Archiv der Kategorie 'Gefängnis'

Iran: Fotograf nach 10 Jahren freigelassen


Dschafar Eqdami

Dschafar Eqdami war vor zehn Jahren verhaftet worden, als er Fotos vom Chawaran-Friedhof bei Teheran machte. Auf diesem Friedhof wurde ein Teil der Opfer des Gefangenenmassakers von 1988 heimlich vergraben. Das Massaker war auf Anordnung von Ajatollah Chomeini durchgeführt worden. Bis heute sind die Mitglieder der Todeskommissionen, die überall im Iran festlegten, welche Gefangenen hingerichtet werden sollten, nicht vor Gericht gestellt worden. Im Gegenteil: Viele von ihnen üben heute einflussreiche Ämter aus. Und wie man sieht, reicht schon ein fotografischer Beleg von ihrem Treiben, um auf ein Jahrzehnt hinter Gittern zu kommen. Wie Eqdami berichtet, war er wegen seiner Fotos sogar gefoltert worden. Jetzt hat er das Gefängnis lebend wieder verlassen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=162483
vom 22. Mordad 1397 (13. August 2018)
javani ke az qabrestane koshtare 1367 °aks gerefte bud, ba°d az dah sal az zendan azad shod

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Iran – Ahwas: Einebnung der Massengräber mit dem Bulldozer


Wie die Webseite °Edalat baraye iran (Justice for Iran / Gerechtigkeit für den Iran) am 25. Juli 2018 meldete, hat die Stadtverwaltung von Ahwas vor ca. einem Monat die Massengräber des Gefängnismassakers vom September 1988 sowie die Gräber anderer politischer Gefangener verwüsten lassen. Begründet wird dies mit dem Bau eines geplanten „Boulvards“ und neuer Grünflächen. Im September 1988 sind allein in Ahwas mindestens 44 politische Gefangene umgebracht worden. Augenzeugen berichten, dass die Überreste der Leichen zu nächtlicher Stunde in neu gegrabene Löcher gekippt wurden. Schon in den Vorjahren hatte die Stadtverwaltung die Massengräber mit Müll und Bauschutt zugeschüttet, um die Angehörigen daran zu hindern, ihren Toten die letzte Ehre zu erweisen.
Die Kampagne Gerechtigkeit für den Iran hat einen Film von der Zerstörungsaktion der Massengräber veröffentlicht, der hier zu sehen ist.
Wer weiß, vielleicht spüren ja die Täter von damals, dass ihre Macht zu Ende geht, und versuchen mit dieser Aktion, ihre Spuren so gut es geht zu verwischen.

https://www.radiofarda.com/a/massgrave-destruction-in-ahvaz/29389869.html
vom 3. Mordad 1397 (25.07.2018)
taxribe kamele gurhaye jam°iye ahwaz tawassote shahrdari

https://www.radiofarda.com/a/massgrave-destruction-in-ahvaz/29389897.html

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Ewin-Gefängnis (Teheran, Iran): Ex-Sprecher der Lehrergewerkschaft im Hungerstreik

Mahmud Beheschti Langarudi, Gewerkschaftsaktivist und ehemaliger Sprecher der Lehrergewerkschaft für die Region Teheran, ist aufgrund seiner Gewerkschaftstätigkeit im Ewin-Gefängnis inhaftiert. Da die Behörden seine Forderungen ignorieren, befindet er sich seit 14 Tagen im Hungerstreik. Er hat mindestens 6,5 kg Gewicht verloren, außerdem hat er möglicherweise eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die unbehandelt tödlich verlaufen kann. Eine Infusion lehnte Mahmud Beheschti Langarudi ab.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=160012
vom 24. Tir 1397 (15. Juli 2018)
chahardahomin ruze e°tesabe ghaza‘iye mahmud beheshti langarudi, fa°°ale senfiye mo°alleman dar zendan

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Iran: Haft für Tänze auf Instagram


Die 17-jährige Ma‘ede, die selbst Gymnastik, Hindernislauf und Tänze unterrichtet, hatte auf Instagram ihre Tänze veröffentlicht. Nun wurde sie von der iranischen „Cyber-Polizei“ (Fata) verhaftet. Das staatliche Fernsehen Seda wa Sima, das fest in der Hand von islamistischen Ideologen aus dem Lager von Ajatollah Chamene‘i ist, hat ihr unter Tränen abgelegtes „Geständnis“ im ganzen Land veröffentlicht. Sie ist noch immer in Haft. Im Iran ist das öffentliche Tanzen von Frauen in keinem Gesetz verboten, auch nicht die Veröffentlichung solcher Tänze im Internet und ähnlichen Medien. Aber die fundamentalistische Auslegung des Islams besagt, dass solche Dinge religiös verboten „haram“ sind, und das genügt, um die Polizei und die iranische Form der Bild-Zeitung auf die Frauen zu hetzen.

