Archiv der Kategorie 'Gefängnis'

Iran: Inhaftierte Journalistin in Hungerstreik getreten


Nazanin Zaghari-Ratcliffe

Nazanin Zaghari-Ratcliffe ist eine britisch-iranische Journalistin mit doppelter Staatsangehörigkeit. Vor drei Jahren war sie bei einem Besuch im Iran verhaftet und wegen „Spionage“ zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Am 15. Juni, dem Geburtstag ihrer Tochter, ist sie erneut in den Hungerstreik getreten, um gegen ihre ungerechte Inhaftierung zu protestieren.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/79874/
vom 15.06.2019
nazanin zagheri e°tesabe ghaza karde ast

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Iran: Auftragsmord an inhaftiertem Internetaktivisten


Die Mutter des ermordeten Internetaktivisten

Ali-Resa Schir-Mohammad-Ali war 2018 wegen seiner Internetaktivitäten unter dem Vorwurf der „Beleidigung von Heiligem“ (Blasphemie), „Beleidigung des Begründers der Islamischen Republik“ (gemeint ist Ajatollah Chomeini), „Beleidigung des Religiösen Führers“ (gemeint ist Ajatollah Chamene‘i) und „Propaganda gegen das System“ zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er wurde im Gefängnis von Groß-Teheran in Haft gehalten.
Am 10. Juni 2019 wurde er von zwei Mitgefangenen ermordet, die wegen Drogendelikten in Haft sind. Sie versetzten ihm tödliche Messerstiche in die Schlagader und in den Bauch. Die Behörden hatten es sehr eilig, ihn unter die Erde zu bringen, und so wurde er am 12. Juni 2019 unter einem kleineren Kreis von 50 Freunden und Angehörigen auf dem Beheschte-Sahra-Friedhof in Teheran beerdigt. Am Freitag, den 14. Juni, organisierten die Freunde und Verwandten dann eine Gedenkveranstaltung an den verstorbenen Aktivisten auf dem Friedhof, diesmal unter massiver staatlicher Überwachung. Sicherheitskräfte und Männer in Zivil filmten die Teilnehmer, notierten die Kennzeichen der eintreffenden Fahrzeuge, beschlagnahmten ein Mikrophon und entfernten die Stühle für die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung.
Die genannten Details legen die Vermutung nahe, dass die Messerstecher auf staatliche Veranlassung gehandelt haben. Ein Todesurteil hätte international mehr Aufsehen erregt, während eine Straftat im Gefängnis ja überall vorkommen kann…

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=93768
vom 24. Chordad 1398 (14. Juni 2019)
bozorgdashte Alireza Shir Mohammad Ali dar fazaye amniyati

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Iran: Freilassung nach vier Jahren Haft

Der IT-Spezialist mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft, Nizar Zakah, der vier Jahre lang im Iran inhaftiert gewesen war, wurde nun freigelassen. Er konnte gestern über den Libanon ausreisen. Er hatte dort ein Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Michel Aoun, der in seiner Freilassung vermittelt hat.


Nizar Zakah nach seiner Freilassung am 10.6.2019

Nizar Zakah war vor vier Jahren festgenommen worden. Damals reiste er auf Einladung der Vizepräsidenten für Frauenangelegenheiten des Internationalen Forums für die Entwicklung der Frauenrolle nach Teheran. Als er drei Tage später den Iran verlassen wollte, verschwand er. 45 Tage später wurde bestätigt, dass er wegen Spionage festgenommen worden war. Er wurde dann zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Zoka hat gesagt:
„Das Evin-Gefängnis ist eines der gefährlichsten Gefängnisse der Welt, das man nicht beschreiben kann. Ich blieb drei Jahre, acht Monate und 25 Tage in diesem Gefängnis“, beschrieb Zoka das Evin-Gefängnis in Teheran fast vier Jahre lang. … Die Iraner haben im ersten Jahr meiner Haft alle Arten von Folter gegen mich angewandt, aber seitdem war Folter auf Folter beschränkt … Ich durfte mich nur einmal pro Jahr mit dem libanesischen Botschafter in Teheran treffen. Der Iran hat keine der internationalen Regeln und Vorschriften für Gefangene beachtet. „1

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Iranischer Internetaktivist im Gefängnis getötet

Alireza Shirmohammadali, ein iranischer Internetaktivist, der seit einem Jahr im Gefängnis war, wurde von zwei kriminellen Mitgefangenen getötet.


