Archiv der Kategorie 'Hinrichtung'

Iran: Fotograf nach 10 Jahren freigelassen


Dschafar Eqdami

Dschafar Eqdami war vor zehn Jahren verhaftet worden, als er Fotos vom Chawaran-Friedhof bei Teheran machte. Auf diesem Friedhof wurde ein Teil der Opfer des Gefangenenmassakers von 1988 heimlich vergraben. Das Massaker war auf Anordnung von Ajatollah Chomeini durchgeführt worden. Bis heute sind die Mitglieder der Todeskommissionen, die überall im Iran festlegten, welche Gefangenen hingerichtet werden sollten, nicht vor Gericht gestellt worden. Im Gegenteil: Viele von ihnen üben heute einflussreiche Ämter aus. Und wie man sieht, reicht schon ein fotografischer Beleg von ihrem Treiben, um auf ein Jahrzehnt hinter Gittern zu kommen. Wie Eqdami berichtet, war er wegen seiner Fotos sogar gefoltert worden. Jetzt hat er das Gefängnis lebend wieder verlassen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=162483
vom 22. Mordad 1397 (13. August 2018)
javani ke az qabrestane koshtare 1367 °aks gerefte bud, ba°d az dah sal az zendan azad shod

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Iran – Ahwas: Einebnung der Massengräber mit dem Bulldozer


Wie die Webseite °Edalat baraye iran (Justice for Iran / Gerechtigkeit für den Iran) am 25. Juli 2018 meldete, hat die Stadtverwaltung von Ahwas vor ca. einem Monat die Massengräber des Gefängnismassakers vom September 1988 sowie die Gräber anderer politischer Gefangener verwüsten lassen. Begründet wird dies mit dem Bau eines geplanten „Boulvards“ und neuer Grünflächen. Im September 1988 sind allein in Ahwas mindestens 44 politische Gefangene umgebracht worden. Augenzeugen berichten, dass die Überreste der Leichen zu nächtlicher Stunde in neu gegrabene Löcher gekippt wurden. Schon in den Vorjahren hatte die Stadtverwaltung die Massengräber mit Müll und Bauschutt zugeschüttet, um die Angehörigen daran zu hindern, ihren Toten die letzte Ehre zu erweisen.
Die Kampagne Gerechtigkeit für den Iran hat einen Film von der Zerstörungsaktion der Massengräber veröffentlicht, der hier zu sehen ist.
Wer weiß, vielleicht spüren ja die Täter von damals, dass ihre Macht zu Ende geht, und versuchen mit dieser Aktion, ihre Spuren so gut es geht zu verwischen.

https://www.radiofarda.com/a/massgrave-destruction-in-ahvaz/29389869.html
vom 3. Mordad 1397 (25.07.2018)
taxribe kamele gurhaye jam°iye ahwaz tawassote shahrdari

https://www.radiofarda.com/a/massgrave-destruction-in-ahvaz/29389897.html

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Heute drei Hinrichtungen im Iran

Wie die iranische Menschenrechtsvereinigung in ihrem Organ „Horana“ berichtet, wurden heute Faruq Darya‘i (25 Jahre), Mahmud Hamse-sade (aus der Jugend-Abteilung des Zentralgefängnisses von Orumiye) und Kamal Soltani, im Zentralgefängnis von Orumiye hingerichtet. Sie waren angeblich wegen „Mordes“ verurteilt worden. Laut Angaben von „Horana“ werden im Iran über 60% der verhängten Todesurteile geheim gehalten.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=160569
vom 1. Mordad 1397 (23. Juli 2018)
se zendani dar orumiye e°dam shodand

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Iran – Irak: Kurdenmorde im Nahen Ausland

