Archiv der Kategorie 'Hinrichtung'

Irans Killerjustiz: 16 Jahre Gefängnis für Narges Mohammadi


Narges Mohammadi

Narges Mohammadi ist die stellvertretende Vorsitzende des Vereins der Menschenrechtsverteidiger (Kanun-e Modafe°an-e Hoquq-e Bashar) und Aktivistin der Kampagne Legam (Zügel), die für eine schrittweise Abschaffung der Todesstrafe im Iran eintritt.
Die 36. Kammer des Revisionsgerichts der Region Teheran, die ihren Sitz am Revolutionstribunal hat, hat am Mittwoch, den 28.09.2016, das Urteil der Vorinstanz gegen die iranische Menschenrechtlerin Narges Mohammadi in vollem Umfang bestätigt. Die Vorinstanz hatte unter dem Vorsitz des berüchtigten Richters Salawati im Mai dieses Jahres Narges Mohammadi wegen „Verbrechen gegen die Staatssicherheit“ und „Propaganda gegen das System“ zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt.
Der Grund für die Anklage ist ihr aktiver Einsatz gegen die Todesstrafe im Iran und ihr Treffen mit der EU-Außenministerin Catherine Ashton im März 2014, wie Amnesty International über sie schreibt.

Man darf gespannt sein, ob kritischer Dialog in den sich selbst so demokratisch präsentierenden Staaten Westeuropas nur bedeutet, dass man Kaffekränzchen mit Folterern wie Mahmud Ahmadineschad oder Sa‘id Mortasawi pflegt und dann untätig zuschaut, wie diejenigen, die den Dialog mit Leben erfüllen, im Gefängnis umkommen. Denn dass Narges Mohammadi die Strafe nicht überleben kann, ist klar. Sie leidet an einer Lungenerkrankung (Blutklumpen in der Lunge) und an einer Nervenerkrankung, die im Gefängnis nicht behandelt wird und zu Anfällen und Lähmungserscheinungen führt.

Quellen:

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/09/218072.php
vom 7. Mehr 1395 (28.09.2016)
16 sal-e habs-e ta°ziri baraye narges mohammadi

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/64801/
iran-emrooz.net | Wed, 28.09.2016, 9:51

https://www.amnesty.org/en/latest/news/2016/09/iran-shameful-16-year-sentence-for-narges-mohammadi-a-devastating-blow-to-human-rights/
28 September 2016, 15:41 UTC
https://www.amnesty.org/en/latest/news/2016/05/iran16-year-sentence-against-critically-ill-human-rights-defender-signals-all-out-repression/
19 May 2016, 17:28 UTC

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Iran: Ajatollah Hadsch-Scheich Hossein Arab kritisiert Ajatollah Dschannati


links im Bild Ajatollah Dschannati, Vorsitzender des Wächterrats und zugleich des Expertenrats, rechts Ajatollah Hadsch-Scheich Hossein Arab

