Archiv der Kategorie 'Demonstration'

Iran – Ahwas: Stahlarbeiter fordern sofortige Freilassung der Gewerkschafter in Haft-Tape

Im Iran ist derzeit etwas im Entstehen, was an die Bildung der Gewerkschaft Solidarnosc in Polen erinnert, die das Ende des sogenannten Sozialistischen Staates einläutete. Die Inhaftierung der 16 Betriebsratsmitglieder der Zuckerrohrfabrik von Haft-Tape hat nicht nur zur Solidarisierung von Studenten in Teheran und Lehrern in Kermanschah geführt, die Stahlarbeiter von Ahwas sind heute vor den Sitz des Leiters der Sicherheitsbehörden der ganzen Provinz Chusestan gezogen und haben die sofortige Freilassung der inhaftierten Arbeiter gefordert.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=170102
vom 28. Aban 1397 (19. November 2018)
film / tajammo°e kargarane goruhe melliye fulade ahwaz moqabele farmandari ke xastare azadiye fouriye kargarane bazdashtshode neyshekare haft-tape hastand, doshanbe 28 aban 97

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Iran – Haft-Tape: Sitzstreik der Arbeiter vor dem Gericht in Schusch


Sitzstreik der Arbeiter vor dem Gericht in Schusch

Wir hatten berichtet, dass am Sonntag der Betriebsrat der Arbeiter der Zuckerrohrfabrik von Haft-Tape verhaftet wurde. Die Arbeiter haben darauf zusammen mit ihren Familien am heutigen Montag einen Protestzug zur nahegelegenen Stadt Schusch unternommen und einen Sitzstreik vor dem Gericht des Stadtkreises Schusch eröffnet, um die Freilassung der inhaftierten Arbeiter zu fordern.

Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass die Behörden es abgelehnt haben, den Rechtsanwalt, der eine Vollmacht der inhaftierten Arbeiter besitzt, zum Verfahren zuzulassen. Als Begründung wurde angegeben, dass der Prozess „Fragen der Staatssicherheit“ betreffe. Die Behörden haben eine beschränkte Liste von Anwälten, die in solchen Verfahren zugelassen werden. Man darf davon ausgehen, dass die Behörden eine ihnen genehme Auswahl getroffen haben. Soweit zum Recht auf freie Wahl des Anwalts im Iran.


Die Demo in Schusch – keine kleine Sache

https://www.radiofarda.com/a/iran_shoosh_hafttapeh_sugar_factory_strike_demonstration/29608484.html
vom 28. Aban 1397 (19. November 2018)
kargarane haft-tape baraye azadiye bazdashtshodegan bast neshastand

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=89953
vom 28. Aban 1397 (19. November 2018)
seyle kargaran dar barabare dadgahe shush

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Iran – Chusestan: Gemeinsame Streikaktionen


Protest in Ahwas

Am Samstag kam es zu gemeinsamen Streiks der Stahlarbeiter von Ahwas und der Zuckerrohrarbeiter von Haft-Tape. Beide liegen in der Region Chusestan, Ahwas ist die Provinzhauptstadt.
Während die Zuckerrohrarbeiter mit ihren Familien vor den Sitz der Sicherheitsorgane der Stadt Schusch zogen, versammelten sich die Stahlarbeiter von Ahwas vor dem Sitz des Gouverneurs, des Leiters der Sicherheitsorgane und der Justizbehörde von Ahwas. Beide Gruppen forderten die Auszahlung der ausstehenden Löhne.

https://www.radiofarda.com/a/hafttappeh-actory-workers-protest/29606183.html
vom 26. Aban 1397 (17. November 2018)
rahpeyma‘iye e°teraziye kargarane neyshekare haft-tape wa goruhe melliye fulade ahwaz

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Iran – Haft-Tape: Protestzug der Zuckerrohrarbeiter zum Freitagsgebet

Wir hatten schon von den Protesten der Zuckerrohrarbeiter von Haft-Tape berichtet. Letzten Freitag zogen sie zur Verwaltung des Chefs der Sicherheitsbehörden der Provinz und anschließend zu dem Platz in der nahe gelegenen Stadt Schusch, wo das Freitagsgebet stattfindet. Der Freitagsprediger wird im Iran in jedem Ort vom Religiösen Führer bestimmt und ist dessen Sprachrohr. In der Freitagsmoschee waren zwar Pasdaran in Zivilkleidung anwesend, aber es waren zu wenig, um die große Zahl der protestierenden Arbeiter am Betreten der Freitagsmoschee zu hindern. Der Prediger predigte, die Arbeiter riefen ihre Parolen, zugehört hat vermutlich niemand.
Der wirtschaftliche Protest richtet sich sichtbar immer mehr gegen die Verursacher des wirtschaftlichen Niedergangs, der ja schon viel früher begonnen hat als alle Sanktionen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=169885
vom 25. Aban 1397 (16. November 2018)
film / sa°ati pish kargarane neyshekar dar haft tape dar hale harekat be samte darbe farmandari wa sepas mahalle namaz

https://news.gooya.com/2018/11/post-20639.php
vom 16. November 2018
e°teraze kargaran be namaz jom°eye shush keshid

