Archiv der Kategorie 'Flüchtlinge'

Iran – Maschhad: Iranisch-Schwedischer Staatsbürger in Haft

Abdolhossein Erfani Khaneghahi, bekannt auch als Farhad Erfani, war Anfang der 80-er Jahre nach der iranischen Revolution unter der Herrschaft von Imam Chomeini im Gefängnis. Nachdem er freigekommen war, floh er. Seit 1997 lebt Farhad Erfani nach Schweden, wo seine Frau und seine Tochter noch heute leben. Er veröffentlichte ein Buch über seine Gefängniserinnerungen unter dem Titel „Nekbat“. Das Buch wurde gedruckt und auch online veröffentlicht. Später besuchte Farhad Erfani hin und wieder seine Familie im Iran. Bei seinem letzten Besuch 2017 wurde er auf dem Flughafen verhaftet, als er wieder zurückfliegen wollte. Ihm wurden Gotteslästerung, Aufwiegelung und Propaganda gegen das Regime vorgeworfen, wobei vor allem Auszüge aus seinem Buch als Beweis dienten. Im Frühjahr 2018 wurde Farhad Erfani von der 4. Kammer des Revolutionstribunals von Maschhad zu 5 Jahren Gefängnis und 74 Jahren Peitschenhieben verurteilt, später wurde die Haftstrafe vom Berufungsgericht auf 3 Jahre Gefängnis reduziert, die Peitschenstrafe beibehalten. Die Auspeitschung wurde zu Beginn des Haftantritts vollstreckt. Das Geständnis des Gefangenen wurde unter der Drohung erzwungen, man werde seiner Familie in Schweden etwas antun. Aus dem selben Grund sollte er auch nichts über sein Urteil sagen. So kommt es, dass sein Fall erst in diesem Jahr publik geworden ist, und zwar aufgrund der Aussagen freigelassener Mitgefangener, die ebenfalls im Wakil-Abad-Gefängnis von Maschhad inhaftiert waren.
Eine Freilassung nach 2/3 der verbüßten Haftzeit, die jetzt um ist, wurde abgelehnt.

https://iranwire.com/en/features/5754
vom 7. Januar 2019
Is there an Unknown American Prisoner in Iran?

https://iranwire.com/en/features/6353
vom 7. Oktober 2019
Revealed: At Least Two More Dual Nationals in Iranian Prisons

von Niloufar Rostami

https://news.gooya.com/2019/10/post-30830.php
vom 7. Oktober 2019
sharayete doshware yek zendaniye gomname do tabe°iyati dar zendane wakil-abade mashhad

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Iran: Sippenhaft von Angehörigen von Regimekritikern

Masih Ali-Neschad war in der iranischen Frauenbewegung sehr aktiv und hat unter anderem die Bewegung der „weißen Mittwoche“ eingeführt. Die Idee war, dass die Frauen jeden Mittwoch in Weiß an die Öffentlichkeit gehen, um so symbolisch zum Ausdruck zu bringen, dass sie Freiheit für die Frauen fordern, unter anderem auch in der Frage der Kleidung.
Masih Ali-Neschad lebt inzwischen im Ausland. Das hält die iranischen Machthaber nicht davon ab, ihre Angehörigen zu verfolgen. So wurde nach Angaben von Masih Ali-Neschad ihr Bruder Ali Ali-Neschad vergangenen Dienstag, den 24. September 2019, von Beamten des Geheimdienstes abgeführt, nachdem diese dessen Wohnung durchsucht hatten. Das Laptop und Handy von Ali Ali-Neschad nahmen die Beamten ebenfalls mit. Angeblich will der Geheimdienst ihren Bruder über die Aktivitäten von Masih Ali-Neschad verhören. Masih Ali-Neschad hat keine Information, wo ihr Bruder festgehalten wird, ihre Mutter und die Familie ihres Mannes bekammen nur gesagt, dass sie keine Interviews geben dürften, das würde die Lage des Verhafteten noch verschlimmern.
Zeitgleich zu dieser Aktion drangen sieben Beamte des Geheimdienstes in die Wohnung des Ex-Ehemannes von Masih Ali-Neschad ein und nahmen den Bruder Hadi Lotfi und die Schwester Leyla Lotfi des Ex-Ehemannes mit. Ihr Ex-Ehemann lebt im Ausland und hat die Werke von Masih Ali-Neschad korrigiert und Korrektur gelesen. Seine beiden Geschwister haben nicht einmal Kontakt zu Masih Ali-Neschad, wie sie sagt.
Kommentar: Vielleicht beabsichtigen die iranischen Behörden mit ihren Formen der „Vernehmung“, einen Fall gegen Masih Ali-Neschad zu konstruieren, sozusagen einen Schau-Prozess, um Masih Ali-Neschad im Inland unglaubwürdig zu machen.

https://www.radiofarda.com/a/relatives-of-activist-masih-alinejad-arrested-by-security-forces/30183538.html
vom 30. Mehr 1398
bazdashte seh nafar az bastegane masih °ali-nezhad tawassote wezarate ettela°at

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Iran: Nein zum Krieg, nein zum Embargo, nein zur Alleinherrschaft


Am Sonntag, den 26. Mai 2019, haben Studierende der Allame-Tabatabai-Universität in Teheran eine Protestkundgebung abgehalten. Sie sind gegen die Kriegstreiberei, gegen das Wirtschaftsembargo und gegen die diktatorische Form der Machtausübung. In ihrer Erklärung, die sie gestern veröffentlichten, heißt es unter anderem:
„Wie kann man von Sicherheit reden, wenn wir Tag für Tag Zeuge werden, dass Kritiker und Protestierende gegen die herrschende Lage festgenommen, verhaftet und ins Gefängnis eingesperrt werden? In den vergangenen Jahrzehnten hat das Vorgehen der Machthaber, nur noch eine Meinung zuzulassen und die zahlreichen anderen Stimmen auszulöschen und zu unterdrücken dazu geführt, dass die Universität sich heute in eine Kaserne verwandelt hat, wo die kleinste Bewegung mit Unterdrückung beantwortet wird. Proteste und Streiks der Arbeiter werden massiv unterdrückt, gewerkschaftliche Aktivisten der Lehrkräfte werden inhaftiert. Noch einen Monat nach dem 1. Mai sind eine Reihe von Menschen in Haft, die an den Versammlungen zum Tag der Arbeit teilgenommen haben, zwei davon sind Journalisten. Schon seit Jahren werden die Forderungen religiöser Minderheiten mit schweren Haftstrafen beantwortet, Derwische sind in Haft, Umweltschützer sind schon seit über einem Jahr in „provisorischer Haft“ (Untersuchungshaft). Der Hausarrest (von den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Karubi und Mirhossein Mussawi) dauert nun schon fast 9 Jahre an, die Lastenträger an der Grenze (zum Irak/Kurdistan) werden dafür, dass sie um ihren Unterhalt kämpfen, erschossen, die afghanischen Flüchtlinge werden als billige Bauarbeitskräfte ausgebeutet und sind in den ganzen Jahren ihres Aufenthalts von der Deportation bedroht. Der friedliche, zivile Protest gegen die Zwangsverschleierung wird mit hohen Gefängnisstrafen beantwortet.“
Wohl gemerkt, das steht in keiner Exilzeitschrift, sondern das haben die Studenten einer Teheraner Uni gestern veröffentlicht.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/79657/
vom 5. Chordad 1398 (26.05.2019), 19:30
tajammo°e daneshjuyane daneshgahe °alame tabatabai dar tehran: na be jang, na be tahrim, na be eqtedargera‘i

