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Antragsformulare für eine Mitgliedschaft in der libanesischen Hisbollah im Iran


Bild: Hassan Nasrallah und Ahmadinejad

Gemäß der halbstaatlichen Website Tabnak sind in den letzten Monaten und Tagen in der Umgebung von Teheran und weiteren grösseren Städten viele Antragsformulare für eine Mitgliedschaft in der libanesischen Hisbollah verteilt worden. Im Untertitel des Formulars wird klar, dass man sich für sog. Märtyreraktivitäten anmelden soll, um weltweit gegen die Feinde des Islam zu kämpfen.

Die Antragssteller müssen ihren Namen, ihre Adresse, ihre Telefonnumer und viele weitere Daten eintragen.

Anmerkung: Angeblich existieren im Iran viele Kasernen, in denen die Ausbildung von Selbstmordattentätern zum o.g. Zweck organisiert wird. Sie werden staatlich finanziert.

Heiliger Ramadan als Instrument in der Hand der iranischen Regierung

Die Islamisten behaupten, der Ramadan sei ein heiliger Monat. Nach islamischer Tradition muss jeder Moslem in dieser Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang fasten. Tag und Nacht wird pausenlos in allen Medien auf die Pflichten eines Moslems zu Ramadan hingewiesen.

Die iranische Regierung hat in jeder Stadt und in jedem Dorf ihre Kraft darauf konzentriert, dass das Essensverbot genau eingehalten wird. Sieht die Polizei Verstöße dagegen, kann es zu Bestrafungen oder vorübergehenden Festnahmen kommen. Selbst Touristen dürfen in dieser Zeit das Verbot in der Öffentlichkeit nicht durchbrechen.

Die fundamentalistische iranische Regierung missbraucht den moslemischen heiligen Monat für ihre Zwecke. Für diese Zwecke braucht sie Geld, Raum und Menschen. Die folgenden Bilder demonstrieren, welche Möglichkeiten die iranische Regierung hat.

Im Iran kann man in jeder grossen Stadt und in jedem kleinen Dorf eine Moschee finden – ein Ort, wo Ramadan gemeinsam mit vielen Anderen begangen werden kann. Das Bild unten zeigt uns, wie von der Regierung oder einer religiösen Institution Essen für ihre Anhänger oder einfache Leute in großem Maßstab vorbereitet wird, um ihre Ziele zu erreichen. Die iranische Regierung hat für solche Ziele mehr als genug Geld von den Öleinnahmen (82 Mrd. Dollar allein in diesem Jahr).

Im nächsten Bild kann man sehen, wie Moslems in einer Moschee beten. Die Anhänger der Regierung und der Hisbollah gehen in die Moschee ihres Stadtviertels und können dort ohne weiteres jeden Tag, besonders an Ramadan, essen.

Unten sehen wir eine grosse Anzahl von Menschen, die – Frauen und Männer getrennt – an der Massenspeisung teilnehmen. Diese Menschen müssen normalerweise eine Gebetszeremonie über sich ergehen lassen, Parolen rufen und erst danach können sie zu dem Raum gehen, wo sie ein Essen erhalten.

Während des restlichen Jahres können arme Menschen ein Essen dieser Qualität nicht bekommen. Deswegen ist Ramadan eine günstige Gelegenheit, in der die iranische Regierung arme Leute für ihre Zwecke organisieren kann. Das gilt nicht nur für den Iran sondern findet ebenso im Libanon, in Palästina, im Irak und in Syrien, in vielen anderen arabischen Ländern, in Asien (Indonesien) und sogar in europäischen Ländern (besonders Großbritannien) statt.

Normale Menschen, die vielleicht sogar Moslems sind aber keine Anhänger der Regierung, nehmen ihr Essen nach Sonnenuntergang einfach auf der Strasse zu sich.

