Archiv der Kategorie 'Demonstration'

Abadan – Iran: Arbeiter blockieren Zufahrt zum Rathaus


Arbeiter der Müllabfuhr und des Straßen- und Wohnungsbaubetriebs der iranischen Großstadt Abadan haben vergangenen Sonntag (16.09.2018) mit einem Bulldozer die Zufahrt zur Stadtverwaltung der Stadt Abadan versperrt. Ihre Löhne stehen seit vier Monaten aus. Auch ihre Beiträge zur Krankenversicherung wurden nicht bezahlt, so dass sie nicht zum Arzt gehen können. Da ihre Kinder bald wieder in die Schule gehen müssen und sie nicht einmal das Geld haben, um ihre Kinder mit dem Nötigsten auszustatten, haben die Arbeiter jetzt zu so einem radikalen Schritt gegriffen. Frühere Proteste waren von den verantwortlichen Behörden ignoriert worden.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=165333
vom 26. Schahriwar 1397 (17.09.2018)
kargarane talabkar worudiye shahrdariye abadan-ra ba luder bastand

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Iran: Bankenopfer fordern Todesstrafe

Im Iran wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Banken in betrügerischer Absicht gegründet. Die Banken versprachen hohe Zinsen und tauchten dann samt dem Geld der Anleger unter. Die iranische Zentralbank, die diesen Betrüger-Banken Kredite gab, war in dieser Hinsicht ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen. Mehr noch, sie stattete die Betreiber solcher Banken mit wissentlich unwahren Dokumenten aus. Das geschah nicht ohne Grund: Die Betreiber dieser Banken stammten aus dem Dunstkreis der Revolutionswächter (Pasdaran) und waren dank ihrer Beziehungen in der Lage, an diese Kredite und Dokumente zu kommen.
Viele Iraner, die ihr einziges Vermögen solchen Banken anvertrauten, sind nun äußerst empört und demonstrieren seit längerem vor verschiedenen Institutionen, um eine Bestrafung derer zu verlangen, die in ihren Augen schuldig sind, und um ihr Geld zurück zu bekommen.
Das Auftreten dieser Protestteilnehmer wird zunehmend radikaler. Auf einem Video dieses Protests sieht man eine Person symbolisch am Galgen hängen. Gemeint ist der ehemalige Präsident der iranischen Zentralbank.
Auf dieser Kundgebung vor der iranischen Zentralbank in Teheran wurden folgende Parolen klar vernehmlich gerufen und mehrfach wiederholt:
mofsede eqtesadi e°dam bayad gardad – Wirtschaftsverbrecher gehören hingerichtet
marg bar seyf – Tod für Seyf
Wali-ollah Seyf war der Präsident der Iranischen Zentralbank. Er wurde nach verschiedenen Protesten abgesetzt, aber wie eine Demonstrantin auf dieser Kundgebung erklärte, hat ihn Staatspräsident Hassan Rouhani jetzt zu einem seiner Wirtschaftsberater gemacht.
Neben der Radikalisierung in der Bevölkerung zeigt dieser Film auch, dass populistische Forderungen nach der Todesstrafe, wie wir sie nicht nur aus den USA kennen, auch im Iran zu Hause sind.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=165321
vom 26. Schahriwar 1397 (17.09.2018)
film: 26 shariwar, tajammo°e gharat-shodegane kaspiyen wa be dar awixtane sembolike wali ollah seyf

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Iran: Streiks als Vorboten eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs?


Die Stahlarbeiter der Stahlfabrik Goruhe Melliye San°atiye Fulade Iran in Ahwas streiken wieder. Seit vier Monaten erhalten sie ihre Löhne nicht. Sie beklagen, dass inzwischen zwar die Privatisierung rückgängig gemacht wurde und die Firma an die iranische Nationalbank übergegangen ist, aber die Verantwortlichen unternähmen nichts, um die Firma wieder in Gang zu bringen.

Die Arbeiter der Zuckerrohrfabrik von Haft-Tape fordern die Zahlung von zwei ausstehenden Monatslöhnen und eine Rücknahme der Privatisierung dieser Firma, die vor dreieinhalb Jahren erfolgte. Das Beispiel aus Ahwas zeigt freilich, dass auch dies nicht unbedingt bedeutet, dass ihre Arbeitsplätze gerettet werden.

