Archiv der Kategorie 'Frauen'

Iran: Tochter der Revolutionsstraße ohne Anwalt und Besuchsrecht

Wir haben berichtet, wie Mariam Schariaatmadari, eine Tochter der Revolutionsstraße, am letzten Freitag von der Polizei von dem Verteilerkasten gestoßen wurde, womit ihr Protest gegen Zwangsverschleierung unterbunden werden sollte. Sie stürzte dabei und hat sich so schwer am Knie verletzt, dass sie operiert werden musste. Das berichtete heute die Journalistin Jila Banu Yaghoub.


Mariam Schariaatmadari, Teheran

Inzwischen ist Mariam in das Gefängnis Gharetschak bei Teheran eingewiesen worden. Das Gefängnis ist sonst für Frauen mit Drogenproblemen und Prostituierte vorgesehen. In ihrer Zelle muss sie obere Bett eines Doppelstockbettes belegen,was für sie wegen ihrer Knieverletzung eine zusätzliche Schikane oder wie Jila Banu Yaghoub schreibt, eine Menschenrechtsverletzung bedeutet.

Mariam darf keinen Besuch empfangen und auch die Wahl eines Anwalts war ihr bislang nicht erlaubt. Die iranischen Gesetze sehen für vergleichbare Fälle der Missachtung der Kleidungsvorschriften eine Strafe von 50.000 Tooman (ca. 10 Euro) und ein Gefängnisstrafe von maximal 2 Monaten vor. Es ist sehr die Frage, ob die Machthaber sich in diesem Fall an ihre eigenen Gesetze halten werden.

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Iran: Kopftuch und Staatsgewalt

Vergangenen Freitag,den 23. Februar 2018, protestierte wieder eine Frau (Mariam Schariaatmadari) gegen den Kopftuchzwang in Teheran, indem sie auf einen Verteilerkasten stieg und ihr Kopftuch an einem Stock vor sich herhielt. Die Polizei kam, und als sie nicht vom Verteilerkasten runterstieg, kam ein Beamter von hinten und stieß sie runter, so dass sie beim Sturz Verletzungen erlitt. Aus anderen Fällen ist bekannt, dass die Frauen auch nach der Festnahme auf der Wache von den Beamten geschlagen werden. Die anwesenden Menschen versuchten, der protestierenden Frau zur Flucht zu helfen, aber sie konnte wegen ihrer Verletzung wohl nicht fliehen. Sie wurde auf die Polizeiwache abgeführt. Darauf versammelte sich eine Menschenmenge vor der Wache und protestierte gegen die Festnahme.

Jetzt haben iranische Dokumentarfilmerinnen, über 70 an der Zahl, einen offenen Brief an die staatlichen Institutionen (Parlament, Justiz und Exekutive) geschrieben, um gegen das gewalttätige staatliche Verhalten zu protestieren. Sie weisen darauf hin, dass der Kopftuchzwang selbst unter Geistlichen umstritten sei. Der Griff zur Gewalt sei nicht zu rechtfertigen.

http://news.gooya.com/2018/02/post-12398.php
vom 26.2.2018
nameye sar goshade zanane mostanadsaz dar e°teraz be raftare xoshunatamiz ba doxtarane xiyabane enqelab

https://www.radiofarda.com/a/iran-hijab-protest/29061201.html
vom 25.2.2108
baztabe yek taswir, gozareshgare lahze‘i az tarixe zanane iran

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Iran: Prominente Kopftuchträgerin solidarisiert sich mit Kopftuchgegnern

Sahra Rahnaward, die Ehefrau von Mirhossein Mussawi, die ebenso wie ihr Mann unter Hausarrest steht, seit der vorige Präsident Mahmud Ahmadineschad dank einer Fälschung der Wahlergebnisse im Juni 2009 seinen zweiten „Wahlsieg“ feiern konnte, hat jetzt über ihre Tochter eine Zeichnung veröffentlicht, in der sie die Gewalt der Machthaber gegen die Frauen kritisiert, die den Kopftuchzwang abschaffen wollen.
Hintergrund ist eine neue Entwicklung im amtlichen Verhalten gegenüber den protestierenden Frauen. War zuvor eine Verhaftung der Frauen die Regel, greifen die Beamten nunmehr zu willkürlicher körperlicher Gewalt, die dem Verhältnismäßigkeitsprinzip widerspricht, und fügen den protestierenden Frauen vorsätzlich Körperverletzungen zu.


