Archiv der Kategorie 'Folter'

Iran: Der Folterer von Kahrisak trotz Urteil auf freiem Fuß

Wie durch eine Bemerkung des Justizsprechers Mohsen Esche‘i bekannt wurde, ist Sa‘id Mortasawi, einer der Hauptverwantwortlichen für die Folterungen in Kahrisak, der auf Betreiben der Angehörigen des dabei verstorbenen Sohns von Abdolhossein Ruh ol-Amini zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde, noch immer in Freiheit. Der Rechtsanwalt der Familie Ruh ol-Amini hat darauf hingewiesen, dass Sa‘id Mortasawi vor Gericht stets in Begleitung dreier Leibwächter aufgetreten ist, die vom Staat gestellt wurden. In einer 8-Stunden-Schicht macht das mindestens 9 Leibwächter. Der Anwalt hielt es für befremdlich, dass die Leibwächter, die ja vom Staat bezahlt werden, nicht wissen sollen, wo sich ihr Schützling befindet…

https://www.radiofarda.com/a/latest-on-mortazavi-case/29170098.html
vom 27. Farwardin 1397 (16. April 2018)
wakile xanewadeye ruhol-amini: parwandeye mortazawi dar extiyare zabetane qaza‘i ast

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Irans Beitrag zum Tag der Frau: Ehefrau eines Foltertoten erhält Ausreiseverbot


Mariyam Mombeini

Als Mariyam Mombeini, eine kanadische Staatsbürgerin, am frühen Morgen des 8. März 2018 über den Imam-Chomeini-Flughafen zusammen mit ihren beiden Söhnen nach Kanada ausreisen wollte, wurde ihr bei der Passkontrolle mitgeteilt, gegen sie liege ein Ausreiseverbot vor. Ihr Pass wurde beschlagnahmt, sie selbst durfte nicht ausreisen.
Mariyam Mombeini ist die Ehefrau des Hochschulprofessors Kawus Seyyed Emami, eines bekannten Umweltfachmanns, der aus politischen Gründen unter dem Vorwurf der Spionage inhaftiert wurde und allem Anschein nach in Haft vom Staat ermordet wurde, was dann mit der Version des Selbstmordes vertuscht werden sollte. Als die Familie eine unabhängige Untersuchung seines Tods in Haft forderte, wurde sie von Beamten des Justizapparats und des Geheimdienstes der Pasdaran wiederholt bedroht.
Mariyam Mombeini war am 19. Bahman 1396 (8. Februar 2018) von der 27. Kammer des (Revisions?)Gerichts vorgeladen worden, weil sie ihren Ehemann in Haft besuchen wollte. Dort wurde sie drei Stunden lang verhört. Ihr und ihren Angehörigen wurde dabei mit Inhaftierung gedroht. Dann wurde ihr mitgeteilt, dass ihr Mann in Haft Selbstmord begangen habe, sie musste sich schriftlich verpflichten, keine Interviews zu geben, sonst käme sie auch in Haft.
Ihr Mann, der 64-jährige Professor und Umweltaktivist Kawus Seyyed Emami, war am 4. Bahman 1396 (24. Januar 2018) vom Geheimdienst der Pasdaran verhaftet worden, am 19. Bahman (8. Februar) wurde die Familie informiert, er habe in Haft Selbstmord begangen. Am 25. Bahman (14. Februar) wurde er begraben. Am Vorabend der Beerdigung erhielt die Familie die Todesbescheinigung, in der stand, dass die Ergebnisse der Autopsie noch ausstünden – sprich, der Leichnam wurde begraben, ohne dass die Familie wusste, was die Autopsie ergeben hatte und wie sie durchgeführt wurde.
Die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland reagierte noch am selben Morgen der Ausreiseverhinderung mit einem Tweet:

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/73648/
vom 08.03.2018 09.15 Uhr
jelougiri az xoruje hamsare kawus seyyed emami az iran

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Iran – Schweiz: Krimineller Justizminister kommt nach Genf


Justizminister Ali-Resa Awa‘i (der braune Fleck auf der Stirn ist im Iran Merkmal religiöser Eiferer, die sich beim Beten so verneigen, dass sie mit der Stirn dabei jedesmal auf einen Stein stoßen. Das ist sehr karrierefördernd…)

