Archiv der Kategorie 'Gefängnis'

Iran: Nach Hungerstreik freigelassen


Mortasa Moradpur (29 Jahre alt)

Nach 65 Tagen Hungerstreik wurde der politische Gefangene Mortasa Moradpur, der eine dreijährige Gefängnisstrafe verbüßte, aufgrund seines Gesundheitszustand aus der Haft entlassen. Er befindet sich derzeit in ärztlicher Behandlung.

Quelle:
http://www.radiofarda.com/a/f2-iran-moradpour-political-prisoner-freed-after-strike-end/28205445.html
vom 10. Dey 2016 (30.12.2016)
dar pey-e payan-e e°tesab-e ghadha, mortaza moradpur, zendani-ye siyasi, azad shod

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Iran: Hungerstreik


Karikatur von Mana Nistani

Quelle:
http://www.radiofarda.com/a/28205533.html
vom 2. Januar 2017

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Iran: Nicht locker lassen


vor dem Ewin-Gefängnis

Heute haben sich mehrere Dutzend Menschen vor den Mauern des Ewin-Gefängnisses in Teheran versammelt, um die Freilassung von Arasch Sadeqi, seiner Frau Golroch Ebrahimi und anderer politischer Gefangener zu fordern. Arasch Sadeqi befindet sich seit 71 Tagen im Hungerstreik, um gegen die gesetzwidrige Inhaftierung seiner Frau zu protestieren. Er hat 19 Kilo Gewicht verloren, spuckt Blut und die Nieren versagen zunehmend den Dienst.
Die Behörden haben sich geweigert, seine Frau gegen Hinterlegung einer Kaution freizulassen, obwohl eine entsprechende Anweisung der Staatsanwaltschaft vorliegt.
Die Demonstrierenden haben eine leise Form des Protests gewählt: Plakate und Aufschriften auf der Handfläche, während sie an den Gefängnismauern von Ewin vorbeiziehen, neben dem unaufhaltsam strömenden Autoverkehr.

Quelle:
http://news.gooya.com/politics/archives/2017/01/222115.php
vom 13. Dey 1395 (2. Januar 2017)
tajammo°-e moqabel-e zendan-e evin baraye azadi-ye arash sadeqi wa digar zendaniyan-e e°tesabi

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Denkt jemand an den leisen Tod meines Mannes?

Offener Brief von Golroch Irani für Arash Sadeghi und internationale Menschenrechtsorganisationen.


Arash Sadeghi und Golroch Irani

An alle internationale Menschenrechtsorganisationen!

Obwohl mehr als ein Monat des Hungerstreiks meines Mannes Arash Sadeghi vergangen ist und obwohl seine gesundheitliche Situation so problematisch ist, dass er mehrmals Magenbluten hatte und die Ärzte der kleinen provisorischen Gesundheitsstation im Gefängnis eine sofortige Verlegung in ein Krankenhaus empfohlen haben, haben die Zuständigen im Gefängnis nicht reagiert und ihm die Krankenhausbehandlung versagt.

Diesen Hungerstreik hat mein Mann als Protest gegen meine Festnahme begonnen, weil die Revolutionswächter – Organisation mich grundlos festgenommen hatte, um auf ihn noch mehr Druck auszuüben. Sie haben mich vor Gericht gebracht und ich wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt. Mein Mann muss 19 Jahre im Gefängnis bleiben. Obwohl der Staatsanwalt meinen Prozess und die verhängte Strafe für fehlerhaft hält, traut er sich nicht, das Verfahren neu zu eröffnen, aus Angst vor den Revolutionswächtern.

In diesen Tagen ist die Gesundheit meines Mannes sehr angegriffen und er liegt im Sterben. Für seine gesundheitliche Situation sind die Judikative und die Revolutionswächter verantwortlich. Ich bitte alle internationalen Menschenrechtsorganisationen, aktiv zu werden gegen den leisen Tod meines Mannes. Lassen Sie nicht zu, dass mein Mann einfach stirbt!

Golroch Ebrahimi Irani (Frau von Arash Sadeghi)

An meinem Mann Arash Sadeghi!

Frei denkende Menschen haben eine stolze Geschichte.

Niemand kann das freie Denken knebeln.