Sahra Rahnaward

Dass Sahra Rahnaward trotz ihres siebenjährigen Hausarrests in dieser Frage so klar Stellung bezieht, macht deutlich, wie sehr die iranische Gesellschaft in Bewegung geraten ist. Das Kopftuch als Zwangsbekleidung verliert immer mehr an Unterstützung.

http://news.gooya.com/2018/02/post-12392.php
vom 26.02.2018
zahra rahnaward: ba hejabe ejbari moxalefam

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Iran: Zwei gefangene Frauen im Hungerstreik


Kolroch Ebrahimi


Atena Da‘emi

Atena Da‘emi und Kolroch Ebrahimi, zwei aktive Bürgerrechtlerinnen, wurden am 4. Bahman 1396, also vor 19 Tagen, mit Schlägen und Gewalt vom Frauentrakt des Ewin-Gefängnisses in Teheran ins Qaretschak-Gefängnis in Waramin verlegt. Aus Protest gegen die Misshandlung und die willkürliche Verlegung sind sie am 14. Bahman, vor 9 Tagen, in den Hungerstreik getreten. Ihnen drohen schwere Nierenschäden. Die verantwortlichen Behörden in Teheran weigern sich, die Zwangsverlegung rückgängig zu machen und drohen der Mutter von Atena Da‘emi, sie ebenfalls zu inhaftieren, wenn sie weiter gegen das Verhalten der Behörde protestiere.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=84821
vom 22. Bahman 1396 (11. Februar 2018)
atena da‘emi wa kolrox ira‘i (ebrahimi) dar hashtomin ruze e°tesab

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Iran: Diskriminierung von Frauen ist „zum Kotzen“

Taraneh Alidoosti, eine im Iran sehr beliebte Schauspielerin, hat mit scharfen Worten kritisiert, wie mit Journalistinnen umgegangen wurde, die über ein Basketball -Endspiel in der Stadt Tabriz berichten wollten.

Die Journalistinnen durften nur aus dem einen Grund, weil sie Frauen waren, nicht ins Stadium gehen und das Spiel sehen. Sie wurden stattdessen in einen geschlossenen Raum gesperrt und durften nur vor einem Fernseher sitzen.

Tareneh Alidoosti fand diese Aktion „zum Kotzen“ (tschendeschavar) und betonte, dass das nichts mit der Scharia oder irgendwelchen Traditionen zu tun hat.

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Iran: Der Kampf um die Köpfe, nicht um das Kopftuch

Interview mit einer Kämpferin gegen den Kopftuchzwang

In der iranischen Presse ist jetzt ein Interview mit einer der jungen Frauen erschienen, die aus Protest gegen die Zwangsbedeckung des Kopfes an verschiedenen Stellen in der Revolutionsstraße in Teheran Posten bezogen haben und ihr Kopftuch auf einem Stecken gehisst vor sich hin halten. Sie sagt, dass die Reaktion der Passanten sehr verschieden gewesen sei. Manche Frauen und Mädchen hätten sie angeguckt und dann getuschelt, ein Mann habe sie am Mantel gezogen und gesagt, sie solle vom Podest runterkommen, aber da sei ein anderer aufgetaucht und habe diesen verdrängt, einer habe gemeint, er habe auch seine Kritik an der Gesellschaft, aber das hier sei nicht in Ordnung, viele hätten einfach nur geschaut und seien dann weitergegangen, sie habe auch anzügliche Bemerkungen zu hören bekommen, aber es seien auch Jugendliche vorbeigekommen, die vor ihr das Victory-Zeichen gemacht hätten und Taxi-Fahrer, die gemeint hätten: Die hat Mut.
Eine halbe Stunde stand sie so, dann sah sie die Polizei kommen und verdünnisierte sich. Ihr ist klar, dass die Polizei sie auch noch später verhaften kann, wenn sie die Kameras auswertet.
http://news.gooya.com/2018/02/post-11700.php
vom 3. Februar 2018
goft-o-gu ba yeki az doxtarane xiyabane enqelab