Ali-Resa Awa‘i, derzeit Justizminister der iranischen Regierung unter Präsident Rouhani, kommt am 27. Februar 2018 zu einer Sitzung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen nach Genf. Er kommt als Vertreter der iranischen Regierung. Anwälte in der Schweiz haben jetzt gegen ihn Strafanzeige wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit erstattet und fordern seine Festnahme. Sie haben zur Untermauerung ihrer Forderung Zeugenaussagen über sein Verhalten als Staatsanwalt der Regionen Kurdistan, Kermanschah und der Region Arak-Teheran (Ostane Markasi) in den Jahren 1362-1365 (1983-1986) vorgelegt sowie über seine Rolle als Mitglied der Todeskommission für das „Unesco-Gefängnis“ der Städte Desful und Ahwas. Das Unesco-Gefängnis heißt so, weil dieses ursprünglich für die Unesco bestimmte Gebäude in ein Gefängnis umgewandelt wurde. Er war damals für die Todesurteile des großen Gefangenenmassakers von 1988 in den Gefängnis von Desful und Ahwas mitverantwortlich.
Es wird sich zeigen, ob die schweizer Behörden sich anders verhalten als die deutschen, die kürzlich Ajatollah Schahrudi, den ehemaligen obersten Richter des Irans zur Behandlung nach Hannover hatten einreisen lassen. Er war unter anderem für die Hinrichtung von Kindern (unter 14 Jahren) verantwortlich. Die deutschen Behörden ließen ihn unbehelligt wieder ausreisen.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85122
vom 26. Februar 2018
peygiriye qaza‘iye wazire dadgostariye jomhuriye eslami dar swis

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Iran: Zunahme der Todesfälle bei Politischen Gefangenen

Die iranische Parlamentsabgeordnete Parwane Salahschuri hat öffentlich erklärt, dass jeden Tag der Name eines weiteren Gefangenen bekannt wird, der oder die im Iran im Gefängnis ums Leben gekommen ist. Sie brachte die Besorgnis der Parlamentarier über die Haftbedingungen zum Ausdruck und wies darauf hin, dass die Gefängnisbehörde für das Leben der Gefangenen verantwortlich sei. Sie berichtete, dass die Abgeordneten versuchten, die Gefängnisse zu besuchen und die Gefangenen zu sehen. Der stellvertretende Geheimdienstminister und der Parlamentspräsident hätten sich positiv zu diesem Vorhaben geäußert. Sie bedauerte, dass es keine amtlichen Statistiken über die Zahl der Todesfälle gibt, es werden lediglich zwei angebliche Selbstmorde eingeräumt, während Menschenrechtsorganisationen schon von fünf Gefangenen sprechen.

https://www.radiofarda.com/a/iran_parvaneh_salahshoori_prisons_killed_prisoners/28976770.html
vom 25. Dey 1396 (15. Januar 2018)
negaraniye nemayandegan az te°dade koshte shodegan: sazemane zendanha mas‘ule jane zendaniyan ast

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Iran: Todesfälle in Haft – Parlamentarier fordern Aufklärung

Mahmud Sadeqi, iranischer Parlamentsabgeordneter für Teheran, hat am Sonntag bekannt gegeben, dass mehr als 40 Abgeordnete des iranischen Parlaments einen Brief an den Parlamentspräsidenten Ali Laridschani unterschrieben haben. In dem Brief fordern die Abgeordneten die Bildung einer unabhängigen Gruppe zur Aufklärung der jüngsten Todesfälle in den iranischen Gefängnissen. Bei den Opfern handelt es sich um Personen, die im Rahmen der jüngsten Proteste verhaftet wurden. In diesem Schreiben wird die amtliche Version in Frage gestellt, wonach die Gefangenen Selbstmord begangen hätten. Von den Angehörigen war in einigen Fällen zu erfahren, dass die Leichen blaue Flecken aufwiesen.

https://www.radiofarda.com/a/iran_mahmoud_sadeghi_letter_ali_larijani_saro_ghahremani/28974621.html
vom 24. Dey 1396 (14. Januar 2018)
40 nemayandeye majles xastare barresiye °elale marge te°dadi az bazdashtshodegan shodand

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Iran: Todesfälle in Gefängnissen müssen untersucht werden