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Iran – Haft-Tape: Zuckerarbeiter streiken auf dem Basar

Seit sechs Tagen schon (bezogen auf den 10. November) streiken die Arbeiter der Zuckerrohrfabrik von Haft-Tape nun schon auf dem Basar der Stadt, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=169445
vom 19. Aban 1397 (10. November 2018)
film / tajammo°e kargarane neyshekare haft tape dar shishomin ruze e°tesab dar bazare haft tape

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Iran – Ahwas: Erneute Proteste der Stahlarbeiter

Vor drei Tagen haben die Stahlarbeiter von Ahwas ihre nächste Protestrunde eröffnet. Erstes Ziel war der Sitz der Provinzverwaltung von Chusestan, wo die Arbeiter die Parole riefen: „Hossein, Hossein, ist ihre Parole, und Diebstahl zeichnet sie aus.“ Das spielt auf die Praxis der schiitischen Fundamentalisten an, sich mit dem Schlachtruf „Ya Hossein“ in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Jetzt sind die Pasdaran an der Reihe
Aber die Proteste der Arbeiter enden hier nicht, sie richten sich jetzt gegen die Gruppe, die ganz zentral das wirtschaftliche Geschehen im Iran kontrollieren, die Revolutionswächter (Pasdaran).
Die Pasdaran (Revolutionswächter) haben eine großen Teil der iranischen Unternehmen in ihrer Hand. Viele große Wirtschaftsprojekte gehen ohne gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung an die Pasdaran-Unternehmen, die sie dann mit schlechter Qualität ausführen. Um an begehrte Aufträge zu gelangen, schrecken die Pasdar-Unternehmer auch nicht davor zurück, Dokumente zu fälschen, Mitbewerber zu bedrohen und Privatunternehmer aus dem Geschäft zu verdrängen.
Als Beispiele werden der Bau von Staudämmen und Wasserpipelines (Umleitung des Wassers aus großen Flüssen genannt), auch der Bau der Ring-Autobahn um Teheran liegt in den Händen der Pasdaran. Dieses Wissen ist im Iran inzwischen Allgemeingut, so dass die protestiertenden Arbeiter des Stahlunternehmens von Ahwas sich am heutigen Montag, dem dritten Tag ihrer neuerlichen Kundgebungen, direkt vor dem Sitz des Geheimdienstes der Pasdaran in Ahwas versammelt haben und die Parole „Marg bar Mafia“ (Tod der Mafia) riefen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=169608
vom 21. Aban 1397 (12. November 2018)
film / sewomin ruze tajammo°e kargarane goruhe melliye fulade ahwaz moqabele qarargahe ettela°ate sepah war sar dadane sho°are marg bar mafiya

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=169573
vom 21. Aban 1397 (12. November 2018)
film / sewomin ruze e°teraze kargarane goruhe melliye fulade ahwaz, 21 aban

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=169444
vom 19. Aban 1397 (10. November 2018)
film / doure jadide e°tesabe gostarde wa e°terazate kargarane goruhe melliye fulade ahwaz dar moqabele saxtemane ostandariye xuzestan ba sho°are hosein hosein sho°areshun, dozdiye eftexareshun; 19 Aban 97

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Teheran (Iran): Studentenproteste

Die Studierenden der Amir-Kabir-Universität in Teheran haben heute gegen die Preise des Studentenessens und die schlechte Qualität des Mensa-Essens protestiert, indem sie ihr Essen der Reihe nach auf den Boden legten und anschließend auf einer Strecke von rund 2 km eine Protestkundgebung abhielten.

https://rahekargar1358.wordpress.com/2018/10/22/mary-10563/
von 22.10.2018
daneshjuyane daneshgahe amirkabir dar e°teraz be keyfiyate bade ghad_a wa kaheshe xadamate daneshjuyi tahasson kardand

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Iran: Beitritt zum Abkommen gegen die Finanzierung des Terrorismus vor dem Parlament