Was die Türkei kann, können wir auch. Wir erinnern uns. Die Bildung einer kurdischen Autonomie in Syrien wie auch das Unabhängigkeitsreferendum der KurdInnen im Nordirak Ende September 2017 diente der türkischen Regierung als Vorwand, militärisch dort einzumarschieren und ihre Interessen mit Gewalt durchzusetzen. Das Unabhängigkeitsreferendum im Nordirak führte zudem auch dazu, dass sich die türkische und die iranische Regierung näher kamen und gemeinsam Sanktionen gegen die kurdische Regierung im Nordirak verhängten. In diesem Umfeld ist es zu sehen, dass die iranischen Machthaber auch kein Problem darin sehen, kurdische Kritiker aus dem Iran, die sich im Nordirak aufhalten, dort zu ermorden, so wenig, wie sie sich davon abhalten ließen, einen bekannten iranischen Medienherausgeber in Istanbul umzubringen.
Das jüngste Opfer dieser Auslandsmorde, die aller Wahrscheinlichkeit nach von den iranischen „Sicherheits“organen organisiert wurden, ist Eqbal Moradi. Seine von sieben Kugeln durchsiebte Leiche wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch letzter Woche bei Pandschuin (Provinz Soleymaniye, Nordirak) in der Nähe eines Flusses gefunden. Eqbal Moradi war führendes Mitglied der Menschenrechtsgesellschaft Kurdistans. Er war Vater von Sanyar Moradi, einem politischen Gefangenen, der zum Tode verurteilt wurde, und Onkel von Loqman Moradi, der derzeit in Haft ist und ebenfalls zum Tode verurteilt wurde. Vor 10 Jahren war Eqbal Moradi in der Gegen von Pandschuin schon einmal Opfer eines Mordversuchs, den er aber überlebte.
Vorausgegangene Opfer staatlicher iranischer Morde im Nordirak sind Salah Rahmani, ein aktives Mitglied der Demokratischen Partei Kurdistans – Iran, und dessen Sohn Sabah Rahmani, am 10. Esfand 1396 (1. März 2018) in Erbil (Nordirak) ermordet wurden. Am 15. Esfand 1396 (6. März 2018) wurde Qader Qaderi, einer der herausragenden Führer des militärischen Flügels der Demokratischen Partei Kurdistan – Iran, in Hartel (Provinz Soleymaniye, Nordirak) durch über 20 Schüsse ermordet.

http://www.rahekargar.net/browsf.php?cId=1091&Id=38&pgn=
vom Mittwoch, 27. Tir 1397 (18. Juli 2018)
e°lamiyeye hey‘ate ejra‘iye sazemane kargarane enqelabiye iran (rahe kargar) dar mahkumiyate terore eqbal moradi

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Hinrichtung von Mohammad Salas

Gestern, den 18.6.2018, wurde das 51-jährige Mitglied des iranischen Gonabadi-Ordens, Mohammad Salas, im Iran hingerichtet. Seine Anwältin, Zeinab Taheri, hat aus diesem Anlass eine öffentliche Erklärung zur Unrechtmäßigkeit seiner Verurteilung abgegeben und wurde noch am gleichen Tag verhaftet.


Mohammad Salas, am 18.6.2018 im Iran hingerichtet

Mohammad Salas war im Februar 2018 bei einem Sitzstreik von ca. 1000 Anhängern des Gonabadi-Ordens festgenommen worden. Dies geschah im Rahmen von gewaltförmigen Auseinandersetzungen zwischen den Derwischen und der Polizei, bei denen auch mehrere Polizisten ums Leben gekommen waren, als ein Bus in sie hineinfuhr. Der 51-jährige M. Salas wurde beschuldigt, den Bus gefahren zu haben, obwohl Zeugen aussagten, dass dies ein junger Mann gewesen sei, der fliehen konnte.

Die Festnahme von Mohammad Salas muss extrem brutal vonstatten gegangen sein. Amnesty International dokumentierte, dass er über mehrere Stunden in der Polizeistation geschlagen und gefoltert worden war. Er wurde bewusstlos in ein Krankenhaus eingeliefert, wo zahlreiche Brüche, Kopf-Verletzungen mit Schnitten, die genäht werden mussten, gebrochene Zähne und eine gebrochene Nase festgestellt wurden. Er hätte sein Augenlicht verloren. Unter Medikamenten und kaum bei Bewusstsein wurde ihm noch im Krankenhaus ein „Geständnis“ abgenommen. Es sollte im anschließenden Prozess das einzige Beweismittel bleiben.