Die Vorgeschichte einer der protestierenden Frauen
In der iranischen Presse (Iran-Wire) ist ein Bericht von Ayda Qadschar über Schima Baba‘i erschienen, eine der die Hintergründe ihres Protests erläutert. Sie war schon im letzten Jahr von der „Polizei für Moralische Sicherheit“ vorgeladen worden und wurde aufgefordert, zu begründen, wieso sie gegen das Kopftuch sei. Bei diesem Gespräch war auch Schimas Vater zugegen, der ein Kriegsversehrter ist, also einer derjenigen, die im iranisch-irakischen Krieg verletzt wurden und als Kämpfer für die islamische Revolution eigentlich von Amts wegen privilegiert sind. Als der Polizist beim Verhör immer lauter wurde, protestierte Schimas Vater dagegen. Darauf wurde der Polizist handgreiflich. Schima schildert: „Mein Vater wurde wütend und sagte: So geht ihr mit den Kriegsversehrten dieses Landes um? Ich bin nicht in den Krieg gegangen, damit meine Tochter kein Recht hat, über ihre Kopfbedeckung zu entscheiden und dass man so auf ihre Antworten reagiert. Darauf wurde er aus dem Zimmer geschubst, während ich zur Justizbehörde des Bezirks 21 überstellt wurde. Der Staatsanwalt dort meinte dann: „Dir juckt wohl das Fell. Gegen dich liegt schon eine politische Akte vor und du machst Propaganda gegen das System.“ Ich antwortete: „Ja, es juckt mich sehr, endlich mein Recht zu bekommen.“ Der Staatsanwaltschaft schickte sie dann mit ominösen Bemerkungen zu einer anderen Behörde. Der Beamte dort war etwas freundlicher, er meinte: „Unsere Gesellschaft ist nicht in der Lage, das freiwillige Tragen des Kopftuchs zu akzeptieren. Angesichts des Verhaltens von Schima sei vom Staatsanwalt die Anweisung gekommen, von ihr eine so hohe Kaution zu verlangen, dass sie das Geld nicht aufbringen könne und inhaftiert würde. Der Beamte legte dann aber für sie eine noch zahlbare Kaution fest. Als ihr Vater die bezahlen wollte und seinen Lohnzettel vorlegte, stellte sich heraus, dass die „Polizei für Moralische Sicherheit“ gegen ihn Anzeige wegen „Beleidigung der Polizei“ erstattet hatte. Schima blieb 5 Stunden in Haft, bis ein Anwalt für sie bürgte. Gegen ihren Vater wurde später Haftbefehl erlassen.
http://news.gooya.com/2018/01/post-11579.php
vom 30. Januar 2018
doxtare enqelab: az zendan wa shekanje nemitarsim

29 Verhaftete
Die Presseabteilung der Polizei von Groß-Teheran hat in Zusammenhang mit der Protestbewegung gegen die Zwangskopfbedeckung (Kopftücher) die Verhaftung von 29 jungen Frauen bekannt gegeben.
http://news.gooya.com/2018/02/post-11633.php
vom 1. Februar 2018
dastgiriye 29 nafar az doxtarane xiyabane enqelab dar tehran

Parlamentsabgeordnete: Diskriminierung ist die Mutter des Protests
Nahid Tadsch od-din, Abgeordnete für Isfahan im Landesparlament, hat in einem Tweet darauf hingewiesen, dass die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts die Ursache für die neue Protestbewegung namens „Töchter der Revolutionsstraße“ ist. Sie schreibt: Die Töchter der Revolutionsstraße sind dieselben, die seit Jahren bei den Auswahlverfahren zum Hochschulstudium, bei der Anstellung in Arbeitsverhältnisse, bei der politischen Teilnahme, bei der Bekleidung von Führungspositionen, beim Besuch von Sportplätzen, bei der Aufführung von Live-Musik auf der Bühne etc. vor den verschlossenen Toren der Geschlechter-Diskriminierung stehen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=147343
vom 13. Bahman 1396 (2. Februar 2018)
nemayandeye majles: doxtare xiyabane enqelab haman doxtarani hastand ke poshte darwazehaye tab°ize jensiyati mandeand

