Archiv der Kategorie 'Gewerkschaft'

Iran – Ahwas: Stahlarbeiter fordern sofortige Freilassung der Gewerkschafter in Haft-Tape

Im Iran ist derzeit etwas im Entstehen, was an die Bildung der Gewerkschaft Solidarnosc in Polen erinnert, die das Ende des sogenannten Sozialistischen Staates einläutete. Die Inhaftierung der 16 Betriebsratsmitglieder der Zuckerrohrfabrik von Haft-Tape hat nicht nur zur Solidarisierung von Studenten in Teheran und Lehrern in Kermanschah geführt, die Stahlarbeiter von Ahwas sind heute vor den Sitz des Leiters der Sicherheitsbehörden der ganzen Provinz Chusestan gezogen und haben die sofortige Freilassung der inhaftierten Arbeiter gefordert.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=170102
vom 28. Aban 1397 (19. November 2018)
film / tajammo°e kargarane goruhe melliye fulade ahwaz moqabele farmandari ke xastare azadiye fouriye kargarane bazdashtshode neyshekare haft-tape hastand, doshanbe 28 aban 97

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Iran: Gewerkschafter erst „verschwunden“, dann zwangspsychiatrisiert

Am 30. Oktober erschien eine Erklärung des Koordinationsrats der Lehrergewerkschaften des Irans, in der gegen das Verschwindenlassen des pensionierten Lehrers und Gewerkschaftsaktivisten Haschem Chastar protestiert wurde. Wie der Koordinationsrat weiter schreibt, stellte sich dann heraus, dass er zwangsweise in die Psychiatrie eingewiesen wurde, was auf ein Zusammenspiel der sogenannten Sicherheitskräfte und der Justiz hindeutet.
Heute, den 5. November, haben sich eine Reihe von Lehrern und Angehörigen des Zwangspsychiatrisierten vor dem Ebne-Sina-Krankenhaus (Avicenna-Krankenhaus) von Maschhad versammelt. Es handelt sich dabei um eine psychiatrische Klinik. Haschem Chastar wird dort in einer Abteilung festgehalten, in der er keinen Besuch empfangen darf.
Angesichts des Protests wurde das Krankenhaus von sogenannten Sicherheitskräften umzingelt, mindestens acht Personen, darunter auch die Ehefrau und ein Sohn von Haschem Chastar wurden festgenommen und mit einem Polizeiauto weggebracht.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=169119
vom 14. Aban 1397 (5. November 2018)
tajammo° moqabele bimarestane ebne sinaye mashhad dar e°teraz be bazdasht wa bastari kardane hashem xastar dar bande bimarestane mamnu° ol-molaqat + film

http://www.rahekargar.net/browsf.php?cId=1033&Id=1208&pgn=
vom 8. Aban 1398 (30. Oktober 2018)
bayaniyeye shouraye hamahangiye tashkilhaye senfiye farhangiyane iran dar e°teraz be robudane mohandes hashem xastar

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Lehrerstreik im Iran


Am gestrigen Sonntag haben Lehrerinnen und Lehrer In den Städten Teheran, Maschhad, Tabris, Isfahan, Schiras, Kermanschah, Ilam, Yassudsch, Sanandadsch, Samirom, Hamedan, Amol, Sarin-Schahr, Gon-Abad, Eslam-Abad, Torbate Heydariye, Mariwan, Sarw-Abad, Chorram-Abad und Garme einen Sitzstreik eröffnet. Der Streik richtet sich gegen die mit der hohen Inflation verbundene Abnahme der Kaufkraft eines Lehrergehalts, gegen die Abnahme der Qualität des Unterrichts und gegen die Verhaftung von Lehrkräften, die sich gewerkschaftlich für die Rechte der Lehrenden eingesetzt haben. Andere Aktivisten wurden zur Strafe in weit abgelegene Gebiete versetzt. Die Streikenden fordern in zweisprachigen Gebieten Unterricht in der Zweitsprache, gemäß Artikel 15 der iranischen Verfassung.