Zeinab Taheri, Anwältin von Mohammad Salas und mittlerweile inhaftiert

Zu keiner Zeit imVerfahren hatte Mohammad Salas‘ Anwältin Zugang zu ihrem Mandanten. Die kritischen Einwände ihrerseits, die seine Unschuld beweisen, wurden völlig ignoriert. Sie erklärte, dass ihr Mandant nicht der Busfahrer gewesen sei. Es gäbe keine Zeugen, kein Video und auch keine Fingerabdrücke, die das belegen würden. Im ersten Prozess hätte Mohammad Salas alle seine unter Folter gemachten Aussagen widerrufen. Später sei es zu weiteren Folterungen gekommen, selbst im Krankenhaus. Im zweiten Prozess konnte er sich kaum noch äußern.

Zeinab Taheri bestätigte, dass Mohammad Salas gefoltert worden ist. Die Angehörigen von Mohammad Salas hätten nach der Hinrichtung eine Obduktion gefordert, die aber von der Regierung nicht zugelassen worden sei. Sie fragte, wovor die Regierung bei einer Obduktion Angst habe, wenn sie ihn nicht geschlagen und gefoltert hätte. Auch die Beerdigung konnte laut der Anwältin nicht an einem Ort stattfinden, den sich die Familie ausgesucht hatte, sondern wurde in einer weit entfernten Stadt durchgeführt.

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Iran: Die Toten holen ihre Henker ein

Auf dem Chawaran-Friedhof, wo das Islamistische Regime die Toten der 80-er Jahre und des Gefängnismassakers von 1988 verscharrt hat, haben sich heute die Angehörigen der Hinterbliebenen versammelt. In den früheren Jahren wurden solche Versammlungen von den sogenannten Ordnungskräften gestört und behindert. Die Stimmung im Iran ist inzwischen so weit, dass solche Manöver wohl nicht mehr ziehen, um die Angehörigen abzuschrecken. Die Zahl der Teilnehmer ist erstaunlich hoch. Solange diese Verbrechen nicht politisch und juristisch im Iran aufgearbeitet wurden, wird auch kein innerer Frieden einkehren. Hier ein Video von der Versammlung.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=150812
vom 28. Esfand 1396 (19. März 2018)
film: tajammo°e xanewadehaye qorbaniyane qatle °ame 67 wa e°dam shodegane daheye shast dar xawaran! dar astaneye sale nou

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Iran – Schweiz: Krimineller Justizminister kommt nach Genf


Justizminister Ali-Resa Awa‘i (der braune Fleck auf der Stirn ist im Iran Merkmal religiöser Eiferer, die sich beim Beten so verneigen, dass sie mit der Stirn dabei jedesmal auf einen Stein stoßen. Das ist sehr karrierefördernd…)

Ali-Resa Awa‘i, derzeit Justizminister der iranischen Regierung unter Präsident Rouhani, kommt am 27. Februar 2018 zu einer Sitzung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen nach Genf. Er kommt als Vertreter der iranischen Regierung. Anwälte in der Schweiz haben jetzt gegen ihn Strafanzeige wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit erstattet und fordern seine Festnahme. Sie haben zur Untermauerung ihrer Forderung Zeugenaussagen über sein Verhalten als Staatsanwalt der Regionen Kurdistan, Kermanschah und der Region Arak-Teheran (Ostane Markasi) in den Jahren 1362-1365 (1983-1986) vorgelegt sowie über seine Rolle als Mitglied der Todeskommission für das „Unesco-Gefängnis“ der Städte Desful und Ahwas. Das Unesco-Gefängnis heißt so, weil dieses ursprünglich für die Unesco bestimmte Gebäude in ein Gefängnis umgewandelt wurde. Er war damals für die Todesurteile des großen Gefangenenmassakers von 1988 in den Gefängnis von Desful und Ahwas mitverantwortlich.
Es wird sich zeigen, ob die schweizer Behörden sich anders verhalten als die deutschen, die kürzlich Ajatollah Schahrudi, den ehemaligen obersten Richter des Irans zur Behandlung nach Hannover hatten einreisen lassen. Er war unter anderem für die Hinrichtung von Kindern (unter 14 Jahren) verantwortlich. Die deutschen Behörden ließen ihn unbehelligt wieder ausreisen.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85122
vom 26. Februar 2018
peygiriye qaza‘iye wazire dadgostariye jomhuriye eslami dar swis

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Iran: Todesurteil bestätigt


Ahmad-Resa Dschalali (Jalali)