Alireza Shirmohammadali

Alireza Shirmohammadali wurde festgenommen, weil er im Internet die iranische Regierung kritisiert hatte. Nach acht Monaten Haft im Fashapujeh-Gefängnis (Fashafuje) hat er er aus Protest gegen seine Verhaftung einen Hungerstreik begonnen. Danach wurde er in ein anderes Gefängnis für Kriminelle verlegt.

In diesem Gefängnis wurde er nun von zwei kriminellen Mitgefangenen ermordet. Es heisst, sie hätten sich durch den Mord Haftverkürzungen erkauft.

Kommentar

Im Iran gibt es drei Situationen, bei denen politische Gefangene in ein Gefängnis für Kriminelle verlegt werden. Es gibt einmal den Fall, dass Menschen gefoltert werden, aber unter der Folter keine Aussage machen. Im zweiten Fall kommt es vor, dass politische Gefangene auch aus dem Gefängnis heraus weiterhin kritisch gegenüber der Regierung sprechen und das über Anwälte oder Angehörige an die Öffentlichkeit gelangt. Im dritten Fall trifft es die Gefolterten, die sich einem öffentlichen Geständnis im Fernsehen verweigern. Sie alle können in Gefängnisse speziell für Kriminelle verlegt werden, wo sie von anderen Häftlingen massiv unterdückt werden.

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Iran: Arbeiter beschweren sich bei der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)


Eine Gruppe von Arbeitern der Zuckerfabrik von Haft-Tape haben sich in einem gemeinsamen Brief bei der Freiheitskommission der Internationalen Arbeitsorganisation gegen die Verfolgung von rund 50 Arbeitern beschwert, die in den letzten Monaten verhaftet und verfolgt wurden. Einige wurden vorgeladen, einige bedroht, einige inhaftiert, einige gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Die Arbeiter wiesen in ihrem Brief an die ILO darauf hin, dass sogar Personen, die über die Verfolgung der Arbeiter berichteten, ihrerseits verhaftet, verhört und gefoltert wurden. Außerdem werden die Angehörigen der Inhaftierten unter Druck gesetzt, damit sie schweigen und nichts über die Lage der Inhaftierten nach Außen dringen lassen.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/79787/
vom 6. Juni 2019, 22:28
shekayate kargarane haft-tape az doulate iran be sazemane jahaniye kar

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Mullah Abdulrodus Hosseini ist in Ungnade gefallen

Mullah Abdulrodus Hosseini ist ein sunnitischer Mullah aus der Stadt Dschawanrud, in der kurdischen Provinz Kermanschah, der es gewagt hat, sich dem Religiösen Führer Ali Chamene‘i zu widersetzen. Nun ist er in Ungnade gefallen und wurde festgenommen.


Mullah Abdulrodus Hosseini

Jedes Jahr feiern Moslems das traditionelle Fastenbrechen nach dem Fastenmonat Ramadan mit einem Fest am 14. Chordad (4. Juni). In diesem Jahr fiel das Datum auf den Todestag von Ayatollah Chomein‘i. Aus diesem Grund entschied der Religiöse Führer Chamene‘i, dass am 14. nicht gefeiert sondern getrauert werden müsse. Erst am 15. Chordad sollte dann das Ende des Ramadan gefeiert werden.

Nun entschied der junge Mullah Abdulrodus Hosseini, der von Chamene‘i selbst als sein Vertreter in der Stadt Dschawanrud eingesetzt worden war, dass er doch am 14. Chordad das traditionelle islamische Fest feiern würde. Und so kam es auch. Die ganze Stadt feierte mit ihm am 14. Chordad.

Nun ist Abdulrodus Hosseini vom Geheimdienst festgenommen worden und niemand kann sagen, in welchem Gefängnis er sich befindet.

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Drei iranische Anwälte in diesem Jahr vor dem Revolutionsgericht

Drei iranische Menschenrechtsanwälte, Mohammad Nadschafi, Nasrin Sotudeh und Amir Salar Davudi, wurden dieses Jahr bereits vor ein Revolutionsgericht gestellt.