In einer jüngsten Erklärung weist Amnesty International auf die katastrophale Lage in den iranischen Gefängnissen hin.
Mindestens fünf Personen sind Berichten zufolge nach der Niederschlagung regierungskritischer Proteste im Iran in Gewahrsam der Sicherheitskräfte gestorben. Amnesty International fordert die iranischen Behörden auf, die Todesfälle unverzüglich zu untersuchen. Ausserdem müssten die notwendigen Massnahmen ergriffen werden, um Inhaftierte vor Folter zu schützen und weitere Tote zu verhindern.
Weitere Einzelheiten siehe:

https://www.amnesty.ch/de/laender/naher-osten-nordafrika/iran/dok/2018/todesfaelle-in-gewahrsam
15. Januar 2018

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Iran: 3700 Gefangene nach den Protesten

Wie der iranische Parlamentsabgeordnete Mahmud Sadeqi bekannt gegeben hat, sind derzeit laut amtlichen Statistiken 3700 Menschen im Iran in Haft, die aufgrund der jüngsten Demonstrationen festgenommen wurden. Es wird auch von der verbreiteten Anwendung von Folter gegen die Verhafteten gesprochen.
http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=84154
vom 19. Dey 1396 (9. Januar 2018)
axbare hulnak az zendanhaye eslami

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Sanandadsch (Kurdistan – Iran): Kurdischer Aktivist schwer gefoltert

Der politische und Umwelt-Aktivist Afschin Hossein Panahi wurde vor einigen Monaten verhaftet und in der Filiale des iranischen Geheimdienstes in Sanandadsch schwer gefoltert. Ihm wurden sämtliche Fußnägel ausgerissen. Auch wurde er mit Elektroschocks gefoltert. Das Regime wollte ihn dazu zwingen, am Fernsehen seine Familie zu verurteilen. Ein Bruder des Gefangenen wurde vom Regime ermordet, ein anderer Bruder sitzt im Gefängnis. Afschin Hossein Panahi ist jetzt im Zentralgefängnis von Sanandadsch in Haft. Ihm wird trotz seiner miserablen gesundheitlichen Verfassung eine ärztliche Behandlung verweigert. Das Revolutionstribunal von Sanandadsch verurteilte Afschin Hossein Panahi vor wenigen Wochen wegen „Propaganda gegen das System“
zu 8,5 Jahren Gefängnis. Als Propaganda gegen das System wurde gewertet, dass er über die Ermordung seines Bruders gesprochen hatte.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=83424
vom 12. Adhar 1396 (3. Dezember 2017)
shekanjeye shadide afshin hossein panahi dar edareye ettela°ate sanandaj

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Said Mortasawi: Schuld sind die andern

Wie berichtet, wurde der Folterer und ehemalige Staatsanwalt von Teheran Said Mortasawi in zweiter Instanz wegen des Todes von Mohsen Ruhollah Amini, der im Kahrisak-Gefängnis an den Folgen der Folter starb, wegen Beihilfe zum Mord zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Eigentlich sind dafür 5 Jahre Gefängnis vorgesehen, aber es wurde auf mildernde Umstände anerkannt und so erhielt er zwei Jahre, die rechtskräftig sind. In einem Brief an den Religiösen Führer hat Said Mortasawi jetzt die Schuld für die Folterungen auf die Beamten im Kahrisak-Gefängnis geschoben, über die er keine Aufsicht gehabt habe. In seinem Brief schreibt er von „eigenmächtigen Handlungen eines Teils von gesetzeswidrig handelnden Beamten in der Haftanstalt Kahrisak“. Außerdem macht er Schläge während der Verhaftung von Mohsen Ruhollah Amini bei der Verhaftung für dessen Tod verantwortlich, was dann ebenfalls außerhalb seiner Verantwortung läge. Bedenkt man, dass er die Strafmilderung wegen gezeigter „Reue“ erhalten hat, kann man nicht erkennen, wo denn Reue zu sehen ist. Nach dieser Darstellung war er für nichts verantwortlich, was zum Tod des Gefolterten führte. Darüber hinaus führt er höhere Werte für sein Handeln an, nämlich die vom Religiösen Führer geforderte Niederschlagung der „Verschwörung“, wie die Proteste gegen die Fälschung der Wahlergebnisse der Präsidentschaftswahlen vom Juni 2009 im amtlichen Sprachgebrauch heißt. Davon, dass Kahrisak ein illegaler Haftort war und eine Verlegung dorthin folglich nicht legal gewesen ist, ist nirgends die Rede. Und Said Mortasawi hat nicht nur einen Gefangenen dorthin verlegen lassen…

