Archiv der Kategorie 'Erdöl'

Iran: Die Öltanker laden nicht mehr

Das EU-Embargo auf den iranischen Erdölexport beginnt allmählich zu greifen. Die größten Reedereien von Erdöltankern fahren den Iran nicht mehr an. Während frühere Embargos wenig Wirkung zeigten, da die Reedereien sich auf den Öl-Transport zwischen dem Iran und nicht-europäischen Staaten konzentrierten, hat sich das Blatt jetzt gewendet. Das EU-Embargo bezieht nämlich auch die Versicherungen mit ein, und die meisten dieser Schiffe sind bei europäischen Versicherungen versichert. Das führt dazu, dass die Schiffe ihre Versicherung verlieren, wenn sie trotz des Embargos iranische Häfen anfahren. Und bei so teuren Schiffen will das keiner riskieren, erst recht nicht, wenn Kriegsdrohungen in der Luft liegen.

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China halbiert seine Erdölimporte aus dem Iran

China war im Jahr 2011 Großkunde für iranisches Öl. In den Monaten Januar und Februar des laufenden Jahres hat China seine Ölimporte aus dem Iran halbiert.

Laut der Nachrichtenagenur Reuters gab eine chinesische Quelle an, dass China im Jahr 2011 20% des vom Iran exportierten Öls importiert hat. Im Jahr 2011 importierte China 555.000 Barrel Öl pro Tag. Im Vergleich dazu hat China seit Januar täglich 285.000 Barrel Öl weniger importiert. Das wird sich auch im März fortsetzen.

Ursache für diese Entwicklung soll laut offizieller Stellen im Iran sein, dass China den Preis für das Öl weiter reduzieren wollte, obwohl sie bereits 8 Dollar pro Barrel weniger bezahlen müssen als üblich. Ausserdem wollte China laut dieser Quelle den Preis mit chinesischen Warenexporten verrechnen, anstatt Cash zu bezahlen.

Der Mineralölkonzern Sinopek hat im Jahr 2011 75.000 Barrel Flüssiggas pro Tag aus dem Iran importiert. Für die Monate Januar bis bis April 2012 ist der Import gänzlich gestoppt worden.

China versucht seine Ölnachfrage nun vermehrt bei Ländern wie Irak, Russland, Australien und Saudi-Arabien zu decken.

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Irans Wirtschaft im freien Fall


Chomeinis Haupt zählt nicht mehr viel: 2200 Tuman für einen Dollar

Der am Montag, den 23.01.2012, von der EU beschlossene Importstopp für iranisches Rohöl ab dem 1. Juli 2012 hat im Iran zu einer massiven Nachfrage nach harter Währung geführt.
Während der Tuman zum Ende des Schahregimes eine starke Währung war, die mit einem Kurs von 7 Tuman gegen 1 Dollar eingetauscht wurde, ist der Wechselkurs ist inzwischen auf 2200 Tuman für einen Dollar gestiegen. Während vor der Revolution der Tuman auch bei Auslandsreisen z.B. in die benachbarte Türkei als Zahlung akzeptiert wurde, ist der Tuman heute selbst im Inland bei größeren Käufen nicht gern gesehen. Wer im Iran ein Auto kaufen will, bekommt vom Händler den Preis in Dollar gesagt. Wenn der Händler sehr großzügig ist, erlaubt er dem Kunden, beim nächsten Devisenhändler nachzuschauen, wie hoch der aktuelle Wechselkurs von Tuman in Dollar ist, dann muss der Kunde den Wagenpreis entsprechend diesem Kurs in Tuman entrichten.
Farroch Qabbadi, ein iranischer Wirtschaftsfachmann, der Zugang zu Informationen aus Regierungskreisen hat, meinte kürzlich, es sei leicht, die Schuld für die Krise auf die Profiteure, auf die Geldwechsler und auf die von den Feinden ausgestreuten Gerüchte zurückzuführen. Die Gründe der Krise lägen tiefer.