Abgeordnete von Teheran: Der Protest ist eine Folge unseres Fehlverhaltens
Soheila Dscheloudarsade, Abgeordnete für Teheran im Landesparlament, führt die neue Protestbewegung gegen die Zwangsbedeckung des Kopfes für Frauen auf die Unterdrückung zurück: „Wenn wir die Frauen allen möglichen Beschränkungen unterwerfen und sie unnötig einengen, führt dies dazu, dass dieser Druck in Empörung mündet, so dass die Töchter der Revolutionsstraße ihre Kopftücher auf einem Stecken gehisst haben. (…) Das ist eine Folge unseres Fehlverhaltens.“
https://www.radiofarda.com/a/iran_sohiela_jeloudarzadeh_hijab/29011343.html
vom 12. Bahman 1396 (1. Februar 2018)
nemayandeye majles: doxtarane xiyabane enqelab, natijeye eshtebahe ma bud

Solidarität mit den Frauen
In diesem Film sieht man, wie ein junger Mann auf einer Verkehrsinsel vor dem Gefängnis des Stadtkreises Behbahan für die inhaftierten „Töchter der Revolutionsstraße“ demonstriert, also diejenigen, die ihr Kopftuch öffentlich abgenommen und auf einem Stock gehisst hatten, um so in aller Öffentlichkeit gegen die Zwangsbedeckung zu protestieren.

https://outlook.live.com/owa/?rru=inbox&path=/mail/inbox/rp
vom 11. Bahman 1396 (31. Januar 2018)
hemayat az doxtarane xiyabane enqelab dar moqabele zendane shahre behbahan

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Töchter der Revolutionsstrasse

Vida Mowahhedi ist mit ihrer Aktion, bei der sie ihr Kopftuch an einem Stock hochhält, unter dem Namen „Tochter der Revolutionsstraße“ bekannt geworden. Seit gestern haben sechs Frauen auf verschiedenen Plätzen in Teheran und eine Frau in Isfahan ihre Aktion in aller Öffentlichkeit wiederholt und sind dabei große Risiken eingegangen. Eine dieser Frauen wurde bereits verhaftet.

Warum machen sie diese Aktionen?

Der Grund ist in einem dreifachen Unterdrückungsverhältnis zu sehen, dem Frauen im Iran ausgesetzt sind und die alle auch mit dem Islam im Zusammenhang stehen.

Frauen werden im Iran in eine islamische Gesellschaft hinein geboren. Schon in den Familien wird den Frauen von Kindesbeinen an die Rolle zugewiesen, die der Islam ihnen zugesteht. Es ist die Rolle der Hausfrau, die nicht arbeiten geht, sondern zu Hause die Kinder aufzieht, kocht und das Gros der Erziehungsarbeit leistet. An der Spitze der Familienhierarchie stehen die Männer, egal ob Ehemann, Bruder oder Onkel. Ohne die Erlaubnis von Männern darf die Frau nicht reisen. Während Männer nach islamischem Recht vier Frauen gleichzeitig haben können, ist Frauen das nicht gestattet. Nur wenige Familien aus einem intellektuellen oder politischen Umfeld weichen von den traditionellen Rollen ab.

Der nächste Unterdrückungszusammenhang ist die Arbeitswelt, wo den Frauen bestimmte Berufe wie z.B. Richterin von vornherein verwehrt sind. Frauen haben nicht nur bei vergleichbarer Arbeit geringere Löhne, sondern müssen darüber hinaus ein soziales Unterdrückungsverhältnis ertragen, bei dem sie im Gegensatz zu den Männern nichts kritisieren dürfen und überhaupt wenig bis nichts zu sagen haben. Frauen zahlen höhere Krankenversicherungsbeiträge und werden im Zweifelsfall als erste entlassen. Die alltäglichen Beziehungen bei der Arbeit sind von Sexismen durchdrungen – so werden unverheiratete Frauen, besonders wenn sie schön sind, den verheirateten bei der Einstellung vorgezogen. Man kann von einer patriarchalen Hegemonie am Arbeitsplatz sprechen.