Ebenfalls Proteste gibt es aus dem Imam-Chomeini-Krankenhaus von Karadsch. 25 Angestellte fordern endlich ihre Löhne, die seit 5 bis 10 Monaten nicht gezahlt wurden.

Dies sind jeweils nur Einzelfälle, aber sie signalisieren, dass die Zahlungsfähigkeit des Staates so drastisch gesunken ist, dass möglicherweise ein wirtschaftlicher Kollaps droht.

https://www.radiofarda.com/a/iran_ahwaz_hafttepeh_karaj_strike_wage/29455376.html
vom 5. Schahriwar 1397 (27. August 2018)
dahomin ruze e°tesabe kargarane goruhe melliye san°atiye fulade iran wa neyshekare haft tape

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Iran: Dritter Tag der Straßenproteste

Die Unzufriedenheit im Iran wächst. Die Proteste haben inzwischen auch Teheran erreicht, wo sie mit massivem Einsatz von Einheiten zur Aufstandsbekämpfung beantwortet wurden. Auch in den Städten Arak, Isfahan, Qahderdschan, Schahin-Schahr, Nadschaf-Abad, Maschhad, Sari, Ahwas, Kermanschah, Schiras und Karadsch gingen die Menschen auf die Straße und riefen Parolen gegen den Religiösen Führer Ajatollah Chamene‘i und gegen die Regierung. Ein Schwerpunkt der Proteste landesweit waren wirtschaftliche Themen, nämlich Inflation und Arbeitslosigkeit.

Am Donnerstag, den zweiten August (11. Mordad), waren Proteste in Isfahan und Schiras gewaltsam aufgelöst worden: Die Sicherheitskräfte setzten hierzu Tränengas ein, gaben Schüsse ab und verprügelten Demonstranten. Als Reaktion warfen die Demonstranten Steine auf die Beamten und machten Feuer auf der Straße, um die Wirkung des Tränengases zu verringern. Es wird von Festnahmen berichtet.
Bei der Niederschlagung der Proteste waren nicht nur die sogenannten Sicherheitskräfte, sondern auch die Bassidschi-Milizen und Beamten in Zivil beteiligt.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=88003
vom 12. Mordad 1397 (3. August 2018)
gozareshhaye taze az sewomin ruze e°terazate xiyabani dar iran

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Iran: Geplünderte Sozialversicherung


Gewerkschaftsvertreter vor der Iranischen Sozialversicherung in Teheran

Heute haben Gewerkschaftsvertreter vor der Iranischen Sozialversicherung in Teheran protestiert. Sie wiesen darauf hin, dass der Staat die Gelder der Sozialversicherung, also die eingezahlten Beträge der Arbeitnehmer, veruntreut hat, indem er sie an Leute mit Beziehungen als Kredit verlieh. Diese Leute meldeten dann den Konkurs an und zahlten weder den Kredit zurück noch die Zinsen. Said Mortasawi, der ehemalige Richter, Staatsanwalt und Folterer von Sahra Kasemi, hatte als Direktor der Sozialversicherung solche korrupten Sitten praktiziert. Jetzt, bei geplünderten Kassen, wird gespart. Es heißt, dass zwischen 70 und 120 Medikamente, von der Liste der Arzneien gestrichen werden, die die Sozialversicherung für die Arbeitnehmer und Rentner übernimmt. So werden also die Verluste aus dem staatlich organisierten Betrug an die Arbeiter und Rentner weitergereicht.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/75875/
vom 16.07.2018, 12:45
tajammo°e e°teraziye kargaran dar moqabele sazemane tamine ejtema°i

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Kaserun – Iran: tödliche Polizeischüsse