Das Todesurteil gegen den Arzt und Professor Ahmad-Resa Dschalali (Jalali) wurde vergangenen Dienstag vom Obersten Gerichtshof des Irans bestätigt. Diese Entscheidung wurde nur zwei Monate nach dem Ersturteil gefällt. Dem Verurteilten wurde bis heute nicht die Möglichkeit gegeben, das Ersturteil auch nur durchzulesen, um zu erfahren, worauf denn das Urteil beruht. Die Bestätigung des Urteils durch den Obersten Gerichtshof wurde ihm ebenfalls noch nicht mitgeteilt. Wie seine Ehefrau Wida Mehran-Nija berichtet, bekam auch sein Verteidiger noch keine schriftliche Mitteilung über diese Entscheidung, ihm wurde lediglich erlaubt, diese beim Gericht durchzulesen. Ahmad-Resa Dschalili, der in Schweden lebte, wurde Spionage vorgeworfen. Solche Vorwürfe erlauben dem Staat viel Geheimnistuerei und erschweren ein faires Verfahren. Im Fall seiner Hinrichtung hinterlässt Ahmad-Resa Dschalali zwei minderjährige Kinder.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/72243/
vom 11.12.2017
ta‘ide hokme e°dame ahmadreza jalali dar diwane °aliye keshwar

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Iran: Auslandsmorde im Aufwind


am Tatort in Den Haag

Wir hatten schon von der Ermordung des iranischen Medienunternehmers Said Karimian berichtet, der am 29. April 2017 in Istanbul im Auto erschossen wurde. Alles wies darauf hin, dass der Mord vom iranischen Regime organisiert wurde.
Wir hatten im August 2017 auch auf die Zerstörung der Gedenktafel an die Berlin vom iranischen Regime ermordeten Kurden hingewiesen.


Ahmad Mola Nissi (iranisch-arabischer Aktivist aus Ahwas), am 8. November 2017 in Den Haag ermordet

Diesmal hat das Regime in Den Haag in Holland zugeschlagen. Dort lebte der arabischstämmige iranische Flüchtling Ahmad Moula Abu Nahed (auch Ahmad Nissi genannt) seit zehn Jahren. Laut einem Bericht des holländischen Gerichtsreporters Sander Knura sollen schon früher Versuche unternommen worden sein, Ahmad Mola Nissi zu ermorden. Am 8. November 2017 wurde er auf der Straße mit fünf Schüssen umgebracht. Er soll Gründer einer Organisation sein, die auf Persisch Jonbeshe Azadibaxshe al-Ahwaz (Freiheitsbewegung al-Ahwas) genannt wird. In den holländischen Quellen wird die Bewegung als Arab Struggle Movement bezeichnet, die 1999 von Ahmad Nissi (auch Ahmad Mola Nissi) gegründet worden sei. Die Bewegung soll im Iran bewaffnete Anschläge verübt haben.

Bewegung des arabischen Kampfes um die Befreiung von Ahwas
Eine Internetsuche ergibt eine Webseite als Treffer, die www.ahwazna.org heißt und in drei Sprachen betrieben wird: Arabisch, Englisch und Persisch. Die am wenigsten gepflegte Variante ist die Persische, dort sind die neuesten Meldungen über ein halbes Jahr alt. Sucht man dort unter dar bareye ma (über uns), findet man nur eine leere Seite.
Auf der englischen und arabischen Seite sind die Nachrichten zwei bis drei Wochen alt (am 13. November ist die jüngste Meldung vom 28. Oktober), entsprechend ist auch noch nichts von der Ermordung von Ahmad Moula Abu Nahed_ alias Ahmad Mola Nissa zu lesen. Immerhin ist auf der englischen Seite im Kopf von The Arab Struggle Movement for the Liberation of Al-Ahwaz die Rede, also scheint es sich um die Webseite der Bewegung zu handeln, die angeblich von Ahmad Mola Nissi gegründet wurde.
Die arabische Seite bezeichnet die Organisation als haraka(tu) l-nid.al (i)l-°arabiy li-tah.rir (i)l-ah.waz (Bewegung des arabischen Kampfes um die Befreiung von Ahwas).