Ein Beispiel für die Tafel eines reichen Moslems nach Sonnenuntergang ist im unteren Bild zu sehen (das Bild zeigt eine Strassenszene vor einem Werbeplakat).

Eine Explosion in Schiras und eine weitere politische Explosion in Teheran

Video von Fars News

Am Samstag, den 12.4.2008 kam es um 21:15 Uhr in einer vollbesetzten Moschee der iranischen Stadt Schiras zu einer Explosion. Diese Moschee gehört einer sehr radikalen Hisbollah – Gruppe, deren Anhänger von Ayatollah Mezbah Yazdi und Ahmadinejad unterstützt werden. Jeden Samstag abend gibt es hier eine religiöse Trauerveranstaltung und die Teilnehmer sind Mitglieder der o.g. Gruppierung, darunter vorwiegend Basiji (religiöse Milizen).

Die Moschee ist sehr bekannt und spielt eine wichtige Rolle bei der Organisierung von Aktionen der Basiji gegen Zeitungen, Demonstrationen von Arbeitern und Studenten, etc. An diesem Samstag wurde – wie auch an den Samstagen zuvor – gegen die religiösen Minderheiten der Bahaii und der Wahhabiten, einen sunnitischen Zweig des Islam, gehetzt.

Kurz nach der Explosion verbreiteten sich zwei entgegengesetzte Berichte über dieses Ereignis. Während die landesweiten Medien versuchten, den Vorfall heruterzuspielen und bekanntgaben, dass es sich um einen Unfall handele, berichteten die lokalen Medien von Schiras sowie die Vertreter der Moschee wesentlich dramatischer. Sie behaupteten, dass ein Sprengstoffattentat stattgefunden habe und Polizei und Geheimdienst die Pflicht hätten, den Vorfall gründlich zu untersuchen.

Die Explosion in Schiras hatte eine politische Explosion in der Regierung zur Folge. Die Fraktion der Kritiker von Ahmadinejad beschwerte sich lauthals über die falsche staatliche Berichterstattung, fragte nach den Schuldigen und kritisierte Versäumnisse bei der Sicherheit. Laut der Website Tabnak soll sich heute, am 14.4., eine Gruppierung der Wahhabiten zu einem Anschlag gegen die Moschee bekannt haben.

Hinsichtlich der Zahl der Verletzten und Toten gibt es überraschend widersprüchliche Aussagen. Normalerweise versammeln sich in dieser Moschee jeden Samstag bis zu 10.000 organisierte Gläubige. Am letzten Samstag befanden sich etwa 3000 Männer und 1500 Frauen vor Ort. Laut der Website Peiknet hat ein Augenzeuge mit dem Namen Seyed Mehdi Hosseini gesagt, dass seine Kleidung von dem Blut der Opfer getränkt gewesen sei und mindestens 50 Personen getötet sowie hunderte verletzt worden seien. Die staalichen Medien sprechen lediglich von 12 Toten und ca. 200 Verletzten.

Die jüngste Meldung aus der Gerüchteküche des Irans behauptet, dass es sich bei dieser Geschichte um einen Racheakt des ehemaligen Innenministers Hodschatoleslam Mostafa Purmohammadi handele, der erst vor wenigen Tagen entlassen wurde und einen Geheimdienst innerhalb des Geheimdienstes aufgebaut hat.

Sich umbringen um zu töten

Die iranische Frauenzeitschrift Zanan (persisch: Frauen) darf nicht mehr erscheinen. Auf dem Umschlag ihrer letzten Ausgabe (Nr. 140) war eine Frau abgebildet, die ihr Gesicht mit Kufiya (Palästinensertuch), Sonnenbrille und Schleier verbirgt. Als Titel ist in grossen Lettern zu lesen: „Selbstmord um zu töten“ (Koshte mishavand ta bokoshand) und als Untertitel: „Bericht über Frauen, die Märtyrerinnen werden möchten“.

Vier kurze Videos von Ahmadinejads Besuch an der Universität Teheran

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4