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=142519
vom 8. Adhar 1396 (29. November 2017)
e°terafe mortazavi be zarb o shatm o shekanjeye mo°tarezane sale 88

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Iran – Sa‘id Mortasawi bekommt 2 Jahre Haft

Bei den Protesten gegen die Fälschung der Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 war es nicht nur zu zahlreichen Verhaftungen und Misshandlungen gekommen, es wurde auch ein heimliches Gefängnis geschaffen, in das eine Reihe von Gefangenen verlegt wurden. Dieser geheime Haftort war Kahrisak. Mindestens vier Gefangene sind in Kahrisak durch Folter ermordet worden: Mohsen Ruh-ol-amini, Amir Dschawadifar, Mohammad Kamrani und Ramin Aqasade Qahrmani. Sa‘id Mortasawi war einer der Hauptverantwortlichen für die Verlegung der Gefangenen nach Kahrisak. Vom Gericht der ersten Instanz wurde Sa‘id Mortasawi nur wegen „illegaler Haft“ angeklagt und zu dauerhaftem Ausschluss aus der Justiz sowie zu einem fünfjährigen Ausschluss aus dem Staatsdienst verurteilt.
Jetzt, drei Jahre später, hat das Revisionsgericht geurteilt. Dieses legte Sa‘id Mortasawi Beihilfe zum Mord zur Last. Mir Madschid Taheri, der Rechtsanwalt der Eltern des ermordeten Mohsen Ruh-ol-Amini, berichtete hierzu: „Das Revisionsgericht hat Mortasawi in Zusammenhang mit der Anklage der Beihilfe zum Mord mit Strafmilderung zu zwei Jahren Haft verurteilt. Dieses Urteil ist rechtskräftig.“ Wäre nicht die Ausdauer der Eltern von Mohsen Ruh-ol-Amini und die Tatsache, dass Mohsens Vater einer der Berater der Religiösen Führers Ajatollah Chamene‘i ist, dann wäre auch dieses Urteil nicht möglich geworden. Deshalb wäre es verfehlt, von einem Sieg der Gerechtigkeit zu sprechen. Beziehungen spielen auch hier die Hauptrolle.
Eine ganz andere Sache ist, ob Sa‘id Mortasawi die Strafe dann tatsächlich antreten muss…

https://www.radiofarda.com/a/iran-2009-protests-kahrizak-mortazavi-2-years-jail/28877907.html
vom 5. Asar 1396 (26. November 2017)
sa°id mortazawi dar ertebat ba waqaye°e kahrizak be do sal habse qat°i mahkum shod

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Iran: Inhaftierter Gewerkschafter in Ketten


Gewerkschafter Mahmud Salehi im Krankenhaus von Saqqes

Mahmud Salehi ist ein iranischer Gewerkschafter aus dem kurdischen Saqqes. Er wurde in den Zellen des iranischen Geheimdienstes in Saqqes so gefoltert, dass seine Nieren nicht mehr funktionieren und er zweimal wöchentlich auf Dialyse angewiesen ist. Außerdem leidet er an Diabetes. Am 7. Aban (das ist der laufende iranische Monat) war er festgenommen worden. Er sollte eine einjährige Haftstrafe verbüßen. Aus der Haft wurde er am 12. Aban (3.11.) ins Imam-Chomeini-Krankenhaus von Saqqes verlegt, wo er unter Aufsicht von drei Gefängniswärtern von einem Arzt untersucht wurde. Die Wärter legten ihm Ketten an den Füßen an. Obwohl der behandelnde Arzt eine Verlegung in ein Spezialkrankenhaus nach Urumije, Tabris oder Teheran empfohlen hatte, ließen ihn die Gefängnisbehörden wieder ins Gefängnis von Saqqes zurück verlegt. Dies stellt eine ernsthafte Bedrohung für seine Gesundheit dar.

https://www.radiofarda.com/a/Iran-mahmoud-salehi-hospital-prison/28849425.html
vom 21. Aban 1396 (12.11.2017)
mahmud salehi be raghme tousiyeye pezeshke mo°alej be zendane saqez bazgardande shod