https://news.gooya.com/2018/07/post-16524.php
vom 9. Juli 2018
xabargozari daxele iran: ma‘ede, raqs wa e°terafe boghz-alud-e telewizyuni .. che xabar az dozdane beyt-o l-mal

https://news.gooya.com/2018/07/post-16500.php
vom 9. Juli 2018
bar-xorde polise iran ba shaxhaye instagrami wa bazdashte ma‘ede hozhabri, raqsande‘i por tarafdar.

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Iran- Aserbaidschan: Über 50 Verhaftungen


Der Weg zur Babak-Festung in den Bergen

Die Babak-Festung stammt noch aus sassanidischer Zeit. Sie liegt in der Nähe der Stadt Kalibar in der Provinz Ost-Aserbaidschan und gilt als Symbol des Widerstands gegen die arabische Eroberer zur Zeit der Ausbreitung des Islams aus dem arabischen Raum in den Iran. Heute ist die Babak-Festung vor allem Treffpunkt turksprachiger Aseris aus der Region Ardabil und den Provinzen Ost- und West-Aserbaidschan. Sie kommen Mitte des Monats Tir (also Anfang Juli) zusammen und besprechen ihre politischen Forderungen – z.B. Unterricht der turksprachigen Bevökerung in der Muttersprache und so weiter.
Da die Ajatollahs in Sachen Rechte ethnischer Minderheiten genauso wenig Verständnis und Weitsicht aufbringen wie seinerzeit der Schah, wundert es nicht, dass auch auf die Forderungen der turksprachigen Bevölkerungsgruppen mit Repressalien reagiert wird. So gab es sowohl im Vorfeld des diesjährigen Treffens auf der Babak-Festung wie auch im Nachgang eine beachtliche Zahl von Verhaftungen. Von einigen Verhafteten ist selbst der Haftort nicht bekannt, man weiß lediglich, dass einer der Geheimdienste verantwortlich ist.

Die Babak-Festung

https://www.radiofarda.com/a/More-activists-arrested-in-Babak-Castle/29348563.html
vom 16. Tir 1397 (7. Juli 2018)
shomar-e bazdashtshodegane gerdehama‘iye qal°eye babak be bish az 50 nafar resid

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Hinrichtung von Mohammad Salas

Gestern, den 18.6.2018, wurde das 51-jährige Mitglied des iranischen Gonabadi-Ordens, Mohammad Salas, im Iran hingerichtet. Seine Anwältin, Zeinab Taheri, hat aus diesem Anlass eine öffentliche Erklärung zur Unrechtmäßigkeit seiner Verurteilung abgegeben und wurde noch am gleichen Tag verhaftet.


Mohammad Salas, am 18.6.2018 im Iran hingerichtet

Mohammad Salas war im Februar 2018 bei einem Sitzstreik von ca. 1000 Anhängern des Gonabadi-Ordens festgenommen worden. Dies geschah im Rahmen von gewaltförmigen Auseinandersetzungen zwischen den Derwischen und der Polizei, bei denen auch mehrere Polizisten ums Leben gekommen waren, als ein Bus in sie hineinfuhr. Der 51-jährige M. Salas wurde beschuldigt, den Bus gefahren zu haben, obwohl Zeugen aussagten, dass dies ein junger Mann gewesen sei, der fliehen konnte.

Die Festnahme von Mohammad Salas muss extrem brutal vonstatten gegangen sein. Amnesty International dokumentierte, dass er über mehrere Stunden in der Polizeistation geschlagen und gefoltert worden war. Er wurde bewusstlos in ein Krankenhaus eingeliefert, wo zahlreiche Brüche, Kopf-Verletzungen mit Schnitten, die genäht werden mussten, gebrochene Zähne und eine gebrochene Nase festgestellt wurden. Er hätte sein Augenlicht verloren. Unter Medikamenten und kaum bei Bewusstsein wurde ihm noch im Krankenhaus ein „Geständnis“ abgenommen. Es sollte im anschließenden Prozess das einzige Beweismittel bleiben.