Während uns so viel Unterdrückung von den Machthabern auferlegt wird,

werden wir von Tag zu Tag stärker und machen weiter.

Mit jedem Ein- und Ausatmen, gehen wir einen Schritt vorwärts

in den Morgen.

Dafür ertragen wir die Trennung.

Du bist weit entfernt hinter einer Mauer

und kämpfst mit dem Tod.

Ich weiß wenig von dir.

Die Liebe zu dir durchströmt meinem Körper und meinen Gedanken.

Ich sehe nur deine Liebe.

Und mehr und mehr glaube ich an deine Ehrbarkeit.

Ich weiss, uns ist Ungerechtigkeit widerfahren,

und du schreist mit deinem Leben dagegen an.

Der Morgen, den wir erwarten, ist unterwegs.

Du musst bleiben, bis der Morgen der Freiheit anbricht.

Wir werden unsere Fahne hochhalten

und in das Licht der Freiheit schauen.

Ich bewundere deinen Widerstand, mein lieber Arash!

Du musst bleiben, weil ich dich liebe.

Für immer mit dir zusammen

Golroch

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Iran: 21 Jahre für ein Tonband: Reaktion von Ahmad Montaseri

Wie berichtet, wurde Ahmad Montaseri wegen der Veröffentlichung der Tonbandaufnahme, in der sein Vater Ajatollah Montaseri das Gefängnismassaker von 1988 kritisierte, zu 21 Jahren Gefängnis verurteilt, wovon er 6 Jahre absitzen muss. Außerdem darf er 3 Jahre lang nicht das Gewand eines Geistlichen tragen.


Ahmad Montaseri

In einer ersten Reaktion erklärt Ahmad Montaseri, dass er nach der Gerichtsverhandlung angesichts des Verhaltens des Richters von einem Freispruch ausging. Es sei auffällig, dass bis zur Verkündung des Urteils längere Zeit verging und im Urteil selbst Dinge angesprochen wurden, die in der Verhandlung überhaupt nicht zur Debatte standen – zum Beispiel der Vorwurf des Geheimnisverrats. Er geht deshalb davon aus, dass dieses Urteil von oben diktiert wurde und die Verkündung deshalb solange dauerte. Er wird gegen das Urteil in Berufung gehen, wozu er zwanzig Tage Zeit hat. Er sagte auch: Wenn sie ihn einsperren, wird das nur dazu führen, dass die anderen Tonbänder noch schneller in die Öffentlichkeit gelangen…

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/11/220643.php
vom 8. Adhar 1395 (28. November 2016

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Iran: 21 Jahre Gefängnis für die Wahrheit


Ahmad Montaseri, der Sohn des verstorbenen Ajatollahs Montaseri, wurde jetzt wegen „Handlungen gegen die nationale Sicherheit“ und wegen „Propaganda gegen das System“ zu 21 Jahren Gefängnis verurteilt. Außerdem wurde ihm für drei Jahre untersagt, die Kleidung eines Geistlichen zu tragen, weil er die Ehre dieser Berufskleidung entwürdigt habe. Seine Schuld bestand darin, ein Tonband zu veröffentlichen, in dem sein Vater, Ajatollah Montaseri, das Gefängnismassaker von 1988, das auf Anweisung von Ajatollah Chomeini verübt wurde, vor der zuständigen „Säuberungskommission“ scharf kritisierte. Ahmad Montaseri wurde angekreidet, dieses Tonband sei von den arabischen Staaten und von den Volksmodschahedin gegen den Iran ausgeschlachtet worden. Weil der Bruder von Ahmad Montaseri als „Märtyrer“ gestorben ist und Ahmad Montaseri selbst schon fortgeschrittenen Alters und zudem nicht vorbestraft ist, muss er „nur“ sechs Jahre von den 21 Jahren absitzen.
Die harte Strafe ist nicht verwunderlich: Die Täter von damals sind noch heute an der Macht.