Am zweiten Tag des Lehrerstreiks wird von der Ausbreitung auf eine Reihe weiterer Städte im ganzen Land berichtet, auch Ahwas gehört dazu. Aus verschiedenen Städten wird berichtet, dass sich auch Schüler dem Streik angeschlossen haben, um die Forderungen der Lehrer zu unterstützen.
Die Lehrer protestieren, dass sie im Vergleich zu anderen staatlichen Angestellten deutlich schlechter besoldet werden und fordern, dass das gesetzliche Recht auf kostenlosen Unterricht auch in der Praxis eingehalten wird. Der Streik ist auf zwei Tage begrenzt. Wenn die Forderungen der Streikenden nicht erfüllt werden, wollen die Lehrer im nächsten Monat (Aban, nach dem persischen Kalender) erneut in den Streik treten.

Im Mai dieses Jahres hatten die Lehrer mit ähnlichen Forderungen gestreikt. Darauf wurden eine Reihe von Aktivisten verhaftet und zu Gefängnisstrafen von bis zu 7 Jahren sowie zur Auspeitschung verurteilt.

https://www.radiofarda.com/a/iran-teachers-sit-in-protest/29542690.html
vom 22. Mehr 1397 (14.10.2018)
aghaze tahassone mo°alleman dar chandin shahre iran

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=167365
vom 22. Mehr 1397 (14.10.2018)

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=89389
vom 23. Mehr 1397 (15.10.2018)
dowomin ruze e°tesabe sarasariye mo°alleman

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Iran: Landesweite Streikaktionen der LKW-Fahrer

In den meisten großen Städten des Irans, so in Teheran, Maschhad, Isfahan, Jasd, Ahwas, Qaswin, Schahre Kord streiken die LKW-Fahrer seit dem 23. Juli. Sie haben die LKWs in den Terminals der Städte geparkt und verweigern die Durchführung von Aufträgen. Es geht darum, dass die Kosten für die LKW-Fahrer wie Treibstoff, Versicherungsausgaben, Autobahngebühren, Reparaturkosten und Ersatzteile zwar deutlich gestiegen sind, die Preise für das Mieten von LKWs jedoch vom Staat festgelegt werden und nicht erhöht wurden.

Sadeq Laridschanis Drohungen
Schon im Vorjahr hatten die LKW-Fahrer gestreikt, ihn jedoch abgebrochen, nachdem Sadeq Laridschani, das Oberhaupt der iranischen Justiz, ihnen am 7. Chordad 1396 (also am 27. Mai 2017) mit Strafverfolgung gedroht hatte und davon gesprochen hatte, dass „der Feind“ hinter solchen Aktionen stecke. Solche Äußerungen signalisieren den Unterdrückungsorganen – Pasdaran, Geheimdienst, Polizei – dass sie freie Hand haben.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/76032/
vom 24. Juli 2018
doure dowome e°tesabe hazaran kamyundar dar shahrhaye moxtalefe iran

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Iran: Geplünderte Sozialversicherung


Gewerkschaftsvertreter vor der Iranischen Sozialversicherung in Teheran

Heute haben Gewerkschaftsvertreter vor der Iranischen Sozialversicherung in Teheran protestiert. Sie wiesen darauf hin, dass der Staat die Gelder der Sozialversicherung, also die eingezahlten Beträge der Arbeitnehmer, veruntreut hat, indem er sie an Leute mit Beziehungen als Kredit verlieh. Diese Leute meldeten dann den Konkurs an und zahlten weder den Kredit zurück noch die Zinsen. Said Mortasawi, der ehemalige Richter, Staatsanwalt und Folterer von Sahra Kasemi, hatte als Direktor der Sozialversicherung solche korrupten Sitten praktiziert. Jetzt, bei geplünderten Kassen, wird gespart. Es heißt, dass zwischen 70 und 120 Medikamente, von der Liste der Arzneien gestrichen werden, die die Sozialversicherung für die Arbeitnehmer und Rentner übernimmt. So werden also die Verluste aus dem staatlich organisierten Betrug an die Arbeiter und Rentner weitergereicht.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/75875/
vom 16.07.2018, 12:45
tajammo°e e°teraziye kargaran dar moqabele sazemane tamine ejtema°i