Ajatollah Dschannati gehört zu den sogenannten Fundementalisten innerhalb der iranischen Geistlichkeit. Er hatte am 10. September in seiner Freitagspredigt den verstorbenen Ajatollah Montaseri als naiv bezeichnet, ein beliebtes Vorgehen der islamistischen Machthaber, die es nicht ertragen konnten, dass Ajatollah Montaseri ihr brutales Vorgehen gegenüber den Gefangenen kritisierte.
Jetzt hat einer von Montaseris Schüler, Ajatollah Hadsch-Scheich Hossein Arab, der in Kaschan Theologie-Unterricht der obersten Stufe erteilt, in einem Brief an Ajatollah Dschannati gegen diese Schmähung des Verstorbenen protestiert. Er fordert Ajatollah Dschannati deshalb erneut zu einem theologischen Streitgespräch auf, worauf der Angesprochene aber schon früher nicht einging. Er fragt auch, wie es kommt, dass Ajatollah Dschannati einen so vulgären und plumpen Mann wie Ahmadineschad bis zur letzten Minute unterstützte.
Auch macht er Ajatollah Dschannati zum Vorwurf, dass dieser zum Anlass des Todes des Königs von Saudi-Arabien nicht etwa sein Beileid geäußert hat, wie dies den islamischen Sitten entspricht, sondern seine Glückwünsche geäußert hat!
Der Schreiber kritisiert auch das unfaire Vorgehen von Ajatollah Dschannati in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Wächterrats, Kandidaten vor den Wahlen aufgrund von Verleumdungen und unbelegter Vorwürfe ohne Anhörung der Beschuldigten von der Wahl auszuschließen.
Als besonders ungerecht empfindet es Ajatollah Hadsch-Scheich Hossein Arab, dass Ajatollah Dschannati in seiner Freitagspredigt den verstorbenen Ajatollah Montaseri wegen seiner Kritik am Gefängnismassaker von 1988 angegriffen hat. Der Rechtsgelehrte schreibt Ajatollah Dschannati ins Stammbuch: „Sie sind es, die sich am Tage des Jüngsten Gerichts für dieses ungerechte und unfaire Urteil (gegen die Gefangenen) verantworten müssen, nicht Ajatollah Montaseri.“
Klare Worte an die Adresse eines Mörders.

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/09/217306.php
vom 20. Schahriwar 1395 (10. September 2016)
name-ye shagerde ayatollah montazeri be ayatollah jannati

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Iran: Hauptsache hingerichtet – das Werk des Ajatollah Ahmad Dschannati


Ausschnitt aus der Zeitung Ettelaat

Die iranische Webseite news.gooya.com hat vergangenen Freitag einen Link zu Freedom Messenger veröffentlicht, der seit der Niederschlagung der Millionenproteste gegen die Wahlfälschung von 2009 Filmaufnahmen über die damaligen Ereignisse veröffentlicht. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine Aufnahme mit Mehdi Chas‘ali, einem bekannten Kritiker der Geistlichen, der im Iran lebt und wiederholt verhaftet wurde. Er erklärt, dass Ajatollah Ahmad Dschannati, der jetzt Vorsitzender des Wächterrats und des Expertenrats ist, sich bei der Niederschlagung der Proteste gegen die Wahlfälschung sogar für die Hinrichtung einer jungen Frau ausgesprochen hatte, von der nicht einmal der Name bekannt war, und verweist auf einen Artikel in der Regierungszeitung Ettelaat.

http://news.gooya.com/didaniha/archives/2016/09/217192.php
vom 19. Schahriwar 1395 (9.9.2016)
pardebardariye mehdi xaz°ali az jenayate jannati

zu Freedom Messenger:
https://jmirani.wordpress.com/2016/05/16/sperrung-des-freedom-messenger-kanals/comment-page-1/

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Irans Gefängnismassaker von 1988


Andenken auf dem Chawaran-Friedhof vor Teheran, wo die Toten des Massakers mit Buldozern verscharrt wurden

100 namhafte iranische Persönlichkeiten im Ausland haben einen Antrag an den UN-Menschenrechtsrat und an den Internationalen Gerichtshof gestellt, das Gefängnismassaker des Jahres 1988, das aufgrund einer Fatwa des damaligen Religiösen Führers Ajatollah Chomeini angerichtet wurde, als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ einzustufen.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/64393/
dar-xa:ste shena:sa:‘iye e°da:mha:ye 67 be °onva:ne jena:yat °aleyhe bashariyat
iran-emrooz.net | Wed, 07.09.2016, 22:51

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Iran: Expertenrat preist Gefängnismassaker


Der Expertenrat: Hier werden Mörder mit Weihrauch gesegnet

Das Jahr 1367 iranischer Zeitrechnung und somit das Jahr 1988 nach hiesigem Kalender ist als das Jahr des großen Massakers an den politischen Gefangenen im Iran in die Geschichte eingegangen. Das Massaker beruhte auf einer Fatwa des damaligen Religiösen Führers Ajatollah Chomeini. Eine Todeskommission, der auch noch heute an der Macht befindliche Personen angehören, hatte die Ausführung des Massenmords übernommen.