Am Sonntag, den 7. Oktober 2018, hat das iranische Parlament beschlossen, dem internationalen Abkommen zur Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus beizutreten. Dieser Beschluss kann vom Wächterrat wieder aufgehoben werden.
Am Freitag, den 5. Oktober, fanden im Vorfeld der Abstimmung Proteste aus dem Umfeld der Pasdaran (Revolutionswächter) und Bassidschis (Paramilitärische Milizen) Demonstrationen gegen den Betritt des Irans zu diesem Abkommen statt. Die Demonstranten sprachen Drohungen gegen die Parlamentsabgeordneten aus, falls sie für den Beitritt zum Abkommen stimmten. Sie kritisierten weiterhin, dass der Beitritt die Handlungsfreiheit des Iran massiv einschränke. Auch die Freitagsimame kritisierten den geplanten Beitritt in ihren Predigten.

Kommentar
Da die Freitagsimame vom Religiösen Führer Ajatollah Chamene‘i eingesetzt werden, bedeuten solche Predigten eine verborgene Stellungnahme des Führers an die Adresse der Pasdaran. Auch der Vertreter des Religiösen Führers bei der Niruye Qods – einer Einheit der Pasdaran, die unter anderem in Syrien und Libanon aktiv ist, hat davor gewarnt, das Abkommen zu unterzeichnen, und den Wächterrat am Montag aufgefordert, den Beschluss aufzuheben.
Die Tatsache, dass er das Parlament trotzdem den Gesetzesentwurf verabschieden lässt, deutet auf ein politisches Spiel hin. Wenn dann der Wächterrat das Gesetz aufhebt, kann der Staatspräsident dem Ausland gegenüber zeigen: „Schaut her, wir haben alles versucht, aber die Hände sind uns gebunden.“ Er kann sich dann weiterhin als aufgeklärt und westlich orientiert präsentieren, ohne dass er irgendein konkretes Zugeständnis machen muss. Das ist iranische Politik.

https://www.radiofarda.com/a/Protests-in-Iran-against-FATF/29527608.html
vom 13. Mehr 1397 (5. Oktober 2018)
hamle dar namaz jom°e be layeheye peywastane iran be konwansyune moqabele ba ta‘mine terurism

https://www.radiofarda.com/a/iran-approves-fatf/29529930.html
vom 15. Mehr 1397 (7. Oktober 2018)
majles ba peywastene iran be konwansyune moqabele ba ta‘mine maliye terurism mowafeqat kard

https://www.radiofarda.com/a/revoloutionary-guards-againest-approves-fatf/29532184.html
vom 16. Mehr 1397 (8. Oktober 2018)
darxast-e nemayandeye xamene‘i baraye radde layeheye konwansyune moqabele ba ta‘mine maliye terurism

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Abadan – Iran: Arbeiter blockieren Zufahrt zum Rathaus


Arbeiter der Müllabfuhr und des Straßen- und Wohnungsbaubetriebs der iranischen Großstadt Abadan haben vergangenen Sonntag (16.09.2018) mit einem Bulldozer die Zufahrt zur Stadtverwaltung der Stadt Abadan versperrt. Ihre Löhne stehen seit vier Monaten aus. Auch ihre Beiträge zur Krankenversicherung wurden nicht bezahlt, so dass sie nicht zum Arzt gehen können. Da ihre Kinder bald wieder in die Schule gehen müssen und sie nicht einmal das Geld haben, um ihre Kinder mit dem Nötigsten auszustatten, haben die Arbeiter jetzt zu so einem radikalen Schritt gegriffen. Frühere Proteste waren von den verantwortlichen Behörden ignoriert worden.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=165333
vom 26. Schahriwar 1397 (17.09.2018)
kargarane talabkar worudiye shahrdariye abadan-ra ba luder bastand

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Iran: Bankenopfer fordern Todesstrafe

Im Iran wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Banken in betrügerischer Absicht gegründet. Die Banken versprachen hohe Zinsen und tauchten dann samt dem Geld der Anleger unter. Die iranische Zentralbank, die diesen Betrüger-Banken Kredite gab, war in dieser Hinsicht ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen. Mehr noch, sie stattete die Betreiber solcher Banken mit wissentlich unwahren Dokumenten aus. Das geschah nicht ohne Grund: Die Betreiber dieser Banken stammten aus dem Dunstkreis der Revolutionswächter (Pasdaran) und waren dank ihrer Beziehungen in der Lage, an diese Kredite und Dokumente zu kommen.
Viele Iraner, die ihr einziges Vermögen solchen Banken anvertrauten, sind nun äußerst empört und demonstrieren seit längerem vor verschiedenen Institutionen, um eine Bestrafung derer zu verlangen, die in ihren Augen schuldig sind, und um ihr Geld zurück zu bekommen.
Das Auftreten dieser Protestteilnehmer wird zunehmend radikaler. Auf einem Video dieses Protests sieht man eine Person symbolisch am Galgen hängen. Gemeint ist der ehemalige Präsident der iranischen Zentralbank.
Auf dieser Kundgebung vor der iranischen Zentralbank in Teheran wurden folgende Parolen klar vernehmlich gerufen und mehrfach wiederholt:

  • mofsede eqtesadi e°dam bayad gardad – Wirtschaftsverbrecher gehören hingerichtet
  • marg bar seyf – Tod für Seyf

Wali-ollah Seyf war der Präsident der Iranischen Zentralbank. Er wurde nach verschiedenen Protesten abgesetzt, aber wie eine Demonstrantin auf dieser Kundgebung erklärte, hat ihn Staatspräsident Hassan Rouhani jetzt zu einem seiner Wirtschaftsberater gemacht.
Neben der Radikalisierung in der Bevölkerung zeigt dieser Film auch, dass populistische Forderungen nach der Todesstrafe, wie wir sie nicht nur aus den USA kennen, auch im Iran zu Hause sind.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=165321
vom 26. Schahriwar 1397 (17.09.2018)
film: 26 shariwar, tajammo°e gharat-shodegane kaspiyen wa be dar awixtane sembolike wali ollah seyf

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Iran: Streiks als Vorboten eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs?


Die Stahlarbeiter der Stahlfabrik Goruhe Melliye San°atiye Fulade Iran in Ahwas streiken wieder. Seit vier Monaten erhalten sie ihre Löhne nicht. Sie beklagen, dass inzwischen zwar die Privatisierung rückgängig gemacht wurde und die Firma an die iranische Nationalbank übergegangen ist, aber die Verantwortlichen unternähmen nichts, um die Firma wieder in Gang zu bringen.

Die Arbeiter der Zuckerrohrfabrik von Haft-Tape fordern die Zahlung von zwei ausstehenden Monatslöhnen und eine Rücknahme der Privatisierung dieser Firma, die vor dreieinhalb Jahren erfolgte. Das Beispiel aus Ahwas zeigt freilich, dass auch dies nicht unbedingt bedeutet, dass ihre Arbeitsplätze gerettet werden.

Ebenfalls Proteste gibt es aus dem Imam-Chomeini-Krankenhaus von Karadsch. 25 Angestellte fordern endlich ihre Löhne, die seit 5 bis 10 Monaten nicht gezahlt wurden.

Dies sind jeweils nur Einzelfälle, aber sie signalisieren, dass die Zahlungsfähigkeit des Staates so drastisch gesunken ist, dass möglicherweise ein wirtschaftlicher Kollaps droht.

https://www.radiofarda.com/a/iran_ahwaz_hafttepeh_karaj_strike_wage/29455376.html
vom 5. Schahriwar 1397 (27. August 2018)
dahomin ruze e°tesabe kargarane goruhe melliye san°atiye fulade iran wa neyshekare haft tape

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Iran: Dritter Tag der Straßenproteste

Die Unzufriedenheit im Iran wächst. Die Proteste haben inzwischen auch Teheran erreicht, wo sie mit massivem Einsatz von Einheiten zur Aufstandsbekämpfung beantwortet wurden. Auch in den Städten Arak, Isfahan, Qahderdschan, Schahin-Schahr, Nadschaf-Abad, Maschhad, Sari, Ahwas, Kermanschah, Schiras und Karadsch gingen die Menschen auf die Straße und riefen Parolen gegen den Religiösen Führer Ajatollah Chamene‘i und gegen die Regierung. Ein Schwerpunkt der Proteste landesweit waren wirtschaftliche Themen, nämlich Inflation und Arbeitslosigkeit.