Mord in Den Haag

Irans Auslandsterror bleibt straflos
Was auch immer hinter dieser Organisation steht, eins ist klar. Es gibt in Ahwas und Umgebung eine massive Unterdrückung der arabischen Minderheit, auch wenn es nur um die Einforderung kultureller Rechte geht. Somit ist der Boden für die Entstehung auch radikaler Organisationen vorbereitet. Eine zweite Tatsache ist, dass Ahmad Mola Nissi in Den Haag ermordet wurde und das iranische Regime sich wieder wie in den 1990-er Jahren traut, im Westen lebende Exil-Iraner zu bedrohen und umzubringen. Auch einer iranischen Aktivistin für Frauenrechte, die in Großbritannien lebt, wurde im Juli von einem iranischen Justizbeamten öffentlich mit ihrer Ermordung gedroht. Von einer gemeinsamen Reaktion der EU ist bislang nichts zu sehen.

Quellen:
http://alischirasi.blogsport.de/2017/05/22/iran-tuerkei-die-ermordung-des-medien-unternehmers-karimian-teil-3/
http://alischirasi.blogsport.de/2017/08/16/iran-berlin-die-kurdenkiller-wittern-morgenluft/
http://alischirasi.blogsport.de/2017/07/03/iran-staatsterrorismus-bis-heute/

http://news.gooya.com/2017/11/post-9106.php
vom 9. November 2017
fa°ale siyasiye °arabe irani dar laheye holand be d.arbeye golule koshte shod

http://www.dw.com/fa-ir/%DB%8C%DA%A9-%D9%81%D8%B9%D8%A7%D9%84-%D8%B3%DB%8C%D8%A7%D8%B3%DB%8C-%D8%B9%D8%B1%D8%A8-%D8%A7%DB%8C%D8%B1%D8%A7%D9%86%DB%8C-%D8%AF%D8%B1-%D9%84%D8%A7%D9%87%D9%87-%DA%A9%D8%B4%D8%AA%D9%87-%D8%B4%D8%AF/a-41313657
vom 9.11.2017
yek fa°ale siyasiye °arabe irani dar lahe koshte shod

http://www.ahwazna.org/fa-121_%D8%AF%D8%B1%D8%A8%D8%A7%D8%B1%D9%87_%D9%85%D8%A7_.html
http://www.ahwazna.org/ar-c_11_p1_%D8%A8%D9%8A%D8%A7%D9%86%D8%A7%D8%AA_%D8%A7%D9%84%D8%AD%D8%B1%D9%83%D8%A9_.html
http://www.ahwazna.org/index.php?&lang=2

https://www.panorama.nl/misdaad/ahmad-mola-nissi-den-haag
vom 9. November 2017 11.20
Slachtoffer schietpartij Den Haag: Iranese Ahmad Mola Nissi
Lijkt op politieke moord, was leider van de Arab Struggle Movement

https://www.omroepwest.nl/nieuws/3545476/Vermoorde-man-blijkt-politicus-Hier-zit-het-Iraanse-regime-achter
vom 8. November 2017 20:34
von Gerichtsreporter Sander Knura

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Iran: Gefährliche Nachforschungen nach den Hingerichteten von 1988


Abdol-Resa und Qoriye Monfared, zwei Opfer der Hinrichtungswelle von 1988

Wir hatten schon wiederholt vom Gefangenenmassaker von 1988 berichtet, das direkt auf Anweisung von Ajatollah Chomeini zur Hinrichtung Tausender politischer Gefangener im Iran führte. Mariam Akbar Monfared, die wegen ihrer Beteiligung an den Protesten gegen die Wahlfälschung von 2009 (sogenannte Wiederwahl von Präsident Ahmadineschad) zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden war, hat im vergangenen Jahr aus dem Gefängnis von Evin heraus Anzeige wegen des Verschwindens ihres Bruders und ihrer Schwester erstattet, die ebenfalls 1988 hingerichtet worden sein sollen. Sie verlangte, dass ihr im Falle der Hinrichtung zumindest der Ort des Grabs bekannt gegeben werden solle. Die Reaktion der Behörden war eindeutig. Sie wurde ins Gefängnis von Sahedan verlegt, ganz in den Süden des Landes, was Kontakte nach außen noch erschwert. Darauf wandte sich Mariam Akbar Monfared an die Arbeitsgruppe für das Verschwindenlassen bei den Vereinten Nationen, die ihr jetzt geantwortet hat. Die UN-Einrichtung teilte ihr mit, dass die beiden Fälle bei der UN als Fälle von Verschwindenlassen eingestuft werden und bleiben, bis die iranischen Behörden den Angehörigen mitteilen, unter welchen Umständen die beiden hingerichtet wurden und wo sie begraben sind.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=82932
vom 11. Aban 1396 (2. November 2017)
sazemane melal do tan az qorbaniyane koshtare 67 ra be °onwane napadidshodeye qahri be rasmiyat shenaxt