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Iran: Wieder im Westen aktiv

Dass die Islamische Republik Iran keine Hemmungen kennt, Gegner auch im Ausland zu verfolgen und zu ermorden, ist bekannt. Mitunter wird versucht, dies als Kapitel der Vergangenheit darzustellen, seit 1992 sei ja niemand mehr in Deutschland im Auftrag der iranischen Machthaber ermordet worden. Da gilt zum einen, dass Europa mehr ist als Deutschland, und an dieser Stelle sei nochmals daran erinnert, dass der Betreiber des persisch-sprachigen Medienkonzerns GEM-TV, Sa‘id Karimian (Saeed Karimian), am 30.04.2017 in Istanbul in aller Öffentlichkeit in seinem Auto ermordet wurde. Auch dieser Mord erfolgte im Auftrag der iranischen Machthaber. Machthaber heißt im Iran nicht unbedingt Regierung. Da sind zum einen die Revolutionswächter (Pasdaran) und die mit ihnen verbündeten Ajatollahs mit dem Religiösen Führer Ajatollah Chamene‘i an der Spitze. Ajatollah Chamene‘i wird von der deutschen Gerichtsbarkeit auch als einer der Auftraggeber für den vierfachen Mord in Berlin von 1992 angesehen.
Jetzt, in der Nacht vom 30. auf den 31. Januar 2019, haben die Ajatollahs wieder von sich reden gemacht. Ein iranischer Oppositioneller wurde um 22:30 Uhr in Berlin-Steglitz von drei Vermummten auf der Straße mit seinem Namen auf Persisch angesprochen und dann verprügelt und getreten. Der persische Dienst der Deutschen Welle, der über den Vorfall ebenfalls berichtete, erhielt vom Staatsschutz, der Polizei, die in diesem Fall ermittelt, keine weiteren Informationen.


ausgewiesener iranischer Botschafter in Albanien

Aktiv auch in Österreich, Belgien, Albanien
Wie die Deutsche Welle berichtet, haben mehrere europäische Staaten in den letzten Monaten einige iranische Diplomaten ausgewiesen. Assadollah Assadi, ein Mitarbeiter der iranischen Botschaft in Österreich, wurde unter dem Vorwurf terroristischer Aktivitäten in Deutschland verhaftet und dann an Belgien ausgeliefert. Am 19. Dezember 2018 wurde auch der iranische Botschafter in Albanien unter dem Vorwurf der Unterstützung terroristischer Aktivitäten aus dem Land ausgewiesen. Albanien hatte 2016 rund 3000 Angehörige der iranischen Oppositionsgruppe der Volksmudschahedin aufgenommen, wodurch das Land ins Visier der iranischen Ajatollahs geriet.
Auch Frankreich, Dänemark und Holland beschuldigen die Islamische Republik Iran, auf ihrem Boden terroristische Aktivitäten ausgeübt zu haben.

Eigenmächtige Kräfte?
Ali Majedi, ehemaliger iranischer Botschafter in Deutschland, hat in einem Interview, das er vor ein paar Wochen der iranischen Nachrichtenagentur ISNA gab, die „eigenmächtigen Operationen“ von Kräften der Islamischen Republik (Iran) im Ausland als „unvernünftig“ bezeichnet. Majedi hatte bezüglich Maßnahmen gegen Gegner der Islamischen Republik (Iran) unmissverständlich erklärt: „Wir sind im Inland (=Iran) mit sogenannten „eigenmächtigen Operationen“ konfrontiert. Können wir da bestreiten, dass es im Ausland nicht auch zu Vorfällen dieser Art kommt?“
Laut Angaben von Majedi, haben die Europäer in Zusammenhang mit Aktivitäten der Islamischen Republik, Anschläge auf Oppositionelle im Ausland zu verüben, Dokumente vorgelegt, die man nicht einfach von der Hand weisen könne.
Anmerkung: „Eigenmächtige Kräfte“ sind im iranischen Sprachgebrauch Personen, die scheinbar spontan handeln, aber Rückendeckung von oberster Stelle (dem Religiösen Führer Ajatollah Chamene‘i) besitzen, so dass sie gegen strafrechtliche Verfolgung immun sind. Dadurch, dass es sich scheinbar um Privatpersonen handelt, kann der Staat so tun, als sei er nicht für ihr Tun verantwortlich.

Tagesspiegel, Berlin 31.01.2019, 16:50 Uhr
Überfall in Steglitz
Angriff in Berlin – iranische Agenten?

In Berlin wurde ein iranischer Exilant angegriffen – das Opfer vermutet Agenten der Mullahs hinter der Tat. Der Staatsschutz ermittelt. HANNES HEINE
Berlins Polizei ermittelt wegen eines Überfalls in Steglitz (Symbolfoto).
In Berlin soll in der Nacht zu Donnerstag ein iranischer Oppositioneller angegriffen worden sein – mutmaßlich von Agenten der Regierung in Teheran. In Steglitz war ein 47-jähriger Mann demnach von drei Vermummten erst auf Persisch angesprochen, dann geschlagen und getreten worden. Das Opfer wurde leicht verletzt. Der für politische Taten zuständige Staatsschutz ermittelt. Der Iraner habe die Tat auf sein Engagement als Oppositionspolitiker bezogen, teilte die Polizei mit, da die Unbekannten ihn auf Persisch bedroht haben sollen.

Sollte es sich bei dem Überfall tatsächlich um die Tat von iranischen Agenten handeln, wäre dies nicht die erste illegale Aktion von Anhängern der Mullahs in Deutschland. Im März 2017 war der Pakistaner Haider Syed M., 31 Jahre alt, in Berlin wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte unter anderem den früheren Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und SPD-Bundespolitiker Reinhold Robbe ausspioniert. Ein Verfassungsschützer sagte als Zeuge aus, der Iran sammele Informationen für potenzielle Anschlagsziele, um sich für den Fall eines Krieges mit westlichen Ländern für Vergeltungsschläge zu wappnen.