Zeinab Taheri, Anwältin von Mohammad Salas und mittlerweile inhaftiert

Zu keiner Zeit imVerfahren hatte Mohammad Salas‘ Anwältin Zugang zu ihrem Mandanten. Die kritischen Einwände ihrerseits, die seine Unschuld beweisen, wurden völlig ignoriert. Sie erklärte, dass ihr Mandant nicht der Busfahrer gewesen sei. Es gäbe keine Zeugen, kein Video und auch keine Fingerabdrücke, die das belegen würden. Im ersten Prozess hätte Mohammad Salas alle seine unter Folter gemachten Aussagen widerrufen. Später sei es zu weiteren Folterungen gekommen, selbst im Krankenhaus. Im zweiten Prozess konnte er sich kaum noch äußern.

Zeinab Taheri bestätigte, dass Mohammad Salas gefoltert worden ist. Die Angehörigen von Mohammad Salas hätten nach der Hinrichtung eine Obduktion gefordert, die aber von der Regierung nicht zugelassen worden sei. Sie fragte, wovor die Regierung bei einer Obduktion Angst habe, wenn sie ihn nicht geschlagen und gefoltert hätte. Auch die Beerdigung konnte laut der Anwältin nicht an einem Ort stattfinden, den sich die Familie ausgesucht hatte, sondern wurde in einer weit entfernten Stadt durchgeführt.

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Filmfestspiele in Cannes: Ein neuer Film von Dscha°far Panahi

Dscha°far Panahi (Jafar Panahi) ist ein iranischer Filmregisseur, der aus politischen Gründen schon hinter Gittern gesessen hat. Er war dieses Jahr eingeladen, seinen neuesten Film „Se roch“ (Drei Gesichter) in Cannes vorzustellen. Das iranische Regime verlangte von ihm, zuvor öffentlich um Entschuldigung zu bitten. Er erklärte, eine Entschuldigung bedeute, dass er, der ohne Gründe zu Unrecht ins Gefängnis geschickt wurde, nachträglich seinen Verfolgern auch noch Recht gibt. Das werde er nicht tun. Die Folge: Er durfte nicht aus dem Iran ausreisen, sein Stuhl in Cannes blieb leer. Sein Film wurde trotzdem vorgeführt, und das Regime zugleich. Im Films „Drei Gesichter“ geht es um eine junge Frau, die studieren will und von ihren Eltern daran gehindert wird. Sie bittet deshalb um Hilfe.

https://www.radiofarda.com/a/panahi-movie-draw-attentions-in-Cannes-festival/29224031.html
vom 23. Ordibehescht 1397 (13. Mai 2018)
nemayeshe filme tazeye ja°far panahi, iran bare digar dar markaze tawajjohe jashnwareye kan

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Iran: 11. Ordibehescht – 1. Mai

Der Tag der Arbeit – der 1. Mai oder nach iranischem Kalender der 11. Ordibehescht – wird Jahr für Jahr von den Arbeitern begangen, auch wenn die Behörden der Islamischen Republik Iran dies nicht gerne sehen. Dieses Jahr erteilten die meisten Städte keine Erlaubnis für Kundgebungen zum 1. Mai, es fanden trotzdem welche statt. Dabei kam es in Teheran und im kurdischen Saqes (Saqez) zu Verhaftungen.
Zur Kundgebung vor dem iranischen Parlament in Teheran hatten sechs Organisationen aufgerufen: Eine Gruppe der Rentnerunion, die Gewerkschaft der Gebäudemaler der Region Albors, der Verein der Verteidigung der Rechte der Arbeiter, die Berufsgewerkschaft der Arbeiter der Elektrizitäts- und Metallwerke in Kermanschah, die Freie Arbeitergewerkschaft des Irans und das Komitee zur Gründung von Arbeiterorganisationen im Iran.
Mindestens sieben Personen wurden heute bei dieser Kundgebung vor dem Parlament verhaftet. Weitere Personen wurden in Saqes verhaftet, darunter Othman Esma‘ili, ein Gebäudemaler und Gewerkschaftler. Esma‘ili war erst vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen worden. Er war wegen Interviews, die er ausländischen Medien gegeben hatte, zu dieser Gefängnisstrafe verurteilt worden.
Auch aus anderen kurdischen Städten – Mariwan, Sanandadsch, Mahabad – wird von Kundgebungen zum 1. Mai berichtet.
Die Proteste richteten sich u.a. gegen die staatliche Privatisierungspolitik, die letztlich nur dazu dient, der Elite die Taschen zu füllen, während die privatisierten Firmen meistens die staatlichen Gesetze nicht einhalten, die Mindestlöhne nicht bezahlen, die Versicherungsbeiträge unterschlagen und selbst die Löhne erst Monate nach dem Zahltag ausbezahlen. Der Staat verschließt die Augen vor diesen Gesetzesverstößen, weil die sogenannten „Privatpersonen“, die die Firmen übernehmen, meist mit den Revolutionswächtern (Pasdaran) verbunden sind oder diesen direkt gehören.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=153860
vom 11. Ordibehescht 1397 – 1. Mai 2018
te°dadi az sherkat-konandegan dar maraseme ruze jahaniye kargar dar tehran w saqez bazdasht shodand / digar baraye kargaran chizi joz dast zadan be e°terazhaye sarasari baqi namande

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Iran – Masandaran: Folterer gefasst


Die Südküste des Kaspischen Meers. Dort, wo der rote Pfeil ist, wurde Sa°id Mortasawi festgenommen.