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/11/220612.php
vom 7. Adhar 1395 (27. November 2016)
ahmade montazeri be habse tulani wa xal°-e leba:s mahkum shod

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Iran: Kindesraub durch den Staat

Der Bruder von Rahele Rahemi-Pur, Hossein Rahemi-Pur, war 1362 (1983) zusammen mit seiner schwangeren Frau inhaftiert worden. Seine Frau entband im Gefängnis. Als die Angehörigen Nachforschungen über den Verbleib des Kindes anstellten, hieß es, es sei gestorben. Auch Hossein Rahemi-Pur starb im Gefängnis. Die Mutter des Kindes wurde später aus der Haft entlassen. Die intensiven Nachforschungen der Angehörigen nach dem Ort der Bestattung der beiden Toten blieben ohne Erfolg, ihnen wurde nur gedroht, wenn sie so weiter machten, verschwänden sie selbst im Gefängnis. Jetzt ist Rahele Rahemi-Pur, eine iranische Menschenrechtsaktivisten, selbst im Gefängnis. Sie hat nun von der iranischen Justiz verlangt, aufzuklären, wo ihr Bruder und dessen Kind geblieben sind. Dafür hat sie jetzt eine Vorladung von der Kammer des Revolutionstribunals in Teheran erhalten, und zwar von dessen berüchtigten Vorsitzenden Salawati. Ein schlechtes Omen. Als diese Nachricht bekannt wurde, traten fünf Institutionen der Vereinten Nationen, die sich für die Menschenrechte einsetzen, an die iranische Regierung und forderten sie auf, von Repressalien gegen die Menschenrechtlerin abzusehen.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=120434
vom 5. Adhar 1395 (25. November 2016)
panj nehade sazmane melal: karzar aleyhe rahele rahemi-pur-ra motewaqqef konid

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Iran: Gefangener zerreißt Bild des Führers


Mahdi Farahi Schandis

Wie die Webseite sahba.news/ berichtete, hat der politische Gefangene Mahdi Farahi Schandis aus Protest gegen die Fabrizierung erfundener Vorwürfe gegen ihn das Bild des Religiösen Führers Ajatollah Chamene’i zerrissen. Darauf erhielt er einen Monat Einzelhaft. Danach erhielt er eine Vorladung vom Staatsanwalt von Karadsch. Dort wurde ihm damit gedroht, dass er für das Zerreißen des Bildes noch 5 Jahre zusätzlich bekommen könne. Auch der Stellvertreter des Gefängnisdirektors von Radscha’i-Schahr war in diesem Moment anwesend. Aus Wut über diese Willkür schlug er mit der Faust auf ein gerahmtes Bild von Ajatollah Chamene’i, dass auch dort hing – der Führer eben, und rief mehrere Parolen gegen Chamene’i. Der Mann sei Schuld am Unglück der Menschen im Iran, Irak, Syrien und Jemen. Darauf stürzten sich mehrere Beamte auf ihn und verprügelten ihn.

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/11/220247.php
vom 29. Aban 1395 (19. November 2016)
pare kardane °akse rahbar tawassote zendaniye siyasi, hamrah ba sho°are marg bar xamene‘i

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Iran: Geballte Opposition gegen Unrechtsjustiz


Narges Mohammadi

In der vergangenen Woche haben sich eine größere Zahl bekannter iranischer Oppositioneller in der Wohnung von Keywan Samimi versammelt, der selbst lange Jahre als politischer Gefangener in Haft war. Unter den Teilnehmern befand sich unter anderem auch Lotfollah Meythami, einer der Begründer der Revolutionswächter, der später in die Reihen der Kritiker des Regimes übergewechselt ist, alle Privilegien verloren hat und jetzt die Zeitschrift Tscheschm-Andas (Perspektive) herausgibt, in der auch Narges Mohammadi immer wieder veröffentlicht hat.


Die Teilnehmer besprachen, wie sie – auch auf juristischen Wegen – gegen das Willkürurteil von 16 Jahren Gefängnis für Narges Mohammadi vorgehen kommen. Es sind viele Menschen mit politischer und Gefängniserfahrung dabei, die wissen, wie man in diesem Land kämpft. Angesichts der eingeleiteten Demontage des Oberhaupts der Justiz – Ajatollah Sadeq Laridschani, der mit einem Kontoguthaben von umgerechnet 250 Millionen Euro zu den großen Dieben des Landes gerechnet werden darf, kann es durchaus sein, dass sie Erfolg haben, das Urteil gegen Narges Mohammadi zu kippen.


das Gesicht der wahren Opposition im Iran

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/65809/
vom 7. November 2016
e°teraz be hokme sangin baraye narges mohammadi