Chinesische Grabsteine und Peitschen zur Selbstgeißelung
So seien die illegalen und ungeordneten Importe ein wesentliches Problem, die dazu führten, dass die einheimischen Produzenten gegenüber der Importkonkurrenz nicht mehr mithalten könnten und ihre Tätigkeit einstellten. Er machte darauf aufmerksam, dass inzwischen nicht nur Grabsteine und Peitschen zur Selbstgeißelung aus China importiert werden. So habe man festgestellt, dass in Dubai und Antalya „iranische“ Fabriken stehen, die aus China importierte Waren mit inländischen Markenzeichen versehen und so als Ware „made in Iran“ in den Iran exportieren. Ein anderes Beispiel sind 200-Liter-Fässer mit Tomatenmark aus China, die in Fabriken im Iran in 1-Kilo-Dosen umgefüllt werden und dann als iranisches Tomatenmark auf den Markt gebracht werden.
De facto werde das iranische „Freundschaftsgeld“ an die Chinesen ausbezahlt.

Iranische Industriezonen: Fast alles steht still

Der iranische Parlamentsabgeordnete Tawakkoli, der zugleich der Vorsitzende des Parlamentarischen Forschungszentrums ist und zu den Gegnern der Regierung Ahmadinschad zählt, berichtet, dass die Energie- und andere Produktionskosten so stark gestiegen sein, dass viele Unternehmen still stünden oder auf Sparflamme produzierten. Bei einem Besuch mehrerer Abgeordnete in einer iranischen Industriezone konnten sie mit eigenen Augen sehen, dass die zahlreichen dort angesiedelten Firmen bis auf zwei gar nicht produzierten. Eine einzige Firma, die Speiseöl verpackte, arbeitete normal, eine zweite Firma mit halber Kapazität. Das war alles. Wer Kapital besitze, investiere derzeit nicht und warte ab.

Goldmünzen im Supermarkt?
Mehdi Pasuki, ein anderer Wirtschaftsfachmann, erklärt, dass die Menschen kein Vertrauen mehr in die iranische Zentralbank hätten. So behaupte die Führung der Zentralbank, sie habe so viele Goldmünzen, dass sie diese sogar in den Supermärkten zum Verkauf anbieten könnte, aber wenn die Kaufinteressenten zur Zentralbank gehen, um wenigstens dort ihren Tuman gegen Goldmünzen zu tauschen, bekommen sie nur eine begrenzte Zahl von Münzen. Nach der Bekanntgabe der EU-Sanktionen am Montag sammelten sich vor der iranischen Zentralbank mehrere Tausend Kaufwillige, die Goldmünzen kaufen wollten.

Die Sanktionen wirken
Auf die Behauptungen von Ajatollah Chamene‘i und Mahmud Ahmadineschad, wonach die Sanktionen keine Wirkung zeigten und zu Produktionssteigerungen im Inland geführt hätten, entgegnet Freydun Chawand, Wirtschaftsprofessor an der Universität von Paris, man könne jetzt mit eigenen Augen sehen, dass das Gegenteil der Fall sei. Sogar die Erdölproduktion sei infolge der Sanktionen zurück gegangen. Erschwerend komme hinzu, dass die Machthaber in mehrere verfeindete Flügel aufgespaltet seien, die jeder ihre eigene Wirtschaftspolitik entsprechend der eigenen Interessenlage verfolgten. Dadurch gebe es keine konsequente Wirtschaftspolitik, die eine wirksame Antwort auf die Sanktionen darstellen könnte.

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Iran wird zum Vorposten Chinas

Übernahme der Flughäfen
Im September 2010 hat sich die iranische Seite (die Führung der Pasdaran zusammen mit Ajatollah Chamene‘i) auf ein wichtiges gemeinsames Vorhaben geeinigt. Die Volksrepublik China wird schrittweise die Leitung der acht wichtigsten iranischen Flughäfen (Tabris, Schiras, Kerman, Bandar-Abbas, Chomeini-Flughafen in Teheran u.a.) übernehmen, des weitern die Führung sämtlicher iranischer Häfen am Persischen Golf und die Kontrolle über die iranische Eisenbahn.