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Iran: Todesstrafe für Weigerung zur Spionage

Der schwedisch-iranische Forscher Ahmad-Resa Dschalali (Ahmad-Reza Jalali) wurde kürzlich im Iran zum Tode verurteilt. In einem englischen Brief vor seinem Urteil hatte er bekannt gegeben, dass er sich geweigert hatte, für den Iran zu spionieren. Das Todesurteil ist die Quittung für seine Standhaftigkeit.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=140083
vom 5. Aban 1396 (27. Oktober 2017)
nameye ahmad-reza jalali candin mah pish az sodure hokme e°dam az zendan: napad_iroftam jasusi konam

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Iran: Todesurteil für schwedisch-iranischen Professor


Ahmad-Resa Dschalali (Ahmad-Reza Jalali), der eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzt – die Schwedens und die des Irans – wurde bei einem Familienbesuch im Iran verhaftet und jetzt wegen angeblicher Spionage zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde unter dem Vorsitz von Richter Salawati von der 15. Kammer des Revolutionstribunals gefällt. Richter Salawati ist bekannt für seine brutalen, politisch motivierten Urteile, so dass allein schon der Name genügt, Zweifel an der sachlichen Basis des Urteils anzumelden.
Jetzt können die europäischen Politiker zeigen, ob sie nur dann Kritik üben, wenn es gegen Erdogan geht, oder ob sie auch den Mund öffnen, wenn sie dabei die Absatzchancen der heimischen Industrie im Iran gefährdet sehen. Nach dem Motto: Erdölgeld ist wichtiger als Menschenrechte.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=139687
vom 30. Mehr 1396 (22. Oktober 2017)
prufesur ahmad-reza jalali be e°dam mahkum shod

http://fa.rfi.fr/%D9%BE%D8%B1%D9%81%D8%B3%D9%88%D8%B1-%D8%AC%D9%84%D8%A7%D9%84%DB%8C-%D8%A8%D9%87-%D8%A7%D8%AA%D9%87%D8%A7%D9%85-%D8%AC%D8%A7%D8%B3%D9%88%D8%B3%DB%8C-%D8%A8%D9%87-%D8%A7%D8%B9%D8%AF%D8%A7%D9%85-%D9%85%D8%AD%DA%A9%D9%88%D9%85-%D8%B4%D8%AF-20170206/%D8%A7%DB%8C%D8%B1%D8%A7%D9%86

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Iran: Mehr Menschenrechte unter Rouhani?

Kürzlich hat der iranische Menschenrechtsverein „Kanune modafe°ane hoquqe bashar“ einen Bericht veröffentlicht, in dem er unter anderem vom „stillen Tod der politischen Gefangenen“ spricht. Lehrer und Arbeiter, die ihren Lohn und ihre Rechte einfordern, kommen ins Gefängnis, wo ihnen selbst elementare Rechte wie gesunde Nahrung, Hygiene oder Familienkontakt verweigert werden. So sollen sie zur Zusammenarbeit mit den Behörden gezwungen werden. Wer darauf eingeht, wird vorzeitig entlassen, die anderen greifen aus Protest gegen die Rechtlosigkeit zum Hungerstreik. Das ist den Behörden gerade recht, so schalten sich die kritischen Menschen selbst aus.
Allein im Monat Schahriwar (letztes Drittel des Monats August plus die ersten beiden Drittel des September 2017) wurden im Iran mindestens 22 Menschen hingerichtet, ein Teil öffentlich, ein Teil heimlich. Der religiösen Minderheit der Baha‘is wird das Recht auf Studium verweigert. Dieses und viele andere Themen werden im neuesten Bericht des iranischen Menschenrechtsvereins behandelt. Keine Verbesserung, stellt die iranische Menschenrechtlerin und Juristin Schirin Ebadi fest, die seit einiger Zeit im Exil lebt.