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Iran: 17 Abgeordnete fordern erneut Überprüfung der Verurteilung von Narges Mohammadi

Wie berichtet, war die iranische Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dagegen hatten eine Reihe von Abgeordneten des iranischen Parlaments protestiert. Sie forderten eine Revision des Urteils. Darauf hatte der Generalstaatsanwalt den Abgeordneten Unwissenheit vorgeworfen. Er erklärte, dass die Tatsache, dass der Staat die Vorwürfe gegen die Verurteilte nicht publik mache, nicht bedeute, dass sie nichts getan habe.
Die Abgeordneten protestierten in einem erneuten Brief gegen die Unterstellung, sie hätten den Brief unterschrieben, ohne den Fall genauer zu kennen. Sie forderten erneut eine Revision des Falls, da sie der Überzeugung seien, dass die Verurteilung vor allem zur Abschreckung von Kritikern diene. Sie forderten die Justiz darüber hinaus auf, konkret zu benennen, was Narges Mohammadi denn angeblich getan habe, dass die Sicherheit des Staates bedroht sei.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/65784/
vom 6. November 2016
dadsetane kolle keshwar dar bareye parwandeye narges mohammadi touzih dahad

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Iran: Narges Mohammadi wehrt sich gegen Verleumdung


Narges Mohammadi mit ihren Kindern, die jetzt zusammen mit dem Ehemann von Narges Mohammadi ins Ausland fliehen mussten

Wie berichtet, haben eine Reihe von Abgeordneten des iranischen Parlaments kürzlich gefordert, dass im Fall der Menschenrechtlerin Narges Mohammadi, die von der Berufungsinstanz zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, das Verfahren wieder aufgenommen werden soll. Der Justizsprecher und Generalstaatsanwalt Mohsen Esche’i, früher Geheimdienstminister unter Präsident Ahmadineschad, hat daraufhin dem Parlament vorgehalten, es habe sich in Justizangelegenheiten nicht einzumischen. Außerdem erging er sich in Andeutungen, um Narges Mohammadi zu diskreditieren. Diese hat darauf aus dem Gefängnis mit einem offenen Brief geantwortet, in dem sie den kriminellen Machthabern des Landes die Leviten liest und darauf hinweist, dass sie nichts zu verbergen habe. Sie habe im Prozess stets gefordert, dass die Vorwürfe öffentlich gemacht werden und in den iranischen Medien bekannt gegeben werden. Es sei die Justiz, der ja auch der Justizsprecher angehöre, die darauf bestanden habe, das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit abzuwickeln.
Eine mutige Antwort.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/65451/
Mon, 24.10.2016, 11:55
pasoxe nargese mohammadi be ezharate dadsetane kolle keshwar

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Iran: Parlamentsabgeordnete gegen Verurteilung von Narges Mohammadi


Narges Mohammadi mit ihren Kindern. Ihre Kinder und ihr Mann mussten nach Europa fliehen.

Wir hatten von der Verurteilung der iranischen Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi berichtet, die zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Jetzt haben mindestens 15 Abgeordnete des iranischen Parlaments, darunter Ali Motahhari, das Urteil kritisiert und erklärt, dass dieses Urteil nur dazu diene, den Preis für vernünftige Kritik möglichst hoch anzusetzen. Sie fordern in einem offenen Brief an den Obersten Justizrat des Landes die Aufhebung des Urteils und eine erneute Revision. Die Abgeordneten weisen auch darauf hin, dass Narges Mohammadi dringend eine angemessene medizinische Behandlung benötigt. Eine Kopie des offenen Briefs liegt uns nicht vor, daher lässt sich derzeit auch nicht feststellen, wie viele Abgeordnete sich insgesamt an diesem Protest beteiligt haben.
Dennoch ist es ein erfreuliches Zeichen, dass der Protest selbst dieses Gremium erreicht hat, das aus vom Wächterrat handverlesenen Kandidaten besteht.

http://www.radiofarda.com/a/f7-iranian-mps-call-for-reconsideration-of-narges-mohammadi-case/28057225.html
vom 25. Mehr 1395 (16. Oktober 2016)
darxaste nemayandegane majles baraye naqze hokm wa residegiye mojaddad be parwandeye narges mohammadi