Das dritte Unterdrückungsverhältnis wird durch den Staat und seine islamischen Gesetze bestimmt. Es trifft alle Frauen, die sich in der Öffentlichkeit bewegen. In Bussen müssen die Frauen hinten ein- und aussteigen, auf den Straßen wird von Tugendwächtern auf die islamischen Bekleidungsvorschriften geachtet, an den Universitäten werden Frauen bei den Eingängen kontrolliert und gezwungen, den Schleier richtig zu rücken oder sich abzuschminken. Bei staatlichen Ämtern dürfen Frauen ohne Tschador nicht eintreten – entweder sie bedecken sich für den Behördengang mit einem der bereitliegenden Leih-Tschadors oder sie müssen im Eingangsbereich stehen bleiben. Frauen, die mehr Freiheit wollen, schicke, eng anliegende Kleidung tragen, den Schleier nach hinten rutschen lassen und sich hübsch machen, müssen jederzeit mit wütenden Reaktionen von Bassidschi oder Polizei rechnen, selbst von streng islamischen Frauen.   

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Iran: Die Revolution verschlingt ihre Kopftücher


In der Revolution von 1979 war es den Mollas unter Ajatollah Chomeini gelungen, das Kopftuch zum Symbol der Revolution zu machen. Ya rusari, ya tu sari. Entweder Kopftuch oder eins auf die Rübe – hieß damals die Parole der islamistischen Eiferer. Vielen Frauen war dies damals ein Dorn im Auge, aber sie kamen nicht gegen die neuen Machthaber und ihre prügelnden, messerstechenden und säurespritzenden Anhänger an.

Jetzt schütteln sie ihre Angst ab. Der Heiligenschein der Revolutionäre ist verflogen, sie haben sich als eine macht- und besitzgierige Horde erwiesen, und die Frauen beginnen, das Kopftuch auf Stöcken zu hissen – befreit von der Zwangsverschleierung. Ein nach wie vor riskanter Protest, aber seit den Protesten zur Jahreswende wissen die Frauen, dass die große Mehrheit der Gesellschaft nicht mehr hinter den Mollas steht.
Die drei Fotos sind aus Teheran, der Link führt nach Isfahan.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=147078
vom 9. Bahman 1396 (29. Januar 2018)
°aks/ seh banuye digar emruz ba namade e°teraz be hejabe ejbari dar ma°abere °omumi hazer
shodand

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=147082
vom 9. Bahman 1396 (29. Januar 2018)
filma/ e°teraz be hejabe ejbari esfahan, xiyabane touhid

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Iran: Das Kopftuch weht davon


Vida Mowahhedi hat mit ihrem markanten Protest gegen das Kopftuch in einer zentralen Straße in Teheran, der Straße der Revolution, einen Meilenstein gesetzt. Jetzt folgen andere Frauen wie diese auf dem Foto hier ihrem Beispiel. In Teheran liegt übrigens Schnee.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=147045
vom 9. Bahman 1396 (29. Januar 2018)
°aks/ doxtare digare enqelab, ruye haman saku, dar haman xiyabane enqelab, chahar-rahe wessal, 9 bahman 96

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Iran: Revolution gegen das Kopftuch in der Straße der Revolution

Wir hatten von der jungen Frau berichtet, die in der Straße der Revolution in Teheran mit unbedecktem Kopf das Kopftuch wie eine Fahne in der Hand trug:
Hier ein Link zum Video:
Dieser Protest wurde zu einem Symbol für die schleichende Revolution, die im Iran stattfindet und das Ende der religiösen Diktatur in den Köpfen sichtbar macht.