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Iran: Pasdaran misshandeln Soheil Arabi im Ewin-Gefängnis


Soheil Arabi ist ein politischer Gefangener, der wegen seiner auf Facebook veröffentlichten Fotos verhaftet wurde. Ihm wurde Beleidigung der religiösen Autoritäten und Ähnliches vorgeworfen. Als er jüngst gegen die Festnahme seiner Frau einen Hungerstreik eröffnete, wurde er in den Trakt 2-Alef des Teheraner Ewin-Gefängnisses verlegt. Das ist ein Gefängnis im Gefängnis. Es untersteht direkt den Pasdaran. Diese holten ihn unter dem Vorwand des Verhörs aus seiner Einzelzelle und folterten und schlugen ihn im Gesicht und am Kopf. Als seine Frau wieder freikam und er in einen anderen Trakt des Ewin-Gefängnisses verlegt wurde, klagte er über Übelkeit, Schwindel und Kopfweh. Einem Arzt wurde er trotzdem nicht vorgeführt, wohl um zu vermeiden, dass die Folgen der Folter ärztlich dokumentiert werden.

http://news.gooya.com/2017/08/---1374.php

vom 14. August 2017

d.arb o shatme soheyl °arabi, zendaniye °aqidati dar moddate bazdasht dar bande 2-alef

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Iran: Neues aus dem Gefängnis

Die iranischen Gefängnisbehörden greifen zu neuen Methoden, um politische Gefangene einzuschüchtern und zu bestrafen. So wurde der politische Gefangene Mas°ud Seyfisade aus dem Trakt 209 (wo die politischen Gefangenen untergebracht sind) in den Trakt 8 verlegt, wo unpolitische Straftäter inhaftiert sind. Diese schlugen ihn dort krankenhausreif, so dass er mit Verletzungen an der Wirbelsäule und inneren Blutungen von der Krankenstation des Gefängnisses in ein Krankenhaus verlegt werden musste. Auch andere Gefangene mussten schon solche Erfahrungen machen. Für die Gefängnisleitung und die Behörden hat das den Vorteil, dass die Täter „Privatpersonen“ sind und keine staatlichen Beamten. Das erleichtert es, die Verantwortung für diese Angriffe zu verschleieren.

http://news.gooya.com/2017/03/post-1615.php
vom 10. März 2017
d.arb o shatm dar bande hashte ewin, yek zendaniye siyasi rahiye bimarestan shod

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Amnesty International Jahresbericht zum Iran

Am gestrigen Dienstag, den 21.2.2017, hat Amnesty International seinen Jahresbericht für den Zeitraum 1.1.2016 – 31.12.2016 vorgestellt, darunter auch den Länderbericht zum Iran.

In der Zusammenfassung heisst es:

  • Die Rechte auf Meinungs-, Vereinigungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit waren 2016 weiterhin stark eingeschränkt.
  • Personen, die friedlich Kritik äußerten, wurden festgenommen und nach grob unfairen Verfahren von Revolutionsgerichten zu Gefängnisstrafen verurteilt.
  • Folter und andere Misshandlungen von Gefangenen waren weiterhin an der Tagesordnung und blieben straflos.
  • Die Behörden verhängten und vollstreckten nach wie vor grausame Körperstrafen wie Auspeitschungen und Zwangsamputationen.
  • Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten wurden diskriminiert und strafrechtlich verfolgt.
  • Frauen und Mädchen erlitten Gewalt und Diskriminierung in vielfacher Weise.
  • Die Behörden verhängten zahlreiche Todesurteile und richteten Hunderte von Menschen hin, einige von ihnen in der Öffentlichkeit.
  • Unter den Hingerichteten waren mindestens zwei Personen, die zur Tatzeit noch minderjährig waren.

Eine verheerende Bilanz.

Quelle: https://www.amnesty.de/jahresbericht/2017/iran

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Bericht von amnesty international zu extralegalen Massenhinrichtungen in Syrien und was das mit dem Iran zu tun hat

Amnesty international hat einen Bericht zu Massenhinrichtungen durch die syrische Regierung in den Jahren 2011 bis 2015 vorgelegt. Es ist die Rede von bis zu 13.000 Opfern. (s.u.)