Die Worte eines toten Ajatollahs – noch heute Sprengstoff
Nun hat der Expertenrat, der u.a für die Wahl eines Nachfolgers des Religiösen Führers zuständig ist, auf seiner Webseite majlesekhobregan.ir eine Erklärung zum Thema abgegeben. Nicht ganz freiwillig, denn vorausgegangen war die Veröffentlichung einer Ton-Datei des 2009 verstorbenen Ajatollahs Hossein-Ali Montaseri. Ajatollah Montaseri hatte damals den Mitgliedern der Todeskommission ins Gesicht gesagt, dass sie das größte Verbrechen in der Geschichte der Islamischen Republik begangen hätten. Ajatollah Hossein-Ali Montaseri, der bis dahin als Nachfolger von Ajatollah Chomeini galt, wurde darauf von letzterem entmachtet und unter Hausarrest gestellt. Aber er blieb seiner Überzeugung treu bis zum Tod. Deswegen tut es den anderen Ajatollahs besonders weh, wenn seine Stimme – noch jenseits des Grabes – nun im Volk zirkuliert. Das ist der eigentliche Grund für ihre Stellungnahme.
Link zur Ton-Datei:
http://www.radiofarda.com/a/b5_audiocut_hosseinali_montazeri_over_executions_1988_iran/27911396.html
audio.rferl.org/FRD/2016/08/09/f2720a29-b951-4fc6-855a-c18cd25baef0.mp3
Ton-Datei, kürzlich veröffentlicht von Ahmad Montaseri, dem Sohn des verstorbenen Ajatollahs Hossein-Ali Montaseri

Massenmord: ein historischer und revolutionärer Beschluss
In seiner Erklärung vom Sonntag verurteilt der Expertenrat die Verbreitung der Ton-Datei und macht Anhänger der Volksmudschahedin dafür verantwortlich. Und dann kommt er zur Sache:
Er bezeichnet die Mord-Fatwa von Ajatollah Chomeini als „historischen und revolutionären Beschluss seiner Exzellenz Imam Chomeini zu einem entschlossenen und unversöhnlichen Umgang mit den Abtrünnigen (Bezeichnung für die Volksmudschahedin), zur gerechten Verurteilung der Anführer und eines Teils der Mitglieder der Splittergruppe der Abtrünnigen“.

«تصمیم تاریخی و انقلابی حضرت امام خمینی در برخورد جدی و بدون مسامحه با منافقین و محاکمه عادلانه سران و برخی اعضای گروهک منافقین»

Der Expertenrat schreibt weiter, dass Ajatollah Chomeini „in dieser heiklen Phase, mit dieser zum richtigen Zeitpunkt getroffenen Entscheidung, das Auge der Verschwörung blind gemacht hat und der Splittergruppe, deren Hände bis zum Ellbogen mit dem Blut dieses unterdrückten und leidenden Volkes verschmiert sind, die Gelegenheit zur Angeberei und Unruhestiftung genommen hat.“

در آن برهه حساس، با آن تصمیم به‌موقع، چشم فتنه را کور نموده و فرصت خودنمایی و فتنه‌گری گروهکی که دستش تا مرفق، آغشته به خون این ملت مظلوم و زجرکشیده است را سلب کردند

Die doppelzüngigen Ajatollahs
Interessant ist, dass die Webseite des Expertenrats auch eine englische Fassung aufweist. Dort ist von dieser Erklärung zum Gefängnismassaker von 1988 nichts zu sehen. Die aktuellste Nachricht ist mit 14. März 2016 datiert, die viertneueste Meldung bezieht sich auf eine Erklärung Ajatollah Chamene‘is vom 3. Januar 2016 zur Hinrichtung des schiitischen Geistlichen Scheich Nimr an-Nimr in Saudi-Arabien. Sprich: Wenn anderswo einer hingerichtet wird, der als Verbündeter empfunden wird, dann wird Gottes Rache persönlich herbeigewünscht, aber die Tausende von Toten, die man selbst auf dem Gewissen hat, verbreitet man lieber nicht auf Englisch, das soll brav unter den heimischen persischen Teppich gekehrt werden.