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Ewin-Gefängnis (Teheran, Iran): Ex-Sprecher der Lehrergewerkschaft im Hungerstreik

Mahmud Beheschti Langarudi, Gewerkschaftsaktivist und ehemaliger Sprecher der Lehrergewerkschaft für die Region Teheran, ist aufgrund seiner Gewerkschaftstätigkeit im Ewin-Gefängnis inhaftiert. Da die Behörden seine Forderungen ignorieren, befindet er sich seit 14 Tagen im Hungerstreik. Er hat mindestens 6,5 kg Gewicht verloren, außerdem hat er möglicherweise eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die unbehandelt tödlich verlaufen kann. Eine Infusion lehnte Mahmud Beheschti Langarudi ab.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=160012
vom 24. Tir 1397 (15. Juli 2018)
chahardahomin ruze e°tesabe ghaza‘iye mahmud beheshti langarudi, fa°°ale senfiye mo°alleman dar zendan

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Iran: Stahlarbeiter blockieren Bahnlinie zur Hauptstadt

Am 13. Tag ihres Streiks um Zahlung der ausstehenden Löhne und Versicherungsbeiträge haben die in einer freien Gewerkschaft organisierten Stahlarbeiter der stahlerzeugenden Firma Goruhe melliye san°atiye fulad in Ahwas ihren Streik vor der Provinzverwaltung, der von den Behörden ignoriert wurde, in eine Besetzung der Bahnstrecke von Ahwas nach Teheran umgewandelt. Sie besetzten die Brücke Pol-e Laschkar in Ahwas und stoppten so Schienen- und Straßenverkehr für anderthalb Stunden. Die Aktion scheint erfolgreich gewesen zu sein, denn die Streikenden berichten, dass ihnen mitgeteilt wurde, dass die Liste für die letzten drei ausstehenden Versicherungszahlungen (es geht dabei auch um die Krankenversicherung!) abgewickelt worden sei und dass die ausstehenden Löhne ebenfalls bezahlt würden. Die Arbeiter fordern weiterhin mehr Transparenz in Sachen Privatisierung der Firma und teilen mit, dass sie das Stahlwerk in eigener Regie führen würden, wenn von Unternehmerseite niemand tätig werde.
http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=87059
vom 10. Juni 2018 (20. Chordad 1397)
kargarane fulad, rah-ahane tehran-ahwaz-ra baraye sa°ati bastand

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Iran: 11. Ordibehescht – 1. Mai

Der Tag der Arbeit – der 1. Mai oder nach iranischem Kalender der 11. Ordibehescht – wird Jahr für Jahr von den Arbeitern begangen, auch wenn die Behörden der Islamischen Republik Iran dies nicht gerne sehen. Dieses Jahr erteilten die meisten Städte keine Erlaubnis für Kundgebungen zum 1. Mai, es fanden trotzdem welche statt. Dabei kam es in Teheran und im kurdischen Saqes (Saqez) zu Verhaftungen.
Zur Kundgebung vor dem iranischen Parlament in Teheran hatten sechs Organisationen aufgerufen: Eine Gruppe der Rentnerunion, die Gewerkschaft der Gebäudemaler der Region Albors, der Verein der Verteidigung der Rechte der Arbeiter, die Berufsgewerkschaft der Arbeiter der Elektrizitäts- und Metallwerke in Kermanschah, die Freie Arbeitergewerkschaft des Irans und das Komitee zur Gründung von Arbeiterorganisationen im Iran.
Mindestens sieben Personen wurden heute bei dieser Kundgebung vor dem Parlament verhaftet. Weitere Personen wurden in Saqes verhaftet, darunter Othman Esma‘ili, ein Gebäudemaler und Gewerkschaftler. Esma‘ili war erst vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen worden. Er war wegen Interviews, die er ausländischen Medien gegeben hatte, zu dieser Gefängnisstrafe verurteilt worden.
Auch aus anderen kurdischen Städten – Mariwan, Sanandadsch, Mahabad – wird von Kundgebungen zum 1. Mai berichtet.
Die Proteste richteten sich u.a. gegen die staatliche Privatisierungspolitik, die letztlich nur dazu dient, der Elite die Taschen zu füllen, während die privatisierten Firmen meistens die staatlichen Gesetze nicht einhalten, die Mindestlöhne nicht bezahlen, die Versicherungsbeiträge unterschlagen und selbst die Löhne erst Monate nach dem Zahltag ausbezahlen. Der Staat verschließt die Augen vor diesen Gesetzesverstößen, weil die sogenannten „Privatpersonen“, die die Firmen übernehmen, meist mit den Revolutionswächtern (Pasdaran) verbunden sind oder diesen direkt gehören.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=153860
vom 11. Ordibehescht 1397 – 1. Mai 2018
te°dadi az sherkat-konandegan dar maraseme ruze jahaniye kargar dar tehran w saqez bazdasht shodand / digar baraye kargaran chizi joz dast zadan be e°terazhaye sarasari baqi namande