Quelle:
http://news.gooya.com/2017/09/post-7804.php
vom 27.09.2017
shirin °ebadi: dorugh-haye hassan rouhani dar bareye hoquqe bashar

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Iran: Verhaftung statt Aufklärung der Hinrichtungen der 80-er Jahre


Rahele Rahemipur

Rahele Rahemipur hatte sich an den UN-Ausschuss gegen das Verschwindenlassen (Committee on Enforced Disappearances, CED) gewandt, um Aufklärung über das Verschwindenlassen ihres Bruders, des Zahnarztes Hossein Rahemipur, und dessen nur wenige Tage alten Kindes, Golru Rahemipur Moqaddam, zu erlangen. Ihr Bruder war in den 1980-ern zusammen mit seiner schwangeren Frau im Iran verhaftet worden. Seine Frau brachte im Gefängnis ein Kind zur Welt, dem sie den Namen Golru gab. Nun wurde Rahele Rahemipur in der Nacht von Sonntag auf Montag in ihrer Wohnung verhaftet. Zugleich wurde eine Hausdurchsuchung bei ihr durchgeführt und Computer wie Handys beschlagnahmt. Bekanntlich ist man bei Klagen an internationale Organisationen auf Computer und Handys angewiesen, insofern ist dies die wirksamste Art aus der Sicht der iranischen Machthaber, die Beschwerden ins Ausland zu verhindern.

Todesursache Gelbsucht?
Die in London ansässige Organisation Sazemane °Edalat baraye Iran (Organisation für Gerechtigkeit im Iran), die sich ebenfalls in diesem Fall engagiert, hat dem BBC eine Kopie der Antwort der iranischen Regierung übergeben, die diese dem UN-Ausschuss zum Verschwinden des Vaters und der Tochter gegeben hatte. Laut Angaben dieser Organisation ist es das erste Mal seit Jahrzehnten, dass die iranischen Behörden überhaupt Auskunft über einen der Fälle von Hinrichtung und Verschwindenlassen der 1980-er Jahre gegeben hat. Im Antwortschreiben der iranischen Behörden heißt es, dass Golru Rahemipur Moqaddam im Nadschmije-Krankenhaus (Teheran) und im Imam-Chomeini-Krankenhaus (Teheran) behandelt worden sei. Der sieben Tage alte Säugling sei am 15. Farwardin 1363 (Anfang April 1984) infolge von „Gelbsucht und Blutstauung“ (zardi wa ensedade xun) trotz eines Blutaustausches verstorben.
Hossein Rahemipur war am 1. Schahriwar 1363 (zweite Augusthälfte 1984) wegen Mitgliedschaft in der „kommunistischen Gruppe Rahe Kargar“ als „Terrorist“ hingerichtet worden. Der Ort, wo seine Leiche begraben ist, wird der Familie bis heute verheimlicht.

Quellenlage
Hinweis: Wir wissen leider nicht, was im Originalschreiben der iranischen Regierung stand, da dieses nicht abgebildet ist. Wir wissen auch nicht, ob der oder die Journalistin den Inhalt dieses Antwortschreibens richtig wiedergegeben haben. Wir wissen auch nicht, ob die Person, die den persischen Artikel bei Peykeiran verfasst hat, überhaupt eine Kopie des Schreibens der iranischen Regierung gesehen hat. So oder so wirken die Angaben über die Todesursache etwas verdächtig, da Gelbsucht in den ersten Tagen eines Säuglings eine verbreitete Erscheinung ist.
Es steht auch keineswegs fest, dass das Kind tatsächlich gestorben ist, da Rahele Rahemipur, die jetzt erneut inhaftierte Schwester von Hossein Rahemipur, schon einmal verhaftet und unter dem Vorwurf der „Propaganda gegen das System“ zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden war. Man hatte ihr zur Last gelegt, dass sie an „illegalen Versammlungen“ teilgenommen und politische Gefangene besucht habe. Während ihrer Verhöre im Rahmen der ersten Verhaftung hatten ihr die Verhörbeamten unter der Hand zu verstehen gegeben, dass sie nicht weiter wegen des Verschwindens von Golru Rahemipur nachforschen solle und den Fall auf sich beruhen lassen solle.