Mohammad Nadschafi, Nasrin Sotudeh, Amir Salar Davudi

Allen drei Anwälten ist gemein, dass sie Politische Gefangene vertreten. Sie kamen alle drei selbst in das Fadenkreuz der Unrechtsjustiz.

Insbesondere über die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh haben wir mehrfach berichtet. Sie wurde zu insgesamt 38 Jahren Jahren Haft verurteilt und befindet sich seit 5 Jahren im Gefängnis.

Amir Salar Davudi hatte zunächst einen Prozess, in dem er zu zwei Jahren Haft, 111 Peitschenhieben und einer Geldstrafe von 6 Mio. Tuman verurteilt wurde. In einem zweiten Prozess wurde er dann zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Mohammad Nadschafi wurde in der ersten Instanz zu drei Jahren Haft verurteilt.

Diese Prozesse vor dem Revolutionsgericht, die lange Untersuchungshaft und die maßlos schweren Urteile sollen abschreckend wirken. Es wird zunehmend riskant für Menschrechtsanwälte ihren Beruf wahr zunehemen.

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Iran: Bürgerrechtlerin erneut in anderes Gefängnis verlegt


Sepide Qalyan
Sepide Qalyan war vergangenes Jahr verhaftet worden, weil sie die streikenden Arbeiter von Haft-Tape unterstützt hatte. Sie wurde erst im Gefängnis von Ahwas in Haft gehalten, Ende April 2019 wurde sie ins Ewin-Gefängnis verlegt. Bei der letzten Vernehmung wurde ihr gesagt, dass ihr Fall an die 15. Kammer des Revolutionstribunals in Teheran geht, unter dem Vorsitz des berüchtigten Richters Salawati.
Am heutigen Tage wurde sie in das Qaretschak-Gefängnis von Waramin verlegt. Häufige Verlegungen dienen der Verunsicherung der Gefangenen und der Erschwerung der Kontakte nach außen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=183941
vom 13. Chordad 1398 (3. Juni 2019)
sepide qalyan be zendane qarechake varamin montaqel shod

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Iran: Gewerkschafterin weiter in Haft


Nahid Chodadschu (Xodaju) (im Foto links)

Nahid Chodadschu (Xodaju), die früher im Krankenhaus gearbeitet hat und jetzt im Vorstand der Freien Arbeitergewerkschaft (Ettehadiyeye Azade Kargaran) aktiv ist, wurde nach den Kundgebungen zum 1. Mai zusammen mit anderen Gewerkschaftsaktivisten verhaftet. Sie ist nach wie vor im Gefängnis. Der Ermittler hat es abgelehnt, ihre Entlassung gegen Kaution zuzustimmen, so dass sie nicht auf freien Fuß gesetzt wurde. Sie hatte schon in den ersten zwei Wochen ihrer Inhaftierung mehrere Gefängnisse durchlaufen: Das Ewin-Gefängnis (Teheran), das Qaretschak-Gefängnis und das Gefängnis von Groß-Teheran in Faschafuye.

https://ir.voanews.com/a/prisoner-activist-iran/4916607.html
vom 24. Ordibehescht 1398 (14. Mai 2019)
ba azadiye nahid xodaju °ozwe hey‘ate modireye ettehadiyeye azade kargarane iran mowafeqat nashod

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Iran: 1 Jahr Gefängnis für einen Satz der Solidarität


Mehdi Hadschati, Stadtrat von Schiras

Sohre Rastgari, die Ehefrau von Mehdi Hadschati, der Mitglied des Stadtrats von Schiras ist, hat am Sonntag bekannt gegeben, dass ihr Mann aus ihrer Wohnung abgeführt wurde, um eine Haftstrafe von einem Jahr Gefängnis zu verbüßen. Die Nachricht, dass Mehdi Hadschati zu einem Jahr Gefängnis verurteilt wurde, hat er einen Tag zuvor per SMS erfahren.
Mehdi Hadschati wurde in das Gefängnis von Abdal-Abad in Schiras eingewiesen. Er war im vergangenen Jahr festgenommen worden, nachdem er in einer Twitter-Meldung über die Inhaftierung zweier Angehöriger der Baha‘i-Religion in Schiras berichtet hatte. Nach zehn Tagen Haft wurde Mehdi Hadschati gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt, durfte aber eine Zeitlang nicht mehr an den Sitzungen des Stadtrats teilnehmen.
Der Satz, für den er jetzt zu einem Jahr Gefängnis verurteilt wurde, lautete:
„In den zehn vergangenen Tagen habe ich überall angeklopft, damit meine beiden inhaftierten Baha‘i-Freunde freigelassen werden, aber ich habe nichts erreicht.“

