Archiv der Kategorie 'Gefängnis'

Iran: Der Folterer von Kahrisak trotz Urteil auf freiem Fuß

Wie durch eine Bemerkung des Justizsprechers Mohsen Esche‘i bekannt wurde, ist Sa‘id Mortasawi, einer der Hauptverwantwortlichen für die Folterungen in Kahrisak, der auf Betreiben der Angehörigen des dabei verstorbenen Sohns von Abdolhossein Ruh ol-Amini zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde, noch immer in Freiheit. Der Rechtsanwalt der Familie Ruh ol-Amini hat darauf hingewiesen, dass Sa‘id Mortasawi vor Gericht stets in Begleitung dreier Leibwächter aufgetreten ist, die vom Staat gestellt wurden. In einer 8-Stunden-Schicht macht das mindestens 9 Leibwächter. Der Anwalt hielt es für befremdlich, dass die Leibwächter, die ja vom Staat bezahlt werden, nicht wissen sollen, wo sich ihr Schützling befindet…

https://www.radiofarda.com/a/latest-on-mortazavi-case/29170098.html
vom 27. Farwardin 1397 (16. April 2018)
wakile xanewadeye ruhol-amini: parwandeye mortazawi dar extiyare zabetane qaza‘i ast

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Iran – USA: Sacharow-Preis für Narges Mohammadi


Die derzeit inhaftierte iranische Menschenrechtlerin und ausgebildete Physikerin Narges Mohammadi hat dieses Jahr den Sacharow-Preis erhalten – zusammen mit Ravi Kuchimanchi aus Indien.
Der Preis wird jährlich von der US-Physiker-Vereinigung vergeben.
Aufgrund ihrer Haft konnte sie den Preis nicht entgegen nehmen. Aufgrund der Repressalien des US-Präsidenten Trump gegen Iraner konnte auch ihr Bruder den Preis nicht entgegen nehmen. Er erhielt kein Einreisevisum.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/74316/
vom 27. Farwardin 1397 (16. April 2018)
jayezeye fizike saxarow be narges mohammadi e°ta shod

https://www.aps.org/programs/honors/prizes/prizerecipient.cfm?last_nm=Mohammadi&first_nm=Narges&year=2018

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Iran – Ahwas: 500 Verhaftungen – der Protest geht weiter

Nach den Protesten der arabischsprachigen Bevölkerung in Ahwas gegen eine staatliche Fernsehsendung haben die Staatsorgane rund 500 Menschen verhaftet. Heute haben Angehörige der Verhafteten vor der Provinzverwaltung vor der Provinzverwaltung der Provinz Chusestan und vor dem Sitz zweier Parlamentsabgeordneter aus Ahwas im Parlament in Teheran protestiert. Die Angehörigen weisen darauf hin, dass die Verhaftung wegen friedlicher Kundgebungen im Rahmen der Gesetze jeglicher Grundlage entbehrt. Ihr Versuch, mit dem zuständigen Richter der 12. Kammer des Revolutionstribunals Kontakt aufzunehmen, scheiterten an der Verweigerungshaltung des Gerichts.
Die arabische Bevölkerung von Ahwas protestiert gegen die Leugnung ihrer Identität durch den iranischen Staat und fordert auch das Recht auf Unterricht in der Muttersprache, also auf Arabisch.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=86052
vom 27. Farwardin 1397 (16. April 2018)
tajammo°e xanewadehaye bazdashtshodegane ahwaz dar moqabele nehadhaye hokumati

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Iran: Über 400 Verhaftete in Ahwas und Umgebung

Wie berichtet, hat die arabischsprachige Bevölkerung in Ahwas gegen die Missachtung ihrer Minderheitsrechte protestiert. Seit Beginn der Proteste wurden über 400 Menschen verhaftet und auf die Gefängnisse verschiedener Institutionen wie Geheimdienst, Militär und Pasdaran verteilt. Die Verhaftungswelle nahm größere Ausmaße an, nachdem im Cafe Al-Nawares in Kiyan-Schahr in Ahwas ein Feuer ausgebrochen war, bei dem 11 Menschen ums Leben kamen. Zu den Todesopfern gehörten auch Menschen, die nach der Verhaftung gegen Kaution auf freien Fuß gekommen waren. Die Tatsache, dass dieser Brand an einem Treffpunkt der Araber zum Vorwand genommen wird, um die arabische Minderheit in großer Zahl in zahlreichen Orten um Ahwas zu verhaften, deutet darauf hin, dass der Brandanschlag möglicherweise im Auftrag der sogenannten Sicherheitsorgane erfolgte, die so einen Vorwand für die Verhaftungswelle schaffen wollte. Auch dieses Gerücht lässt sich nicht überprüfen.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85912
vom 19. Farwardin 1397 ( 8. April 2018)
te°dade bazdashshodegan dar ahwaz be bish az 400 nafar resid