Was hat der Staat zu verbergen?
Das ist verdächtig. Aus Argentinien ist bekannt, dass die Folterer unter der Militärdiktatur die Neugeborenen nach außen weitervermittelten, während sie deren Mütter ermordeten. Nur dank des unermüdlichen Nachbohrens der „Großmütter“ kamen diese Fakten schließlich ans Licht. Diese Warnung an Rahele Rahemipur kann durchaus ein Indiz dafür sein, dass die Regierungsversion dazu dient, diese Form des Kindesraubes zu vertuschen.
Interessant ist auch, dass die iranische Justiz früher der Familie der Opfer gegenüber stets behauptet hatte, dass es nie einen Säugling namens Golru Rahemipur gegeben habe. Das stückchenweise Herausrücken mit der Wahrheit ist auch nicht angetan, die Glaubwürdigkeit der iranischen Behörden zu erhöhen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=136926
vom 20. Schahriwar 1396 (11. September 2017)
shakiye parwandeye e°damhaye daheye shaste iran dar xane‘ash bazdasht shod

https://www.verschwindenlassen.de/ausschuss-ueber-das-verschwindenlassen-3158/

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Iran – Berlin: Die Kurdenkiller wittern Morgenluft


zerstörte Gedenktafel an den Mykonos-Mord in Berlin

Die persische Nachrichtenseite news.gooya.com berichtet unter Berufung auf die kurdische Webseite www.rojikurd.net, dass die Gedenktafel an Dr. Sadeq Sharafkandi (Scharafkandi), den Führer der Demokratischen Partei Kurdistans/ Iran (DPKI), und seine Begleiter, die am 17. September 1992 in Berlin im Mykonos-Restaurant im Auftrag des Religiösen Führers der Islamischen Republik Iran, Ajatollah Chamene‘i, ermordet wurden, zerstört wurde. In Deutschland war es später zu einem Prozess gegen die ausführenden Täter, den Iraner Kazem Darabi und seine vier libanesischen Mithelfer, gekommen. In dem Verfahren, das sich über fünf Jahre hinzog, wurde deutlich, dass der Mord direkt von der iranischen Vertretung in Berlin organisiert wurde. Der Mörder selbst war den deutschen Behörden kein Unbekannter.
Die Auftraggeber – der Religiöse Führer, der damalige Geheimdienstminister, der Außenminister und Ajatollah Rafsandschani – konnten sich bislang einer Strafverfolgung entziehen, weil sie weiterhin an der Macht sind. Lediglich Ajatollah Rafsandschani ist inzwischen gestorben, weil er beim Religiösen Führer in Ungnade gefallen ist. Es heißt, er sei im Schwimmbad ertränkt worden – es wurde rechtzeitig für einen Stromausfall gesorgt, so dass die Täter unerkannt blieben und im Dunkeln agieren konnten.
Bedenkt man, dass Mohammad Jafari Sahrarudi, der Anführer des Terrorkommandos, das im Juli 1989 in Wien den Kurdenführer und Scharafkandis Vorgänger Ghassemlou ermordete, heute die rechte Hand des iranischen Parlamentssprechers Ali Laridschani ist und sogar an der Münchner „Sicherheitskonferenz“ teilgenommen haben soll, sieht man, dass die wahren iranischen Machthaber heute wieder Aufwind verspüren und sich selbst im Ausland wieder aus den Löchern trauen. Der Mord am iranischen Fernsehunternehmer Saeed (Sa‘id) Karimian am 29.04.2017 in Istanbul ist offenkundig das Signal, dass im Iran die Betonköpfe das Ruder übernommen haben. Vom Westen scheinen sie nichts zu befürchten.

Quellen:
http://news.gooya.com/2017/08/post-6486.php
vom 16. August 2017
taxribe louhe yadbude qorbaniyane terore mikonos az suye °awamele rezhime iran dar berlin

http://www.rojikurd.net/fa/%d8%aa%d8%ae%d8%b1%db%8c%d8%a8-%d9%84%d9%88%d8%ad-%db%8c%d8%a7%d8%af%d8%a8%d9%88%d8%af-%d9%82%d8%b1%d8%a8%d8%a7%d9%86%db%8c%d8%a7%d9%86-%d8%aa%d8%b1%d9%88%d8%b1-%d9%85%db%8c%da%a9%d9%88%d9%86%d9%88/

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