Am Donnerstag, den zweiten August (11. Mordad), waren Proteste in Isfahan und Schiras gewaltsam aufgelöst worden: Die Sicherheitskräfte setzten hierzu Tränengas ein, gaben Schüsse ab und verprügelten Demonstranten. Als Reaktion warfen die Demonstranten Steine auf die Beamten und machten Feuer auf der Straße, um die Wirkung des Tränengases zu verringern. Es wird von Festnahmen berichtet.
Bei der Niederschlagung der Proteste waren nicht nur die sogenannten Sicherheitskräfte, sondern auch die Bassidschi-Milizen und Beamten in Zivil beteiligt.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=88003
vom 12. Mordad 1397 (3. August 2018)
gozareshhaye taze az sewomin ruze e°terazate xiyabani dar iran

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Iran: Geplünderte Sozialversicherung


Gewerkschaftsvertreter vor der Iranischen Sozialversicherung in Teheran

Heute haben Gewerkschaftsvertreter vor der Iranischen Sozialversicherung in Teheran protestiert. Sie wiesen darauf hin, dass der Staat die Gelder der Sozialversicherung, also die eingezahlten Beträge der Arbeitnehmer, veruntreut hat, indem er sie an Leute mit Beziehungen als Kredit verlieh. Diese Leute meldeten dann den Konkurs an und zahlten weder den Kredit zurück noch die Zinsen. Said Mortasawi, der ehemalige Richter, Staatsanwalt und Folterer von Sahra Kasemi, hatte als Direktor der Sozialversicherung solche korrupten Sitten praktiziert. Jetzt, bei geplünderten Kassen, wird gespart. Es heißt, dass zwischen 70 und 120 Medikamente, von der Liste der Arzneien gestrichen werden, die die Sozialversicherung für die Arbeitnehmer und Rentner übernimmt. So werden also die Verluste aus dem staatlich organisierten Betrug an die Arbeiter und Rentner weitergereicht.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/75875/
vom 16.07.2018, 12:45
tajammo°e e°teraziye kargaran dar moqabele sazemane tamine ejtema°i

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Kaserun – Iran: tödliche Polizeischüsse

In Kaserun, einem Landkreis in der Provinz Fars, finden seit einigen Monaten Proteste gegen eine Neuziehung der Verwaltungsgrenzen statt. In der Region soll ein neuer Landkreis namens „Kuhe Chenar“ gebildet werden. Diese Neuziehung der Grenzen soll auf das Betreiben des Kaseruner Parlamentsabgeordneten Hossein Resasade (Rezazade) zurückgehen und hat vermutlich zur Folge, dass Gelder des Zentralstaats an den Landkreis Kaserun dann zulasten der Bevölkerung in seine Taschen fließen werden. Dagegen richtete sich der Protest ursprünglich. Als es dann zu Verhaftungen kam, gingen die Menschen am Abend des 16. auf den 17. Mai 2018 auf die Straße, um dagegen zu protestieren. Hierauf griff die Polizei mit scharfer Munition ein und schoss direkt auf die Bürger. Nach Berichten der Kampagne für Menschenrechte im Iran sollen dabei mindestens drei Zivilisten erschossen und eine unbekannte Zahl verletzt worden sein. Laut Angaben von Ismail Tabadar, des Provinzgouverneurs von Fars, soll ein Zivilist erschossen worden sein.
Gleichzeitig mit den Protesten der Bevölkerung haben die Behörden dafür gesorgt, dass der Informationsfluss behindert wird. Handys funktionierten nicht, das Internet wurde gestört, nur noch Festnesttelefone waren benutzbar.

https://www.radiofarda.com/a/Fars-governor-confirms-one-killed-in-Kazeroun-violence/29231883.html
vom 27. Ordibehescht 1397 (17. Mai 2018)
ostandare fars koshte shodane yek nafar dar tajammo°e e°teraziye kazerun-ra ta‘yid kard

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Iran: Lehrer gehen auf die Straße


Vergangenen Donnerstag haben im ganzen Land die Lehrerinnen und Lehrer dagegen protestiert, dass die Löhne für Lehrkräfte unter der Armutsgrenze liegen, die derzeit bei 5 Millionen Tuman im Monat liegt. Sie fordern eine Anhebung über die Armutsgrenze und eine angemessene Rentenversicherung.

Proteste fanden vor der Budget- und Planungsbehörde in Teheran sowie vor den Filialen des Kultusministeriums in Isfahan, Schiras, Tabris, Kermanschah, Masenderan, Chorram-Abad, Saqqe, Mariwan, Chomeini-Schahr, Sari, Diwan-Dare, Kaserun, Mamassani und anderen Städten statt.

Einige Protestteilnehmer sollen festgenommen worden sein.

Quellen:
http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=86515
vom 20. Ordibehescht 1397 (10. Mai 2018)
tajammo°haye sarasariye farhangiyan – goruhi az mo°allemin bazdasht shodand

https://www.radiofarda.com/a/iran-teachers-protest-at-low-pay-bad-education-policy/29219029.html
vom 20. Ordibehescht 1397 (10. Mai 2018)
‚bazdashte‘ chandin mo°allem dar peye tajammo°e e°teraziy dar tehran wa ostanhaye digar

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