In Kaserun, einem Landkreis in der Provinz Fars, finden seit einigen Monaten Proteste gegen eine Neuziehung der Verwaltungsgrenzen statt. In der Region soll ein neuer Landkreis namens „Kuhe Chenar“ gebildet werden. Diese Neuziehung der Grenzen soll auf das Betreiben des Kaseruner Parlamentsabgeordneten Hossein Resasade (Rezazade) zurückgehen und hat vermutlich zur Folge, dass Gelder des Zentralstaats an den Landkreis Kaserun dann zulasten der Bevölkerung in seine Taschen fließen werden. Dagegen richtete sich der Protest ursprünglich. Als es dann zu Verhaftungen kam, gingen die Menschen am Abend des 16. auf den 17. Mai 2018 auf die Straße, um dagegen zu protestieren. Hierauf griff die Polizei mit scharfer Munition ein und schoss direkt auf die Bürger. Nach Berichten der Kampagne für Menschenrechte im Iran sollen dabei mindestens drei Zivilisten erschossen und eine unbekannte Zahl verletzt worden sein. Laut Angaben von Ismail Tabadar, des Provinzgouverneurs von Fars, soll ein Zivilist erschossen worden sein.
Gleichzeitig mit den Protesten der Bevölkerung haben die Behörden dafür gesorgt, dass der Informationsfluss behindert wird. Handys funktionierten nicht, das Internet wurde gestört, nur noch Festnesttelefone waren benutzbar.

https://www.radiofarda.com/a/Fars-governor-confirms-one-killed-in-Kazeroun-violence/29231883.html
vom 27. Ordibehescht 1397 (17. Mai 2018)
ostandare fars koshte shodane yek nafar dar tajammo°e e°teraziye kazerun-ra ta‘yid kard

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Iran: Lehrer gehen auf die Straße


Vergangenen Donnerstag haben im ganzen Land die Lehrerinnen und Lehrer dagegen protestiert, dass die Löhne für Lehrkräfte unter der Armutsgrenze liegen, die derzeit bei 5 Millionen Tuman im Monat liegt. Sie fordern eine Anhebung über die Armutsgrenze und eine angemessene Rentenversicherung.

Proteste fanden vor der Budget- und Planungsbehörde in Teheran sowie vor den Filialen des Kultusministeriums in Isfahan, Schiras, Tabris, Kermanschah, Masenderan, Chorram-Abad, Saqqe, Mariwan, Chomeini-Schahr, Sari, Diwan-Dare, Kaserun, Mamassani und anderen Städten statt.

Einige Protestteilnehmer sollen festgenommen worden sein.

Quellen:
http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=86515
vom 20. Ordibehescht 1397 (10. Mai 2018)
tajammo°haye sarasariye farhangiyan – goruhi az mo°allemin bazdasht shodand

https://www.radiofarda.com/a/iran-teachers-protest-at-low-pay-bad-education-policy/29219029.html
vom 20. Ordibehescht 1397 (10. Mai 2018)
‚bazdashte‘ chandin mo°allem dar peye tajammo°e e°teraziy dar tehran wa ostanhaye digar

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Iran – Karadsch: Tränengas für die Opfer betrügerischer Bankgeschäfte

Im Iran gab es eine ganze Reihe von Privatbanken, die unter der Aufsicht der Zentralbank agierten, das Geld von Anlegern einsteckten und dann damit untertauchten. Die Geschädigten haben heute vor dem Sitz so einer Bank, der Moasseseye Touse°eye Alborz (Institut zur Entwicklung von Albors) demonstriert und wurden daraufhin von der Polizei mit Pfefferspray auseinander getrieben. Versteht sich, auch hinter diesen betrügerischen Banken stehen Leute, die mit den Pasdaran verbunden sind.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=153886
vom 11. Ordibehescht 1397 – 1. Mai 2018
film – sarkube tajammo°e gharat shodegane moasseseye touse°eye alborz ba estefade az gaze felfel; karaj

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Iran – Kaserun: Massenprotest gegen Stadtteilung

Auf Betreiben des Parlamentsabgeordneten von Kaserun soll ein Teil der Stadt abgespalten werden und daraus eine neue Verwaltungseinheit entstehen. Ziel ist es wohl, Gelder in diese neue Einheit abzuleiten, in der der erwähnte Abgeordnete sein Quartier hat. Dieser Plan hat die Bevölkerung von Kaserun auf die Beine gebracht. Am Freitag, den 20. April 2018, war schon der fünfte Tag der Straßenproteste gegen diesen Plan. Zahlen über die Teilnehmer sind nicht bekannt, die Filme zeigen aber, dass es Tausende gewesen sein müssen.
Eine der Parolen des Protests lautete: Doshmane ma hamin jast, dorugh migand amrikast.
„Unser Feind ist hier, es ist eine Lüge, wenn sie sagen, das sei Amerika.“
Die Proteste wurden auch zum Freitagsgebet in die Moschee der Stadt getragen, wo ein Teil der Demonstranten rief: „Wehe dem Tag, an dem wir zu den Waffen greifen.“

http://news.gooya.com/2018/04/post-14019.php
vom 20. April 2018
e°teraze mardomiye kazerun be namaz jom°e keshid