Quellen:

http://www.radiofarda.com/a/f14-iran-assembly-of-clerics-defends-mass-execution-of-political-prisoners/27950627.html
vom 7. Schahriwar 1395 (28. August 2016)
defa:°-e majles-e xobrega:n-e rahbari az e°da:m-ha:ye sa:l-e 67

http://www.majlesekhobregan.ir/fa/NewsView.html?ItemID=1967
بازدید : 175 تاریخ درج : 1395/6/7 زمان : 09:17:00
Veröffentlichung der Erklärung des Expertenrats vom Sonntag, den 28.08.2016

http://www.majlesekhobregan.ir/en/NewsList.html
englische Version

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Iran: Sunnitischer Geistlicher kritisiert Hinrichtungswelle im Iran

Moulawi Abdulhamid, der Freitags-Imam der Sunniten in Sahedan, der Hauptstadt der Region Sistan und Balutschistan, hat am vergangenen Freitag, 5. 8. 2016, in seiner Freitagspredigt die kürzlich bekannt gewordenen Hinrichtungen von 20 Sunniten im Iran kritisiert. Er drückte sich dabei sehr vorsichtig aus. So meinte er, dass die Hinrichtungen angesichts der heiklen Bedingungen in der Region keine große Weitsicht verraten.
Er wies darauf hin, dass unter den sunnitischen Rechtsgelehrten (wohl im Iran) die Meinung herrsche, dass man sehr vorsichtig mit der Todesstrafe umgehen müsse. Er sprach sich auch dafür aus, die Gesetze zu revidieren, um die Zahl der Tatbestände auf ein Minimum zu reduzieren, für die die Todesstrafe verhängt werden könne. Er äußerte die Empfehlung, dass man Personen, die nicht Mörder oder direkte Täter sind, verzeihen solle, das heißt, dass diese nicht zum Tode verurteilt werden sollten.

http://www.radiofarda.com/a/o2-abdolhamid-on-sunni-execution/27902887.html
vom 15. Mordad 1395 (5. August 2016)
Moulawi Abdolhamid az e°damhaye axir dar iran enteqad kard

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Iran – Kurdistan: Überfall auf Polizeiwache

In Sardascht, das auf iranischer Seite an der Grenze zur „Autonomen Region Kurdistan“ des Nordiraks liegt und zur iranische Provinz West-Aserbaidschan gehört, wurde am vergangenen Montag, den 8. August 2016, ein bewaffneter Angriff auf eine Polizeiwache verübt. Die Täter warfen vom Motorrad aus drei Blendgranaten in Richtung der Wache. Dabei gingen mehrere Fensterscheiben in der Umgebung in Bruch. Anschließend soll es einen zehnminütigen Schusswechsel zwischen Angreifern und Sicherheitskräften gegeben haben. Die Täter sind bislang noch unbekannt.
In den jüngsten Tagen wurden 20 kurdische Gefangene sunnitischen Glaubensbekenntnisses im Iran hingerichtet.

http://www.radiofarda.com/a/f4_gunmen_attack_sardasht_police_office_iran/27910958.html
vom 19. Mordad 1395 (9. August 2016)
hamleye afrade mosallah be yek kalantari dar shahre sardasht

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Iran: Hinrichtung eines Atomphysikers


Sprecher der iranischen Justiz Gholamhossein Mohseni Esche’i

Schahram Amiri, ein iranischer Atomphysiker, hat eine bewegte Vergangenheit. Erst hieß es, er sei im Jahr 2009 auf einer Pilgerreise nach Mekka verschwunden. Dann tauchte er in den USA auf und beantragte Asyl. 2010 flog er wieder in den Iran zurück und erklärte, er sei in die USA entführt worden. Er wurde am Flughafen mit Blumen empfangen und als Held gefeiert. Aber es dauerte nicht lange, da wurde er verhaftet.