Neue Bahnlinie durch Zentralasien
Außerdem haben sich die beiden Seiten geeinigt, den Iran per Eisenbahn an die Volksrepublik China anzuschließen. Die Verbindung erfolgt über Turkmenistan, Usbekistan und Kasachstan bis an die chinesische Grenze, eventuell ist auch ein Zweig über Kirgisistan vorgesehen.
Die Kosten für den Bau der Eisenbahnverbindung belaufen sich auf:

  • 8,5 Milliarden Dollar in Kasachstan. Hiervon übernimmt China 700 Millionen Dollar, Iran den Rest.
  • 2,4 Milliarden Dollar in Usbekistan. Hiervon übernimmt China 400 Millionen Dollar, Iran den Rest.
  • 4,1 Milliarden Dollar in Turkmenistan. Der Iran zahlt diesen Betrag allein.

Sofern Kirgisistan an diesem Projekt Interesse hat, soll dort 1,1 Milliarden Dollar investiert werden. Hier teilen sich Iran und Volksrepublik China die Kosten zu je 50%. Die Bauarbeiten hat sich schon die chinesische Seite reserviert, wird also von chinesischen Arbeitern ausgeführt, wie das jetzt schon in Zentralasien zu beobachten ist. Außerdem hat sich die chinesische Seite ausbedungen, dass sie die für den Bau dieser Bahnstrecken erforderliche Mengen an Benzin und Diesel zum staatlichen iranischen Preis erhält. Da der Iran diese Waren selbst importieren muss, dürfte das auch auf dem iranischen Markt zu spüren sein.

Shanghai Cooperation Organization – die Eintrittskarte
Damit der Iran in der Shanghai Cooperation Organization Mitglied werden darf, musste das Land auch noch ein paar weitere Bedingungen akzeptieren. Dazu gehört, dass der Iran seine Handelsflotte nicht mehr in Großbritannien, Indien und Südkorea überholen und reparieren lässt, sondern die Verträge kündigt und statt dessen chinesische Werften beauftragt.

Das Geheimabkommen ist bislang nicht unterschrieben. Ajatollah Chamene‘i, dessen Unterschrift in dieser Sache aussteht, hat jedenfalls schon klargestellt, dass das iranische Parlament nicht an diesem Vertrag beteiligt wird, damit das Thema nicht in der Öffentlichkeit breitgetreten wird. Denn dass dieser nationale Ausverkauf im Iran nicht auf Begeisterung stoßen wird, ist klar. Aus diesem Grund soll auch die Übernahme der Leitung der iranischen Flughäfen, Häfen und Eisenbahn schrittweise erfolgen, damit die Bevölkerung sich daran gewöhnt.

Der Vertrag ist freilich nicht umsonst. Das chinesische Konsortium verpflichtet sich, die iranischen Pasdaran zu 30 Prozent am Gewinn aus dem Betrieb dieser Transporteinrichtungen zu beteiligen, mindestens aber 4 Milliarden Dollar im Jahr zu zahlen. Die Pasdaran haben zum Empfang dieser Gelder extra zwei Firmen gegründet. Die übrigen 70% des Gewinns verbleiben den chinesischen Partnern.

General Haghtalab, der bei den Pasdaran als Oberbefehlshaber für die Flughäfen fungiert, schlägt zudem der chinesischen Seite vor, zur Gewährung der Sicherheit der Eisenbahnbauprojekte Pasdaran vom Stützpunkt Chatam ul-Anbija als „Berater“ zu engagieren, für saftige Gehälter, versteht sich.

Im übrigen soll das chinesische Konsortium die Reparatur und den Bau von 11 Kraftwerken im Iran zugeschlagen bekommen, ohne Ausschreibung, versteht sich.

Der Vertrag soll bis 2035 gültig sein. Die chinesische Vertragspartei hat das Recht, den Vertrag mit einem Jahr Vorankündigung für 2025 einseitig zu kündigen.

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Iran: Fotos aus Hormosgan

Bilder aus dem Dorf „Dargas 49″ in der Erdölprovinz Hormosgan

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Iran: Zu Wasser, zu Lande und in der Luft


Iranisches Kriegsschiff im Persischen Golf

In der Luft
Wir erinnern uns: Am 12. November 2011 ist es auf dem Pasdaran-Stützpunkt in Melard (ca. 45 km vor Teheran) zu einer heftigen Explosion gekommen, bei der mehrere hochrangige Pasdar-Offiziere ums Leben kamen, unter anderem der Leiter des iranischen Raketenprogramms. Ursache war anscheinend eine missglückte Verlegung von Raketen, um sie einem möglichen US-Angriff zu entziehen. Die weißen Wolken über dem Unglücksort deuteten auf die Explosion von Raketentreibstoff hin.