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Iran – Ahwas: Stahlarbeiter fordern Freilassung inhaftierter Kollegen


Vergangenen Samstag haben Arbeiter der Goruhe Melliye Fulade Ahwaz, einer großen Stahlfabrik in Ahwas, gegen die Inhaftierung von neun ihrer Kollegen protestiert. Sie versammelten sich vor dem Sitz des Provinzgouverneurs in Ahwas und forderten die Freilassung der Kollegen.

https://www.radiofarda.com/a/steel-workers-protest-against-arrest-of-coworkers/29076836.html
vom 12. Esfand 1396 (3.3.2018)
kargarane goruhe melliye fulad baraye azadiye hamkarane xod dar ahwaz rahpeyma‘i kardand

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85226
vom 12. Esfand 1396 (3.3.2018)
tajammo° dar barabare ostandariye ahwaz: kargarane fulad: hamkaraneman-ra azad konid

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Iran – Ahwas: Verhaftung von Stahlarbeitern


Die neue Währung der Islamischen Republik Iran – Prügel statt Lohn

Am Vorabend des letzten Freitags wurden neun aktive Gewerkschafter der Stahlarbeiter der Goruhe Melliye Fulad, einer großen Stahlfabrik in Ahwas, von den sogenannten Sicherheitskräften verhaftet. Die bewaffneten Organe der Islamischen Republik Iran unterbanden auch unter Einsatz von Gewalt die Teilnahme von über 300 protestierenden Arbeitern am Freitagsgebet in Ahwas.


Die Arbeiter hatten die Parole gerufen:
Emam Dschom°e be gusch basch – ma kargarim na oubasch
Freitags-Imam, hör gut zu – wir sind Arbeiter, keine Banditen.

http://news.gooya.com/2018/03/---73.php
vom 1. März 2018
ma‘muran mane°e hozure kargarane fulade ahwaz dar namaze jom°e shodand – emam jom°e be gush bash – ma kargarim, na oubash

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85193
vom 3. März 2018 (11. Esfand 1396)
yureshe shabane be kargarane fulad, 9 nafar bazdasht shodand

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Iran: Stahlarbeiter in Ahwas streiken

Die Arbeiter der Stahlfabrik in Ahwas (Goruhe Melliye San°ate Fulade Ahwaz), die sich in einer freien Gewerkschaft organisiert haben, haben gestern gestreikt, um die ausstehenden letzten drei Monatslöhne einzufordern. Hierzu sperrten sie für zwei Stunden die Fabriktore zu. Auch die nahelegende Verbindungsstraße von Ahwas nach Chorramschahr musste wegen der Kundgebung gesperrt werden. Die Arbeiter beklagen nicht nur die fehlenden Lohnzahlungen, auch die Sozialversicherungsbeiträge wurden nicht einbezahlt, so dass die Arbeiter nicht krankenversichert sind. Die Busverbindungen von und zur Fabrik funktionieren auch nicht mehr, weil der Arbeitgeber auch hier seine Beiträge nicht leistet.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=84970
vom 18.02.2018
e°tesabe yekparcheye kargarane goruhe melliye san°ate fulade ahwaz