Vida Mowahhedi, von der Straße der Revolution

Inzwischen ist der Name der 31-jährigen Frau bekannt: Vida Mowahhedi (manche Quellen schreiben den Namen auch Mowahhed). Ein Foto von ihr und ihrer Tochter ist ebenfalls im Internet erschienen.
Am Sonntag, den 28. Januar 2018, wurde berichtet, dass sie aus der Haft entlassen wurde und derzeit auf freiem Fuß ist.

http://alischirasi.blogsport.de/2018/01/22/iran-weg-mit-dem-kopftuch/

http://news.gooya.com/2018/01/post-11410.php
vom 25.01.2018
baraye vida movahhed, doxtare xiyabane enqelab

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=147006
vom 8. Bahman 1396 (28. Januar 2018)
film/ vida movahhedi „doxtare xiyabane enqelab“ azad shod

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Iran: Weg mit dem Kopftuch


Während der Protestwelle gegen die Islamische Republik im Iran war in der Revolutionsstraße (Chiyabane Enqelab) in Teheran auch eine junge Frau aufgetreten, die sich das mit Gewalt verordnete Kopftuch abriss und auf einem Stock hisste, so dass es jeder sehen konnte. Sie wurde rasch zu einer Ikone der neuen Revolution, die das Ende der Islamischen Republik eingeläutet hat.

Im kurdischen Mariwan haben jetzt Gleichgesinnte eine Schneefrau zu Ehren der befreiten Frau gebaut.

Die iranische Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivisten Nasrin Sotude hat sich derweil auf die Suche gemacht, was mit der Frau geschehen ist. Sie wurde noch am selben Tag des Protests festgenommen, nach ein paar Tagen kurz auf freien Fuß gesetzt und dann wieder verhaftet. Seitdem befindet sie sich in Haft. Die Frau ist 31 Jahre alt und hat ein 19 Monate altes Kind. Ihr Name ist bislang nicht bekannt geworden.

http://news.gooya.com/2018/01/post-11326.php
vom 22. Januar 2018
doxtare mo°tareze xiyabane enqelab hamchenan dar bazdasht ast

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=146544
vom 2. Bahman 1396 (22. Januar 2018)
nasrin sotude: doxtare xiyabane enqelab haman ruz bazdasht shode ast

http://news.gooya.com/2018/01/post-11279.php
vom 19. Januar 2018
adame barfiye doxtare xiyabane enqelab

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Iran: Die Revolutionäre hüten das Erbe des Schahs

Dehloran liegt westlich der Linie, die die Städte Ahwas, Desful und Chorramschahr verbindet. Die Stadt liegt nahe der irakischen Grenze. Dschelisi (Jelizi) ist eine Ortschaft im Kreis Dehloran. Dort kam es vergangene Woche (am 7. Dezember) zu einer Auseinandersetzung zwischen den „Sicherheitsorganen“ und der Dorfbevölkerung, etwa 800 Menschen, wie Oberst Manutschehr Maki, der stellvertretende Direktor der Polizei der Provinz Ilam, gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur ILNA erklärte.

Streit ums Land
Worum geht es? Zur Schahzeit wurde zur Unterstützung der Militärs eine Geschäftskette namens Etteka geschaffen, deren Aufgabe es war, die Soldaten mit günstigen Nahrungsmitteln und Kleidung, später auch mit Wohnraum und landwirtschaftlich nutzbarem Land zu versorgen. Der Schah kannte keine Skrupel. Das Land nahm er den Bauern weg. Dann kam die Revolution. Die Revolutionäre enteigneten Etteka, genauer, sie übernahmen das Unternehmen. Nun hatte es die Aufgabe, die bewaffneten Organe des Islamischen Staates zu versorgen. Dass das Land geklaut war, interessierte niemand. Auch die Revolutionswächter und Co. kennen da keine Skrupel. Aber angesichts der Wirtschaftskrise hat die Bevölkerung von Dschelisi beschlossen, sich das Land wieder zurück zu holen. Die sogenannten Ordnungskräfte griffen gegen sie ein, verprügelten Frauen, verhafteten mindestens 15 Dorfbewohner als angebliche Unruhestifter und beschlagnahmten Traktoren und andere „Tatwerkzeuge“. Oberst Manutschehr Maki versäumte auch nicht zu erwähnen, dass man die Bevölkerung aufgefordert habe, ihre Forderungen auf dem gesetzlichen Weg zu stellen. Damit hat die Bevölkerung nun schon fast 40 Jahre Erfahrung…

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=143057
vom 16. Adhar 1396 (7. Dezember 2017)

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Iran: Islamischer Staat contra Islamischer Staat