Am vergangenen Mittwoch, den 3. August 2016, wurde er hingerichtet. Die Hinrichtung wurde am Sonntag, den 7. August 2016, vom Sprecher der iranischen Justiz Gholamhossein Mohseni Esche’i, bestätigt. Schahram Amiri habe dem Erzfeind, den USA, lebenswichtige Informationen übergeben. Deshalb sei er zum Tode verurteilt worden. Auch nach dem Urteil habe er keine Spur von Reue gezeigt, obwohl er Gelegenheit dazu gehabt habe. „Reue“ – toube – hat im politischen Kontext der Islamischen Republik Iran ein besonderes Geschmäckle. Es bedeutet meist, dass man bereit ist, vor laufender Kamera sich selbst und alle möglichen anderen zu belasten, die dann mit ins Verderben gerissen werden. Wer nicht bereut, hat in der Regel massiven Erpressungsversuchen und evtl. auch der Folter widerstanden. Und das ist diesem Menschen hoch anzurechnen.

http://www.radiofarda.com/a/f12-iran-confirms-execution-shahram-amiri/27905984.html

vom Sonntag, 17. Mordad 1395 (7. August 2016)

qowweye qad.a’iyeye iran e°dame shahram amiri-ra ta’yid kard

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/08/215842.php

vom Montag, 18. Mordad 1395 (8. August 2016)

Shahram Amiri kist?

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Todesstrafe im Iran: 20 Hinrichtungen an einem Tag


Generalstaatsanwalt des Irans Mohammad Dschawad Montaseri

Der Generalstaatsanwalt des Irans Mohammad Dschawad Montaseri hat am Donnerstag, den 14. Mordad, bekannt gegeben, dass 20 Personen, die in drei iranischen Provinzen „terroristische Aktivitäten“ ausgeübt hätten, hingerichtet worden seien. Diese Personen hätten unter dem Einfluss von religiös extremistischen Gruppen gestanden. Laut iranischen Medien seien die 20 am Dienstag im Gefängnis von Radscha‘i-Schahr in Karadsch hingerichtet worden. In den vergangenen Tagen hatten die Justizbehörde der Region Kurdistan und das iranische Geheimdienstministerium eine Erklärung herausgegeben, in der die Hingerichteten als Mitglieder einer Gruppe „Touhid wa Dschahad“ bezeichnet wurden. Die Vorwürfe gegen die Gruppe beinhalteten unter anderem, sie hätten vergiftete Schokolade (Pralinen) unter militärischem Personal in Sanandadsch verteilt und zwei sunnitische Geistliche – Mamusta Scheich ol-Eslam, Vertreter der Region Kurdistan im Expertenrat, und Mamusta Borhan Aali – ermordet.
Ein Teil der Hingerichteten hatte vergangenes Jahr erklärt, dass sie in der Haft unter Folter zu einem „Geständnis“ gezwungen worden seien.

http://www.radiofarda.com/a/f4_iran_general_prosecutor_20_execution_terror_group/27900369.html

vom 14. Mordad 1395 (4. August 2016)
dadsetane kolle iran te°dade afrade e°dam shodeye goruhe touhid wa jahad ra 20 nafar e°lam kard

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Iran – Sanandadsch : 4 Kinder vor Hinrichtung