Zu Lande
Am 13. Dezember 2011 traf die nächste Meldung ein. Die Explosion von angeblichen Blindgängern auf dem Gelände einer Stahlfabrik in Jasd. Die Blindgänger waren während militärischer Manöver im Westiran, eingesammelt worden. In den kurdischen Gebieten wollten die iranischen bewaffneten Kräfte offensichtlich einen westlichen Angriff über den irakischen Kurdistan simulieren.

Zu Wasser
Diesmal ist nicht von Explosionen die Rede, sondern von einem Manöver im persischen Golf. Unter dem Namen „Welayat 90″ (gemeint ist „Die Herrschaft des Rechtsgelehrten im Jahre 1390″ – also in diesem Jahr nach europäischer Zeitrechnung) üben Einheiten der iranischen Marine und der Marine der Pasdaran (Revolutionswächter) Kriegsführung, um zu beweisen, dass sie auch nach einem US-Angriff in der Lage sind, die Meerenge von Hormos zu sperren.
Die Gründe dafür sind auch in der Vergangenheit zu suchen.

Überraschungsangriff vom 18. April
Am 18. April 1988 hatten die US-Luftstreitkräfte und die US-Marine in einem überraschenden Angriff die Einheiten der iranischen Marine im persischen Golf attackiert und die halbe Marine vernichtet. Vier Tage zuvor, am 14. April, war die US-Fregatte Samuel B. Roberts, die als Raketenträger diente, auf eine Mine aufgelaufen, die von iranischer Seite gelegt wurde. Nach dem vernichtenden Schlag gegen die iranische Marine kam es zum Abschluss eines Waffenstillstands zwischen Iran und Irak.

Die Lehren aus drei Kriegen
Mittlerweile sind zwei weitere Kriege durch das Gebiet gefegt, der erste Irak-Krieg nach der Besetzung Kuwaits von 1990 und der zweite Irak-Krieg von 2003, der mit dem Sturz von Saddam Hussein endete. Die iranischen Organe haben ihre Lehren aus diesen Kriegen gezogen. Jetzt besitzt der Iran nicht mehr eine, sondern zwei Marinen. Die eine untersteht der Armee, die andere den Pasdaran. Die Marine der Armee hat die Aufgabe, „feindliche Kräfte“ in der Meerenge von Hormos und im Meer vor Oman zu beschäftigen, während die Raketen- und Schnellbooteinheiten der Pasdaran sowie die Selbstmordeinheiten die Aufgabe haben, Anschläge auf Erdölanlagen, städtische Infrastruktur und natürlich auch militärische Ziele durchzuführen.
Die Marine der Pasdaran hat drei Stützpunkte im Persischen Golf. Der vierte Stützpunkt in Ossuliye wurde gerade eröffnet. Auch die Marine der Armee hat zwei Stützpunkte am Golf, der zweite in Bandar-Dschassak wurde jetzt in Betrieb genommen.

Techno-Guerrilla
Da die iranischen Kriegsherren finanziell nicht mit ihren US-Kollegen mithalten können, sind sie es jetzt, die auf den Überraschungseffekt setzen. Die Schnellboote sind nicht nur schlecht zu erkennen, sie können sich auch in seichten Gewässern frei bewegen. Dies und der Einsatz von Boden-Boden-Rakten, die entlang der Tausend Kilometer langen persischen Küste am Golf, auf den Inseln, in Höhlen und auf Schnellbooten stationiert sind, sind die Trümpfe in den Händen der Marine der Pasdaran.

Marine der Armee

Die Schiffe der iranischen Marine sind in der Regel um die 30 Jahre alt. Von Russland hat die Marine der iranischen Armee drei U-Boote erworben, eine unbekannte Zahl kleiner U-Boote wurde im Iran selbst gebaut. Die U-Boote dienen dazu da, dem Schiffsverkehr im Persischen Golf aufzulauern. Der Iran ist der einzige Anrainer-Staat am Persischen Golf, der über U-Boote verfügt. Außerdem hat die iranische Armee von Russland und China 2000 See-Minen gekauft.