Schon die Regierung von Hafiz al-Assad, des Vaters des heutigen Baschar al-Assad, wurde vom iranischen Regime unterstützt. Das Know-How, wie die syrische Oppositionsbewegung seit dem Jahr 2011 niederzuschlagen ist, stammt nicht zuletzt aus dem Iran. Im Iran hat man jede Menge Erfahrung mit Massenhinrichtungen im Gefängnis. Wir erinnern an das berüchtigte Gefängnismassaker des Jahres 1988, das durch eine Fatwa von Ajatollah Chomeini initiiert wurde. Schon damals, gab es im Iran die Stimmen bei den Revolutionswächtern, die ganz offen die Hinrichtung der tausenden Oppositionellen im Gefängnis mit der Begründung forderten, dass man diese Gegner der Islamischen Republik andernfalls jahrelang durchfüttern müsse und sie später zu bewaffneten Kämpfern gegen das System würden. Solche Empfehlungen wurden offenbar auch der syrischen Regierung weitergegeben, zumindest ist das die Überzeugung zahlreicher Menschenrechtler im Iran, die die iranische Unterstützung von Assads Regime mit Geld, Militärs, Pasdaran und Bassidschi kritisieren.

Amnesty International fordert UN-Untersuchung und Zugang internationaler Beobachter zu syrischen Gefängnissen

Syrien: Tausende Tote bei geheimen Massenhinrichtungen im Saydnaya-Gefängnis

07. Februar 2017 – Zwischen 2011 und 2015 wurden im syrischen Militärgefängnis Saydnaya zwischen 5.000 und 13.000 Menschen im Geheimen gehängt. Dies belegt der neue Amnesty-Bericht „Human slaughterhouse: Mass hangings and extermination at Saydnaya prison, Syria“. Bei den meisten Getöten handelt es sich um Zivilisten, denen Kritik an der Regierung vorgeworfen wird. Der Bericht basiert auf den Schilderungen von 84 Zeugen und Experten, darunter Gefängniswärter und Behördenvertreter, aber auch ehemalige Häftlinge, Richter und Anwälte.

„Zwischen 2011 und 2015 fanden in Saydnaya Massenhinrichtungen von etwa 50 Menschen pro Woche statt“, sagt Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland. „Dazu kommen Tausende, die durch Folter und unmenschliche Behandlung ums Leben gekommen sind. Bei diesen massiven systematischen Menschenrechtsverletzungen handelt es sich um Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

„Folter und Massenhinrichtungen müssen sofort beendet werden und internationale Beobachter müssen umgehend Zugang zu Saydnaya und anderen Gefängnissen der syrischen Regierung erhalten“, sagt Beeko. „Hier ist dringender Handlungsbedarf bei den anstehenden Genfer Friedensgesprächen. Amnesty fordert die Vereinten Nationen dazu auf, eine Untersuchung der Berichte über Massenhinrichtungen einzuleiten.“ Die Opfer werden von Militärtribunalen anhand von durch Folter erzwungenen „Geständnissen“ in wenigen Minuten abgeurteilt. Die Inhaftierten werden mitten in der Nacht aus ihren Zellen geholt, schwer misshandelt und dann gehängt. Ihre Leichen werden in geheimen Massengräbern verscharrt.

„Die Hinrichtungen werden von der syrischen Regierung autorisiert“, so Beeko. „Für diese Verbrechen darf es keine Straflosigkeit geben, sie müssen an den Internationalen Strafgerichtshof überwiesen werden. Solange dies aufgrund der Blockade im UN-Sicherheitsrat nicht passiert, sollten einzelne Staaten die Möglichkeiten der Strafverfolgung ausschöpfen, um mit der Aufarbeitung dieser Verbrechen zu beginnen.“

Den 48-seitigen englischsprachigen Bericht, ein kurzes Executive Summary (in deutscher und englischer Sprache) und Videomaterial (B-Roll) finden Sie hier.

Bereits im August 2016 dokumentierte Amnesty, dass seit Beginn des Syrien-Konflikts 2011 etwa 17.000 weitere Menschen in syrischen Gefängnissen auf Grund von unmenschlichen Bedingungen und Folter gestorben sind.

Quelle: Bericht von amnesty international zu extralegalen Massenhinrichtungen in Syrien.

Zusammenfassung auf deutsch

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