Iran idam Cumhuriyeti – Iranische Hinrichtungsrepublik

Die türkische Webseite Özgür Gündem (Freie Tagesordnung) berichtet heute unter Berufung auf die Iranische Menschenrechtsorganisation, dass im Gefängnis von Sanandadsch (iranisches Kurdistan) vier kurdische Kinder (unter 18) in die Zelle für Hinzurichtende verlegt wurden, wobei in 3 der 4 Fälle der Fall noch vor dem obersten Gerichtshof anhängig ist. Da die Justiz ganz in der Hand der Fundamentalisten ist, gehen die Gefängnisbehörden offensichtlich davon aus, dass diese Instanz nichts ändern wird. Die vier verurteilten Kinder heißen Yusif Mihemedî, Siyaweş Mihemedî, Amanc Ewîsî und Hêmin Hewramînijad. Laut Amnesty International wurden von 2005-2015 im Iran 73 Kinder (unter 18-Jährige) hingerichtet.

Quelle:
http://www.ozgur-gundem.com/haber/162051/iran-idam-cumhuriyeti-4-kurt-cocugunu-daha-idam-edecek

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Iran – Teheran: Totengedenken auf dem Chawaran-Friedhof


Blumen für die Ermordeten – Opfer des Islamischen Staats in der iranischen Version

Der „Islamische Staat in Syrien und Irak“ ist bei weitem nicht der erste islamistische Staat, dessen Fundamente auf Leichen ruhen. Die Islamische Republik Iran hat noch zu Lebzeiten von Ajatollah Chomeini ein Massaker unter den politischen Gefangenen veranstaltet und dann versucht, die Leichen unauffällig zu „entsorgen“. Das Bellen von Hunden machte dann auf die Massengräber aufmerksam. Seitdem gehen die Angehörigen der Ermordeten regelmäßig vor Beginn des persischen Neujahrs auf diesen Friedhof, um der Toten zu gedenken. Die sogenannten Sicherheitskräfte postierten sich demonstrativ vor dem Eingang, um so die Angehörigen abzuschrecken, aber sie fanden ihren Weg auf den Friedhof. Lange dauerte das Gedenken allerdings nicht, denn dann wurden die Trauernden von den bewaffneten Organen vertrieben.

Quelle:
http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=72752

Links zum Chawaran-Friedhof:
Englisch:
https://en.wikipedia.org/wiki/Khavaran_cemetery
Persisch:
https://fa.wikipedia.org/wiki/%DA%AF%D9%88%D8%B1%D8%B3%D8%AA%D8%A7%D9%86_%D8%AE%D8%A7%D9%88%D8%B1%D8%A7%D9%86

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UN-Sonderberichterstatter Shaheed besorgt über Todesstrafe im Iran

UN-Sonderberichterstatter Ahmed Shaheed ist beunruhigt über die Menschenrechtslage im Iran. Auch seit der Wahl des reformorientierten Präsidenten Hassan Ruhani vor zwei Jahren habe sich die Situation weiter verschlechtert, so Shaheed.

Insbesondere die häufige Vollstreckung der Todesstrafe gebe Anlass zur Sorge. In diesem Jahr wurden bereits 252 Menschen hingerichtet, im vergangenen Jahr lag die Zahl bei 753 – darunter 25 Frauen und 13 Minderjährige. Dies sei die höchste Hinrichtungszahl seit 13 Jahren gewesen. Der Iran bleibe damit das Land mit den meisten Exekutionen pro Einwohner.

Dies sei umso besorgniserregender, als die meisten Todesurteile für Drogendelikte oder Vergehen wie Ehebruch, Sodomie und „vage formulierte Verstöße gegen die nationale Sicherheit“ verhängt würden, sagte Shaheed. Er rief Teheran zu einem Moratorium für die Todesstrafe auf.

http://www.unric.org/de/uno-schlagzeilen/27481-un-sonderberichterstatter-shaheed-besorgt-ueber-todesstrafe-im-iran

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Iran: Die Kleinen hängt man…

Am Montag, den 6.3.2016, berichtete news.gooya von einem Urteil der 15. Kammer des Revolutionstribunals in Teheran. Es verhängte gegen 3 Personen die Todesstrafe, darunter gegen Babak Sandschani.