https://news.gooya.com/2019/06/post-26779.php
vom 3. Juni 2019
fekrash-ra bekonid, hokme yek sale zendan baraye in jomle

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Iran: Nein zum Krieg, nein zum Embargo, nein zur Alleinherrschaft


Am Sonntag, den 26. Mai 2019, haben Studierende der Allame-Tabatabai-Universität in Teheran eine Protestkundgebung abgehalten. Sie sind gegen die Kriegstreiberei, gegen das Wirtschaftsembargo und gegen die diktatorische Form der Machtausübung. In ihrer Erklärung, die sie gestern veröffentlichten, heißt es unter anderem:
„Wie kann man von Sicherheit reden, wenn wir Tag für Tag Zeuge werden, dass Kritiker und Protestierende gegen die herrschende Lage festgenommen, verhaftet und ins Gefängnis eingesperrt werden? In den vergangenen Jahrzehnten hat das Vorgehen der Machthaber, nur noch eine Meinung zuzulassen und die zahlreichen anderen Stimmen auszulöschen und zu unterdrücken dazu geführt, dass die Universität sich heute in eine Kaserne verwandelt hat, wo die kleinste Bewegung mit Unterdrückung beantwortet wird. Proteste und Streiks der Arbeiter werden massiv unterdrückt, gewerkschaftliche Aktivisten der Lehrkräfte werden inhaftiert. Noch einen Monat nach dem 1. Mai sind eine Reihe von Menschen in Haft, die an den Versammlungen zum Tag der Arbeit teilgenommen haben, zwei davon sind Journalisten. Schon seit Jahren werden die Forderungen religiöser Minderheiten mit schweren Haftstrafen beantwortet, Derwische sind in Haft, Umweltschützer sind schon seit über einem Jahr in „provisorischer Haft“ (Untersuchungshaft). Der Hausarrest (von den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Karubi und Mirhossein Mussawi) dauert nun schon fast 9 Jahre an, die Lastenträger an der Grenze (zum Irak/Kurdistan) werden dafür, dass sie um ihren Unterhalt kämpfen, erschossen, die afghanischen Flüchtlinge werden als billige Bauarbeitskräfte ausgebeutet und sind in den ganzen Jahren ihres Aufenthalts von der Deportation bedroht. Der friedliche, zivile Protest gegen die Zwangsverschleierung wird mit hohen Gefängnisstrafen beantwortet.“
Wohl gemerkt, das steht in keiner Exilzeitschrift, sondern das haben die Studenten einer Teheraner Uni gestern veröffentlicht.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/79657/
vom 5. Chordad 1398 (26.05.2019), 19:30
tajammo°e daneshjuyane daneshgahe °alame tabatabai dar tehran: na be jang, na be tahrim, na be eqtedargera‘i

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Iran: Über 900 Menschen schreibender Berufe fordern Freilassung dreier Schriftsteller


Bektash Abtin, Resa Chandan-Mahabadi und Keyvan Bazhan

Die drei Mitglieder des iranischen Schriftstellerverbandes Bektash Abtin, Resa Chandan-Mahabadi und Keyvan Bazhan wurden vergangenen Mittwoch (15. Mai 2019) von der 28. Kammer des Revolutionstribunals in Teheran unter dem Vorwurf der „Propaganda gegen das System“ und der „kriminellen Vereinigung, die gegen die Sicherheit des Landes gerichtet ist“, zu je sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Gegen dieses Urteil haben 900 Angehörige der schreibenden Berufe im Iran in einem offenen Brief an die Justiz und die Exekutive protestiert. Sie fordern die Freilassung der drei Schriftsteller.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=93323
vom 29. Ordibehescht 1398 (19. Mai 2019)
sadha newisande xahane laghwe ahkame zendane se °ozwe kanune newisandegane iran shodand

https://www.radiofarda.com/a/iranian-writers-reza-khandan-mahabadi-baktash-abtin-and-keyvan-bajan/29952755.html
vom 20. Mai 2019
bayaniyeye 900 newisande: hokme se °ozwe kanune newisandegan azadikosh ast