Vergangenen Herbst begann die für solche Fälle zuständige Bundesanwaltschaft gegen den Iraner Assadollah A. wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit und Verabredung zum Mord zu ermitteln. A. war in Deutschland unterwegs und in Wien an Irans Botschaft akkreditiert. Er soll einen Anschlag auf iranische Oppositionelle in Belgien geplant haben. In jenen Tagen teilte zudem der dänische Geheimdienst mit, ein Attentat auf Exil-Iraner in Dänemark verhindert zu haben. Ein Verdächtiger habe den dänischen Wohnort eines iranischen Separatisten fotografiert.

Im September 1992 hatten iranische Agenten und islamistische Libanesen ein griechisches Restaurant in Berlin gestürmt: Beim sogenannten „Mykonos“-Attentat erschossen sie vier kurdische Exilpolitiker.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/ueberfall-in-steglitz-angriff-in-berlin-iranische-agenten/23934434.html

https://news.gooya.com/2019/02/post-23163.php
Wednesday, Feb 6, 2019
hamleye mohajemane neqabdar be yek fa°°ale siyasiye irani dar berlin

https://www.dw.com/en/us-praises-albania-for-expelling-iranian-ambassador/a-46811422
US praises Albania for expelling Iranian ambassador
December 20, 2018

http://www.tiranaecho.com/latest-news/us-praises-albania-after-it-expels-iranian-ambassador-on-terror-grounds/
Tirana, Albania | 19 Dec 2018
US praises Albania after it expels Iranian Ambassador on terror grounds

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Iran: Die Krise trifft auch Sportler


Dana Esmailsade, Spitzensportler, verdient sein Geld als Tagelöhner auf dem Bau

In diesen Tagen berichtete ein iranischer Journalist davon, dass einer der bekanntesten iranischen Boxer, Dana Esmailsade, seinen Unterhalt als Tagelöhner fristet. Nur so kann er seine Familie finanzieren. Er stammt aus dem iranischen Kurdistan, einer Region, die wirtschaftlich ohnehin nicht gut dasteht.
Ein anderer bekannter iranischer Sportler, Mobin Kahrase, der aus der Region Sistan und Balutschistan stammt, ist jetzt bei einem Flug der iranischen nationalen Boxmannschaft, die via Österreich nach Ungarn flog, um dort an internationalen Boxwettkämpfen teilzunehmen, auf dem Flughafen in Österreich verschwunden. Man vermutet, dass er in Österreich Asyl beantragt hat.

https://news.gooya.com/2019/02/post-23223.php
vom 8. Februar 2019
do qahremane bukse keshwar, yeki kargare ruzmozd wa digari dar otrish panahande shod

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Dankesrede von Behrouz Boochani

Abschrift der Rede, die Behrouz Boochani bei der Preisverleihung am 31. Januar 2019 per Videoübertragung hielt.

Behrouz Boochani gewinnt renommierten australischen Literaturpreis

Als ich vor sechs Jahren auf der Weihnachtsinsel ankam, rief mich ein Beamter der Einwanderungsbehörde ins Büro und sagte mir, dass sie mich nach Manus Island verbannen würden, einem Ort mitten im Pazifik. Ich sagte ihnen, dass ich Schriftsteller bin. Dieselbe Person lachte mich nur aus und befahl den Wachen, mich nach Manus zu deportieren.

Ich habe dieses Bild jahrelang im Kopf behalten, selbst als ich meinen Roman schrieb – und sogar gerade jetzt, während ich diese Dankesrede schreibe. Es war ein Akt der Erniedrigung.

Als ich in Manus ankam, schuf ich ein anderes Bild für mich. Ich stellte mir einen Schriftsteller in einem abgelegenen Gefängnis vor. Manchmal arbeitete ich halbnackt neben den Gefängniszäunen und stellte mir vor, dass ein Romanautor genau an diesem Ort eingesperrt ist. Dieses Bild war Ehrfurcht gebietend. Ich habe dieses Bild jahrelang in meinen Gedanken bewahrt. Sogar als ich gezwungen war, in langen Schlangen für Essen anzustehen oder andere demütigende Momente zu ertragen.

Dieses Bild hat mir immer geholfen, meine Würde zu wahren und meine Identität als Mensch aufrecht zu erhalten. Tatsächlich habe ich dieses Bild als Gegensatz zu dem vom System erstellten Bild entworfen. Nach Jahren des Kampfes gegen das System, das unsere individuellen Identitäten völlig ignoriert hat, bin ich froh, dass wir in diesem Moment angekommen sind.

Dies beweist, dass Wörter immer noch die Macht haben, unmenschliche Systeme und Strukturen herauszufordern. Ich habe immer gesagt, dass ich an Wörter und Literatur glaube. Ich glaube, dass Literatur das Potenzial hat, Veränderungen zu bewirken und Machtstrukturen in Frage zu stellen. Literatur hat die Macht, uns Freiheit zu geben. Ja, das ist wahr.

Ich bin seit Jahren in einem Käfig gewesen, aber während dieser ganzen Zeit hat mein Geist immer Worte hervorgebracht, und diese Worte haben mich über die Grenzen hinweg geführt, nach Übersee und an unbekannte Orte. Ich glaube wirklich, dass Worte mächtiger sind als die Zäune dieses Ortes, dieses Gefängnisses.

Dies ist nicht nur ein grundlegender Slogan. Ich bin kein Idealist. Ich drücke hier nicht die Ansichten eines Idealisten aus. Diese Worte stammen von einer Person, die seit beinahe sechs Jahren auf dieser Insel gefangen gehalten wird. Eine Person, die die außergewöhnliche Tragödie miterlebt hat, die sich an diesem Ort entwickelt hat. Diese Worte erlauben mir, heute Abend dort bei Ihnen zu erscheinen.

In aller Bescheidenheit möchte ich sagen, dass dieser Preis ein Sieg ist. Es ist ein Sieg nicht nur für uns, sondern auch für die Literatur und Kunst und vor allem für die Menschheit. Ein Sieg für die Menschen, für die Menschenwürde. Ein Sieg gegen ein System, das uns nie als Menschen anerkannt hat. Es ist ein Sieg gegen ein System, das uns auf Zahlen reduziert hat.

Dies ist ein schöner Moment. Freuen wir uns alle heute Abend über die Macht der Literatur.

Quelle: The Guardian, 1.2.2019

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Iran: Im Sicherheitsapparat kriselt es


Turadsch Esma‘ili

Anfang Januar 2019 ist Turadsch Esma‘ili, ein hochrangiger Berater von Ali Schamchani, dem Sekretär des Hohen Rates für Nationale Sicherheit im Iran, verschwunden und eine Woche später, am 13. Januar 2019, in einem Hotel in Istanbul aufgetaucht. Vermutlich dank seiner guten Verbindungen zum iranischen Sicherheitsapparat erfuhr er noch rechtzeitig von einem geplanten gemeinsamen Angriff iranischer „Sicherheitsbeamter“ und Beamter des türkischen Geheimdienstes MIT auf das Hotel, so dass ihre Razzia erfolglos blieb. Turadsch Esma‘ili hatte wohl im Vorfeld abgeprüft, welches europäische Land ihm Unterstützung gewähren würde, und scheint sich im Schutz eines europäischen Konsulats in Istanbul zu befinden, wie die iranische Exilzeitung Keyhan in London berichtet. Um sich solche Unterstützung zu sichern, soll Turadsch Esma‘ili einige wichtige Dokumente mitgebracht haben. Sie betreffen sowohl Programme für Internet-Attacken als auch Informationen über das iranische Programm zur Herstellung von Langstreckenraketen.
Die Überprüfung des Inhalts dieser Mitbringsel ist nur für entsprechende Staatsorgane möglich, insofern ist der Wahrheitsgehalt dieser Behauptungen mit einem Fragezeichen zu versehen.