Die Nachrichtenagentur Horana, die von der Gesellschaft für Menschenrechte im Iran betrieben wird, berichtet, dass in letzter Zeit eine Reihe von Frauen und Kindern, die im Frauentrakt des Ewin-Gefängnis zusammen mit politischen Gefangenen inhaftiert waren, umverlegt wurden. Es ist von 16 Frauen und 6 Kindern die Rede. Sie werden beschuldigt, dass ihre Ehemänner bzw. ihre Väter mit dem IS in Syrien zusammengearbeitet hätten. Nach Angaben von Ja°fari Dowlatabadi, dem Staatsanwalt von Teheran, hätten diese Männer mit ihren Familien den Iran verlassen, um sich via Türkei dem IS in der Türkei anzuschließen. Sie hätten sich als Söldner für diese Gruppe verdingt und seien nach der Vertreibung des IS aus Syrien gezwungen gewesen, wieder den Heimweg einzuschlagen. Bei der Mehrheit dieser Frauen sei der Mann als Soldat des IS im Krieg ums Leben gekommen oder verhaftet worden.
Die Verhafteten stammen wohl mehrheitlich aus dem Westen Irans, also den Provinzen, die an die Türkei und den Irak angrenzen.
Wir hatten schon in einem früheren Bericht aus dem Gefängnis darauf hingewiesen, dass im Iran eine islamistische Bewegung entstanden ist, die gegen das herrschende Regime der Islamischen Republik eingestellt ist und zunehmend mehr Gefängnisinsassen stellt. Inwieweit hier ein Gegensatz zwischen Sunniten und Schiiten eine Rolle spielt ist weder diesem noch dem vorigen Bericht zu entnehmen.

http://news.gooya.com/2017/11/post-9107.php
vom 9. November 2017
enteqale zanan wa kudakane mottahame °od.wiyat dar da°esh be bande zanan

http://alischirasi.blogsport.de/2017/06/19/gefaengnis-im-iran-das-labor-der-zukunft/
vom 19. Juni 2017

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Iran: Gefährliche Nachforschungen nach den Hingerichteten von 1988


Abdol-Resa und Qoriye Monfared, zwei Opfer der Hinrichtungswelle von 1988

Wir hatten schon wiederholt vom Gefangenenmassaker von 1988 berichtet, das direkt auf Anweisung von Ajatollah Chomeini zur Hinrichtung Tausender politischer Gefangener im Iran führte. Mariam Akbar Monfared, die wegen ihrer Beteiligung an den Protesten gegen die Wahlfälschung von 2009 (sogenannte Wiederwahl von Präsident Ahmadineschad) zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden war, hat im vergangenen Jahr aus dem Gefängnis von Evin heraus Anzeige wegen des Verschwindens ihres Bruders und ihrer Schwester erstattet, die ebenfalls 1988 hingerichtet worden sein sollen. Sie verlangte, dass ihr im Falle der Hinrichtung zumindest der Ort des Grabs bekannt gegeben werden solle. Die Reaktion der Behörden war eindeutig. Sie wurde ins Gefängnis von Sahedan verlegt, ganz in den Süden des Landes, was Kontakte nach außen noch erschwert. Darauf wandte sich Mariam Akbar Monfared an die Arbeitsgruppe für das Verschwindenlassen bei den Vereinten Nationen, die ihr jetzt geantwortet hat. Die UN-Einrichtung teilte ihr mit, dass die beiden Fälle bei der UN als Fälle von Verschwindenlassen eingestuft werden und bleiben, bis die iranischen Behörden den Angehörigen mitteilen, unter welchen Umständen die beiden hingerichtet wurden und wo sie begraben sind.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=82932
vom 11. Aban 1396 (2. November 2017)
sazemane melal do tan az qorbaniyane koshtare 67 ra be °onwane napadidshodeye qahri be rasmiyat shenaxt

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Iran: Zeit der Safranernte

Wenn es kalt ist, beginnt im Ostiran die Safranernte. Hier einige Fotos von dieser Arbeit in den verschiedenen Stadien. Der Iran ist weltweit der größte Produzent von Safran, das als Speisegewürz dient.













https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=140126
vom 6. Aban 1396 (28. Oktober 2017)
talaye sorx

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