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Iran: Golroch Irani im Krankenhaus


Golroch Irani

Nach sechzig Tagen Hungerstreik wurde die iranische Bürgerrechtlerin Golroch Irani vergangenen Dienstag (3. April 2018) in ein Krankenhaus verlegt. Die Familie wurde nicht informiert, in welches Krankenhaus sie eingewiesen wurde. Mit ihrem Hungerstreik protestierte Golroch Irani gegen ihre illegale Verlegung und gegen die erlittene Misshandlung in Haft. Infolge des Hungerstreiks hat sie 20 kg an Gewicht verloren.
http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85842
vom 15. Farwardin 1397, 4. April 2018

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Iran: Die Toten holen ihre Henker ein

Auf dem Chawaran-Friedhof, wo das Islamistische Regime die Toten der 80-er Jahre und des Gefängnismassakers von 1988 verscharrt hat, haben sich heute die Angehörigen der Hinterbliebenen versammelt. In den früheren Jahren wurden solche Versammlungen von den sogenannten Ordnungskräften gestört und behindert. Die Stimmung im Iran ist inzwischen so weit, dass solche Manöver wohl nicht mehr ziehen, um die Angehörigen abzuschrecken. Die Zahl der Teilnehmer ist erstaunlich hoch. Solange diese Verbrechen nicht politisch und juristisch im Iran aufgearbeitet wurden, wird auch kein innerer Frieden einkehren. Hier ein Video von der Versammlung.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=150812
vom 28. Esfand 1396 (19. März 2018)
film: tajammo°e xanewadehaye qorbaniyane qatle °ame 67 wa e°dam shodegane daheye shast dar xawaran! dar astaneye sale nou

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Iran – Teheran: Akademische Freiheit und Freilassung von Studenten

Am Sonntag, den 11. März 2018 (20. Esfand 1396) haben Studenten im Hof der Polytechnischen Amir-Kabir-Universität von Teheran akademische Freiheit und die Freilassung mehrerer Studentinnen und Studenten gefordert, die in den letzten Monaten zu langen Haftstrafen verurteilt wurden. Die Namen der Betroffenen lauten: Leyla Hosseynsade, Sina Rabi‘i, Mohsen Haqschenas und Parisa Rafi‘i. Sie sollen während der Proteste zum Jahreswechsel (europäischer Kalender) und zum 8. März (Weltfrauentag) verhaftet worden sein.
Die protestierenden Studenten wurden von Provokateuren in Zivil an der Durchführung ihrer Aktion gehindert. Die mit den Staatsorganen liierten Gegner setzen einen lautstarken Lautsprecher ein, um die Protestierenden zu übertönen und forderten unter anderem die Hinrichtung der Inhaftierten, sie stießen Studenten von der Treppe und attackierten sie mit dem Holz von Fahnenstangen.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/73704/
vom 11.03.2018
tajammo°e e°teraziye daneshjuyane daneshgahe poli teknike iran

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Irans Beitrag zum Tag der Frau: Ehefrau eines Foltertoten erhält Ausreiseverbot


Mariyam Mombeini

Als Mariyam Mombeini, eine kanadische Staatsbürgerin, am frühen Morgen des 8. März 2018 über den Imam-Chomeini-Flughafen zusammen mit ihren beiden Söhnen nach Kanada ausreisen wollte, wurde ihr bei der Passkontrolle mitgeteilt, gegen sie liege ein Ausreiseverbot vor. Ihr Pass wurde beschlagnahmt, sie selbst durfte nicht ausreisen.
Mariyam Mombeini ist die Ehefrau des Hochschulprofessors Kawus Seyyed Emami, eines bekannten Umweltfachmanns, der aus politischen Gründen unter dem Vorwurf der Spionage inhaftiert wurde und allem Anschein nach in Haft vom Staat ermordet wurde, was dann mit der Version des Selbstmordes vertuscht werden sollte. Als die Familie eine unabhängige Untersuchung seines Tods in Haft forderte, wurde sie von Beamten des Justizapparats und des Geheimdienstes der Pasdaran wiederholt bedroht.
Mariyam Mombeini war am 19. Bahman 1396 (8. Februar 2018) von der 27. Kammer des (Revisions?)Gerichts vorgeladen worden, weil sie ihren Ehemann in Haft besuchen wollte. Dort wurde sie drei Stunden lang verhört. Ihr und ihren Angehörigen wurde dabei mit Inhaftierung gedroht. Dann wurde ihr mitgeteilt, dass ihr Mann in Haft Selbstmord begangen habe, sie musste sich schriftlich verpflichten, keine Interviews zu geben, sonst käme sie auch in Haft.
Ihr Mann, der 64-jährige Professor und Umweltaktivist Kawus Seyyed Emami, war am 4. Bahman 1396 (24. Januar 2018) vom Geheimdienst der Pasdaran verhaftet worden, am 19. Bahman (8. Februar) wurde die Familie informiert, er habe in Haft Selbstmord begangen. Am 25. Bahman (14. Februar) wurde er begraben. Am Vorabend der Beerdigung erhielt die Familie die Todesbescheinigung, in der stand, dass die Ergebnisse der Autopsie noch ausstünden – sprich, der Leichnam wurde begraben, ohne dass die Familie wusste, was die Autopsie ergeben hatte und wie sie durchgeführt wurde.
Die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland reagierte noch am selben Morgen der Ausreiseverhinderung mit einem Tweet:

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/73648/
vom 08.03.2018 09.15 Uhr
jelougiri az xoruje hamsare kawus seyyed emami az iran

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Iran – Ahwas: Stahlarbeiter fordern Freilassung inhaftierter Kollegen


Vergangenen Samstag haben Arbeiter der Goruhe Melliye Fulade Ahwaz, einer großen Stahlfabrik in Ahwas, gegen die Inhaftierung von neun ihrer Kollegen protestiert. Sie versammelten sich vor dem Sitz des Provinzgouverneurs in Ahwas und forderten die Freilassung der Kollegen.

https://www.radiofarda.com/a/steel-workers-protest-against-arrest-of-coworkers/29076836.html
vom 12. Esfand 1396 (3.3.2018)
kargarane goruhe melliye fulad baraye azadiye hamkarane xod dar ahwaz rahpeyma‘i kardand

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85226
vom 12. Esfand 1396 (3.3.2018)
tajammo° dar barabare ostandariye ahwaz: kargarane fulad: hamkaraneman-ra azad konid

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Iran – Ahwas: Verhaftung von Stahlarbeitern


Die neue Währung der Islamischen Republik Iran – Prügel statt Lohn

Am Vorabend des letzten Freitags wurden neun aktive Gewerkschafter der Stahlarbeiter der Goruhe Melliye Fulad, einer großen Stahlfabrik in Ahwas, von den sogenannten Sicherheitskräften verhaftet. Die bewaffneten Organe der Islamischen Republik Iran unterbanden auch unter Einsatz von Gewalt die Teilnahme von über 300 protestierenden Arbeitern am Freitagsgebet in Ahwas.


Die Arbeiter hatten die Parole gerufen:
Emam Dschom°e be gusch basch – ma kargarim na oubasch
Freitags-Imam, hör gut zu – wir sind Arbeiter, keine Banditen.

http://news.gooya.com/2018/03/---73.php
vom 1. März 2018
ma‘muran mane°e hozure kargarane fulade ahwaz dar namaze jom°e shodand – emam jom°e be gush bash – ma kargarim, na oubash

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85193
vom 3. März 2018 (11. Esfand 1396)
yureshe shabane be kargarane fulad, 9 nafar bazdasht shodand

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Iran: Verhaftung eines Unterstützers der Erdbebenopfer in Kurdistan

Der Arzt Dr. Hosseinpur wurde am 1. März 2018 verhaftet. Als Unterstützer der Erdbebenopfer in der Region Kermanschah hatte er aus eigenen Mitteln in unmittelbarer Nähe der Opfer in Sar-e Pol-e Sahab einen Container aufstellen lassen und diesen als Praxis eingerichtet, um die Kranken und Verletzten zu behandeln. Jetzt wurde der Container von den sogenannten Sicherheitskräften beschlagnahmt und er selbst verhaftet. Sein aktueller Haftort ist genauso wenig bekannt wie die Vorwürfe, die gegen ihn erhoben werden.

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Iran: Hungerstreik einer Tochter der Revolutionsstraße

Eine weitere Tochter der Revolutionsstraße, Schahparak Schahjarizadeh, sitzt ebenfalls im Gharetschak- Gefängnis ein. Wie Mariam Schariaatmadari hat sie wenige Rechte und vor allem keinen Zugang zu einem Anwalt. Sie ist vor vier Tagen in den Hungerstreik getreten.


Schahparak Schahjarizadeh mit ihrem Kind

Sie fordert einen Anwalt, die Verlegung in eine normale Abteilung (für politische Gefangene) sowie einige Bücher.

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Iran: Tochter der Revolutionsstraße ohne Anwalt und Besuchsrecht

Wir haben berichtet, wie Mariam Schariaatmadari, eine Tochter der Revolutionsstraße, am letzten Freitag von der Polizei von dem Verteilerkasten gestoßen wurde, womit ihr Protest gegen Zwangsverschleierung unterbunden werden sollte. Sie stürzte dabei und hat sich so schwer am Knie verletzt, dass sie operiert werden musste. Das berichtete heute die Journalistin Jila Banu Yaghoub.