Verhaftungen im Iran
Schon vor der Flucht von Turadsch Esma‘ili waren im Iran hochrangige Mitarbeiter des Sicherheitsapparats verhaftet worden. Einer von ihnen, Ali-Resa Sarafiyan (Zarafiyan), Direktor des Informations- und Kontaktzentrums des Sekretariats des Hohen Rats für Nationale Sicherheit im Irna, war ein Mitarbeiter von Turadsch Esma‘ili. Er wurde Anfang 2019 unter dem Vorwurf der Spionage für Israel verhaftet worden. Laut Informationen von ihm nahestehenden Personen ist er massiven Folterungen ausgesetzt. Isa Golwerdi, ein anderer ehemaliger hochrangiger Beamter des Hohen Rats für Nationale Sicherheit, der nach der Revolution von 1979 auch bei der Besetzung der US-Botschaft in Teheran beteiligt gewesen war, wird seit Anfang 2019 in einem Gefängnis der Revolutionswächter in Haft gehalten. Auch dies unter dem Vorwurf der Spionage für Israel

Iranisches Atomprogramm in Israel veröffentlicht
Hintergrund der Verhaftungen ist die Tatsache, dass 2017 in einem Vorort von Teheran eine große Zahl von geheimen Dokumenten über das iranische Atomprogramm verschwunden und später in Tel Aviv wieder aufgetaucht sind. Benjamin Netanyahu hatte damals mehrere Zigtausend Dokumente und CDs der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein israelisches Team hatte sie aus ihrem Lagerort bei Teheran geraubt und nach Israel gebracht. Es ist schwer vorstellbar, dass dies ohne Unterstützung aus dem iranischen Sicherheitsapparat möglich gewesen wäre.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=175602
vom 14. Bahman 1397 (3. Februar 2019)
ba farare turaj esma°ili, rizesh dar sofufe amniyati niz bish az pish ashkar shod

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Kurdistan: Aus der Traum

Das Unabhängigkeitsreferendum in der Kurdischen Autonomie im Nordirak vom Ende September 2017 hat eine Entwicklung ausgelöst, die sich die abstimmenden Kurden so wohl nicht vorgestellt hatten. Schon im Vorfeld des Referendums hatten sich nicht nur der Iran, die Zentralregierung im Irak und die Türkei dagegen ausgesprochen, auch die US-Regierung und Putin sprachen sich dagegen aus. Auch die syrische Regierung, die mit der Bildung eineyr kurdischen Verwaltungszone konfrontiert ist, kritisierte das Referendum, so dass alle vier Nachbarn der Kurdischen Autonomie gegen die Abhaltung des Referendums waren.
Dies führte nicht nur zu gemeinsamen Sanktionen – Flugblockaden, Truppenkonzentrationen an der Grenze, sondern schließlich auch zu einem gemeinsamen militärischen Vorgehen des Irans und der Zentralregierung des Iraks. Am Montag Morgen (16.10.2017) rückten das irakische Militär und die al-Haschd ash-Scha°bi (Volksmobilmachung, eine schiitische Formation, die vom Iran ausgebildet und unterstützt wird) gegen Kerkuk (Kirkuk) vor und nahmen sie bis zum Abend ein, während kurdische Flüchtlinge die Ausgangsstraßen verstopften. Innerhalb von 48 Stunden räumten die kurdischen Streitkräfte weitere wichtige Gebiete: Sinjar (Sindschar), Bashiqa (Baschiqa), Makhmour (Machmur). Die außerhalb der Kurdischen Autonomie gelegenen Provinzen Nineveh und Diyala, die im Laufe des Kriegs von den Kurden einverleibt wurden, gingen wieder an die Zentralregierung. Mit Kerkuk ist ein Hauptteil der Erdöleinnahmen der Kurdischen Autonomie wieder der Zentralregierung zugefallen, und die Zentralregierung fordert nun auch, dass die Peschmerga, die kurdischen Streitkräfte, ebenfalls der Zentralregierung unterstellt werden.
Al-Dschasira berichtet von einem Deal, der laut Gerüchten zwischen General Qassem Soleymani, dem Befehlshaber der Qods-Streitkräfte der Pasdaran, und Bafel Talebani, einem führenden PUK-Politiker, ausgehandelt wurde, wonach die PUK-Kräfte den Einheiten der Haschd asch-Scha°bi kampflos ihre Stellungen in Kerkuk überlassen haben sollen. Al-Dschasira schreibt, dass später aber auch Einheiten der KDP (Barsanis Partei) ebenfalls ihre Stellungen bei Kerkuk geräumt habe, also nicht nur die PUK-Kämfper, wie Masud Barsani behauptete.
Jetzt haben irakische Truppen zusammen mit der schiitischen „Volksmobilmachung“ auch Altun Kupri eingenommen, das 40 km südlich der kurdischen Hauptstadt Arbil liegt.
Mit der Abhaltung des Referendums hat Masud Barsani und sein Umfeld in wenigen Tagen das zerstört, was die Kurden im Krieg gegen den IS gewonnen hatten.

http://www.aljazeera.com/news/2017/10/iraq-army-seizes-town-erbil-fierce-clashes-171020101628079.html
20.10.2017
Iraq army seizes Altun Kupri from Kurdish Peshmerga

http://www.aljazeera.com/news/2017/10/shocking-reversal-fortunes-unfolded-kirkuk-171020092324524.html
20.10.2017
How a shocking reversal of fortunes unfolded in Kirkuk
by John Beck

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/71475/
19.10.2017
gozareshe shabakeye al-jazire az kerkuk

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Iran – Syrien: Einsatz von Kindersoldaten