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Iran: Gewerkschafter der Busfahrer in Lebensgefahr


Führer der Busfahrergewerkschaft von Teheran, Resa Schahabi, in Lebensgefahr

Vergangenen Samstag (den 16. Dezember 2017) musste einer der Führer der Gewerkschaft der Busfahrer von Teheran, Resa Schahabi, wegen eines Gehirnschlags aus dem Radscha‘i-Schahr Gefängnis von Karadsch ins Krankenhaus verlegt werden. Trotz der Gefahr eines erneuten Gehirnschlags wurde er nicht im Krankenhaus behalten sondern wieder ins Gefängnis zurückgebracht. Die Busfahrergewerkschaft kritisiert die Staatsanwaltschaft von Teheran, die bis heute nicht zur Kenntnis nimmt, was der Facharzt, der Schahabi behandelt hat, sagt, nämlich dass er in seiner gegenwärtigen körperlichen Verfassung nicht hafttauglich ist.
Die Gewerkschaft fordert deshalb die sofortige Freilassung und Behandlung des Gewerkschaftsführers.

https://www.radiofarda.com/a/iran_reza_shahabi_tehran_bus_drivers_syndecate/28924997.html
vom 27. Adhar 1396 (18. Dezember 2017)
sendikaye kargarane sherkate wahede otubusraniye tehran az waxamate hale reza shahhabi xabar dad

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Iran: Streik in der Zuckerrohrfabrik von Haft-Tape

Die Arbeiter der Zuckerrohrfabrik von Haft-Tape streiken nun schon den dritten Tag. Ihnen haben sich auch die Zuckerrohr-Erntearbeiter angeschlossen und die Vertreter der Rentner dieser Firma. Eine Arbeiterin brachte es vor den versammelten Streikenden auf den Punkt: Bislang haben wir nur die Nachzahlung der ausstehenden Löhne gefordert. Das war bei den Festangestellten ein Rückstand von 5 Monaten, bei den Tagelöhnern und Leiharbeitern noch viel mehr. Heute fordern wir mehr. Der stellvertretende Direktor Afschar muss gehen, die Firma muss wieder verstaatlicht werden
Ein anderer Arbeiter wies darauf hin, dass die Firmenleitung und der Eigentümer sie bisher immer mit Versprechen vertröstet hätten und kein einziges Versprechen eingehalten haben. Wer könne deren Lügen noch zählen?
Einer der Redner der Streikenden sagte: „Wir haben keine Angst vor der Entlassung und auch nicht vor dem Gefängnis.“

Was spielt sich da ab?
Vom zweiten Streiktag wurden folgende Einzelheiten bekannt. Die Arbeiter sperrten die Straße, die zur Fabrik führt ab. Einige Arbeitergruppen attackierten einige Gebäude der Firma, darunter die Forschungseinrichtungen, andere versammelten sich vor dem Büro der Geschäftsleitung und schlugen die Fenster des Büros ein, andere setzten den stellvertretenden Direktor Siyamak Nasri Afschar in seinem Büro fest. Sämtliche Abteilungen der Firma hatten sich am zweiten Streiktag dem Streik angeschlossen, sämtliche Transportdienste für Personen und Waren ebenfalls. Der Wachdienst der Firma (Harassat) wollte verhindern, dass Journalisten das Firmengelände betreten, aber den Arbeitern gelang es trotzdem, Journalisten reinzuholen, so dass diese die Arbeiter interviewen und Aufnahmen und Filme machen konnten. Mit Hilfe der Arbeiter konnten sie die Firma unbehelligt wieder verlassen.