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Iran: Lehrer als Leiharbeiter


Wenn es um die Ausbeutung von Arbeitskräften geht, können die westlichen Kapitalisten noch manches aus dem islamischen Paradies auf Erden lernen. So hat das iranische Kultusministerium inzwischen 10.000 Lehrer nicht direkt eingestellt, sondern als Leiharbeiter angestellt, die es jederzeit entlassen kann. Diese Lehrer bekommen 700.000 Tuman im Monat als Lohn, was unter dem Mindestlohn des Ministeriums liegt. Und es ist nicht gesagt, dass sie den Lohn auch wirklich ausgezahlt bekommen. Hinzu kommt, dass sie auch keine vollständige Sozialversicherung haben, wie direkt angestellte Lehrer. Aus diesem Grund haben am gestrigen Sonntag diese Leihlehrkräfte vor den Filialen des Kultusministeriums in verschiedenen Städten wie Qaswin und Kerman protestiert.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=86026
vom 26. Farwardin 1397 (15. April 2018)
tajammo°e mo°allemane xaride xadamate amuzeshi dar shahr-haye moxtalef

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Iran – Kurdistan: Protest der Basarhändler von Bane und Dschawanrud


leeres Tischtuch…

Aus Protest gegen die Schließung der iranisch-irakischen Grenze und gegen die Erhöhung der Zölle haben die Basarhändler von Bane und Dschawanrud vergangenen Samstag ihre Läden geschlossen und ein leeres Tischtuch auf der Straße ausgebreitet. Der Protestzug der Händler wurde von Sicherheitskräften auseinander getrieben. Die Staatskräfte gaben dabei Schüsse in die Luft ab. Die Proteste gingen am Montag weiter: diesmal versammelten sich die Händler vor dem Sitz des Verwaltungschefs von Bane.

http://news.gooya.com/2018/04/post-13852.php
vom 15. April 2018
e°tesabe bazaryane bane wa jawanrud w pahn kardane sofreye xali dar xiyaban

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Iran – Ahwas: 500 Verhaftungen – der Protest geht weiter

Nach den Protesten der arabischsprachigen Bevölkerung in Ahwas gegen eine staatliche Fernsehsendung haben die Staatsorgane rund 500 Menschen verhaftet. Heute haben Angehörige der Verhafteten vor der Provinzverwaltung vor der Provinzverwaltung der Provinz Chusestan und vor dem Sitz zweier Parlamentsabgeordneter aus Ahwas im Parlament in Teheran protestiert. Die Angehörigen weisen darauf hin, dass die Verhaftung wegen friedlicher Kundgebungen im Rahmen der Gesetze jeglicher Grundlage entbehrt. Ihr Versuch, mit dem zuständigen Richter der 12. Kammer des Revolutionstribunals Kontakt aufzunehmen, scheiterten an der Verweigerungshaltung des Gerichts.
Die arabische Bevölkerung von Ahwas protestiert gegen die Leugnung ihrer Identität durch den iranischen Staat und fordert auch das Recht auf Unterricht in der Muttersprache, also auf Arabisch.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=86052
vom 27. Farwardin 1397 (16. April 2018)
tajammo°e xanewadehaye bazdashtshodegane ahwaz dar moqabele nehadhaye hokumati

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Iran: Streikende Bauern, streikende Arbeiter