Gräber afghanischer Kindersoldaten aus dem syrischen Krieg auf iranischem Boden

Die Menschenrechtsorganisation wirft den iranischen Revolutionswächtern (Pasdaran) vor, im Krieg im Syrien afghanische Minderjährige bis hinunter zum Alter von 14 Jahren, die aus Afghanistan in den Iran ausgewandert waren, bei Kriegshandlungen in Syrien einzusetzen.
Human Rights Watch hat Fotos von Gräbern im Iran erhalten, mit denen acht afghanische Kinder identifiziert werden konnten, die in Syrien kämpften und dabei umkamen. Iranische Medien sollen zudem von mindestens sechs weiteren Fällen von afghanischen Kindersoldaten im Krieg in Syrien berichtet haben. In zwei dieser Fälle waren die Angaben auf dem Grabstein gefälscht, das heißt, sie erweckten den Eindruck, dass der Tote über 18 war, während Familienangehörige derselben sagten, dass es sich um Kinder gehandelt habe, die ein höheres Alter vorgetäuscht hätten, um in die Fatemiyun-Einheit aufgenommen zu werden. Die Fatemiyun-Einheit wurde von den Pasdaran geschaffen. Sie umfasst ausschließlich afghanische Staatsangehörige, die von den Pasdaran im Krieg in Syrien eingesetzt werden. Die Anwerbung von Kindern unter 15 für Kriegshandlungen gilt als Kriegsverbrechen.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/71248/
vom 9. Mehr 1396 (1. Oktober 2017)
iran dar jange suriye kudakane afghanra be kar migirad

https://www.hrw.org/news/2017/10/01/iran-afghan-children-recruited-fight-syria
vom 1. Oktober 2017
Iran: Afghan Children Recruited to Fight in Syria
Protection Gaps Increase Children’s Vulnerability

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Türkei: Mauerbau


Mauerbau an der iranisch-türkischen Grenze

Am vergangenen Dienstag (8.8.2017) gaben türkische Medien bekannt, dass mit dem Bau einer Grenzmauer zum Iran begonnen wurde. Dabei kommen 2 m hohe, 3 m breite und 7 Tonnen schwere Fertigbetonblöcke zum Einsatz. Süleyman Elban, der Gouverneur der Provinz Ağrı, stattete den Bauarbeiten einen medienwirksamen Besuch ab, begleitet von Kenan Yıldız, dem Direktor der Staatssicherheit der Provinz Ağrı und von Oberst Gökhan Şahin, dem Kommandanten der Jandarma der Provinz Ağrı. Anschließend besuchte Süleyman Elban das Kommando des dort stationierten 4. Grenzbataillons, trug sich ins Ehrenbuch ein und nahm gemeinsam mit den dort dienst tuenden Wehrpflichtigen eine Mahlzeit ein.


an der Grenze zu Syrien

Mauerbau an der syrischen Grenze
Eine vergleichbare Mauer an der türkisch-syrischen Grenze wurde schon im vergangenen Jahr begonnen und soll eine Länge von 911 Kilometern erreichen. Sie besteht aus 4 Meter langen Beton-Modulen und soll verhindern, dass syrisch Flüchtlinge in die Türkei gelangen können. Im Februar 2017 war die Hälfte der Strecke fertig gestellt. Wenn die Mauer an der syrischen Grenze fertig gestellt ist, werden Laternenmasten mit Lampen zur Beleuchtung der Grenzzone installiert. Anschließend sollen 8 Meter hohe, gepanzerte Wachtürme aufgestellt werden, die gegen Schüsse und Raketen Schutz bieten sollen.

70 Kilometer Mauern an der iranischen Grenze
Wie Serpil Çevikcan am 8. August in der Tageszeitung Milliyet schreibt, soll an einem 70 km langen Grenzabschnitt zwischen Ağrı und Iğdır eine vergleichbare Mauer an der Grenze zum Iran entstehen, die übrigen Grenzabschnitte werden mit Stacheldraht und Wachtürmen gesichert. Als Begründung wird angegeben, dass die PKK nach Angaben türkischer Geheimdienste auf iranischer Seite in Makü (Maku), Dambat, Navur, Kotr, Kenereş und Şehidan Militärlager eingerichtet haben soll, um von dort Anschläge in der Türkei zu verüben. In diesen Lagern sollen 800-1000 Kämpfer untergebracht sein. Laut Radio Farda soll eine Quelle aus dem iranischen Außenministerium diesen Mauerbau am 19. Ordibehesht 1396 (Anfang Mai 2017) begrüßt haben.

Zwischen Fakten und Propaganda
Angaben von Geheimdiensten sollte man erst einmal als Zwecklügen betrachten und nicht als Fakten, zumal der Artikel von Serpil Çevikcan ganz auf der Propagandalinie der türkischen Regierung liegt, nämlich PKK und die Anhänger von Fethullah Gülen in einen Topf zu werfen. Da inzwischen selbst der Vorstandsvorsitzende von Amnesty International in der Türkei inhaftiert wurde, mit dem nachweislich falschen Vorwurf, bei sich ein Datenverschlüsselungsprogramm namens Bylock installiert zu haben, was in der Türkei ausreicht, Menschen als Anhänger der „Fethullah-Terror-Organisation“ (FETÖ) abzustempeln, muss man sich immer bewusst machen, dass Terrorist in der Türkei an erster Stelle ein aus den Fingern gesaugter Vorwurf ist, um alles in der Bevölkerung zu unterdrücken und zu verfolgen, was nicht auf Erdogan-Linie liegt. Deswegen ist das einzige, was sicher ist, der Mauerbau. Die EU-Innenminister werden Erdogan dankbar dafür sein. Denn natürlich wird das die Zahl der Flüchtlinge verringern.


der türkisch-syrische Flüchtlingsschutzwall – die AfD hat gesiegt

https://www.radiofarda.com/a/turkey-building-wall-ran-border/28666150.html
vom 18. Mordad 1396 (9. August 2017)
torkiye saxte diwar dar marzhaye xod ba iran ra aghaz kard

http://www.diken.com.tr/pkknin-sizma-girisimine-karsi-suriyenin-ardindan-iran-sinirina-da-duvar/
vom 08.05.2017 11:22
PKK’nın ‘sızma’ girişimine karşı: Suriye’nin ardından İran sınırına da duvar
http://www.milliyet.com.tr/yazarlar/serpil-cevikcan/pkk-ve-feto-yle-mucadelede-son-2446277/
vom 08.05.2017 0:56
PKK ve FETÖ’yle mücadelede son tablo
von Serpil Çevikcan
http://www.hurriyet.com.tr/suriyeden-sonra-iran-sinirina-guvenlik-duvari-40543826
vom 08 Ağustos 2017 – 12:54
Suriye‘den sonra İran sınırına ‚Güvenlik duvarı‘
von Oğuzhan HANÇER/AĞRI (DHA)

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Irak: Eroberung von Mossul

Kriegsverbrechen auf beiden Seiten bei der Eroberung von Mossul stellt amnesty international in einem heute veröffentlichten Bericht fest:
SPERRFRIST: DIENSTAG, 11.7.2017, 02:01 UHR MESZ – FREI FÜR DIENSTAGSAUSGABEN