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Iran: Kurdin in Haft


Seynab Dschalalian

Seynab Dschalalian (geb. 1361/1982) ist eine Kurdin, die seit 2007 in Chuy (Region West-Aserbaidschan) in Haft ist und 2009 wegen angeblicher Zugehörigkeit zur bewaffneten kurdischen Organisation Peschwak zum Tode verurteilt wurde. Aufgrund der Bemühungen ihrer Anwälte gelang es, die Todesstrafe in lebenslänglich umzuwandeln. Seit ihrer Verhaftung hat sie noch keinen einzigen Hafturlaub erhalten. Sie leidet zudem an einer Augenkrankheit namens Pterygium conjunctivae (Persisch bima:ri-ye na:xunak-e cheshm), einer Wucherung der Bindehaut, die auf die Hornhaut übergreift und operativ entfernt werden muss. Eine solche Operation ist nur außerhalb des Gefängnisses möglich.
Amirsalar Dawudi, ihr Rechtsanwalt, berichtet jetzt, dass die Pasdaran und das Geheimdienstministerium die Gefangene unter Druck setzen, sich filmen zu lassen und dabei sich selbst zu belasten. Zuvor haben diese Organe sie schon heimlich gefilmt und versucht, durch nachträgliche Manipulationen der Aufnahmen zu belegen, dass sie eine Terroristin sei. Sogar einen „Dokumentarfilm“ machten die Behörden aus diesen Aufnahmen, der am 21. Ordibehescht 1395 (10. Mai 2016) vom Fernsehen der Region West-Aserbaidschan unter dem Titel „Saye-ye terurism“ (Der Schatten des Terrorismus) ausgestrahlt wurde.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/65183/
vom 14.10.2016
talash baraye axze e°terafe telewizyuni az zeynab jalaliyan

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Iran: Gedenken an die Massenproteste des Jahres 2009

Der Rechtsanwalt Mohammad Ali Najafi aus Shazan (Zentraliran) wurde festgenommen, weil er am Dienstag, den 11.10.2016 mit einer politischen Aussage auf die Straße gegangen ist. Auf sein grünes Hemd hatte er in roten Lettern geschrieben: „Ashura 88“


Mohammad Ali Najafi

Dies verweist auf den Gedenktag zu Ehren von Imam Hussein (Ashuratag) der jedes Jahr von Schiiten im Iran offiziell gefeiert wird. Am Ashuratag des Jahres 1388 (iranischer Kalender), ein paar Monate nach dem Betrug bei den iranischen Präsidentschaftswahlen kamen Millionen Menschen zum Protest auf die Straße. Man nannte das die „Grüne Bewegung“.

Angesichts der starken Repression des Staates, der versuchte, den Protesten Herr zu werden, wurden gerade diese offiziellen Gedenktage zu Tagen des Widerstands. Am Ashuratag musste nicht gearbeitet werden, niemand konnte einem verbieten, auf die Straßen zu kommen und die Sicherheitskräfte konnten nicht unterscheiden, wer aus religiösen Gründen und wer aus politischen Gründen auf die Straße kam.

Mohammad Ali Najafi war im Jahr 2009 auch bei den Protesten dabei und war damals festgenommen worden. Diese Woche wollte er mit seiner Aktion an den Protesttag erinnern. Dafür wurde er am Dienstag wieder festgenommen. Er hätte gegen Kaution entlassen werden können, allerdings wurde sie mit 200 Mio. Tuman (ca. 50.000 Euro) so hoch angesetzt, dass er oder seine Familie das Geld nicht aufbringen können. Er muss also in Haft bleiben.

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Peitschenhiebe in der iranischen Öffentlichkeit

Auf dem zentralen Marktplatz von Borasjan (Borasdschan), Südiran, fand letzte Woche ein schreckliches Schauspiel statt: Zwei Männer, denen sexuelle Gewalt vorgeworfen und die beide von einem Gericht zu 23 Jahren Haft verurteilt worden waren, mussten darüber hinaus jeweils 70 Peitschenhiebe ertragen. Ein große Menge von vielleicht hundert Zuschauern sah zu.

Gemäß den Vereinbarungen der Organisation der Vereinten Nationen sind Peitschenhiebe menschenunwürdig und verstoßen gegen internationale Gesetze.

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