Der Schuss kann nach hinten losgehen
Obwohl die iranischen Machthaber also auf den ersten Blick gut für einen Angriff gerüstet sind, birgt die Sperrung der Meerenge von Hormos, die ja das Ziel der Aktionen wäre, massive Nachteile für die Herrscher des Irans. So kommt die Sperrung einer Kriegserklärung gegenüber den anderen Golfstaaten gleich, deren Exporte hauptsächlich über diesen Weg gehen. Und so klein auch Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate sind, ihre Luftwaffe ist besser ausgestattet als die iranische. Gegen sie kann sich der Iran nicht verteidigen. Und mehr noch: 90 Prozent der iranischen Exporte und 85 Prozent der iranischen Importe passieren die Meerenge von Hormos. Sie zu sperren ist eine Art wirtschaftlicher Selbstmord. Das käme für die iranischen Machthaber wohl höchstens in Frage, wenn sie ihren unmittelbaren Sturz befürchten.

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Iran: Kein Öl für die eigene Bevölkerung


Im Iran, einem der großen Erdölexporteure des Nahen Ostens, stehen die Menschen derzeit Schlange nach Heizöl. Die Bilder sind aus Buschehr im Süden, dort, wo die großen Erdölvorkommen liegen.

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Iran: Erdölministerium vergiftet Bevölkerung


von der Ölverschmutzung betroffene Region im Südwesten des Irans (Deyr – Kangan – Oslawiye)

Der iranische Parlamentsabgeordnete Asgar Dschalaliyan, Mitglied des Energie-Ausschusses, hat sich jüngst gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur Qanun („Gesetz“) darüber beschwert, dass die Erdöl- und Erdgasindustrie in der Region Deyr – Kangan – Oslawiye im Südwesten des Irans die Umwelt derart massiv verschmutzt, dass nicht nur 80 Prozent der Vegetation geschädigt sind, sondern auch eine erhöhte Zahl von Fehlgeburten, Geburten mit körperlichen Beeinträchtigungen und Herzerkrankungen von Neugeborenen im ersten Monat nach der Geburt zu verzeichnen sind. Verantwortlich für diesen Zustand ist das iranische Erdölministerium, dem die Industrie untersteht. Der Abgeordnete hat sich – anscheinend aus Angst vor Repressalien – nicht konkreter dazu geäußert, in welcher Form die Ölindustrie die Region vergiftet.

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Iran: Neue Pipeline umgeht Meerenge von Hormos

Wie verschiedene Quellen berichten, geht im Dezember eine neue Pipeline in Betrieb, die Erdöl aus Abu Dhabi auf dem Landweg nach Oman transportiert und damit die Meerenge von Hormos umgeht. Damit fällt es der iranischen Regierung schwerer, den Erdölexport der arabischen Golfstaaten durch eine Sperrung der Meerenge zu verhindern.


Diese Landkarte zeigt den Verlauf der Pipeline. Sie stammt von der Webseite
http://inge09.blog.de/2010/11/26/pipeline-umgehung-strasse-hormus-fertig-10059029/
auf der sich weitere Details über die Hintergründe finden.
Einzelheiten über die am Bau der Pipeline beteiligten Firmen sind unter folgender Adresse zu finden.
http://www.hydrocarbons-technology.com/projects/abu-dhabi-pipeline/

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Iran: Streik in der Petrochemie

In der iranischen Hafenstadt Bandare Imam Chomeini (früher: Bandare Maaschur) streiken seit Sonntag, den 25. September 2011, die Arbeiter der Petrochemie. Die Firmenleitung hatte bei früheren Verhandlungen die Umsetzung verschiedener Forderungen der Arbeitnehmer zum jetzigen Zeitpunkt versprochen, hat jetzt aber ihre Verhandlungsvertreter zurückgezogen und angekündigt, zwei Wochen später zum nächsten Treffen zu erscheinen. Die Arbeitnehmer sehen dies als Hinhaltetaktik des Arbeitgebers, und haben ihm ein Ultimatum von drei Tagen gesetzt, um auf ihre Forderungen einzugehen. Allein am Sonntag hatten 6000 Arbeitnehmer vor dem Verwaltungsgebäude der Firma demonstriert. Arbeitnehmer anderer Petrochemiefirmen der Region haben angekündigt, sich den Streikenden anzuschließen. Wir werden über den Fortgang des Streiks berichten.

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