Mossul: Amnesty dokumentiert Missbrauch von Zivilisten als menschliche Schutzschilde und wie die US-geführte Koalition Opfer unter der Bevölkerung in Kauf nimmt
• Neuer Bericht dokumentiert, wie Zivilpersonen zwischen die Fronten in Mossul geraten sind
• „Islamischer Staat“ missbrauchte Menschen in West-Mossul gezielt als menschliche Schutzschilde: Bewohner wurden in ihren Häusern eingesperrt und die Türen verschweißt oder vermint. Wer fliehen wollte, wurde umgebracht; die Leichen wurden zur Abschreckung an Strommasten gehängt
• Irakische Streitkräfte und US-geführte Koalitionstruppen setzen unpräzise Waffen ein und töten Tausende Zivilpersonen. In einigen Fällen könnten diese Menschenrechtsverletzungen Kriegsverbrechen darstellen

BERLIN, 10.07.2017 – Ein neuer Bericht von Amnesty International zeigt die hohe Anzahl verletzter, traumatisierter und getöteter Zivilisten im Kampf um Mossul. Der Bericht dokumentiert, wie die bewaffnete Gruppe „Islamischer Staat“ (IS) Zivilpersonen aus Nachbardörfern gezielt in die umkämpften Gebiete von West-Mossul brachte, sie dort festsetzte und als menschliche Schutzschilde missbrauchte. Gleichzeitig ergriffen die irakischen Streitkräfte und die Koalitionstruppen keine angemessenen Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung, sondern setzten Waffen ein, die in bevölkerungsreichen Gegenden niemals eingesetzt werden dürfen.

Der englischsprachige Bericht „At any cost: The civilian catastrophe in West Mosul, Iraq“ deckt die Kampfhandlungen in West-Mossul von Januar bis Mitte Mai 2017 ab. Vertreter von Amnesty International sprachen dafür unter anderem mit 151 Bewohnern von West-Mossul sowie mit medizinischem Personal und Rüstungsexperten. Der Bericht dokumentiert insgesamt 45 Angriffe, bei denen mindestens 426 Zivilpersonen getötet und mehr als 100 verletzt wurden. Er analysiert neun Angriffe durch irakische Streitkräfte und die US-geführten Koalitionstruppen.

„Es darf keine Straflosigkeit für die Gräueltaten geben, die die Zivilbevölkerung in Mossul erleiden musste. Auch die absolute Missachtung menschlichen Lebens seitens aller Konfliktparteien darf nicht unbestraft bleiben. Ganze Familien wurden ausgelöscht, und viele der Toten liegen nach wie vor unter dem Schutt der Stadt begraben. Die Bewohner von Mossul haben ein Recht darauf, von ihrer Regierung Gerechtigkeit und Wiedergutmachung zu erfahren“, sagt Lynn Maalouf, Nahost-Expertin bei Amnesty International.
„Es muss umgehend eine unabhängige Kommission eingesetzt werden, um mögliche völkerrechtliche Verstöße zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen müssen veröffentlicht werden.“

Seit Oktober 2016 vertreibt der „Islamische Staat“ systematisch Zivilpersonen aus Nachbardörfern in von ihm kontrollierte Gegenden, wo sie als menschliche Schutzschilde missbraucht werden. Abu Haidar (Name geändert) wurde zur Umsiedlung nach West-Mossul gezwungen. Der Mann aus der Ortschaft Tel Arbeed berichtete Amnesty International:
„Der [IS] sagte, du musst gehen, sonst wirst du umgebracht. Wir wurden als menschliche Schutzschilde dorthin gebracht. Sie wollten, dass wir zwischen ihnen und den Geschossen stehen. Dies alles geschah kurz vor Beginn des Einsatzes um West-Mossul … Immer wenn die irakischen Truppen vorrückten, fiel der IS zurück – und zwang den Großteil der Zivilbevölkerung, ihm zu folgen.“

Um zu verhindern, dass Zivilpersonen sich in Sicherheit brachten, schloss der IS die Menschen mittels verschweißter Türen und Sprengfallen in ihren Häusern ein. Hunderte, wenn nicht gar Tausende Personen, die zu fliehen versuchten, wurden hingerichtet.
Hasan (Name geändert) sprach mit Amnesty International darüber, wie Menschen, die versucht hatten zu fliehen, an Strommasten aufgehängt wurden: „Wir hatten keine Wahl. Wer blieb, der starb irgendwann infolge der Kampfhandlungen in seinem Haus. Wer floh, der wurde aufgegriffen und getötet und als Abschreckung an einem Strommast aufgehängt. Vier meiner Nachbarn wurden bei einem Fluchtversuch erwischt, und ich habe sie an Strommasten hängen sehen. Tagelang hingen sie dort. Zwischen 15 und 50 Menschen wurden so an den Strommasten aufgehängt.“

Weil der IS die Zivilbevölkerung in umkämpfte Gebiete zwang und sie an der Flucht hinderte, füllten sich die vom IS kontrollierten Gegenden in West-Mossul im Zuge der Kampfhandlungen zunehmend mit Zivilisten. Doch die irakischen Streitkräfte und US-geführten Koalitionstruppen passten ihre Taktiken nicht an diese neue Situation an. Sie setzten stattdessen weiterhin unpräzise explosive Waffen ein, die in bevölkerungsreichen Stadtgebieten verheerende Schäden anrichteten.

„Die Tatsache, dass der IS Menschen als Schutzschilde einsetzt, entbindet die Truppen der Gegenseite nicht von ihrer rechtlichen Verpflichtung, Zivilpersonen zu schützen. Bei der militärischen Planung muss man den Einsatz von Waffen ganz besonders sorgfältig bedenken, um sicherzustellen, dass diese Angriffe sich im völkerrechtlichen Rahmen bewegen“, so Lynn Maalouf.

Amnesty International hat dokumentiert, wie die US-geführten Koalitionstruppen und irakischen Streitkräfte bei ihren Angriffen regelmäßig ihr militärisches Angriffsziel verfehlten und stattdessen Zivilpersonen verletzten oder töteten oder zivile Objekte beschädigten oder zerstörten. In einigen Fällen kann die Verletzung oder Tötung von Zivilpersonen offenbar entweder auf unangemessen schwere Waffen oder unzureichende Sorgfalt bei der Identifizierung militärischer Ziele hinweisen.

Auch Angriffe, bei denen das militärische Ziel offenbar getroffen wurde, zogen vermeidbare Verluste unter der Zivilbevölkerung nach sich. Allem Anschein nach wurden unverhältnismäßig schwere Waffen eingesetzt. So wurden beispielsweise am 17. März bei einem Luftangriff der USA auf Mossul mindestens 105 Zivilpersonen getötet. Ziel dieses Angriffs auf den Stadtteil al-Jadida waren zwei IS-Scharfschützen.

„Die irakischen Streitkräfte und US-geführten Koalitionstruppen müssen dafür sorgen, dass der Kampf gegen den IS – und zwar nicht nur in Mossul, sondern auch anderswo im Irak und in Syrien – in einer Weise geführt wird, die mit dem Völkerrecht und internationalen Standards vereinbar ist. Alle an diesen Kämpfen beteiligten Staaten müssen sich neben dem militärischen Aspekt auch darauf konzentrieren, Ressourcen bereitzustellen, um die Notlage der vom IS festgesetzten und misshandelten Zivilbevölkerung zu mindern“, so Lynn Maalouf.
Für Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle.