Hodschatoleslam Taqawwi-Fard, der Leiter der Justizbehörde der Region Masandaran, hat am Sonntag die Festnahme von Sa°id Mortasawi bestätigt. Sa°id Mortasawi war wegen seiner Verantwortung für den Tod des Sohns von Abdolhossein Ruh ol-Amini zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Urteil ist rechtskräftig. Trotzdem wurde es nicht vollstreckt, bis ein entsprechender politischer Druck aufgebaut wurde. Am Sonntag wude Sa°id Mortasawi in Sorch-Rud, einem Ort direkt am Kaspischen Meer, einem Urlaubsort, festgenommen und nach Teheran überstellt. Es wird sich zeigen, wie er seine Kontakte weiterhin nutzen wird, um die Haftstrafe zu umgehen oder vorzeitig zu beenden.

Der im Iran lebende Journalist und Schriftsteller Ahmad Seyd-Abadi, der selbst schon eine politische Haftstrafe im Ewin-Gefängnis verbüßt hat, berichtet von seinen Erfahrungen im Gefängnis mit Gefangenen dieser Art. Zu seiner Zeit waren Kasemi und Alichani, die Mörder des Ehepaars Dariusch und Parwane Foruhar, ins Ewin-Gefängnis eingeliefert worden, und zwar in den Saal Nummer 3, Trakt sieben. Zuerst hielten die meisten Gefangenen Abstand von ihnen und verabscheuten sie, aber aufgrund der guten Verbindungen nach draußen konnten die beiden Mörder bald ein Gefolge von Anhängern aufbauen, so dass sie am Tag ihrer Verlegung in einen anderen Trakt von vielen Gefangenen wie Freunde verabschiedet wurden. Ahmad Seyd-Abadi ist der Ansicht, dass Leute wie Sa°id Mortasawi im Gefängnis eh keine schmutzigen Arbeiten verrichten müssen, das wird dann denen überlassen, die keine Macht haben, und er sich dort ein kleines Reich errichten wird.


An diesem Urlaubsort hatte der Mörder von Sahra Kasemi Unterschlupf gefunden.

http://news.gooya.com/2018/04/post-14064.php
vom 22. April 2018
joz‘iyate dastgiriye sa°ide mortazavi dar shomale keshvar

http://news.gooya.com/2018/04/post-14110.php
vom 23. April 2018
sa°ide mortazavi wa keyfare zendan, ahmad zeyd-abadi

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Internationales Filmfestival in Teheran: Protest gegen Kopftuchzwang


Eine Frau hat auf dem jährlich in Teheran stattfindenden Filmfestivel namens „Fadschr“ ihr Kopftuch abgenommen und es wie die „Frauen der Revolutionsstraße“ in Teheran vor sich hingehalten. Die sogenannten Ordnungskräfte und der Verantwortliche für das Festival sind zwar gleich eingeschritten und haben die Frau verhaftet. Aber das Bild des Protests ist nicht mehr rückgängig zu machen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=153252
vom 3. Ordibehesht 1397 (23. April 2018)
°aks / e°teraz be hejabe ejbari dar jashnvareye beyn-ol-mellaliye fajr

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Iran: Der Folterer von Kahrisak trotz Urteil auf freiem Fuß

Wie durch eine Bemerkung des Justizsprechers Mohsen Esche‘i bekannt wurde, ist Sa‘id Mortasawi, einer der Hauptverwantwortlichen für die Folterungen in Kahrisak, der auf Betreiben der Angehörigen des dabei verstorbenen Sohns von Abdolhossein Ruh ol-Amini zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde, noch immer in Freiheit. Der Rechtsanwalt der Familie Ruh ol-Amini hat darauf hingewiesen, dass Sa‘id Mortasawi vor Gericht stets in Begleitung dreier Leibwächter aufgetreten ist, die vom Staat gestellt wurden. In einer 8-Stunden-Schicht macht das mindestens 9 Leibwächter. Der Anwalt hielt es für befremdlich, dass die Leibwächter, die ja vom Staat bezahlt werden, nicht wissen sollen, wo sich ihr Schützling befindet…

https://www.radiofarda.com/a/latest-on-mortazavi-case/29170098.html
vom 27. Farwardin 1397 (16. April 2018)
wakile xanewadeye ruhol-amini: parwandeye mortazawi dar extiyare zabetane qaza‘i ast

