Folge mehrere Schulkinder ums Leben kamen. Darauf wollten Studenten an der Universität Mahabad (ebenfalls im iranischen Kurdistan gelegen) eine Trauerfeier für die Kinder abhalten. Die Universitätsleitung verbot es ihnen, ohne eine Begründung zu geben. Die Studenten haben darauf die Gedenkveranstaltung vor den Toren der Hochschule abgehalten.


vor den Toren der Hochschule Mahabad

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Rückschritt zur Scharia im iranischen Modell


Anoshiravan Gymnasium , eine Mädchenschule in Teheran im Jahr 1970, d.h. vor der Islamischen Revolution


Hajar-Gymnasium (vor der Revolution: Anoshiravan Gymnasium) im Jahr 2012

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