Den vollständigen Bericht in englischer Sprache finden Sie auf: bit.ly/AmnestyIrak

Aktuelle Fotos und Luftaufnahmen zum neuen Amnesty-Bericht finden Sie auf: bit.ly/AmnestyMossulBildmaterial2017

Für Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle.

BITTE BEACHTEN SIE DIE SPERRFRIST: DIENSTAG, 11.7.2017, 02:01 UHR MESZ – FREI FÜR DIENSTAGSAUSGABEN

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Iran: Staatsterrorismus bis heute


Masih Alineschad

Es gibt namhafte Nahost-Forscher, die den Iran vor den Terrorismus-Vorwürfen Trumps in Schutz nehmen, wie etwa im unten zitierten Artikel in Le Monde. In der Form, wie Trump es darstellt, kann man es gewiss nicht stehen lassen. Andererseits besteht kein Zweifel, dass die iranischen Machthaber – also die Pasdaran (Revolutionswächter) und die Leute um den Religiösen Führer – bis heute im Ausland Terroranschläge verüben.

Said Karimian – 29. April 2017, Istanbul
Ein Beispiel dafür ist die Ermordung des iranisch-britischen Medienunternehmers Said Karimian in Istanbul am 29. April 2017. Die iranische Regierung und gewisse türkische Medien waren schnell dabei, die Volksmudschahedin zu beschuldigen, aber die Ermittlungen der türkischen Polizei verweisen deutlich auf die Urheberschaft der iranischen Machthaber.

Justizbeamter droht Masih Alineschad
Ein neuer Fall der Drohung mit einem Terroranschlag ist jetzt aus Großbritannien bekannt geworden. Resa Yathrebi, ein Mitarbeiter der iranischen Justizbehörde, und zwar der Abteilung, die für Richter und Strafvollstreckung im Bereich für Computerdelikte zuständig ist, hat in einem „comment“ auf der Instagram-Seite von Frau Masih Alineschad folgendes geschrieben:

„Haben Sie geglaubt, dass es schwer ist, Sie in England zu finden? Glauben Sie, dass es für uns schwer ist, Sie von der Erdkugel zu löschen? Mit Ihrem Programm der „Weißen Mittwoche“ treten Sie alle unsere Bemühungen in den Staub. Sie sollten den Zugang zu den Medien nicht gegen den Islam nutzten, pass auf, dass wir das, was wir mit Farokhzad (Farrochsad) gemacht haben, nicht eines Tages auch mit dir machen.“

Fereydoun Farokhzad 1992 in Bonn
Der iranische Dichter und Sänger Fereydoun Farokhzad war am 6. August 1992 in seinem Haus in Bonn ermordet worden. Dieser Mord wurde in Deutschland geflissentlich unter den Teppich gekehrt. Die Auftraggeber sind dieselben wie diejenigen, die den Mord am iranischen Kurdenführer Sadegh Scharafkandi am 17. September 1992 in Berlin durchführen ließen. Damals wurde der Religiöse Führer Ajatollah Chamene‘i und der Außenminister Fallahian von einem deutschen Gericht als Tatverdächtige benannt. Die Straflosigkeit, die nun schon 25 Jahre anhält, zeigt deutlich, dass die iranischen Machthaber keine Notwendigkeit sehen, von Morden im Ausland Abstand zu nehmen.

Weißer Mittwoch
Der „weiße Mittwoch“ ist eine neue Aktion der Frauenbewegung im Iran, jeden Mittwoch in weißer Verschleierung an die Öffentlichkeit zu gehen, um so gegen die schwarze Zwangskleidung, die ihnen von den Islamisten aufgezwungen wird, zu protestieren.

http://news.gooya.com/2017/06/post-5044.php
vom 29. Juni 2017
tahdid be terore masih °ali-nezhad: manande faroxzad saketat mikonim

https://de.wikipedia.org/wiki/Fereydun_Farrochsad

https://de.wikipedia.org/wiki/Sadegh_Scharafkandi

http://www.lemonde.fr/idees/article/2017/05/29/l-iran-n-a-rien-a-voir-avec-le-terrorisme-djihadiste-qui-frappe-l-occident-depuis-2001_5135207_3232.html
L’Iran n’a rien à voir avec le terrorisme djihadiste qui frappe l’Occident depuis 2001, estime un collectif de chercheurs

Donald Trump accuse la République islamique d’être le « principal organisateur du terrorisme international ». Pure désinformation alors que de profonds changements sont intervenus dans le pays, déclare un collectif de chercheurs dans une tribune au « Monde ».

LE MONDE | 29.05.2017 à 06h38 • Mis à jour le 29.05.2017 à 15h00 | Par Thierry Coville (économiste, chercheur à l‘IRIS), Bernard Hourcade (géographe, directeur de recherche émérite au CNRS) et Azadeh Kian (sociologue, …

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Iran: tödliche Falle für afghanische Flüchtlinge

Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet, die den iranischen „Sicherheits“organen nahesteht, wurden am Mittwoch, den 7. Tir 1396 (28. Juni 2017) sechs Afghanen in der iranischen Stadt Qom beerdigt, die als „Verteidiger des Zeinab-Heiligtums“ in Syrien im Einsatz waren und dort in Kämpfen ums Leben kamen. Die sechs Afghanen gehörten der Division der Fatemiyun an, einer paramilitärischen Einheit, die der Sepahe Qods (Jerusalem-Armee), einer im Ausland tätigen Einheit der Revolutionswächter, zugeordnet ist und in der afghanische Schiiten organisiert sind.
Man darf sich das allerdings nicht so vorstellen, dass die Teilnahme freiwillig ist.
So berichtet das US-Außenministerium in einem Bericht über Menschenhandel von 2017, dass die iranischen Behörden und die Pasdaran afghanische Flüchtlinge verhaften und ihnen mit der Abschiebung nach Afghanistan drohen, falls sie nicht bereit sind, in solchen Einheiten zu dienen. Diese Einheiten werden in Syrien eingesetzt, um das Regime von Baschar al-Assad zu stützen.

http://news.gooya.com/2017/06/post-5045.php
vom 28. Juni 2017
6 modafe°e haram digar dar suriye koshte shodand

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Türkei: Demonstrationen vor iranischen Vertretungen


Vergangenen Freitag fanden vor den iranischen Vertretungen in Ankara und Istanbul Kundgebungen von türkischen und syrischen Demonstranten gegen die Einmischung des Landes in Syrien statt. Hier ein paar Fotos, die von iran-emrooz veröffentlicht wurden. Die Polizei erlaubte den Demonstranten nicht, bis zur Botschaft oder zum Konsulat vorzudringen. Es gibt aber auch keine Berichte über brutale Polizeiangriffe auf die Demonstranten. Zusammen mit der AKP-Medienkampagne gegen den Iran und Russland ist daher davon auszugehen, dass diese Kundgebungen mit Unterstützung der türkischen Regierung erfolgen. Man sieht ja, wie die Polizei vorgeht, wenn Kurden oder Menschenrechtler in der Türkei auf die Straße gehen.