Hintergrund des Verfahrens ist die Amtszeit von Mahmud Ahmadineschad. Damals erfanden Ahmadineschad und die Leute hinter ihm aufgrund der Sanktionen wegen des Atombombenprogramms andere Wege zum Export des iranischen Erdöls. Eine der Methoden war die Gründung von Privatfirmen von Personen, die das Öl unter ihrem Namen exportierten und das Geld dann weiterleiten sollten.

Um diese Gelder, es sind Milliarden (Euro-Beträge!) geht es auch jetzt. Babak Sandschani und den Mitangeklagten wird vorgeworfen, sie hätten die Gelder unterschlagen, um dem System zu schaden. Es wird gemunkelt, dass Babak Sandschani seinen Kopf noch retten kann, wenn er die geforderte Summe (wohl 2,5 Milliarden Euro) auftreibt.

Der Sprecher des Hohen Rats der Justiz im Iran, Mohsen Esche‘i, bezeichnete Babak Sandschani als „Verderber auf Erden“ (mofsed fi l-ard.) – das ist die islamistische Basis für ein Todesurteil. Man sollte dabei nicht vergessen, wer Esche‘i ist – ehemals Geheimdienstminister, ein Mann, an dessen Händen Blut klebt. Unabhängig davon, ob sich Babak Sandschani und die Mitangeklagten bereichert haben oder nicht, gehört Esche‘i ebenso zum Täterkreis wie Ahmadineschad und die Pasdaran-Generäle, die den Erdölhandel kontrollieren. Das Todesurteil ist eine Abrechnung unter ihnen, mit Wahrheitsfindung haben die nichts am Hut.

Dies sei unabhängig davon gesagt, dass die Todesstrafe eine Barbarei ist. Ob im Iran, in Saudiarabien, in China oder in den USA.

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/03/209409.php

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Hinrichtungen im Iran

Laut amtlichen Quellen wurden im Iran vergangene Woche mindestens 24 Menschen hingerichtet. Da im Iran keine unabhängige Justiz existiert, kann auch nichts darüber ausgesagt werden, ob die Vorwürfe gegen die Verurteilten überhaupt den Tatsachen entsprechen. In der Regel schiebt der Staat Drogendelikte vor. In der Region Qaswin wurden 17 Menschen hingerichtet, in der Region Hormosgan wurden 5 weitere Gefangene im Zentralgefängnis in Bandar Abbas hingerichtet. Sie wurden u.a. als „bewaffnete Banditen“ bezeichnet. In der Stadt Schiras wurden zwei Personen auf einem öffentlichen Platz erhängt. Über diese Angaben hinaus hat die Menschenrechtsnachrichtenagentur Horana von der Hinrichtung von fünf (Balutschen?) in Kerman erfahren. Im Parsilun-Gefängnis von Chorram-Abad wurden am Freitag drei Verurteilte in Einzelzellen verlegt, von dort geht es zur Hinrichtung.
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=100331

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Iran: Todesurteil gegen Mohammad-Ali Taheri ans Revolutionstribunal zurück verwiesen

Wie der Anwalt von Mohammad-Ali Taheri berichtet, hat die 33. Kammer des Obersten Gerichtshofs (Diwan-e Ali) des Landes den Fall seines Mandanten zur erneuten Befassung an die 26. Kammer des Revolutionstribunals zurück verwiesen.
Mohammad-Ali Taheri ist der Begründer des „Erfan-Halqe“, einer mystischen Religion, die auch als Grundlage für die alternative Behandlung von Krankheiten dient. Er wurde von verschiedenen Ajatollahs als vom Islam Abtrünniger beurteilt und im August 2015 wegen Verbreitung von „Verderbnis auf Erden“ (fesa:d fi l-°ard.) zum Tode verurteilt.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=70980

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