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Iran – Teheran: Studenten protestieren gegen anhaltende Haft einer Studentin


Seit 19 Tagen (Stand 19. Mai 2019) ist die Studentin der Sozialwissenschaften Marsiye Amiri, die an der Hochschule für Sozialwissenschaften in Teheran studiert und zugleich als Journalistin für die Zeitung Sharq news arbeitet, in Haft. Es ist nur bekannt, dass sie sich im Evin-Gefängnis in einer Zelle in Einzelhaft befinden. Am Sonntag haben sich eine Reihe von Studierenden an der Hochschule für Sozialwissenschaften versammelt, um gegen die anhaltende Inhaftierung von Marsiye Amiri zu protestieren.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=182956
vom 29. Ordibehescht 1398 (19. Mai 2019)
tajammo°e daneshjuyane daneshgahe °olume ejtema°iye daneshgahe tehran be edameye bazdashte marziye amiri + °aks

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Iran: Bericht einer Studentin aus der Einzelhaft


Parisa Rafi°i

Parisa Rafi°i, Studentenaktivistin, Studentin der Schönen Künste an der Uni Teheran, war wegen ihrer Teilnahme an Studentenprotesten in der Jahreswende 2017/2018 am 25. Februar 2018 verhaftet und am 19. März 2018 gegen Kaution freigelassen worden. Am 3. September 2018 wurde sie von der 26. Kammer des Revolutionstribunals Teheran wegen Straftaten gegen die Nationale Sicherheit, wegen staatsfeindlicher Propaganda und Störung der öffentlichen Ordnung zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt.
In einem offenen Brief vom 19. Ordibehescht 1398 (9. Mai 2019) beschreibt sie die Bedingungen während ihrer 21 Tage währenden Einzelhaft vom 25. Februar bis 19. März 2018.
Sie schreibt, dass weder ihr noch ihren Angehörigen mitgeteilt wurde, an welchem Ort sie inhaftiert war. Dies erfüllt die Kriterien des „Verschwindenlassens“. Diese Praxis dient dazu, das Opfer völlig zu verunsichern. In den 21 Tagen wurde sie zudem in Einzelhaft gehalten, was die Unsicherheit noch vergrößert. In der Zeit ihrer Untersuchungshaft durfte sie auch keinen Anwalt sprechen.
Sie beschreibt die verschiedenen Formen, mit denen der Verhörbeamte versuchte, sie zu demütigen und unter Druck zu setzen. So verlangte er von ihr, sich auf ihre Jungfräulichkeit untersuchen zu lassen. Dem widersetzte sie sich erfolgreich. Der Verhörbeamte drohte ihr außerdem, ihr die Fingernägel auszureißen und sie hinrichten zu lassen.
Dies, um einen Eindruck zu gewinnen, wie man sie als Mensch brechen wollte.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=182326
vom 20. Ordibehescht 1398 (10. Mai 2019)

https://kayhanlife.com/society/human-rights/tehran-university-photography-student-jailed-for-seven-years/
vom 3. September 2019

https://www.scholarsatrisk.org/report/2018-02-25-university-of-tehran/
vom 25.02.2018

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Iran: Die Menschenrechte müssen eingehalten werden – ab ins Gefängnis


Ein Mann, der am Vortag (8. Mai 2019) vor dem Gericht des Ewin-Gefängnisses ein Plakat mit dieser Überschrift „Die Menschenrechte müssen eingehalten werden“ in der Hand hielt, wurde nach einer Stunde aus diesem Grund verhaftet. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=182286
vom vom 19. Ordibehescht 1398 (9. Mai 2019)
mo°tareze plakard bedast moqabele dadsaraye ewin bazdasht shod / °aks

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