Mariam Schariaatmadari, Teheran

Inzwischen ist Mariam in das Gefängnis Gharetschak bei Teheran eingewiesen worden. Das Gefängnis ist sonst für Frauen mit Drogenproblemen und Prostituierte vorgesehen. In ihrer Zelle muss sie obere Bett eines Doppelstockbettes belegen,was für sie wegen ihrer Knieverletzung eine zusätzliche Schikane oder wie Jila Banu Yaghoub schreibt, eine Menschenrechtsverletzung bedeutet.

Mariam darf keinen Besuch empfangen und auch die Wahl eines Anwalts war ihr bislang nicht erlaubt. Die iranischen Gesetze sehen für vergleichbare Fälle der Missachtung der Kleidungsvorschriften eine Strafe von 50.000 Tooman (ca. 10 Euro) und ein Gefängnisstrafe von maximal 2 Monaten vor. Es ist sehr die Frage, ob die Machthaber sich in diesem Fall an ihre eigenen Gesetze halten werden.

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Iran: Kopftuch und Staatsgewalt

Vergangenen Freitag,den 23. Februar 2018, protestierte wieder eine Frau (Mariam Schariaatmadari) gegen den Kopftuchzwang in Teheran, indem sie auf einen Verteilerkasten stieg und ihr Kopftuch an einem Stock vor sich herhielt. Die Polizei kam, und als sie nicht vom Verteilerkasten runterstieg, kam ein Beamter von hinten und stieß sie runter, so dass sie beim Sturz Verletzungen erlitt. Aus anderen Fällen ist bekannt, dass die Frauen auch nach der Festnahme auf der Wache von den Beamten geschlagen werden. Die anwesenden Menschen versuchten, der protestierenden Frau zur Flucht zu helfen, aber sie konnte wegen ihrer Verletzung wohl nicht fliehen. Sie wurde auf die Polizeiwache abgeführt. Darauf versammelte sich eine Menschenmenge vor der Wache und protestierte gegen die Festnahme.

Jetzt haben iranische Dokumentarfilmerinnen, über 70 an der Zahl, einen offenen Brief an die staatlichen Institutionen (Parlament, Justiz und Exekutive) geschrieben, um gegen das gewalttätige staatliche Verhalten zu protestieren. Sie weisen darauf hin, dass der Kopftuchzwang selbst unter Geistlichen umstritten sei. Der Griff zur Gewalt sei nicht zu rechtfertigen.

http://news.gooya.com/2018/02/post-12398.php
vom 26.2.2018
nameye sar goshade zanane mostanadsaz dar e°teraz be raftare xoshunatamiz ba doxtarane xiyabane enqelab

https://www.radiofarda.com/a/iran-hijab-protest/29061201.html
vom 25.2.2108
baztabe yek taswir, gozareshgare lahze‘i az tarixe zanane iran

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Iran – Schweiz: Krimineller Justizminister kommt nach Genf


Justizminister Ali-Resa Awa‘i (der braune Fleck auf der Stirn ist im Iran Merkmal religiöser Eiferer, die sich beim Beten so verneigen, dass sie mit der Stirn dabei jedesmal auf einen Stein stoßen. Das ist sehr karrierefördernd…)

Ali-Resa Awa‘i, derzeit Justizminister der iranischen Regierung unter Präsident Rouhani, kommt am 27. Februar 2018 zu einer Sitzung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen nach Genf. Er kommt als Vertreter der iranischen Regierung. Anwälte in der Schweiz haben jetzt gegen ihn Strafanzeige wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit erstattet und fordern seine Festnahme. Sie haben zur Untermauerung ihrer Forderung Zeugenaussagen über sein Verhalten als Staatsanwalt der Regionen Kurdistan, Kermanschah und der Region Arak-Teheran (Ostane Markasi) in den Jahren 1362-1365 (1983-1986) vorgelegt sowie über seine Rolle als Mitglied der Todeskommission für das „Unesco-Gefängnis“ der Städte Desful und Ahwas. Das Unesco-Gefängnis heißt so, weil dieses ursprünglich für die Unesco bestimmte Gebäude in ein Gefängnis umgewandelt wurde. Er war damals für die Todesurteile des großen Gefangenenmassakers von 1988 in den Gefängnis von Desful und Ahwas mitverantwortlich.
Es wird sich zeigen, ob die schweizer Behörden sich anders verhalten als die deutschen, die kürzlich Ajatollah Schahrudi, den ehemaligen obersten Richter des Irans zur Behandlung nach Hannover hatten einreisen lassen. Er war unter anderem für die Hinrichtung von Kindern (unter 14 Jahren) verantwortlich. Die deutschen Behörden ließen ihn unbehelligt wieder ausreisen.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85122
vom 26. Februar 2018
peygiriye qaza‘iye wazire dadgostariye jomhuriye eslami dar swis

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