Am Morgen des 27. März 2018 eröffneten die landwirtschaftlichen Arbeitskräfte der Zuckerrohr einen Streik auf dem Hof der Zuckerrohrfabrik von Haft-Tape, nachdem bekannt geworden war, dass die als Tagelöhner angestellten Kräfte im kommenden Monat (Ordibehescht) entlassen würden. Nach einer Meldung der Freien Union der Arbeiter des Irans (Ettehadiyeye Azade Kargarane Iran) schlossen sich den landwirtschaftlichen Kräften rasch die Arbeiter aller anderen Bereiche der Zuckerrohrfabrik an. Selbst die Angestellten der Sicherheitsbehörde (Haraasat), die für die politische Überwachung der Arbeiter zuständig ist, schlossen sich dem Protest an! Da sich die Verantwortlichen nicht blicken ließen, zogen die Streikenden zum Protest zum Markt von Haft-Tape. Unterwegs zerrissen die aufgebrachten Arbeiter die da und dort aufgehängten Banner der Firmenleitung, auf denen Grußworte zum Persischen Neujahr standen, und verbrannten sie. Vor dem Haupttor der Firma kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Arbeitern und einem Arbeitgeber, der eine Leiharbeitsfirma betreibt. Er konnte mit Hilfe der Polizei mit heiler Haut entkommen.
Diesem Streik waren zahlreiche leere Versprechen und Lügen der Firmenleitung vorausgegangen.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85709
vom 7. Farwardin 1397 (27. März 2018)
emruz se shanbe 7 Farwardin mah kargarane tamame baxshhaye neyshekare haft tape dast az kar keshidand wa be e°tesabe kargarane keshawarzi peywastand.

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Iran: Protest der Bauern von Ladschnan

Aus Protest gegen den Wassermangel protestieren Bauern mit ihren Traktoren vor der Verwaltungsbehörde von Ladschnan
https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=151400
Vom 28.03.2018 (8.Farwardin 1397)

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Iran: Bauern protestieren beim Freitagsgebet

Vergangenen Freitag hat eine große Zahl von Bauern aus dem Osten der Provinz Isfahan beim Freitagsgebet auf dem Pole-Chadschu-Platz protestiert, nachdem alle anderen Formen des Protests ergebnislos geblieben waren. Die Bauern leiden unter Wassermangel, der dadurch verursacht wurde, dass die Regierung Wasser vom Sayande-Fluss abgezweigt und in die Region Jasd umgeleitet hat. Versprechen von Hassan Rouhani, den Bauern wieder zu ihrem Wasser zu verhelfen, erwiesen sich als leere Versprechen. Jetzt haben die Bauern sich beim Freitagsgebet, als der von Ajatollah Chamene‘i eingesetzte Imam seine Predigt hielt, umgedreht und die Parole gerufen: „Poscht be doschman, ru be mihan.“ (erstes Video auf folgendem Link)
„Den Rücken zum Feind, das Gesicht zur Heimat.“
Beachtlich ist auch der vielstimmig vorgetragene Protest:
seda wa simaye ma, nange ma, nange ma
Unser staatliches Fernsehen ist unsere Schande, unsere Schande.
Damit beziehen sie sich auf das Totschweigen ihres Protests durch die staatlichen Medien.
Hier ist Medienkritik zur Gesellschaftsbewegung geworden, und zwar bei den Bauern, nicht bei den Intellektuellen, wo einen das nicht überraschen würde.
Die Bauern fahren fort: Solange unser Problem (der Wasserraub) nicht gelöst wird, beginnt auch das Freitagsgebet nicht.

Der Freitagsprediger ermahnte die Bauern, er könne ihren Protest verstehen, aber man solle den Feinden – der Islamischen Republik – nicht die Butter aufs Brot schmieren.
Diese neue Form des Protests hat gute Aussichten, ein Modell für weitere Protestgruppen zu werden. Damit wird der Protest dorthin getragen, wo die Urheber des Niedergangs zu finden sind. Nämlich bei den Ideologen und Propagandisten der Islamischen Republik.

https://www.radiofarda.com/a/iran-isfahan-farmers-protest-friday-prayers/29105563.html
Samstag, 17.03.2018 (26. Esfand 1396)
posht be doshman, ru be mihan – nou-awari dar e°terazhaye mahhaye axire iran

http://fa.euronews.com/2018/03/16/isfahan-farmers-protests-over-water-shortage-friday-prayer
Freitag, 16.03.2018 (25. Esfand 1396)
e°teraze keshawarzane esfahani be kam abi be namaz jom°e resid

http://news.gooya.com/2018/03/post-13012.php
vom 16. März 2018
keshawarzane mo°tarez be imam jom°eye esfahan posht kardand

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