Der Streik ruft den Staat auf den Plan

Am zweiten Tag des Streiks erschienen auch der Farmandar (Chef der Sicherheitsorgane), der Direktor der Geheimdienstfiliale und der Polizeichef von Schusch (der zuständigen Kreishauptstadt), eine Stunde später der stellvertretende Wirtschaftsminister und der stellvertretende Arbeitsminister, die aus Teheran angereist waren. Die Arbeiter schenkten den Versprechen dieser Vizeminister kein Vertrauen.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=83568
vom 20. Adhar 1396 (11. Dezember 2017)
sewomin ruze e°tesabe kargarane neyshekare haft tape

https://www.radiofarda.com/a/iran_hafttapeh_workers_wage_unpaid_strike/28908020.html#
vom 19. Adhar 1396 (10. Dezember 2017)
e°tesabee sadha kargare sherkate neyshekare haft tape baraye daryafte mo°awwaqate mozdi

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=83550
vom 19. Adhar 1396 (10. Dezember 2017)
e°tesab wa e°teraze kargarane sherkate neyshekare haft tape

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Iran: Inhaftierter Gewerkschafter in Ketten


Gewerkschafter Mahmud Salehi im Krankenhaus von Saqqes

Mahmud Salehi ist ein iranischer Gewerkschafter aus dem kurdischen Saqqes. Er wurde in den Zellen des iranischen Geheimdienstes in Saqqes so gefoltert, dass seine Nieren nicht mehr funktionieren und er zweimal wöchentlich auf Dialyse angewiesen ist. Außerdem leidet er an Diabetes. Am 7. Aban (das ist der laufende iranische Monat) war er festgenommen worden. Er sollte eine einjährige Haftstrafe verbüßen. Aus der Haft wurde er am 12. Aban (3.11.) ins Imam-Chomeini-Krankenhaus von Saqqes verlegt, wo er unter Aufsicht von drei Gefängniswärtern von einem Arzt untersucht wurde. Die Wärter legten ihm Ketten an den Füßen an. Obwohl der behandelnde Arzt eine Verlegung in ein Spezialkrankenhaus nach Urumije, Tabris oder Teheran empfohlen hatte, ließen ihn die Gefängnisbehörden wieder ins Gefängnis von Saqqes zurück verlegt. Dies stellt eine ernsthafte Bedrohung für seine Gesundheit dar.

https://www.radiofarda.com/a/Iran-mahmoud-salehi-hospital-prison/28849425.html
vom 21. Aban 1396 (12.11.2017)
mahmud salehi be raghme tousiyeye pezeshke mo°alej be zendane saqez bazgardande shod

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Iran: Arbeiter verkaufen ihre Nieren


Die 300 Arbeiter der Kupferfabrik Tschahar Gonbad in Sirdschan haben am Eingangstor der Firma ein Plakat aufgehängt, in dem sie darauf hinweisen, dass sie aufgrund ihrer Armut gezwungen sind, ihre Niere zu verkaufen. Für Interessenten ist eine Handy-Nummer angegeben.
Während der Direktor der Arbeitsamts von Sirdschan dieses Plakat als „Satire“ bezeichnet, ist aus dem Mund von Ramadan Schahsawari anderes zu hören. Ramadan Schahsawari ist der Vorsitzende des Islamischen Rats dieser Firma. Der Islamische Rat ist eine staatliche gelenkte und keine freie Gewerkschaft. Deswegen lassen seine Worte erahnen, was da wirklich los ist. Er beschreibt, dass die Arbeiter ohnehin nur den staatlichen Mindestlohn erhalten, einen Hungerlohn. Und seit zwei Monaten wird auch der nicht mehr ausbezahlt. Außerdem wurden die Lohngruppen zusammengelegt, so dass die Arbeiter im Schnitt weniger verdienen. Ein Teil der Arbeiter wohnt zur Miete, sie müssen also Geld aufbringen. Da noch von „Satire“ zu reden, grenzt an Zynismus.

https://www.radiofarda.com/a/iran_sirjan_workers_wage_kidny_selling/28701041.html
vom 6. Schahriwar 1396 (28.08.2017)
300 kargare sirjani: nane shab nadarim, koliyehaye xodra miforushim

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