Archiv der Kategorie 'Gesundheit'

Iran: Die Rechte der Sklaven

Die rechtliche Grundlage der Islamischen Republik Iran ist das religiöse Recht, die Scharia. Menschenrechte sind Menschenwerk und nicht von Gotteshand, deshalb braucht sich kein Ajatollah an dergleichen Konventionen gebunden zu fühlen.

Wir halten alle Vorschriften zur Sklaverei strikt ein
Ajatollah Mesbah Yasdi, einer der führenden Ideologen der iranischen Fundamentalisten, bringt dies knapp und klar zum Ausdruck:
Ma: hamchena:n be hameye moqarrara:te barde-da:ri ke qor‘a:n a:n-ra: qabul da:rad mo‘men hastim.
„Wir halten alle Vorschriften zur Sklaverei, die der Koran vorsieht, strikt ein.“
Wie sehen diese Vorschriften aus? Es gibt verschiedene Quellen, die bei der Auslegung der Koran herangezogen werden, so die Werke Jawa:her (Juwelen), al-°Arwa l-wothqa: und Menha:j os-sa:lehin. Diese Quellen führen zu den Vorschriften bezüglich der Sklaverei folgendes aus:

Der Sklave ist Eigentum seines Herrn
„Der Sklave ist Eigentum seines Herrn. Der Eigentümer hat das legitime Recht, so, wie er es für richtig hält, über sein Eigentum zu verfügen. Keine dieser Verfügungsgewalten verpflichtet ihn, für die Zufriedenheit des von ihm Besessenen zu sorgen. (…) Der Sklave ist verpflichtet, das zu essen und zu trinken, was sein Eigentümer bestimmt hat, das anzuziehen, was sein Eigentümer festgelegt hat, und sich dort niederzulassen, wo der Eigentümer seine Unterkunft eingerichtet hat. Er soll sein Äußeres so pflegen, wie sein Eigentümer es verlangt, und so reden und sich so verhalten, wie der Eigentümer es will.“
Dies stellt eine übliche theologische Auslegung der Koransure an-Nahl (Die Biene), Vers 75, dar, wo von „einem Sklaven, einem Leibeigenen, der über nichts Gewalt hat“, die Rede ist.
(„Allah gibt (euch) das Gleichnis (von zwei Männern) an die Hand: von einem Sklaven, einem Leibeigenen, der über nichts Gewalt hat, und von einem (Freien), den Wir Selbst reichlich versorgt haben, und der davon im Verborgenen und offenkundig spendet. Sind diese gleich? Preis sei Allah! Doch die meisten von ihnen wissen es nicht.“)


Der Eigentümer hat das legitime Recht,


so, wie er es für richtig hält,


über sein Eigentum zu verfügen.


„Keine dieser Verfügungsgewalten verpflichtet ihn,


für die Zufriedenheit des von ihm Besessenen zu sorgen.“


Wie diese Fotos der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur ISNA


die im Vorfeld des 1. Mai 2012 veröffentlicht wurden,


zeigen, hat Ajatollah Mesbah Yasdi völlig Recht:
Die Vorschriften zur Sklaverei werden im Iran strikt eingehalten.

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Bandar-Abbas: Staub in der Luft


Wer als Tourist in den Iran kommt, hat neben den Sehenswürdigkeiten sicher auch im Kopf, dass es ein Land großer Wüsten ist.

Wie sich die Trockenheit im Alltag speziell im südlichen Teil des Landes auswirkt, zeigen diese Fotos aus der Hafenstadt Bandar-Abbas. Wenn dieses staubige Wetter jetzt im Frühling tagelang andauert, kann das schwere Folgen für die Landwirtschaft haben. Wenn sich der Staub auf die Blätter legt, führt das anschließend zu einem Massenauftreten von Blattläusen, die die Ernte ruinieren.

Aber auch für die Menschen ist es nicht angenehm, mit Staubmasken herumzulaufen, viele Menschen ziehen sich bei diesem Wetter Lungenerkrankungen zu.

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Iran: Keine Devisen für Arzneimittelhersteller

Die Arzneimittelhersteller im Iran, die auf den Import von Wirkstoffen, angewiesen sind, beklagen sich, dass sie entgegen der staatlichen Vorschriften in den letzten drei Monaten keine Devisen (zum amtlichen Kurs) erhalten haben, so dass sie auch keine Wirkstoffe importieren können. Dies berichtete der im Wahlkreis Sahedan gewählte Abgeordnete Hossein-Ali Schahriyar gegenüber der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Mehr. Die iranische Arzneimittelindustrie weist darauf hin, dass eine weitere Vorenthaltung von Devisen durch die Regierung dazu führt, dass die Kranken im Iran nicht mehr mit lebenswichtigen Medikamenten – z.B. zur Krebsbehandlung – versorgt werden können.

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Teheran: Asbest fürs Volk

Mohseni Bandpey, der iranische Parlamentsabgeordnete für die Region Nouschahr-Tschalus (im Norden am Kaspischen Meer), kritisierte kürzlich, dass der Iran chinesische Bahnwaggons für den städtischen Zugverkehr (vermutlich für die Metro) importiere, deren Bremssysteme Asbest freisetzen. Auch im Iran ist die Verwendung von Asbest inzwischen verboten, aber diese Waggons werden ohne jegliche Kontrolle importiert. Der Abgeordnete wies darauf hin, dass der Asbestgehalt in der Luft von Teheran 50-mal höher sei als in Amerika und Europa. Konkrete Zahlen nennt er leider nicht.

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Iran: Ärzte auf dem Bau

Über das in Zusammenhang mit der Abschaffung von Subventionen eingeführte „Freundschaftsgeld“ (Yarane), also eine Art von Sozialhilfe für diejenigen, die die Machthaber als bedürftig einstufen, werden immer neue Einzelheiten bekannt.
So beklagt Dr. Iradsch Chosrouniya, der Präsident der Vereinigung der iranischen Internisten, dass seit der Einführung des „Yarane“ viele Ärzte nicht mehr die Kosten für ihre Praxis decken können und deshalb dazu übergegangen seien, ihr Geld auf Baustellen, mit dem Handyverkauf oder als Touristenführer zu verdienen.
Dr. Chosrouniya erklärte gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur Mehr: „Seit der Einführung des Gesetzes zur Zuteilung des „Freundschaftsgelds“ sind die Kosten im Gesundheitssektor so gestiegen, dass ein Teil der Ärzte die Kosten für den Unterhalt der Praxis nicht mehr aufbringen können. So sind zwar die Tarife für die diversen ärztlichen Dienstleistungen um 5 bis 6 Prozent, zum Teil um 10 Prozent angehoben worden, dabei aber weit hinter der Inflationsrate zurückgeblieben.
Der Präsident der Facharztvereinigung meinte, dass nur etwa 10 Prozent der iranischen Ärzte reich seien, weiteren 40 Prozent gehe es recht gut, aber von denen, die keine eigene Praxis besitzen, sei die Hälfte arm wie eine Kirchenmaus.
Dr. Chosrouniya kritisierte auch, dass es im Iran zwar 60.000 Allgemeinärzte gebe, aber nur 10.000 von ihnen in Vollzeit als Ärzte arbeiteten. Chirurgen, die schon 60 Jahre alt seien, seien immer noch gezwungen, im Krankenhaus Nachtschicht zu machen, um seinen Unterhalt zu sichern. (Im Iran liegt das Rentenalter bei 60 Jahren!).

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