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Iran – USA: Sacharow-Preis für Narges Mohammadi


Die derzeit inhaftierte iranische Menschenrechtlerin und ausgebildete Physikerin Narges Mohammadi hat dieses Jahr den Sacharow-Preis erhalten – zusammen mit Ravi Kuchimanchi aus Indien.
Der Preis wird jährlich von der US-Physiker-Vereinigung vergeben.
Aufgrund ihrer Haft konnte sie den Preis nicht entgegen nehmen. Aufgrund der Repressalien des US-Präsidenten Trump gegen Iraner konnte auch ihr Bruder den Preis nicht entgegen nehmen. Er erhielt kein Einreisevisum.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/74316/
vom 27. Farwardin 1397 (16. April 2018)
jayezeye fizike saxarow be narges mohammadi e°ta shod

https://www.aps.org/programs/honors/prizes/prizerecipient.cfm?last_nm=Mohammadi&first_nm=Narges&year=2018

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Iran – Ahwas: 500 Verhaftungen – der Protest geht weiter

Nach den Protesten der arabischsprachigen Bevölkerung in Ahwas gegen eine staatliche Fernsehsendung haben die Staatsorgane rund 500 Menschen verhaftet. Heute haben Angehörige der Verhafteten vor der Provinzverwaltung vor der Provinzverwaltung der Provinz Chusestan und vor dem Sitz zweier Parlamentsabgeordneter aus Ahwas im Parlament in Teheran protestiert. Die Angehörigen weisen darauf hin, dass die Verhaftung wegen friedlicher Kundgebungen im Rahmen der Gesetze jeglicher Grundlage entbehrt. Ihr Versuch, mit dem zuständigen Richter der 12. Kammer des Revolutionstribunals Kontakt aufzunehmen, scheiterten an der Verweigerungshaltung des Gerichts.
Die arabische Bevölkerung von Ahwas protestiert gegen die Leugnung ihrer Identität durch den iranischen Staat und fordert auch das Recht auf Unterricht in der Muttersprache, also auf Arabisch.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=86052
vom 27. Farwardin 1397 (16. April 2018)
tajammo°e xanewadehaye bazdashtshodegane ahwaz dar moqabele nehadhaye hokumati

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Iran: Über 400 Verhaftete in Ahwas und Umgebung

Wie berichtet, hat die arabischsprachige Bevölkerung in Ahwas gegen die Missachtung ihrer Minderheitsrechte protestiert. Seit Beginn der Proteste wurden über 400 Menschen verhaftet und auf die Gefängnisse verschiedener Institutionen wie Geheimdienst, Militär und Pasdaran verteilt. Die Verhaftungswelle nahm größere Ausmaße an, nachdem im Cafe Al-Nawares in Kiyan-Schahr in Ahwas ein Feuer ausgebrochen war, bei dem 11 Menschen ums Leben kamen. Zu den Todesopfern gehörten auch Menschen, die nach der Verhaftung gegen Kaution auf freien Fuß gekommen waren. Die Tatsache, dass dieser Brand an einem Treffpunkt der Araber zum Vorwand genommen wird, um die arabische Minderheit in großer Zahl in zahlreichen Orten um Ahwas zu verhaften, deutet darauf hin, dass der Brandanschlag möglicherweise im Auftrag der sogenannten Sicherheitsorgane erfolgte, die so einen Vorwand für die Verhaftungswelle schaffen wollte. Auch dieses Gerücht lässt sich nicht überprüfen.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85912
vom 19. Farwardin 1397 ( 8. April 2018)
te°dade bazdashshodegan dar ahwaz be bish az 400 nafar resid

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Iran: Golroch Irani im Krankenhaus


Golroch Irani

Nach sechzig Tagen Hungerstreik wurde die iranische Bürgerrechtlerin Golroch Irani vergangenen Dienstag (3. April 2018) in ein Krankenhaus verlegt. Die Familie wurde nicht informiert, in welches Krankenhaus sie eingewiesen wurde. Mit ihrem Hungerstreik protestierte Golroch Irani gegen ihre illegale Verlegung und gegen die erlittene Misshandlung in Haft. Infolge des Hungerstreiks hat sie 20 kg an Gewicht verloren.
http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85842
vom 15. Farwardin 1397, 4. April 2018

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