Iran –
yalan – Lüge, nifak – Heuchelei (im religiösen Sinn), katliam – Massaker

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/66647/
vom 16.12.2016
e°teraz be naqshe hokumate iran dar koshtare mardome suriye

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Iran: Zumindest das Abhören funktioniert


Schahram Sabswari

Die Webseite gooya.com veröffentlichte am 7. Oktober 2016 einen Artikel, der von der Webseite iranshahrnewsagency.com übernommen wurde. Letztere hatte zwei Tage zuvor einen iranischen Flüchtling interviewt, der beim iranischen Militärgeheimdienst gearbeitet hatte und dann in die Türkei geflohen war. Das Interview führte Neda Amin, die als Journalistin für timesofisrael.com schreibt.


Neda Amin, iranische Journalistin im Exil

Berichte von Geheimdienstmitarbeitern sind aus mehreren Gründen mit Vorsicht zu genießen. Es kann sich um einen Flüchtling handeln, der hofft, mit so einer Story Asyl zu bekommen, ohne dass er überhaupt mit dem Geheimdienst zu tun hatte. Es kann sich tatsächlich um einen ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter handeln, der durch den Gang an die Öffentlichkeit seine Chancen im Asylverfahren verbessern möchte. In diesem Fall wird er den Schwerpunkt auf die Dinge legen, die sich seiner Ansicht nach positiv auf das Verfahren auswirken. Es kann sich um eine Person handeln, die von einem Geheimdienst geschickt wurde, um dann als Flüchtling andere Flüchtlinge auszuspionieren.
Und natürlich kann alles genauso stimmen, wie es der Betreffende sagt.
Der geflohene Geheimdienstmitarbeiter heißt Schahram Sabswari, er wurde 1352 (1973) in Teheran geboren. Er arbeitete für den Geheimdienst der iranischen Armee und war unter anderem als Berater für den Einkauf von Abhörsystemen zuständig. 1393 (2014/5) ist er aus dem Iran in die Türkei geflohen, dort wurde er dann von der UN-Vertretung und der türkischen Polizei gewarnt, dass er gefährdet sei und seinen Ort wechseln sollte. Er ist dann in ein anderes Land weitergeflohen.


Fernsehturm Bordsche Milad – gleich zwei Geheimdienste hören hier ab

Im Interview berichtete er unter anderem:
Im Jahr 1384 (2005) kaufte der iranische Staat Abhöreinrichtungen im Wert von 1,2 Milliarden Tuman, um verschiedene öffentliche Plätze abzuhören, darunter auch den Pardisan-Park im Nordwesten Teherans. Auch im 435 m hohen Fernsehturm Bordsche Milad (Borj-e Milad) sind zwei Abhöranlagen installiert, wobei die eine von der Polizei betrieben wird, die andere vom Geheimdienstministerium. Das Abhörsystem im Iran ist gut ausgebaut, das Abhören von Privatgesprächen und e-mails dient dazu, die Bevölkerung zu überwachen und die Abgehörten bei Bedarf zu verhaften.


Pardisan-Park, Teheran – wo stecken die Wanzen?

Die im Iran gebräuchlichen Abhörsysteme decken noch das Gebiet bis 50 km vor der iranischen Grenze ab. Zum Abhören von in größerer Entfernung lebenden Iranern oder Institutionen werden Leute extra an den betreffenden Ort geschickt, die in der Nähe des Opfers einen geeigneten Ort aussuchen, wo solche Anlagen in Betrieb genommen werden kömmen. Schahram Sabswari sagt aber auch, dass die iranischen Abhörmittel nicht so raffiniert seien wie die der Amerikaner, denen es sogar gelungen sei, Bundeskanzlerin Merkel abzuhören.
Das iranische Geheimdienstministerium und der Geheimdienst der Pasdaran seien im Iran diejenigen, die über die am besten ausgerüsteten Abhörsystem verfügten.

Der Sohn des Führers und seine Konten in Österreich
Schahram Sabswari berichtet auch, dass noch zur Zeit des Embargos ein Vertrag zum Kauf von Drohnen für 20 Millionen US-Dollar geschlossen worden sei. Diese wurden auf Anweisung des Religiösen Führers aus dem Verteidigungsbudget auf das Konto seines Sohns Modschtaba Chamene‘i bei österreichischen Banken überwiesen.


Ahmed-Resa Chosrawi, geflüchteter Geheimdienstpilot

Was geschieht mit Abtrünnigen?
Auf den Fall des iranischen Piloten Ahmed-Resa Chosrawi angesprochen, der für eine Hubschrauber-Einheit des iranischen Geheimdienstes arbeitete und dann in die Türkei flüchtete, meinte Schahram Sabswari, dass das Vorgehen der iranischen Organe gegen flüchtige Ex-Mitarbeiter mehrstufig sei. Sobald man ihren Aufenthaltsort herausgefunden habe, beginne man, sie unter Druck zu setzen, damit sie „freiwillig“ in den Iran zurückkehren. Wenn das nicht helfe, versuche man, sie mit Gewalt in den Iran zurückzuholen. Falls man damit keinen Erfolg habe, sei die dritte Stufe die Ermordung des Betreffenden. Da eine Entführung von Ahmed-Resa Chosrawi zweimal gescheitert sei, müsse man davon ausgehen, dass die iranischen Behörden jetzt seine Ermordung planten.
Ein Schwerpunkt des iranischen Geheimdienstministeriums sei die Überwachung von Medien und Webseiten Israels, es gebe eine extra Abteilung dafür.

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/10/218438.php
vom Freitag, 16. Mehr 1395 (07.10.2016)
mosahebe ba yek maqame amniyatiye arteshe iran dar xarej az keshvar
Im Ausland gegebenes Interview mit einem Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes

Originalquelle:
http://iranshahrnewsagency.com/NewsDetails.aspx?ItemId=41406#.V_gA47Vb88o
vom Mittwoch, 14. Mehr 1395 (5. Oktober 2016)
mosahebeye extesasiye iranshahr ba maqame amniyatiye arteshe iran
Spezialinterview von Iranschahr mit einem Mitarbeiter des iranischen Militärgeheimdienstes

http://www.timesofisrael.com/iranian-pilot-defects-threatens-regime-hell-seek-asylum-in-israel/
Iranian pilot defects, threatens regime he’ll seek asylum in Israel
Opposed to Iran’s ruling ethos, Ahmad-Reza Khosravi fled to Turkey last year. Now he says he’ll work to harm the Islamic Republic if it doesn’t stop harassing his wife and son
By Neda Amin and Mohsen Rostambakhsh April 13, 2016, 9:39 pm 25

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